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Video-on-demand – Oder, wie übertreffe ich das Fernsehprogramm oder die Videothek um die Ecke? {mosbanner}Für viele ist es immer noch ein unbekannter Begriff, andere hingegen wissen schon längst was sich hinter diesem rätselhaften Begriff Video-on-demand (kurz VOD) versteckt. Egal zu welcher Gruppe Ihr gehört, an Video-on-demand kommt man heut zu Tage nicht mehr vorbei, da man mittlerweile schon durch die Fernsehwerbung darauf aufmerksam gemacht wird. Damit Ihr beim nächsten mal wisst um was es geht und was eigenlicht dahinter steckt, wollen wir Euch das neue Fernseherlebnis näher bringen. Dazu gehört unter anderem die Erklärung der Technik, eine Auflistung der verschiedenen Anbieter, Vergleiche der Modelle, Vor- und Nachteile usw. Fangen wir mal mit der Begriffserklärung an… Was ist Video-on-demand eigentlich? VOD ist die Abkürzung für Video-on-demand (oder aber auch für den „Verband Organtransplantierter Deutschlands“, aber um den geht es heute nicht J),. Wortwörtlich übersetzt bedeutet Video-on-demand - Video-auf-Abruf bzw. Video-auf-Bedarf. Kurz gesagt – Videos, Filme, Serien und Dokumentation vom Internet auf den heimischen PC bzw. direkt auf den Fernseher zu laden. Also ideal wenn das Fernsehprogramm mal wieder langweilt und die eigenen DVDs bereits schon zum hundertsten Mal über den Bildschirm geflimmert sind. Hört sich doch toll an, oder? Ist es eigentlich auch. Damit Ihr aber wisst was Euch erwartet und was Ihr für Vod alles benötigt, kommen wir auch gleich zum nächsten Kapitel… Wie funktioniert Video-on-demand und was benötige ich dafür? Im Prinzip ist es ganz einfach…Film aussuchen, bezahlen und Film anschauen. Fast wie im Kino oder in der Videothek. Aber nur fast…bevor man sich den Film anschauen kann, muss dieser noch heruntergeladen werden. Danach steht einem der Film in der Regel 24 Stunden zur Verfügung. Während dieser Zeitspanne kann man den Film beliebig oft gucken. Danach ist das geschützte Filmmaterial allerdings wegen eines abgelaufenen Lizenzschlüssels nicht mehr abrufbar. Um das Videomaterial nach Ablauf der Leihfrist erneut anschauen zu können, muss nur der Schlüssel erneuert werden, da der Film ja bereits auf der Festplatte gespeichert ist. Damit einem Video-on-demand Erlebnis nichts mehr im Wege steht, sollte man allerdings erst folgende Checkliste abhaken, bevor man sich in die neue Filmwelt begibt. Das wichtigste an Video-on-demand ist die verfügbare Internetanbindung. Wer heut zu Tage noch mit einem piependen Modem ins weltweite Internet vordringt, sollte entweder gleich aufhören zu lesen oder umgehend prüfen, ob die schnellere Internetlösung DSL in der Wohngegend verfügbar ist. Ohne DSL-Anschluss läuft nämlich gar nichts…ratsam ist nicht nur der DSL-Anschluss, sondern auch eine Flatrate, mit der man ohne Zeit und Datenbegrenzung für einen Festpreis im Internet verweilen kann. Da das übertragene Filmmaterial sehr viel Datenvolumen in Anspruch nimmt, kommt man deshalb auch mit einer datenbegrenzten Flatrate nicht sehr weit. Ebenso ist für Vod eine schnellere DSL-Verbindung wie z.b. DSL 3000 bis 16000 ratsam, da der Download der Daten sonst ziemlich lange dauern kann. Wie lange ein Download dauert, hängt natürlich immer von der tatsächlich zur Verfügung stehenden Bandbreite und der Qualität des Videos ab - mit DSL kann man den Film fast immer schon während des Herunterladens genießen. Einige Anbieter (z.b. Arcor) bieten ein Testcenter auf Ihrer Homepage an, auf der man prüfen kann, ob die vorhandene Internetanbindung bzw. der PC für Vod ausreicht…wobei wir schon beim nächsten Punkt angelangt sind…der Computer. Damit die übertragenen Daten auch verarbeitet werden können, benötigen wir auch noch einen Computer, der mindestens einen 400 Mhz Prozessor, 64 Mb Arbeistsspeicher und 1 GB freien Festplattenspeicher unter der Haube hat. Außerdem brauchen wir noch eine 16 MB Grafikkarte für den Vollbildmodus, eine 16 bit Soundkarte für den Sound und optional noch eine Video-/Grafikkarte mit TV-out zum Anschluss am Fernseher. Auch Softwaretechnische sollten bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, wobei dies natürlich von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich ist. Empfehlenswert ist Windows 98/Me/2000/XP/Vista, der Windows Media Player 7.1+ und Microsofts Internet Explorer 5.+. Vorher sollte man sich allerdings noch auf der Webseite des Vod-Anbieters versichern, ob noch zusätzliche Hard- bzw. Software benötigt wird. Welche verschiedenen Modelle und Downloadarten gibt es denn eigentlich? Pay-per-View Wie oben schon angesprochen, kann man sich das heruntergeladene Filmmaterial in der Regel 24 Stunden beliebig oft ansehen, bis der Lizenzschlüssel verfällt. Diese Möglichkeit bieten eigentlich alle Vod-Anbieter an. In der Regel werden für den Download ca. 50 Cent bis 4 EUR fällig. Neben diesem Verleihmodell, welches am ehesten der Videothek gleicht, gibt es allerdings noch andere Möglichkeiten. Download to own Bei diesem Verleihmodell wird der Film zwar auch heruntergeladen, allerdings mit einem Besitzrecht, was die Filme zwar teurer macht, aber auch mit dem Kauf einer DVD vergleichbar ist. Der Vorteil liegt auf der Hand, da man den Film behalten darf und das Videomaterial nicht nach 24 Std. unbrauchbar wird, sonder beliebig oft angesehen werden kann. Den Film kann man dann zwar zur Datensicherung auf eine DVD brennen, auf einen DVD-Player lässt sich der Film allerdings wegen des DRM Kopierschutz nicht abspielen. Download to burn Diese Download-Modell steckt noch ziemlich in den Kinderschuhen, da die Hersteller sich noch auf einen Standard einigen konnten und das auch so schnell mit Sicherheit nicht tun werden. Das Problem ist nicht das brennen auf DVD, sondern die verschiedenen Komprimierungstechniken, die verschiedenen Kopierschutztechniken und das nicht alle DVD-Player eben alle Techniken beherschen. Sobald ein Anbieter eine neue Verschlüsselungstechnik verwenden würde, wäre auch ein neuer DVD-Player fällig, oder ein Update der Firmware des Players, was die meisten Endverbraucher schlichtweg überfordern würde. Solange hier keine Einigung der Hersteller über einen gemeinsamen Standard herscht, ist von download to burn Angeboten klar abzuraten. Das eine Einigung in ferner Sicht ist zeigt schon der Vorstoß von Apple. Apple Chef Steve Jobs hat in einem seiner letzten Interviews öffentlich ausgesprochen auf Rechtemanagement in der Zukunft komplett zu verzichten, da es alles zus ehr verklompizieren würde und es dem wirtschaftlichen Wachstum der digitalen Medien (Musik und Video-Downloads) schaden würde. Abonnement Einige Anbieter verkaufen zusätzlich Abos. Dazu muss man monatlichen einen bestimmten Betrag zahlen (ca. 10 EUR – 20 EUR), was einem dazu berechtigt unbegrenzt auf bestimmtes Filmmaterial zuzugreifen. Das mag zwar auf die Dauer für Vielgucker ganz günstig sein, hierbei ist allerdings auch die Mindestvertragslaufzeit der Anbieter zu beachten. Kann man sich die Filme auch auf dem Fernseher anschauen? Viele von Euch schauen Filme vermutlich lieber bequem auf der Couch vorm Fernseher und nicht im unkomfortablen Bürostuhl auf dem viel zu kleinen Computermonitor. Damit Ihr beim Filme schauen die Tastatur nicht mit dem Chipskrümel ruiniert, zeigen wir Euch, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, die Filmdateien auf den Fernseher zu übertragen. Set-Top-Boxen Die einfachste, aber auch teuerste Lösung ist eine sogenannte Set-Top-Box. Mit dieser Möglichkeit gelangen die Filme direkt vom Internet auf Euren Fernseher, ohne vorher den Umweg über Euren PC zu gehen. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn der PC in einem anderen Raum steht als der Fernseher. Die Set-Top-Boxen (zu deutsch Draufstellkasten) ähneln vom Aussehen her einen SAT-Receiver und sind in der Regel über Funk (WLAN) oder aber auch über Kabel mit dem Internet verbunden. Einige VOD-Anbieter bieten solche Boxen auch zum Verkauf an. Direktverkabelung Eine weitere Möglichkeit ist die Direktverkabelung des Computers mit dem Fernseher. Das geschieht in der Regel über den TV-Ausgang der Grafikkarte (falls vorhanden), oder aber über Spezialadapter, die den Monitorausgang der Grafikkarte verwenden. Funkübertragung Auch in diesem Bereich ist es möglich die Daten vom PC über ein Funknetz an den Fernseher zu übertragen. Hierfür benötigt man allerdings auch wieder spezielle Hardware, so genannte Funkübertragungssets, die in der Regel aber auch nur bei einer Grafikkarte mit TV-Ausgang funktionieren. Diese Lösung empfiehlt sich auch wieder vor allem dann, wenn der PC und der Fernseher räumlich getrennt sind. Die Reichweite dieser Funknetze beträgt innerhalb einer Wohnung ca. 20-30 m (abhängig von Einrichtung und Wandstärke) Wie kommen die Anbieter jetzt eigentlich an mein Geld? Die Zahlungsmöglichkeiten sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Bei der Übersicht der einzelnen Anbieter auf der nächsten Seite, findet Ihr jeweils einen Hinweis zum Zahlungssystem. Bei „Arcor“ zahlt man mit der Kleingeldbörse. Um Filme bezahlen zu können muss erst ein Konto für die Kleingeldbörse erstellt werden. Von Deinem Konto wird dann ein bestimmter Betrag auf die Kleingeldbörse übertragen. Solange dort ein Guthaben vorhanden ist, können neue Filme bezahlt werden. Bei „in2movies“ zahlt man mit dem „Click&Buy“ System von Firstgate oder mit Moviepoints die man durch bestimmte Aktionen „verdienen“ und dann gegen Filmmaterial wieder eintauschen kann. Die Bezahlung bei Maxdome erfolgt ausschließlich über Lastschrifteinzug. Bei one4movie zahlt man ebenso über Lastschrifteinzug, Kreditkarten werden aber auch akzeptiert. T-online zieht den benötigten Betrag einfach bei der nächsten Telefonrechnung mit ab. Wieso soll ich mir jetzt eigentlich die Filme aus dem Internet laden? Zum Schluß gibt es jetzt noch ein kleines Fazit mit Vor- und Nachteile von Video-on-demand. So kann jeder für sich entscheiden, ob sich der Aufwand lohnt, oder ob die Videothek um die Ecke doch die bessere Lösung ist. Vorteile: - Fahrt zur nächsten Videothek entfällt
- Filmrückgabe und die lästigen Nachzahlungen für das Überziehen der Leihfrist entfallen
- günstige Preise
- sofort und jederzeit verfügbar (bis auf die Wartezeit zum downloaden der Daten)
- Flatrates für Vielgucker
- Verfügbarkeit der Filme (im Gegensatz zur Videothek bei der die Topfilme oft nicht verfügbar sind)
- Dokumentationen, Serien und seltenes Filmmaterial erhältlich
- Filmauswahl wird erleichtert durch Zusatzinfos (Trailer, Filmbewertungen, usw.), welche in einer Videothek nicht verfügbar sind
- Keine Vertragslaufzeiten oder Mitgliedschaften nötig (außer bei Aboangebot)
Nachteile: - DSL-Anschluss + Flatrate wird benötigt
- teilweise mageres Angebot
- zum Teil umständliche Zahlungsmöglichkeiten
- Qualitätsverluste durch Komprimierung der Filmdateien
- kein Bonusmaterial, Originalsprachen und Untertitel verfügbar (im Vergleich zur DVD)
Jetzt solltet Ihr zumindest soweit informiert sein, dass Ihr beim nächsten Mal auch mitreden könnt, wenn es um das Thema „Video-on-demand“ geht. Sollte noch irgendetwas unklar sein, wichtige Details fehlen oder sonstige Fehler in meinem Artikel enthalten sein, dann schreibt mir einfach eine Email über das Kontaktformular oder unter redaktion(at)movie-fan.de Ich freu mich über jede Zuschrift !
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