| Starportrait: Vanessa Redgrave |
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Vanessa war gerade 20 Jahre alt und noch in der Ausbildung an der Londoner "Central School of Speech and Drama", als sie im Sommer 1957 als Clarissa in "The Reluctant Debutante" ihren ersten Auftritt hatte. Nur vier Jahre später wurde sie Mitglied der Royal Shakespeare Company und erntete noch im selben Jahr enthusiastische Kritiken für ihr Spiel in "Wie es Euch gefällt" von Shakespeare. Kurz darauf feierte sie als Käthchen in "Der Widerspenstigen Zähmung" einen neuen triumphalen Erfolg und wurde mit dem Großen Britischen Schauspielpreis ausgezeichnet. Das Theater blieb ihre große Liebe, obwohl Vanessa auch für Film und Fernsehen zu arbeiten begann. Den "Preis als beste Schauspielerin" holte sie sich 1966 in Cannes für ihre Rolle in der Satire "Morgan! - A Suitable Case for Treatment". Weltruhm bescherte ihr die Darstellung der Jane in Antoninis Kultfilm "Blow Up". Den begehrten "Oscar" trug sie 1978 nach Hause, nachdem sie als Jüdin und Nazi-Bekämpferin "Julia" erschüttert hatte. Zwar überzeugte Vanessa Redgrave mit der Rolle der halbjüdischen Chansonsängerin Fania Fénelon im amerikanischen Fernsehfilm "Playing for Time" wie gewohnt mit brillanter Leistung (Tele-Oscar "Emmy"), zugleich geriet die PLO-Sympathisantin in ihrer Heimat aber auch in den Strudel heftiger Diskussionen. Überhaupt sorgte nicht nur Vanessa Redgraves Talent, sondern auch ihr politisches Engagement für Schlagzeilen. So demonstrierte der Star Anfang der 60er-Jahre gegen Atomwaffen, propagierte im Nordirland-Konflikt Ziele der IRA und griff den amerikanischen Vietnam-Krieg an. Vanessa scheute auch nicht davor zurück, öffentlich Fidel Castros Lied "Guantanamera" zu singen. Mitunter kam es zu regelrechten Eklats, u.a. 1982, als ihr das Bostoner Symphonieorchester die Zusammenarbeit verweigerte, weil sie als Sprecherin in einem von der PLO gesponserten Dokumentarfilm agiert hatte. Die Redrave verklagte das Orchester auf 5 Mio. Dollar Schadensersatz - das Gericht sprach ihr 100 000 Dollar zu. Kino-Geschichte hat die heute 63-jährige Vanessa Redrave in den 90ern vor allem mit Rollen wie jener in Bille Augusts "Geisterhaus" (1992) nach dem gleichnamigen Bestseller von Isabell Allende geschrieben, sie glänzte 1996 als skrupellose Agentin in Brian De Palmas Thriller "Mission Impossible" an der Seite von Tom Cruise oder im Jahr darauf in Augusts neuer Literaturverfilmung "Fräulein Smillas Gespür für Schnee". Vanessa Redgrave wurde im Verlauf ihrer Karriere wohl rund ein Dutzend Mal für den Oscar nominiert, aber sie konnte die begehrte Trophäe nach 1978 und "Julia" nie wieder entgegen nehmen. Geburtsdatum: 1937-01-30 Geburtsort: London, GB Autogrammadresse: c/o James Sharkey, 15 Golden Square, London, W1R 3 AG, England Auszeichnungen: Cannes Filmfestival (F): Beste Darstellerin 1969, 1966 Emmy Award (USA) 2000, 1981 Golden Globe (USA) 2001, 2000, 1978 Großer Britischer Schauspielpreis 1962 LAFCA Award (USA) 1977 NSFC Award (USA) 1986, 1985, 1970 NYFCC Award (USA) 1987 Oscar (USA) 1978 San Sebastián Film Festival (Spanien): Preis fürs Lebenswerk 1999 Venedig Filmfestival (I): Volpi Cup 1994 Mit
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