| Starportrait: Roman Polanski |
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Im Alter von drei Jahren verließ er mit seinen Eltern aufgrund des wachsenden Antisemitismus Paris und kehrte nach Krakau zurück, wo sie bis Kriegsbeginn lebten. 1940 kamen Vater und Mutter in ein Konzentrationslager, Roman überlebte diese Zeit, indem er bei wechselnden katholischen Pflegefamilien unterkam. Nach Kriegsende lebte der jugendliche Roman bei seinem Vater - die Mutter war im KZ gestorben. Er verließ seine "Familie" jedoch, als sein Vater wieder heiratete. Nach einem Studium der Malerei ging er für fünf Jahre an die renommierte Filmschule in Lodz. Sein Kinodebüt feierte er mit "Das Messer im Wasser" (1962), dem einzigen Spielfilm, den er für lange Zeit in Polen drehte. Anschließend zog er nach England, wo er mit "Tanz der Vampire" (1967) seinen wohl populärsten Film realisierte. Ein Jahr später zog es Polanski schließlich nach Hollywood, das er bereits mit seinem Debüt, dem Horrorfilm "Rosemaries Baby" (1968), eroberte. 1969 traf ihn ein schwerer Schicksalsschlag: Seine hochschwangere Ehefrau, die Schauspielerin Sharon Tate, wurde in Los Angeles von Anhängern der Charles-Manson-Sekte brutal ermordet. Um seinen Schock zu überwinden, zog sich Polanski für einige Zeit ins Privatleben zurück. Zwei Jahre später adaptierte er auf ebenso beeindruckende wie blutrünstige Weise den Shakespeare-Klassiker "Macbeth". Auch für den Psychothriller "Chinatown" (1974) erntete er großes Lob. 1977 geriet Polanski aus einem anderen Grund in die Schlagzeilen. Er stand unter dem Verdacht, ein dreizehnjähriges Mädchen unter Drogen gesetzt und missbraucht zu haben. Polanski floh vor der amerikanischen Strafverfolgung nach Europa, wo es die nächsten Jahre wieder ruhig um ihn wurde. Nach einigen kommerziellen Flops gelang ihm erst mit dem Thriller "Frantic" (1987) wieder ein Erfolg. Es folgten "Bitter Moon" (1992) und das verstörende Psychodrama "Der Tod und das Mädchen" (1994), in dem Sigourney Weaver und Ben Kingsley eine grandiose Leistung ablieferten. Der Regisseur ist mittlerweile in dritter Ehe mit der Schauspielerin Emanuelle Seigner verheiratet, die in mehreren seiner Filme die Hauptrolle spielte. Für sein Weltkriegsdrama "Der Pianist" (2002) wurde Polanski mit dem Oscar als bester Regisseur des Jahres 2003 ausgezeichnet. Da er aufgrund des Vergewaltigungsvorwurfs in den Staaten jedoch immer noch mit sofortiger Verhaftung rechnen muss, konnte er nicht persönlich zu der Verleihung erscheinen. Das anwesende Publikum feierte den Preisträger dennoch begeistert mit Ovationen. Geburtsdatum: 1933-08-18 Geburtsort: Paris, Frankreich Auszeichnungen: BAFTA Award (USA) 2003, 1975 Bayerischer Filmpreis (D) 2003 Berlinale: Goldener Bär (D) 1966 Berlinale: Silberner Bär (D) 1965 Berlinale: FIPRESCI Award (D) 1965 César (F) 2002 FIPRESCI Award (I) 1962 Golden Globe (USA) 1975 Cannes: Goldene Palme (F) 2002 Oscar (USA) 2003 Venedig Filmfestival: Goldener Löwe (Karriere) (I) 1993 Venedig Filmfestival: Goldener Löwe (I) 1962 LAFCA Award (USA) 1980 NSFC Award (USA) 2003
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