| Starportrait: Manfred Krug |
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Bis 1957 gehörte er Brechts "Berliner Ensemble" an, wo er die Bühnenreifeprüfung bestand. Als am 13. August 1961 die Mauer gebaut wurde, befand sich Krug im Westen, er kehrte aber in die DDR zurück. Im Jahr darauf schaffte er mit der Gegenwartskomödie "Auf der Sonnenseite" und einer autobiografisch geprägten Rolle seinen Durchbruch. 1968 erhielt der Schauspieler für seine Darstellerkunst in großen TV-Romanen den Nationalpreis. Aber Millionen Fans liebten "Manne" vor allem als Jazzinterpreten und Chansonsänger. Krug hatte 10 LPs veröffentlicht und in rund 40 Filmen, 20 TV-Spielen und diversen Shows mitgewirkt, als er 1977 die Ausreise beantragte. Denn wegen der Unterzeichnung der Protestresolution gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann (Nov. 1976) hatte die Karriere des Ost-Idols jäh ein Ende gefunden. Im Juni 77 siedelte Manfred Krug mit Ehefrau Ottilie und Kindern nach West-Berlin über. Er etablierte sich ohne Probleme, wurde rasch zum TV-Serienhelden: So begeisterte er als Fernfahrer Franz Meerdonk ("Auf Achse") ebenso wie als Berliner Privatdetektiv Bruno Roth, als "Tatort"-Kommissar Stoever oder als Anwalt "Liebling Kreuzberg". 1996 brachte Manfred Krug seine viel beachteten Erinnerungen an die DDR-Zeit auf den Buchmarkt, "Abgehauen" wurde 1998 mit ihm als Erzähler verfilmt. Geburtsdatum: 1937-02-08 Geburtsort: Duisburg Autogrammadresse: c/o ZBF-Agentur, Ordensmeisterstr. 15, 12099 Berlin Auszeichnungen: Adolf-Grimme-Preis in Silber 1988 Bambi 1990, 1984 Bayerischer Fernsehpreis 1990 Bayerischer Filmpreis 1991 Ernst-Lubitsch-Preis 1991 Goldene Europa 1979 Goldene Kamera: Publikumspreis 2001 Goldener Löwe 1998 Nationalpreis der DDR 1968 TeleStar 1990
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Filme mit Manfred Krug
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Kritik ist so ein Wort, das ungemein modisch heute ist, ohne daß die Leute, die es bemühen (dieses Wort) es wirklich ausfüllen. Meistens meinen sie mit Kritik-üben Mäkeln-dürfen.
Der Herr Krug hat mächtich viele Ecken und Kanten, über die einige Leute gerne mäklen. Früher noch mehr gehabt als heute. Letzte Kante war Telekom und ich will nicht die Ziege sein, die das Gras wieder abfrißt.
Früher hat er angeeckt und das kann man ihm eigentlich nur zugutehalten. Als junger Mensch in die DDR gekommen mit einem Haufen Elan, den viele erkannt, aber wenige Wichtige verkannt haben, als mitel-Alter aus der DDR rausgeflogen mit dem verbliebenen Elan - jedenfalls mit jeder Menge Talent - und im Westen von vielen verkannt und von wenigen erkannt, hat er seinen Weg gemacht und bei eingefleischten Anhängern nichts eingebüßt.
Daß er nicht nur vor seinen Fans nichts eingebüßt hat, sondern daß auch die allgemeine Statistik und ihre Auswerter ihm Respekt zollen müßten, zeigt der Umstand, daß er in der Showsaison 2006/07 absolut respektable, anerkennenswerte und sehens- und hörenswerte Auftrite hinlegte, was Elvis Presley nie geschafft hat und wofür Roger Cicero noch eine Weile durchhalten muß. Helge Schneider kann zwar auch Jazz, hat auch das richtige Alter, um an Mannes Thron zu rütteln, aber ihm fehlt der Duft von Soljanka und Tartar, den der Krug trotz all der Zeit, die inzwischen vergangen ist, immernoch haben kann, wenn er denn an der richtigen Stelle gekitzelt wird und auch gekitzelt werden will.
Lieber Manfred Krug, Du bist weiterhin auf der Sonnenseite, während sich nach Kitty und Käthchen schon lange keiner mehr umdreht, hast den Fortgang des Opas im Jahre Neunzehnhundertacht bestens überstanden, bist für den Einbruch in die Konsumfleischerei nicht belangt worden, weil Liebling aus Kreuzberg Dein Anwalt war ...
Ich wünsche Dir, leber Manne Krug und alles Lesern ein gesetztes, nicht von Hektik durchzogenes Weihnachtsfest und ein (bitte, bitte) schafensreiches 2008.