Starportrait: Kevin Spacey PDF Drucken E-Mail
 
Er gehört nicht zu den medienumschwärmten Superstars in Hollywood, und doch hat er schon zweimal den Oscar gewonnen und sein Talent bereits vielfach unter Beweis gestellt: Kevin Spacey beherrschte die Rolle des zwielichtigen Ganoven in "Die üblichen Verdächtigen" (1995) ebenso gut wie die komödiantisch-zynische Karikatur des amerikanischen Spießbürgers in "American Beauty" (1999).

Wie so viele berühmte Menschen (der Künstlername "Spacey" ist übrigens der Mädchenname seiner Mutter) war auch Kevin in seiner Kindheit und Jugend nicht leicht erziehbar. Der Sohn eines konservativen Technik-Autoren und einer Sekretärin wurde, nachdem er das Baumhaus seiner Schwester abgefackelt hatte, auf eine Militärschule geschickt (Northridge Military Academy). Dort entließ man Spacey, der Waffen und Militär nicht ausstehen konnte, nach einer handfesten Auseinandersetzung mit einem Kameraden. Später kam er auf die Chatsworth High School, wo er bereits der Schauspielleidenschaft verfiel. Die angesehene "Juilliard School of Drama" verließ er zur Halbzeit, da er davon überzeugt war, nichts mehr lernen zu können. 1981 gab er sein Bühnendebüt auf dem New York Festival. Er spielte aber nur eine Nebenrolle und wurde nicht lange geduldet: Man hielt ihn offenbar für zu talentiert und sagte ihm, er solle sich lieber in der "wahren Theaterwelt" behaupten. Und genau da gewann er 1986 den Tony Award für seine Leistung in dem Stück "Lost in Yonkers".

Sein Einstieg in die Film- und Fernsehwelt wurde von treuen Fans begleitet, die einen regelrechten Kult um ihn trieben, als er in der Krimiserie "Wiseguy" (1987) den gnadenlosen Gangster mimte. Sein Leinwanddebüt gab er allerdings schon ein Jahr vorher in "Sodbrennen" (1986), wo er einen U-Bahn-Dieb spielte. Weitere Auftritte hatte er in "Die Waffen der Frauen" (1988), "Henry and June" (1990) und "Gewagtes Spiel" (1992). Der endgültige Durchbruch gelang Kevin Spacey spätestens 1995, als er gleich in vier großen Kinohits zu sehen war: In "Outbreak", "Unter Haien in Hollywood", "Die üblichen Verdächtigen" (erster Oscar für die beste Nebenrolle) und in dem schaurigen Thriller "Sieben".

Als Regisseur gab Spacey 1996 mit "Albino Alligator" seine Premiere. Aber auch dem Theater blieb er weiterhin treu - erfolgreich treu, wie er in London mit dem monatelang ausgebuchten Stück "Der Eismann kommt" bewies. Gleichzeitig feierte er als Film-Schauspieler den nächsten großen Erfolg: Für seine Darstellung des Lester Burnham in "American Beauty" (1999) bekam er seinen zweiten Oscar, diesmal für die beste Hauptrolle. In der Romanverfilmung "Schiffsmeldungen" (2001) spielte Spacey - auch das kann er - einen Pechvogel und Versager. In "K-Pax" (2002) behauptete er dann gar, ein Alien zu sein...

Der unbarmherzige Workaholic hält sich bezüglich seines Privatlebens sehr bedeckt (man weiß lediglich von seiner Langzeit-Freundin Dianne Dreyer und von Kevins Wunsch, irgendwann einmal eine Familie zu gründen). Zu seiner Geheimniskrämerei meint Spacey sinngemäß: Ein guter Schauspieler müsse in Rollen schlüpfen können. Dazu sei die Trennung von privater Person und Schauspieler wichtig, damit nicht Leben und Rollen miteinander verwässerten. Und schließlich: "Ich wünschte, ich wäre so komplex wie die Charaktere, die ich gespielt habe." (London Evening Standard, 1998).

Geburtsdatum:
1959-07-26

Geburtsort:
South Orange, New Jersey, USA

Autogrammadresse:
c/o William Morris Agency, 151 El Camino Drive, Beverly Hills, CA 90212, USA

Auszeichnungen:
BAFTA Film Award (GB) 2000
BFCA (USA) 1996
BSFC Award (USA) 1997, 1995
MTV Movie Award (USA) 1996
NBR Award (USA) 1995
NYFCC Award (USA) 1995
Oscar (USA) 2000, 1996
OFCS Award (USA) 2000
SAG Award (USA) 2000
Seattle International Film Award (USA) 1995
Star on the Walk of Fame (USA) 1999
Tony Award (USA) 1986

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