| Starportrait: Jeremy Irons |
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Da ihm sein Traumberuf verwehrt blieb, widmete sich der hoch gewachsene Brite seiner zweiten Leidenschaft: der Schauspielerei. Und wie es sich für einen Engländer gehört, besuchte er die traditionelle Old Vic Theatre School in Bristol, an der er alles Wichtige für eine erfolgreiche Bühnenkarriere lernte. Erst Anfang der Achtziger zog es ihn vor die Kamera, wo Irons dem britischen Fernsehpublikum durch seine Rolle in dem TV-Elfteiler "Wiedersehen in Brideshead" (1981) bekannt wurde. Im selben Jahr spielte er in der Verfilmung des John-Fowles-Romans "Die Geliebte des französischen Leutnants" an der Seite von Meryl Streep. Nach mehreren eher unbekannten Filmen überzeugte Jeremy Irons 1988 durch seine Darstellung eines schizophrenen Brüderpaars in David Cronenbergs Thriller "Die Unzertrennlichen". Brachte ihm dies schon viel Lob und Anerkennung ein, so wurde er 1990 für seine Rolle als Claus von Bülow in "Die Affäre der Sunny von B." sogar mit dem Oscar ausgezeichnet. Weitere Stationen seiner Karriere waren u.a. "Kafka" (1991), die Verfilmung des Graham-Swift-Romans "Waterland" (1992) sowie "Das Geisterhaus" (1993). In der Originalversion von Disneys "Der König der Löwen" (1994) lieh er dem gewissenlosen Scar seine markante Stimme. Dem Mainstream-Publikum wurde Irons durch eine für ihn sehr ungewöhnliche Rolle bekannt: 1995 trat er in dem Actionfilm "Stirb langsam - Jetzt erst recht" als knallharter Terrorist gegen Bruce Willis und Samuel L. Jackson an. In der Neuverfilmung von Nabokovs "Lolita" (1996) verfiel er als Humbert Humbert den Verlockungen der jungen Protagonistin, in einer Hollywood-Neuauflage von "Der Mann mit der eisernen Maske" (1995) war er der gläubige Musketier Aramis. 2000 hätte Irons als böser Zauberer Profion in "Dungeons & Dragons" neue Maßstäbe für das Fantasygenre setzen können. Ein enttäuschendes Drehbuch und die Überzeichnung der Charaktere verhinderten dies jedoch. Auch die effektlastige Neuverfilmung von Wells "Die Zeitmaschine" (2001) konnte Irons durch sein schauspielerisches Talent nicht retten. Zuletzt war Jeremy Irons in "And Now... Ladies and Gentlemen" (2002) im Kino zu sehen. Geburtsdatum: 1948-09-19 Geburtsort: Cowes, Isle of Wight, England Auszeichnungen: BSFC Award (USA) 1991 César (F) 2002 CFCA Award (USA) 1991 Emmy (USA) 1997 Europäischer Filmpreis: Lebenswerk (D) 1998 Golden Globe (USA) 1991 LAFCA Award (USA) 1990 NSFC Award (USA) 1991 NYFCC Award (USA) 1988 Oscar (USA) 1991 Mit freundlicher Unterstützung von rtv.de Filme mit Jeremy Irons
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