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Starportrait: Horst Buchholz PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von moviefan   
Dienstag, 14. November 2006
Er galt als der deutsche James Dean und gehörte zu den wenigen deutschen Schauspielern, die sich in Hollywood einen Namen gemacht haben: Horst Buchholz starb am 3. März 2003 nach langer schwerer Krankheit im Alter von 69 Jahren.

"Hotte", so sein Spitzname, wurde 1933 in Berlin Prenzlauer Berg geboren. Nach Kriegsende verdiente er sich als Schüler mit Statistenrollen am Metropol-Theater etwas Geld. Seine erste kleine richtige Rolle spielte er im Alter von 15 in "Emil und die Detektive". Weitere Auftritte folgten. Schließlich verließ das Nachwuchstalent die Schule, um sich ganz der Schauspielerei zu widmen und auch Schauspielunterricht zu nehmen.

Von der Bühne zum Film wechselte Buchholz erstmals 1952, als er eine kleine Rolle in "Die Spur führt nach Berlin" übernahm. Seine eigentliche Filmkarriere begann dann mit "Himmel ohne Sterne" (1955). Trotz schlechter Filmkritiken erhielt er für seine Darstellung des sensiblen Soldaten Mischa 1956 den Deutschen Filmpreis in Silber.

Zusammen mit Karin Baal spielte Horst Buchholz in "Die Halbstarken" (1956), dem Film, der ihm den Durchbruch brachte und ihn gleichzeitig auf das Image eines deutschen James Dean festlegte. International bekannt wurde er durch die Verfilmung des Thomas-Mann-Romans "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" (1957). Zwei Jahre später verließ Buchholz Deutschland, um seine Karriere in Hollywood voranzutreiben.

Sein Filmdebüt in den Vereinigten Staaten sollte schließlich auch sein bekanntester und erfolgreichster internationaler Film bleiben: Zusammen mit Yul Brynner, Steve McQueen und Charles Bronson ritt Horst Buchholz für "Die glorreichen Sieben" (1960). Es folgten Rollen u.a. in Billy Wilders Ost-West-Satire "Eins, zwei, drei" (1961) und "Cervantes - Der Abenteurer des Königs" (1966).

Dabei blieb Buchholz nicht nur auf Hollywood beschränkt. Im Laufe seiner Karriere drehte er auch Filme in Spanien, Italien und Frankreich. Dem deutschen Film blieb er bis 1973 fern, erst für "...aber Johnny" (1973) stand er wieder in seiner Heimat vor der Kamera. Jahre später betrachtete er es als einen Fehler, so lange den deutschen Film vernachlässigt zu haben.

Horst Buchholz war noch in vielen Filmen zu sehen, seine frühen Erfolge konnte er jedoch nicht wiederholen. Ende der Siebziger stand er auch wieder regelmäßig auf der Bühne, wo er von Kollegen wie Hildegard Knef hoch gelobt wurde. Der letzte bekannte Film, in dem er mitwirkte, war Roberto Benignis "Das Leben ist schön" (1997).

Geburtsdatum:
1933-12-04

Geburtsort:
Berlin

Sterbedatum:
2003-03-03

Auszeichnungen:
Deutscher Filmpreis (D) 1984 (Gold), 1956 (Silber)

Mit freundlicher Unterstützung von rtv.de







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