Starportrait: Arnold Schwarzenegger PDF Drucken E-Mail
 
Er wird ja gerne als Actionheld hingestellt, der einem Pfirsich intelligenzmäßig nicht das Wasser reichen kann. Die Rede ist vom starken Arnold aus der Steiermark, Schwarzenegger mit Nachnamen. Aber, liebe Kritiker, warum ist der ehemalige Bodybuilder seit vielen Jahren einer der bekanntesten Menschen unseres Planeten? Wegen seiner Dummheit?

Dass Muskelberge sich nicht notwendigerweise von Gehirnmasse ernähren, beweist Schwarzeneggers Werdegang, der mit Glück nur wenig zu tun hat. Im Sommer 1947 kam Arnold Alois in Thal nahe Graz als Sprössling von Aurelia und Gustav Schwarzenegger zur Welt. Mit 15 erkannte der junge Mann, dass seine dünnen Arme nicht zu seinen strammen Wadeln passten und begann mit dem Gewichtheben. 1967 wurde der Österreicher in London zum jüngsten Mister Universum aller Zeiten gekürt.

1970 ging Schwarzenegger ins Land der unbegrenzten Oberflächlichkeiten und hatte dabei schon das feste Ziel vor Augen, außerhalb der Bodybuilding-Schiene Karriere zu machen. Doch sein erster Gehversuch im Film-Business, "Herkules in New York" (1970), war - sagen wir mal - einfach nur Quatsch. Arnolds Englisch war so österreichisch, dass sein Part nachsynchronisiert werden musste.

Er lernte dazu, und zwar schnell: Schon im Jahre 1977 erhielt der Steirer den Golden Globe für sein Mitwirken in "Mister Universum" (1976), einer Komödie mit Sally Field und Jeff Bridges in den Hauptrollen. Die Auszeichnung erhielt er für seine schauspielerische Leistung, nicht für seinen Bizeps. Trotz dieses Erfolges wurde er aber erst als "Conan - Der Barbar" (1981) zum echten Star.

1984 spielte Arnie erstmals den "Terminator", einen Roboter aus der Zukunft, der aussieht wie Arnold Schwarzenegger. In diesem ersten von mittlerweile drei Teilen gab er noch den bösen Blechmann und musste am Ende zu Recht den Schaltkreistod sterben. 1991, in der Fortsetzung "Terminator 2 - Tag der Abrechnung", wechselte er die Seiten und verteidigte John Connor gegen seinen silbrig-glibberigen Widerpart T-1000. 2003 dann der vorläufig letzte Teil "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen": Hier musste Arnie als T-800 gegen die stahlharte Terminatrix zeigen, aus welchem Blech er geschnitzt wurde.

Aber zurück in die Achtziger. Der Zeitsprung würde sich für die gehaltlosen Action-Streifen "Red Sonja" (1985), "Das Phantom-Kommando" (1985), "Der City-Hai" (1986) und "Predator" (1987) nicht lohnen (Genre-Fans mögen mir widersprechen), aber mit der äußerst lustigen Komödie "Twins - Zwillinge" (1988) zeigte Mister Schwarzenegger gegen Ende des Jahrzehnts, dass er noch lange nicht sein ganzes Spektrum ausgereizt hatte.

Neben dem erwähnten Abräumer "Terminator 2" landete der Mann mit dem markanten Kiefer mit "Total Recall" (1990) und vor allem "True Lies" (1994) weitere Superhits. Aber auch ein gereifter Schwarzenegger baute durchaus noch ab und zu Mist. Man denke nur an die wenig geglückte Komödie "Junior" (1994; erneut mit Kollege Danny DeVito) oder an die kaum beachteten Actionüberflüssigkeiten "Eraser" (1996) und "Collateral Damage" (2002).

Es scheint, als hätte sich das Publikum festgelegt: Der österreichische Charakterschädel, der seit 1983 amerikanischer Staatsbürger ist, wird nur als Terminator bzw. als Conan ernst genommen. Auch als Politiker? Immer wieder wird gemunkelt, Arnie würde gerne Gouverneur von Kalifornien werden. Seine Frau, Maria Shriver, dürfte als Mitglied des Kennedy-Clans ja keine Schwierigkeiten mit der Rolle der First Lady eines US-Staates haben.

Man sieht, Arnold ist mittlerweile amerikanischer als John Wayne. Da dürfte er die Auszeichnung "International Star of the Decade" (1993) seitens der Sho West Convention fast als Beleidigung angesehen haben...

Geburtsdatum:
1947-07-30

Geburtsort:
Thal, Steiermark, Österreich

Autogrammadresse:
c/o PMK 955 S. Carillo Dr. Suite 200, Los Angeles, CA 90048, USA

Auszeichnungen:
Bambi (D) 1996
Goldene Kamera (D) 1997
Golden Globe (USA) 1977
MTV Movie Award (USA) 1992
Sho West Convention (USA): Humanitarian Award 1997, International Star of the Decade 1993, International Star of the Year 1985
Walk of Fame (USA): Stern auf dem "Walk of Fame"

Mit freundlicher Unterstützung von rtv.de






Filme mit Arnold Schwarzenegger

Kommentare (0)Add Comment

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

security code
Bitte den folgenden Code eintragen


busy
 
Joomla Templates by Joomlashack