| Defiance |
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| Filmkritiken |
| Geschrieben von: sushi25 |
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Regie/Drehbuch: Edward Zwick
Cast: Daniel Craig, Jamie Bell, Liev Schreiber
Kinostart: 05.03.2009
1941 in Russland werden die Familien der jüdischen Brüder Bielski durch deutsche Truppen unter Mithilfe der örtlichen russischen Polizei ermordet. Die Bielski-Brüder retten sich in den Wald. Dort treffen sie auf immer mehr jüdische Flüchtlinge aus allen Gesellschaftsschichten. Die Versorgung der Flüchtlinge wird immer mehr zu einem Problem. Die beiden ältesten Bielski-Brüder Zus (Liev Schrieber) und Tuvia (Daniel Craig) sind sich uneins über das weitere Vorgehen. Zus will gegen die Deutschen kämpfen. Tuvia will den Deutschen aus dem Weg gehen und die Flüchtlinge versorgen. Die Brüder überwerfen sich.
Zus verlässt mit einer bewaffneten Gruppe Männer die übrigen Flüchtlinge und schließt sich Partisanen der russischen Armee an. Er erlebt Antisemitismus und wird mit seinen jüdischen Mitstreitern als Soldaten 2. Klasse behandelt.
Tuvia versucht in dem immer mehr überlaufenen provisorischen Lager im Wald die Kontrolle zu behalten und die Flüchtlinge mit Essen, (incl. Vodka) und Medikamenten zu versorgen.
Die deutsche Armee plant in Folge den Wald durch eine Großoffensive von Partisanen und Flüchtlingen zu säubern. Als Tuvia durch einen abgefangenen Kurier hiervon erfährt, fallen kurz darauf die ersten Stukabomben auf das Flüchtlingslager im Wald...
Ein Mitbesucher des Screenings sagte so schön, Zwick würde gerne zur Verdeutlichung der Dramatik Streicher (Musik) einbauen. Zwick scheint dies hier als äußerst notwendig angesehen zu haben. Gefühlt „streichert“ es quasi den ganzen Film.
Craig, der auf einem Schimmel durchs Lager reitet, erinnert unpassend an Robin Hood, König der Vagabunden. Er ist mit den Attributen blond, blauäugig, wasserdicht eher anders belegt als in einer Jüdischen Opferrolle. Auch Zwick scheint nicht immer gewusst zu haben, wie er damit umgehen soll. So hat er Craig eine Erschießung eines egoistisch über die Stränge schlagenden Flüchtlings ins Drehbuch geschrieben, die für mich einfach nicht zur sonstigen Figur des Tuvia passt.
An anderer Stelle verbietet Tuvia Sex im Lager, da sie keine Babys versorgen können. Eine Frau die von Deutschen Soldaten vergewaltigt worden ist, hat in Folge nicht näher erklärte Angst ihr Kind auf die Welt zu bringen. Tuvia muss von Lilka (Alexa Davalos) davon abgehalten werden, auf die Mutter loszugehen, als er das Schreien des Neugeborenen hört. Da mutet es besonders unpassend an, dass er in einer der nächsten Szenen mit Lilka selbst in den Laken liegt.
Trotz guter Schnitte, etwa zwischen einer Hochzeit im Flüchtlingslager und einem parallel stattfindenden Partisanenangriff, wirkt der Film häufig zu hölzern und kann trotz Actionszenen keine dauerhafte Spannung aufbauen. Die Thematik des Films, die in der amerikanische Presse gelobt wird, allein rechtfertigt keine hohe Bewertung.
4,5/10 Punkten
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