| Medientage München 2009: Tag 3 |
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| Geschrieben von: sushi25 |
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Medientage München 2009 : MUT - Medien und Transformation Tag 3 (Tag 2 siehe hier ) HDTV steht in Deutschland kurz vor der Einführung. So startet die Mediengruppe RTL für die Sender RTL und Vox am Sonntag ein entsprechendes Angebot. Sat.1, ProSieben und Kabel Eins senden ab Januar im hoch auflösenden Format. ARD und ZDF wollen die Olympischen Winterspiele im kommenden Februar als Initialzündung für den Beginn ihrer HDTV-Ausstrahlung im Regelbetrieb nutzen.Das Entertainagebot der Telekom ist ebenfalls bereits in der HD-Welt angekommen.
Die anwesenden Sender waren sich alle einig, künftig großte Teile Ihres Programms in HD zu produzieren, um dieses hochauflösend anbieten zu können. Zu der Frage wie und vor allem bis wann die Mamutaufgabe, gerade im Bereich der öffentlich-rechtlichen Sender umgesetzt werden soll, die vorhandenen Libraries zu digitalisieren, bzw. für HD neu abzutasten, blieb im Dunkeln. Es ist schon fast selbstverständlich, dass beispielsweise künftige Sportveranstaltungen in HD-Qualität aufgezeichnet werden, hier wird der Zuschauer gar nichts anderes mehr erwarten. Interessant und für die Sender kostenintensiv ist viel mehr die Frage, wie mit den bereits im Archiv liegenden Spielfilmtiteln, Serien und TV-Movies umgegangen wird, für die noch langlaufenden Rechte bei den jeweiligen Sendern liegen. Gerade, wenn die Zuschauer einmal an die HD-Qualität herangeführt sind, wird es schwieriger werden, diesen Klassiker in SD im Sendeplan anzubieten.
Herr Elsässer, Astra-Geschäftsführer setzt große Hoffnungen auf die Entwicklung des HDTV-Marktes. Er forderte dazu auf, angesichts des „großartigen neuen Produkts, das hier für die Kunden bereitgestellt wird“, den neuen Standard gemeinsam zu stärken und sich nicht in Diskussionen über verschiedene Geschäftsmodelle zu verlieren. Die Branche ist jedoch damit konfrontiert, dass die Kunden seit 25 Jahren beigebrachte Nutzungsweisen, wie etwa die Möglichkeit, bei einer Videoaufzeichnung einer TV-Sendung vorspulen zu können und so die Werbung zu überspringen, nicht ohne Weiteres aufgeben wollen.
Dass zur Realiserung einer Refinanzierung eines Anbieters durch Werbung erforderlich sein kann, dass der Kunde nicht in der Lage ist, die Werbung zu überspringen, muß vermutlich erst wieder ins Bewustsein des Kunden gerückt werden. Erst wenn dem Kunden klar ist, dass die Alternative zur Werbung entweder Pay-TV - oder gar kein TV ist, wird er sich wissend für eine der Alternativen Werbefinanziertes Fernsehen oder Pay-TV entscheiden können. Als Resumee kann ich sagen, dass 3 Tage Vorträge und Gespräche zwar schlauchen, aber die Gewissheit bringen, dass die Branche mittlerweile insgesamt abgeklärter tickt, als noch vor 1-2 Jahren. Es wird realistischer beurteilt und abgeklärter argiert. Die Branche hat erkannt, dass die sogenannten Mobile Devices auch nichts anderes sind, als andere Empfangsgeräte, oder Computer - wenn ihr kleines Displayformat und die Mobilfunknetze auch ihre Besonderheiten bergen. Man scheint auch zu erkennen, dass der Konsument wie auch beispielsweise die Werbetreibende Wirtschaft jeden Euro nur einmal ausgeben kann und nicht zwingend, nur weil es neue Spielzeuge und Spielwiesen gibt, tiefer in die kriesengeschüttelten Geldbeutel greifen.
Mal sehen was sich bis zu den nächsten Medientagen 2010 so getan hat.
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