Cast: Atze Schröder, Oliver K. Wnuk, Yvonne
Catterfeld, Götz Otto
Start: 9. Oktober 2008
Die Atze-Show auf hoher See.
Atze spielt sich selbst als Schwarzhändler in Nazideutschland im Jahr
1944. Er hat den jüdischen Erfinder Samuel (Oliver Wnuk) bei sich im Keller
versteckt und unterhält in Atze-Leopardenunterhose eine heiße Liebesbeziehung
mit der Frau des deutschen Generals Strasser. General Strasser, der gerade die
Verschiffung des heiligen Grals auf dem letzten Deutsch U-Boot im Mittelmeer
von Toulon nach Berlin plant, erwischt Atze in Flagranti. Der Schürzenjäger
sieht als einzige Fluchtchance, anstelle des Kapitän Kaleu Rönberg (Jan Fedder
der schon in „Das Boot“ mitgespielt hat) das Kommando von U-900 zu übernehmen
und mit dem Boot nach Amerika abzuhauen. Er macht Samuel weis, der General wäre
hinter diesem her und Beide gehen in den Uniformen von Strasser und Rönberg zusammen
mit Marie (Yvonne Catterfeld), die sich als Adjutant von Strasser ausgibt, an
Bord von U-900. Doch
schon bald wird die U-Boot-Mannschaft misstrauisch, denn ihr
„Kaleu“ gibt ständig äußerst unkonventionelle Befehle und muss das Boot
durch die Meerenge von "Gibraltar!" führen.
Die Produktion soll eine Hommage an Wolfgang Petersens „Das Boot“ sein
und tatsächlich stellt sich an einigen Stellen freudiges „Boot“-Kribbeln ein,
wenn etwa der LI hinter dem Steuerstand steht und „vorne oben 10, hinten oben
15“ befielt, oder einer der U-Bootfahrer durch das Turmluk „ALARM“ brüllt. Von
der Optik her ist der Film erfreulich gut gemacht.
Bleiben da nur die Schauspieler und die Story:
Yvonne Catterfeld und Oliver Wnuk sind leider völlig farblos und
austauschbar. Die „Bösen“ wie General Strasser und sein Leutnant (Christian
Kahrmann) sind wie in deutschen Komödien häufig die Regel dümmlich angelegt und
vermögen somit nicht zu überzeugen. Götz Otto als korrekter Oberleutnant der
U-900 ist hier eine wohltuende Ausnahme. Die U-Bootfahrer kommen im Sinne von
Petersens Boot schön seebärig, ölverschmiert rüber.
Atze Schröder ist Atze Schröder ist Atze Schröder, der bei mir im
Fernsehen mit seiner Komödieserie eigentlich immer den spontanen Umschaltreflex
auslöst. Auch im Film bleibt er seiner Art treu, was für Fans vermutlich ein
Fest, ansonsten aber weitgehend schwer verdaulich ist.
Ich habe bei dem Film das gleiche Gefühl, dass mich schon bei
Traumschiff Surprise beschlichen hat. Es gibt einige nette Gags, aber die Story
um die Gags herum wirkt zu hölzern und zu gewollt. Der Film ist leider nur für
echte Atze Fans zu empfehlen.