| Mord ist mein Geschäft, Liebling |
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Cast: Rick Kavanian, Nora Tschirner, Christian
Tramitz,
Regie ; Sebastian Niemann Kinostart : 26.02.2009
Toni’s
nächster Auftrag führt ihn nach Italien. Dort soll er den weltberühmten
Mafia-Autor (Franco Nero), der unter dem Pseudonym Enrico Puzzo schreibt,
liquidieren, bevor dieser sein neues, mit Spannung erwartetes Enthüllungsbuch
auf den Markt bringen kann. Der Ex-Mafioso Puzzo ist dem organisierten
Verbrechen schon lange ein Dorn im Auge – deswegen lebt und arbeitet er im
Verborgenen: Niemand weiß, wie er aussieht oder wie er wirklich heißt.
Gerade hat
Toni den Bestsellerautor in dessen Hotelzimmer fachmännisch ins Jenseits
befördert, als Julia Steffens (Nora Tschirner) den Raum betritt. Julia ist das
personalisierte Fettnäpfchen. Alles, was sie anfasst, geht maximal schief.
Ständig passieren der quirligen, notorisch desorganisierten Verlagsmitarbeiterin
die unmöglichsten Missgeschicke. Sie arbeitet für das traditionsreiche
Verlagshaus Kimbel & Sohn und war verantwortlich für die große
Puzzo-Pressekonferenz. Natürlich endete diese in einem Desaster: Puzzo taucht
nicht auf, Verlagschef Christopher Kimbel (Hans Michael Rehberg) blamierte sich
bis auf die Knochen und Julia wurde gefeuert. Um ihren Job zu retten, flog sie
auf eigene Faust nach Italien, um Puzzo für das Verlagshaus zurückzugewinnen.
Die Sache
hat allerdings mehrere Haken. Einer davon ist Julias Chef und Verlobter, der
Verlegersohn Bobfried „Bob“ Kimbel (Janek Rieke), ein liebenswürdiger
Neurotiker, der stets von seinem Psychiater Dr. Gruber (Ludger Pistor)
begleitet wird. Bobs fähige und hoffnungslos in diesen verliebte Assistentin
Lisa (Jasmin Schwiers) muss hilflos zusehen, wie er unter der Dominanz seines
Vaters und der schwierigen Beziehung zu Julia leidet.
Tonis Plan
scheint aufzugehen: Als Enrico Puzzo wird er von Julia persönlich betreut. Das
Schreiben des
Toni gibt alle
Mühe, Julias Herz zu erobern, nimmt dabei aber nicht war, was sich im
Hintergrund zusammenbraut: Der cholerische Mafiaboss Salvatore Marino (Günther
Kaufmann) ist stinksauer, weil Puzzo offenbar immer noch am Leben ist. Er setzt
eine ganze Truppe von Killern auf ihn an, darunter auch Tonis alter Kollege
Helmut Münchinger (Christian Tramitz). Der ebenso smarte wie unerschütterliche
bayerische Profikiller pflegt den entspannten südlichen Lebensstil und wird in
den unmöglichsten Situationen von seinem „Schatzi“ per Handy gestört. Toni hat
für Schatzi den Klingelton des Erdinger Weissbräu programmiert, was die Anrufe
maximal unpassend macht.
Schließlich will Bob Julia in betrunkenem Zustand vor den Altar schleifen. In der Kirche kommt es zum showdown zwischen der kleine Hochzeitsgemeinde, der Mafia und dem hinzueilenden Toni.
Der Film erinnert an die Scewballkomödien mit Doris Day und Rock Hudson. Es
finden sich viele Zitate aus Filmen wie „Ein Pyjama für Zwei“. Das Mobiliar orrientiert
sich ebenrfalls an der Zeit, der 50/60er Jahre, die Filmmusik enthält passend die italienische Phase von Dean Martin.
Rick Kavanian spielt
den Toni großartig, da nicht slapstickmäßig überzogen. Ich hoffe er sucht sich
in Zukunft mehr derartige Rollen. Deutsche Komödien, auch die von Sebastian
Niemann (Hui Buh), sind leider häufig in der unerträglichen Klamaukecke
angesiedelt. Auch bei Mord ist mein Geschäft, Liebling zieht es Niemann wieder
in diese Richtung. Die Figur des Mafia Bosses ist beispielsweise ins
Lächerliche entglitten. Es gibt jedoch es genügend gute Ideen und geglückten Witz, um über die Haken und Öhsen hinweg zu helfen.
Insgesamt eine
sehenswerte Komödie.
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u best...