Filmkritk: Männersache PDF Drucken E-Mail
 

Männersache
Erscheinungsjahr:2009 - Regie: Gernot Roll

Mario Barth, Männersache, Filmbewertung, Filmkritik Darsteller: Mario Barth, Dieter Tappert, Michael Gwisdek, Anja Kling, Jürgen Vogel, Thomas Thieme, Florentine Lahme, Katrin Filzen,

Filmkritik: Vor wenigen Tagen erhielt ich eine Einladung zu einer Testvorführung. Ich hatte mich nämlich vor längerer Zeit auf einer Seite angemeldet, die Testvorführungen organisieren und wartete seit dem auf meine erste Einladung. In eben dieser Einladung hieß es dann nur: „Es wird eine deutsche Komödie gezeigt“. Damit war eigentlich schon klar, dass ich auf alles gefasst sein muss. Es GIBT gute deutsche Komödien. Die Sachen die aber momentan in der Pipeline sind, gehören eher nicht dazu. Ich rechnete mit 1 ½ Ritter oder dem Mario Barth Film. Naja, wie man unschwer erkennen kann, es wurde der Mario Barth Film "Männersache".

Im Film spielt Mario Barth den Single Paul. Paul verdient seinen Lebensunterhalt tagsüber in einer Berliner Zoohandlung. Abends versucht er sich in der Bar von Rainer (Jürgen Vogel) als Komödiant. Viel Erfolg hat er damit nicht, sind seine Witze doch nur sehr flache Schoten die man im Kindergarten schon nicht mehr lustig fand. Pauls bester Freund ist Hotte(Dieter Tappert). Hotte hat Probleme mit seiner Freundin Susi(Anja Kling). Ewige Streits, vor allem weil Hotte nur mit Paul rumhängt, zehren an dem Pärchen. Da rutschen Hotte natürlich immer mal wieder Bemerkungen gegen seine Freundin raus und auch peinliche Geschichten erzählt er gerne mal Paul weiter.
An einem Abend in Rainers Bar, als es mal wieder ganz mies läuft, erzählt Paul dann durch Zufall eine dieser Stories und das Publikum liegt am Boden. Doch Hotte und besonders Susi sind stinksauer. Paul und Hotte zerstreiten sich und Paul zieht von nun an mit einem schmierigen Manager von Halle zu Halle um sein Programm vorzustellen, was voll und ganz aus dem Privatleben von seinem besten Freund besteht. Die Freundschaft droht vollends in die Brüche zu gehen…

Mit Mario Barth kann man mich wirklich jagen. Er ist einfach nicht mein Humor, um es vorsichtig auszudrücken. Daher muss ich gestehen das ich wohl voreingenommen bin und evtl. nicht ganz objektiv.
Doch zu Beginn war ich ehrlich erstaunt, dass ich doch ein paar Mal lächeln musste. Die Späßchen am Anfang waren doch gar nicht so schlecht wie ich befürchtet hatte, vor allem weit weg von seiner dämlichen „Männer+Frauen = Nicht Witzig“ Schiene. Leider hielt dies nicht lange an.

Die Film zeigt quasi wie Mario Barth bekannt geworden ist. Wie viel davon der Wahrheit entspricht mag ich nicht zu beurteilen, aber früher oder später (eher früher) kommt man natürlich dann auch in „Männersache“ bei dem typischen Mario Barth Humor an. Ab diesem Zeitpunkt, der nach spätestens 15-20 Minuten erreicht ist, geht der Film dann immer mehr den Bach runter, zumindest für die Nicht-Fans. Neben dem immer flacher werdenden Humor wird dann auch natürlich versucht auf die Beziehung von Hotte und Susi einzugehen und auf die Männerfreundschaft von Paul und Hotte. Dies alles geschieht aber unglaublich belanglos und wird sehr schnell langweilig. Dabei stört auch die sattsam bekannte Handlung, die einfach sehr austauschbar wirkt. Wenn dann gegen Ende noch Pauls Vater einen Herzinfarkt bekommt, war mir gar nicht mehr so ganz klar worauf der Film nun eigentlich wirklich hinauswill. Das ungemein belanglose Ende unterstreicht dies nur noch mehr.

Als gelungen können hier aber auf jeden Fall die Gastauftritte bezeichnet werden, die im deutschen Film ja mittlerweile obligatorisch drin sein müssen. Uwe Ochsenknecht, Jürgen Vogel oder auch Sido(in einer wirklich witzigen Szene) gucken immer mal wieder kurz in die Kamera und sind an den sehr wenigen Höhepunkten des Films meistens nicht unbeteiligt.

Schauspielerisch stellt besonders der Hauptdarsteller ein Problem dar. Mario Barth hat eine, für einen Schauspieler, nervige Art zu reden. Er hat diese „prollige“ Redensart verinnerlicht, mit der er bekannt geworden ist. Aber als Schauspieler wirkt das einfach nervig. Ich konnte es auch nicht positiv für die Rolle ansehen, es ist einfach störend und man hat Probleme ihm zuzuhören. Vollkommen unverständlich für mich auch, dass Barth im Film sogar noch weitere Rollen spielt. Unter anderem einen ausländischen Gerüstbauer oder eine ältere Oma.
Die Schauspieler an seiner Seite fand ich durchweg besser. Am besten gefiel mir Anja Kling als Susi. Aber auch Dieter Tappert, besser bekannt als Paul Panzer war in seiner Rolle als Hotte okay. Michael Gwisdek als Pauls Vater war ebenfalls gut besetzt, blieb aber in dieser Rolle trotzdem natürlich vollkommen unter seinen Möglichkeiten.

Genug der Worte, Fans von Mario Barth werden sowieso ins Kino rennen. Personen die ihn nicht mögen werden wohlwissend einen weiten Bogen um diesen Film machen. Mir gefielen einige wenige Stellen des Films recht gut, das meiste ist aber einfach eine Mario Barth Show im Filmformat. Diese ist als Film aber herrlich belanglos und unwichtig. Ich hätte aber ehrlich gesagt erwartet, dass er noch viel mehr Sachen seines Programms einbaut. Allerdings habe ich auch nur wenig Kenntnis über sein Repertoire, evtl. war doch mehr aus seinem bestehenden Programm enthalten als ich erkannt habe.
Gibt 3 Punkte für die witzigen Gastauftritte und den ganz gelungenen Start.

Filmbewertung: 3/10

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