| Filmkritk: Männersache |
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Männersache
Filmkritik: Vor wenigen
Tagen erhielt ich eine Einladung zu einer Testvorführung. Ich hatte mich
nämlich vor längerer Zeit auf einer Seite angemeldet, die Testvorführungen
organisieren und wartete seit dem auf meine erste Einladung. In eben dieser
Einladung hieß es dann nur: „Es wird eine deutsche Komödie gezeigt“. Damit war
eigentlich schon klar, dass ich auf alles gefasst sein muss. Es GIBT gute
deutsche Komödien. Die Sachen die aber momentan in der Pipeline sind, gehören
eher nicht dazu. Ich rechnete mit 1 ½ Ritter oder dem Mario Barth Film. Naja,
wie man unschwer erkennen kann, es wurde der Mario Barth Film "Männersache".
Im Film spielt Mario Barth den Single Paul. Paul
verdient seinen Lebensunterhalt tagsüber in einer Berliner Zoohandlung. Abends
versucht er sich in der Bar von Rainer (Jürgen Vogel) als Komödiant. Viel Erfolg
hat er damit nicht, sind seine Witze doch nur sehr flache Schoten die man im
Kindergarten schon nicht mehr lustig fand. Pauls bester Freund ist Hotte(Dieter
Tappert). Hotte hat Probleme mit seiner Freundin Susi(Anja Kling). Ewige
Streits, vor allem weil Hotte nur mit Paul rumhängt, zehren an dem Pärchen. Da
rutschen Hotte natürlich immer mal wieder Bemerkungen gegen seine Freundin raus
und auch peinliche Geschichten erzählt er gerne mal Paul weiter.
Mit Mario Barth kann man mich wirklich jagen. Er ist
einfach nicht mein Humor, um es vorsichtig auszudrücken. Daher muss ich
gestehen das ich wohl voreingenommen bin und evtl. nicht ganz objektiv.
Die Film zeigt quasi wie Mario Barth bekannt
geworden ist. Wie viel davon der Wahrheit entspricht mag ich nicht zu
beurteilen, aber früher oder später (eher früher) kommt man natürlich dann auch
in „Männersache“ bei dem typischen Mario Barth Humor an. Ab diesem Zeitpunkt,
der nach spätestens 15-20 Minuten erreicht ist, geht der Film dann immer mehr
den Bach runter, zumindest für die Nicht-Fans. Neben dem immer flacher
werdenden Humor wird dann auch natürlich versucht auf die Beziehung von Hotte
und Susi einzugehen und auf die Männerfreundschaft von Paul und Hotte. Dies
alles geschieht aber unglaublich belanglos und wird sehr schnell langweilig.
Dabei stört auch die sattsam bekannte Handlung, die einfach sehr austauschbar
wirkt. Wenn dann gegen Ende noch Pauls Vater einen Herzinfarkt bekommt, war mir
gar nicht mehr so ganz klar worauf der Film nun eigentlich wirklich hinauswill.
Das ungemein belanglose Ende unterstreicht dies nur noch mehr.
Als gelungen können hier aber auf jeden Fall die
Gastauftritte bezeichnet werden, die im deutschen Film ja mittlerweile
obligatorisch drin sein müssen. Uwe Ochsenknecht, Jürgen Vogel oder auch
Sido(in einer wirklich witzigen Szene) gucken immer mal wieder kurz in die
Kamera und sind an den sehr wenigen Höhepunkten des Films meistens nicht unbeteiligt.
Schauspielerisch stellt besonders der
Hauptdarsteller ein Problem dar. Mario Barth hat eine, für einen Schauspieler,
nervige Art zu reden. Er hat diese „prollige“ Redensart verinnerlicht, mit der
er bekannt geworden ist. Aber als Schauspieler wirkt das einfach nervig. Ich
konnte es auch nicht positiv für die Rolle ansehen, es ist einfach störend und man
hat Probleme ihm zuzuhören. Vollkommen unverständlich für mich auch, dass Barth
im Film sogar noch weitere Rollen spielt. Unter anderem einen ausländischen Gerüstbauer
oder eine ältere Oma.
Genug der Worte, Fans von Mario Barth werden sowieso
ins Kino rennen. Personen die ihn nicht mögen werden wohlwissend einen weiten
Bogen um diesen Film machen. Mir gefielen einige wenige Stellen des Films recht
gut, das meiste ist aber einfach eine Mario Barth Show im Filmformat. Diese ist
als Film aber herrlich belanglos und unwichtig. Ich hätte aber ehrlich gesagt
erwartet, dass er noch viel mehr Sachen seines Programms einbaut. Allerdings habe
ich auch nur wenig Kenntnis über sein Repertoire, evtl. war doch mehr aus
seinem bestehenden Programm enthalten als ich erkannt habe.
Filmbewertung: 3/10
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ieser...