| Filmkritik:Krabat |
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Regie: MARCO KREUZPAINTNER Cast: DAVID KROSS, DANIEL BRÜHL, CHRISTIAN REDL, ROBERT STADLOBER, PAULA KALENBERG, HANNO KOFFLER und als Erzähler OTTO SANDER Kinostart 09.10.2008 Wie der Roman spielt der Film in der Lausitz während des 30 Jährigen Kriegs. Er handelt von dem 14-jährigen Waisenjungen Krabat, dessen Mutter an der Pest gestorben ist. Er folgt dem Ruf des Müllers und wird Lehrling in einer Mühle im Koselbruch bei Schwarzkollm. Krabat findet schnell heraus, dass sich hinter der Mühle eine „Schwarze Schule“ verbirgt. Neben der Müllerei unterrichtet der der Müllermeister Krabat und elf weitere Mühlknappen in der Schwarzen Kunst. Einer der übrigen Gesellen weis Rat, Wenn das Mädchen, in das sich Krabat verliebt hat, ihn am letzten Tag des Jahres freibittet, sind er und die übrigen Gesellen frei... Krabat ist weder in der 1977-er Version noch in der aktuellen Fassung ein Kinderfilm. Dazu ist die Situation des Krabat und die Grundstimmung zu düster. Die Gesellen sind beeindruckend schräge Typen. Wie war nun der Film insgesamt? Der Trailer sah sehr viel versprechend aus und ich freute mich wirklich auf die Pressevorführung und muss nun leider sagen, dass der Film meine Erwartungen nicht erfüllt hat. Die Musik ist vielfach zu fröhlich und wirkt mitunter der düsteren Stimmung des Films entgegen. Am unerfreulichsten ist, dass die Story teilweise Brüche aufweist und man insbesondere dem schwach umgesetzten Schuss ohne Kenntnis des Buchs, oder des Zeichentrickfilms anscheinend nicht folgen kann. Mein Sitznachbar konnte erst, nachdem ich Ihm erklärte wie der Schluss im 1977-er Film war verstehen, was passiert war. Entweder der Regisseur musste zuviel kürzen oder er wollte sich von der ersten Verfilmung absetzen, jedenfalls sind wesentliche Elemente nur sehr rudimentär enthalten (etwa der Meister und seine Verwandlungen und das Motiv der Wiederholungen, des wiederkehrenden Zykluses) oder fehlen ganz. Schade, Krabat hätte ein „Harry Potter im ausgehenden Mittelalter“ sein können und ist auf der Zielgeraden steckengeblieben.
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Die im Buch einen großen Raum einnehmende Darstellung dieser Machtausübung an anderen Menschen durch Meister und Schüler wird in dem Film völlig weggelassen, was ihm einen der Grundpfeiler der von Otfried Preußler erzählten Geschichte nimmt. Um ein wenig Stöcke schweben zu lassen oder als Rabe umherzufliegen, wie es der Film darstellt, wird wohl keiner den hohen Preis der Todesgefahr zahlen.
Von den Kulissen und der Stimmung her kommt der Film schon eher an das Buch heran. Empfehlung: Wem der Stoff des Films gefallen hat, wer ein wenig romantisch ist, an die Liebe und das Gute im Menschen glaubt, sollte in jedem Fall auch das Buch lesen.