| Filmkritik: True Romance |
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True Romance
Der Film handelt von
dem Film- und Comicfan Clarence(Christian Slater). Dieser trifft an seinem Geburtstag
im Kino in einer Sonny-Chiba-Nacht die hübsche Alabama(Patricia Arquette). Es
stellt sich raus das Alabama zufällig dieselben Interessen hat wie Clarence. Die
beiden freunden sich sofort an und landen im Bett. Allerdings, am nächsten Tag
gesteht Alabama, dass sie ist ein Callgirl ist, angeheuert von Clarences Chef.
Aber sie hat sich in Clarence verliebt und die beiden Heiraten völlig
überstürzt. Bei ihrem ehemaligen Zuhälter Drexl(Gary Oldman) will Clarence
Alabamas Sachen abholen. Allerdings kommt es zu einer Auseinandersetzung,
Clarence erschießt Drexl und nimmt anstatt Alabamas Sachen einen Koffer voller
Kokain mit. Mit Hilfe seines Freundes Dick(Michael Rapaport) will Clarence das Koks
in L.A. verkaufen. Auf der Fahrt nach L.A. fährt das frisch gebackene Ehepaar
noch bei Clarence Vater(Dennis Hopper) vorbei. Seines Zeichens Ex-Cop. Dieser
bestätigt ihnen, dass die Polizei nicht hinter den beiden her ist.
Die Story klingt auf
dem Papier viel unspektakulärer als sie eigentlich ist. Verständlich
eigentlich, handelt es sich doch hier um ein Drehbuch von Quentin Tarantino,
das er für den Mindestsatz (50000$) an Tony Scott verkauft hat. Tarantinos
Drehbücher werden meist erst auf der Leinwand richtig gut. Dass es von ihm ist
merkt man aber auch wirklich an jeder Ecke wenn man Tarantino nur ein bisschen
kennt. Sonny Chiba im Kino, Comics, geniale Dialoge und viel Gewalt. Aber dazu
immer die romantische Beziehung von Clarence und Alabama im Mittelpunkt. Apropos Dialoge, hier hat Quentin wieder voll rein gelangt. Legendär das Gespräch zwischen Dennis Hopper und Christopher Walken, in dem Hopper erklärt das Sizilianer von Niggern abstammen. Walken spielt einen Sizilianer und reagiert darauf mehr als ungehalten. Auch die illustre Riege an Schauspielern kann begeistern. Samuel Jackson hat eine Rolle von knapp 5 Minuten, wird dann niedergeschossen. Brad Pitt liegt immer bekifft auf der Couch. James Gandolfini (bekannt als Tony Soprano) ist ein irrer Schläger und Val Kilmer spielt Elvis – The King. Der tritt zweimal im Film auf. Nein, Tony Scott hat den King nicht wieder ausgebuddelt. Er ist eine Vision von Clarence die ihm immer einen guten Rat gibt. Vollkommen abgefahren, aber es ist nun mal Tarantino's Drehbuch. Das tolle ist einfach das der Film so viele Sachen in sich vereint. Brutale Shootouts, romantische Szenen zwischen Clarence und Alabama, Dialogwitz und eine flotte Story voller skurriler Charaktere und Situationen. Dazu noch ein toller Soundtrack, allen voran u.a. von Hans Zimmer. Leider macht Tony Scott solche Filme nicht mehr. Den Stil den er damals Anfang der 90er in „Last Boy Scout“ und „True Romance“ hatte, hat mir bei ihm am besten gefallen. Die MTV-Clip-Shows wie „Domino“ und „Man on Fire“ gefielen mir lange nicht so gut wie seine alten Werke. Ebenso Christian Slater der ja in seiner Karriere schon in wirklich herausragenden Filmen wie „Der Name der Rose“ mitgespielt hat verkommt heutzutage mehr zum B-Movie Schauspieler, hält sich aber noch ganz wacker. Man wird bei so Knallern von früher immer ein wenig wehmütig. „True Romance“ ist quasi ein Gemälde der 90er. Einfach wunderbar.
Filmbewertung: 10/10
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