Filmkritik: The Prestige PDF Drucken E-Mail
 
Prestige - Die Meister der Magie
Originaltitel: The Prestige - Erscheinungsjahr: 2006 - Regie: Christopher Nolan



Ein Film über Magier. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich das Thema des Films, die Magie, nicht dazu gebracht hat den Film zu schauen. Schon eher waren es die Schauspieler, allen voran Christian Bale, der meimer Meinung nach einer der besten Schauspieler überhaupt ist.

Der Film hat mich auf jeden Fall sehr positiv überrascht. Das Thema „Magie“ wurde gekonnt in Szene gesetzt und fließt in den Film perfekt ein und macht den Film zu etwas besonderen. Wie bereit im Vorfeld vermutet, spielen die Schauspieler Ihre Rollen perfekt…nicht nur Christian Bale, sonder auch Hugh Jackman haben mich voll überzeugt. Aber auch die Schauspieler in den Nebenrollen können sich sehen lassen. Der Sänger David Bowie hat allein durch seine Erscheinung für mich schon etwas mystisches, was natürlich zu diesem Film passt, wie die Faust aufs Auge. Auch seine Rolle als Tesla finde ich faszinierend. Andy Serkins, den spätestens seit seiner Paraderolle als Gollum in der „Herr der Ringe“ Sage jeder kennt und der mit seinem schauspielerischen Können auch King Kong neues Leben eingehaucht hat, beweißt mit diesem Film, das er nicht nur digitale Wesen überzeugend spielen kann. Dem Ganzen setzt dann noch Christopher Nolan die Krone auf, der als Regisseur den Film dann noch zu dem Macht, was er seine sollte, ein kleines Meisterwerk. Das Nolan sein Handwerk beherrscht, ist mir nicht neu, da ich seine Filme „Memento“ und „Batman Begins“ zu meinen Lieblingsfilmen zähle.

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Die Story an sich ist zwar einfach gestrickt, aber speziell die dramatischen Umstände die zur Auseinandersetzung der beiden Magier führen, kann man gut nachvollziehen. Der Hass gegenüber dem Anderen wird eigentlich nur durch den Ehrgeiz übertroffen, den Gegenspieler mit besseren Tricks zu übertrumpfen. Wie vom Teufel besessen versuchen die Beiden einen bestimmten Trick zu perfektionieren.
Um überhaupt soweit zu kommen, müssen die Hauptfiguren natürlich viel einstecken und aufopferungsvolle Einbußen im Privatleben hinnehmen. Nicht nur durch Können, sondern auch durch fiese Tricks versuchen sich die beiden ehemals befreundeten Magiern eins auszuwischen. Die Verzweiflung der Beiden und die Opfer die sie dafür bringen müssen, lassen die Charaktere am Ende des Films in einem interessanten Licht erscheinen.

Interessant sind auch die Zeitsprünge, die zwar nicht annähernd so stark verwirren wie die Zeitsprünge in Memento, aber dennoch den Film in eine interessante Richtung locken, da man bereits von Anfang an merkt um was es in diesem Film geht und in welche Richtung der Film weitergehen wird.

Besonders toll fand ich die Auflösung der Tricks, die erst am Schluß verraten werden, aber bereits ab Mitte des Films erahnt werden können. Aber selbst wenn man erahnt, was sich hinter der Maske der Tricks verbirgt, bleibt der Film dennoch sehr spannend und hat zumindest bei mir niemals Langeweile aufkommen lassen.

Auch wenn ich am Schluss nicht unbedingt mit offenen Mund vorm Fernseher saß, hat mich dieser Film trotzdem bestens unterhalten und verzaubert, was zum einen an den einzigartigen Schauspielern, aber auch am Regisseur liegt, der für mich zu den ganz Großen zählt und das nicht erst seit „The Prestige“.

Filmbewertung: 8,5/10


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Kommentare (2)Add Comment
C4rter
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geschrieben von Benedikt Blank, Mai 28, 2007
Den hab ich auch vor einigen Tagen gesehen aber bisher keine Muße für ein Review gehabt. Da kamst du mir nun zuvor ;-)
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geschrieben von Pupaner, April 29, 2009
Die Tatsache, dass die Auflösung(die Prestige) des Films schon ab ca. der Mitte erahnt werden kann, ist meiner Meinung nach positiv zu bewerten und keines Falls als fauxpas des Regisseurs anzusehen, sowie es ihre Ausführungen suggerieren. Diese Auflösung vor der Auflösung ist ganz absichtlich eingebaut, sie soll dem Zuschauer ermöglichen Distanz zur Story zu gewinnen um so das Gleichniss zu erkennen(der Film als Verbildlichung des Zaubertricks welcher erklärt wird.)
MFG

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