| Filmkritik: Tatsächlich…Liebe |
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Tatsächlich…Liebe Bei „Tatsächlich Liebe“ handelt es sich quasi um einen Episodenfilm der während der Weihnachtszeit spielt. Laut Filmbeschreibung gibt es 10 unterschiedliche
Storys die parallel verlaufen. Das hört sich zuallererst einmal viel zu viel an und klingt nach ebensoviel Chaos. Aber Curtis bekommt das ganze einfach super unter einen Hut. Nun aber erst einmal zu den Geschichten: Ja, ich weiß. Das klingt nach verdammt viel Stoff und es besteht sogar die Gefahr, dass das ganze irgendwann langweilig wird. Aber Curtis schafft es wirklich super den Film erfreulich weit abseits des Kitschs zu postieren und durch das parallele erzählen aller Storys kommt sowas wie Langeweile nie auf, allein Aufgrund der Tatsache dass immer wieder etwas neues passiert. Außerdem ist der Film, wie es sich für Curtis Drehbücher gehört, durchzogen von tollem britischem Humor. Dieser nimmt stellenweise wirklich grotesk witzige Züge an, wenn z.B. der Premier Minister von Tür zu Tür geht um seine Traumfrau zu finden, von der er nicht einmal die Hausnummer weiß, und dabei für ein paar Kinder Weihnachtslieder singt hat man schon beinahe Tränen in den Augen. Auf Grund des Humors sollte man „Tatsächlich Liebe“ mit ein wenig Englisch Kenntnis auf jeden Fall in der Originalversion sehen. Je näher der Film Weihnachten kommt (die Handlung beginnt 5 Wochen davor) desto mehr spitzen sich die einzelnen Handlungsstränge zusammen und die Handlung wird noch intensiver. Natürlich erreicht man hier auch gegen Ende einen etwas höheren Kitsch-Level als zu Anfang, da möglichst viele Geschichten ein gutes Ende nehmen sollen, was aber auf jeden Fall zu verschmerzen ist, da Curtis dies gut verschleiert und niemals zu dick aufträgt.
Wie man der Inhaltangabe entnehmen kann wurde quasi jeder erfolgreiche britische Schauspieler der letzten Jahre gecastet. Dazu noch einige amerikanische Schauspieler wie Billy Bob Thornton als Texanischer US-Präsident und zwei deutsche Gesichter (Heike Makatsch und Claudia Schiffer). Alle Schauspieler spielen solide, Glanzleistungen waren die Rollen von Bill Nighy und Liam Neeson. Ein wunderbarer Film, bei dem einem zum einen richtig Warm ums Herz wird und man am Ende mit einem breiten zufriedenen Gesicht vor dem Fernseher sitzt. Einfach Wunderschön! Filmbewertung: 10/10
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