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Filmkritik: Stirb Langsam 4.0 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von C4rter   
Donnerstag, 28. Juni 2007
Stirb Langsam 4.0
Orginaltitel: Live Free or Die Hard - Erscheinungsjahr: 2007 - Regie: Len Wiseman



Darsteller: Bruce Willis, Timothy Olyphant, Maggie Q, Justin Long, Jeffrey Wright, Mary Elizabeth Winstead, Kevin Smith

Filminhalt: John McClane is back. Und er hat wieder alle Hände voll zu tun. Eigentlich soll er routinemäßig nur einen Hacker in dessen Wohnung abholen und nach Washington bringen. Aber ehe er sich versieht ist er wieder mitten in einer „Terrorismus-Scheiße“. Cyber-Terroristen mit einer Gruppe engagierter Hacker wollen die USA in 3 Phasen lahmlegen. McClane weiß natürlich was er in so einem Fall zu tun hat…

Viele Jahre musste man auf eine Fortsetzung zu einer der, wie ich finde, besten Action-Film Reihen warten. Teil 1 hat damals, wie man oft hört, das Action-Genre zu neuen Höhen verholfen. Ich muss sagen, ja das hat er auch. Die Action-Filme ab da hatten mehr Hand und Fuß als der „Durchschnitts-Rambo 2+3“ oder „Phantom Kommando“. Nicht das diese Action-Filme schlecht waren. Aber „Die Hard“ war einfach was anderes. Zwar war ich nicht live dabei, aber dank den DVDs kann ich das ja Quasi nachstellen.

Nach der ersten Ankündigung war ich erst kurz skeptisch, aber dann relativ schnell überzeugt, dass dieser Film einfach gut werden muss. Ab da fieberte ich dem Tag der Deutschland-Premiere entgegen.

Heute war es dann so weit. Der Film geht direkt gut los. Man lernt die Tochter von John kennen. Diese verhält sich ihm gegenüber ähnlich wie seine Ex-Frau Holly im ersten Film. Der Action-Fan ahnt natürlich, dass die Einführung der Tochter für später noch sehr wichtig wird…

Ab dem Zeitpunkt wo John den Auftrag bekommt, den Hacker Matt Farrell nach Washington zu bringen fängt die Action auch an. Die Terroristen haben nämlich angefangen die besten Hacker in den USA auszuschalten damit ihnen keiner ins Handwerk pfuschen kann. Matt ist der letzte auf ihrer Liste. Aber da haben sie die Rechnung natürlich ohne John gemacht..

So famos und Action geladen wie der Film anfängt, hält er das Tempo auch erstaunlich gut, ohne Plump Action-Szene an Action-Szene zu hängen. In den meisten Fällen stellen diese nämlich Teile der Handlung dar und sind nicht einfach nur Mittel zum Zweck. Leider wird es dann gegen Ende ein wenig zu abgedreht, wenn ein Harrier-Jet der Armee zum Einsatz kommt. Der Rest der Szenen ist aber immer gut gelungen und nicht zu überdreht. Außerdem auch meistens ohne CGI inszeniert. Im Trailer hatte ich dahingehend bedenken, konnte aber durch ein vorher gesehenes „Making of“ vom Gegenteil überzeugt werden. Im Film denkt man des Öfteren „das muss CGI sein“, aber es ist oft immer noch gute Crash-Szenen-Handarbeit.

Die Schauspieler gefielen mir im groben eigentlich ganz gut. Bruce Willis steht außer Konkurrenz. Er spielt die Rolle genial wie in den Vorgängern auch. Sein „Buddy“, der Hacker wird gespielt von Justin Long (Jeepers Creepers). Herausragend ist der jetzt nicht, aber seine Rolle gibt auch nicht viel mehr her. Der Anführer der Bedrohung wird dargestellt Timothy Olyphant, einigen vielleicht aus der Serie „Deadwood“ bekannt. Er hatte natürlich ein schweres Los. Wurden doch in Teil 1 und Teil 3 die Bösewichte von so genialen Typen wie Alan Rickman und Jeremy Irons verkörpert. Gegen die kann er natürlich gewiss nicht anspielen. Gegen die blassen Typen aus Teil 2 aber kommt er locker an. Er hat eine passende drahtige Figur und immer einen leicht diabolischen Blick. Weitere im Bunde sind noch Maggie Q und Mary Elizabeth Winstead. Die Erste gibt die Asiatische Kämpferin und die zuletzt genannte ist eine passende Tochter für John. Genial aber ist die Rolle von Kevin Smith (Silent Bob und Clerks Regisseur) als Hacker Warlok.

Der Film verpackt gekonnt ein paar Insider Jokes und Hommagen. Johns Tochter nennt sich Gennero (Mädchen Name ihrer Mutter), später aber legt sie doch, wie ihre Mutter, wert McClane genannt zu werden. Ein Agent heißt Johnson (wie in Teil 1) und John muss natürlich wieder in einen Fahrstuhlschacht. Diesmal aber weitaus heftiger als in Teil 1 und 2.

Im Vorfeld wurde ja viel über das PG-13 Rating in den USA diskutiert. Fox wollte das haben, um so viel mehr Zuschauer zu erreichen. Alle anderen 3 Teile waren Rated-R, somit Jugendlichen unter 17 nur in Begleitung der Eltern zugänglich. Durch die PG-13 Freigabe fallen blutige Einschüsse ebenso wie derbe Schimpfwörter weg. Das fällt allerdings nicht oft auf. Aber bei einigen Schießereien denkt man sich schon, das da was Härte ganz gut gewesen wäre. Aber was soll‘s, die DVD kommt Unrated, also wohl mit etwas mehr Härte für ein erwachsenes Publikum.

Die Story wurde bewusst auf modern getrimmt, um Bruce Willis im Kontext zu der modernen Welt zu stellen. Der Analoge John gegen den High –Tech. Ganz so zu „Die Hard“ passt die Story aber nicht. War die Story aus Teil 3 noch was Neues ist das hier eher Standardware. Nett aber nicht mehr. Es gibt keine Überraschungen wie in Teilen noch in den anderen Teilen und man wartet auch nie gespannt auf etwas oder denkt sich, wie soll es denn jetzt weiter gehen. Ein wenig Schade eigentlich. Das Hacken und die Welt der Hacker wird natürlich auch hier wieder als bunte Spielweise dargestellt, aber daran ist man ja gewöhnt.

Das Fazit lautet also das man sich als Willis Fan auch im Jahr 2007 noch toll unterhalten lassen kann von einem neuen „Die Hard“ Teil. Bis auf kleine Übertreibungen in den Action-Szenen (gab‘s aber in Teil 3 auch schon) und einer nicht so ganz zu fesselnden Story gibt es wieder One-Liner und Krawumm satt. Und genau das will man ja auch sehen wenn man sich einen Action-Film ansieht. Meine Wertung beläuft sich also auf 8,5. Mögliche Änderungen mit der Unrated-DVD behalte ich mir natürlich vor.

Filmbewertung: 8,5/10

weitere Informationen über Stirb langsam 4

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Kommentare (4)Add Comment
Zerstörung einer Ikone
geschrieben von caro*, Juli 03, 2007
Die "Die Hard" - Filme sind Klassiker, wundervolle Actionfilme nach klarem Schema mit einem sowohl männlichen als auch witzigen Held, John McClane.
Es sind 3 traumhafte Actionfilme entstanden mit einem großartigen Bruce Willis.
Doch Stirb Langsam 4.0 ist ein reiner Witz an dem es nichts zu lachen gibt. Die Kameraführung und die Schnitte sind grausam. Schnelle Schnitte zu viele Großaufnahmen, so dass die Action nicht zu spüren ist. Die Regie ist grausam!!!
Um auf Bruce Willis zu sprechen zu kommen, keine Frage er war nicht nur ein großartiger Schauspieler, er ist es noch und er ist absolut nicht zu alt für die Rolle. Doch die Stylisten hätten sein Jugendliches Outfit in den ersten Szenen eindeutig überdenken müssen. Ferner ist es doch wohl ein Witz Bruce Willis irgend so eien Hacker-boy zur Seite zu stellen nur dass der Film moderner wird, ein jüngeres Publikum angesprochen wird und den heutigen Held contra den Held der guten alten Zeit zu setzten. Bruce Willis ohne Alleingang. Das ist kein Stirb Langsam Film mehr!!!
Außerdem ist es einfach nur noch traurig, dass komischerweise John McClane einfach aufgehört hat zu rauchen. Als Nichtraucher ist er einfach nichtmehr John McClane!!! Nur um konform mit dem amerikanischen Kino zu gehen wird das Image des Hauptdarstellers einfach vollkommen zerstört.
Außerdem ist die Tatsache, dass die Liebesgeschichte mit seiner Frau nicht wirklich zur Sprache kommt nur noch schlecht, zumal sie am ende vom dritten Teil eine sehr große Rolle spielte.
Es ist lächerlich und erbärmlich dass anstatt dieser Liebesgeschichte einfach seine tochter auftaucht und von ihren Liebeleien berichtet wird, nur um den Film jünger zu machen.

Ganz abgesehen davon ist das Drehbuch so grottenschlecht, dass das Actionherz wirklich am verbluten ist. Die abgegriffene Hackergeschichte, die so illusorisch dargestellt ist, ist einfach unzureichend. die Spannung fehlt es ist einfach alles unsinnige erklärt und die netten alten Sprüche von McClane können auch nichts mehr retten.

Ein weiterer grausamer Aspekt ist die Darstellung des Multikulturellen Amerikas. Ein Pakistani als FBI-Chef, mehr Chinesen als in HongKong und mehr afroamerikaner als wohl in "Tina" zu sehnen sind. Unglaublich. Ja der Film zeigt wie gut die Integration im modernen Amerika klappt (*chrchr*). Lächerlich. Einfach nur lächerlich.

Stirb Langsam 1-3 zählen zu meinen absoluten Lieblingsfilmen mit Bruce willis als Held, doch dieser 4.0-Film ist einfach eine Beleidigung gegenüber diesen, da sowohl die Story, als auch die Schauspieler neben Bruce Willis(der in diesem Film einfach nicht als Held und Einzelkämpfer, der sich über blockierende Vorgesetzte auregt, fungieren KANN) als auch die Kameraführung sowie die Schnitte einfach schlecht sind.

Liebe Kinofreunde-es ist nicht die Schuld von Bruce Willis, sondern von hollywood!!!!!!!!!und amerika!!!Doch dieser Film ist grausam.
...
geschrieben von Lestath, Juli 11, 2007
caro* - dazu fällt mir nur eins ein: du hast keine ahnung davon, was eine gute regie ist. hab lange nicht mehr einen so unterhaltsamen und ironischen film gesehen. naja...zwischen den zeilen lesen ist ja auch anstrengend. guter film 8 von 10 Punkten von mir!
dumm?
geschrieben von Mr. P, Juli 13, 2007
an caro*: Du hast ja mal so überhaupt keine Ahnung. Der Film unterhält im großen Stil und kann locker mit den ersten 3 Teilen mithalten. Die Kameraführung ist schlecht? Das ja wohl das dämlichste was ich in letzter Zeit gehört habe. :D Ich glaube die Kameramänner(frauen), die bei dem Film mitgewirkt haben sind um einiges intelligenter als du es je sein wirst. Du sagst es ist lächerlich seine Tochter mit einzubeziehen. Da sieht man mal wieder das du 0 Ahnung von Unterhaltung hast. Dadurch war der Film auch nicht jünger, nur viel interessanter ein paar neue Charaktere kennen zu lernen. Solche Kommentare wie von dir sind echt Kindergartenreif und bis ins letzte "lächerlich".
An Caro
geschrieben von gfdgdf, September 20, 2007
Ich hab eine Frage, nur eine Frage: Irgendwie dumm?

Mal abgesehen, dass deine Kritik (falls man das so nennen kann) total widersprüchlich und unsinnig ist (und kleingeistig und zusammenhanglos geschrieben ist) ne kleine Anmerkung.
Beim dritten Teil war er ja auch so ein "Einzelkämpfer" und hat jede Minute geraucht, gell?

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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 2. August 2007 )
 
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