| Filmkritik: Soylent Green |
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Soylent Green - Jahr 2022..die überleben wollen Originaltitel: Soylent Green - Erscheinungsjahr: 1973 - Regie: Richard Fleischer Nachdem ich mir letztens den Film OMEGA MAN auf DVD zugelegt habe, wurde ich als Amazonkunde gleichzeitig noch auf einen weiteren Science Fiction aufmerksam gemacht, der zugleich meine Interesse weckte und auch noch in den Warenkorb gelegt wurde. Die Rede ist vom Klassiker SOYLENT GREEN, der mir bis zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannt war. Als ich dann im heimischen Fernseher erblicken musste, dass Charlton Heston wieder die Hauptrolle spielt, war ich Anfangs nicht so begeistert, da mir der Film OMEGA MAN schon nicht so gut gefallen hat und da auch Charlton Heston Mitschuld hatte. Da mich die Story des Films allerdings sehr interessierte und schon allein das DVD Cover ziemlich genial ist und mehr Hoffnung macht, hab ich mich nicht abschrecken lassen. {mosbanner}[youtube:http://youtube.com/watch?v=-HeImc3syrk 300 250] Das übervölkerte New York wurde wirklich toll dargestellt und man kann sich vorstellen, dass eine Bevölkerung, der es an allem fehlt, wirklich nur schwer handzuhaben ist und nur mit strengen Regel überhaupt überleben kann. Gut finde ich dabei auch die Darstellung, dass die armen Leute nicht einmal einen Platz zum schlafen haben und somit in Hauseingängen und Treppen in Nachtquartier aufschlagen müssen, Reiche hingegen Ihr eigenes Luxusapartment unterhalten können. Sehr interessant ist dabei auch, dass Frauen in dieser zukünftigen Welt für die Reichen als Inventar gelten und nur einfach als Möbel (!) bezeichnet werden. Am Anfang mag der Film zwar nicht richtig ins Rollen kommen, was aber hautpsächlich daran liegt, dass man zu Beginn mit einer scheinbar einfachen Kriminalgeschichte konfrontiert wird, welche einen Mord als Hintergrund aufweisen kann. Erst im späteren Verlauf wird klar, was es mit dem Mord auf sich hat und dieser zu weiteren Storydetails lenkt, die der Polizist Robert Thorn (Charlton Heston) lösen muss. Während seiner Tätigkeiten als Mordaufklärer verschlägt es Ihn auch in die Wohnung des Ermorderten in der er auch sämtliche, für uns gewöhnliche Haushaltsgegenstände und Essen, mitgehen lässt, denn selbst warmes Wasser ist in der Zukunftswelt für die normale Bevölkerung nur Wunschdenken. Natürlich macht er auch vom Mobilar gebraucht, was im ersten Moment befremdent wirkt, aber danach ganz selbstverständlich erscheint, da Frauen einfach als solches verstanden werden. Ein Höhepunkt ist hierbei auch das Verspeisen der geklauten Ware, die sich Thorn mit seinem Mitbewohner teilt und demensprechend zelebriert. Die aussichtslose Situation der Bevölkerung wird dann auch erst so richtig klar, als man sieht, wie die Menschen bei der Essensausgabe anstehen um dann nur mit einem viertel Kilo Soylent abgespeist, oder sogar ohne Essen heimgeschickt werden. Da sich das die Menschen nicht gefallen lassen und rebellieren, wird kurzerhand die Menschenmenge mit Schaufelbagger weggeräumt und getötet. Dies wirkt zwar stellenweise komisch, wird aber wirklich gut dargestellt. Spätestens hier wird klar, dass eine Menschenleben bei Überbevölkerung nur wenig Wert ist. Damit die Überbevölkerung zumindest geringfügig im Zaum gehalten werden kann, können sich die alten Menschen in davor vorgesehenen Einrichtungen einschläfern lassen. Dies geschieht in einer friedvollen Umgebung, welche das Sterben für die alten Menschen leichter und angenehm macht. Dieser Teil der Story überzeugt auch noch den letzten Zweifler, wie schlimm die Welt wirklich ist. Zum Schluß wird natürlich der "Kriminalfall" aufgelöst, wobei das Ende noch verstörender ist, als Anfangs vermutet und den Film gut abrunden. Während ich Anfangs nicht gelaubt habe, dass mich der Film unterhalten kann, bleibt am Schluß auf jeden Fall ein befriedigendes Gefühl, welches mich den Film ganz klar weiterempfehlen lässt. Das liegt aber weniger an den schauspielerischen Leistungen der Protagonisten, sondern eher an der unterhaltsamen und gut durchdachten, wenn auch einfachen Story. Für Science Fiction Fans kann ich eine klare Empfehlung aussprechen, sofern diese nicht vor alten Filmen zurückschrecken. Filmbewertung: 7,5/10 weitere Informationen über Soylent Green
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Kommentare (2)
![]() geschrieben von Benedikt Blank, Januar 13, 2008
Nach meiner Omega Mann Sichtung hatte ich auch Lust bekommen auf andere Sci Fi Klassiker dieser Art. Soylent Green wird bald auch bei mir in den Player wandern. Ebenso Logan's Run. Bin sehr gespannt. Deine Kritik klingt ja auch schon gut, und als Charlton Heston Fan kann man sicher noch 0,5 Punkte addieren ;-)
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