| Filmkritik: Rapunzel - Neu verföhnt |
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OT: Tangled Screening in OV
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Regie: Byron Howard & Nathan Greno
Kinostart: 09.12.2010
Eines Tages entdeckt der smarte Dieb Flynn Rider auf der Flucht vor den Wachen des Königspalastes den versteckten Turm. Seine Miträuber, die kräftigen, aber nicht sehr schlauen Stabbington-Brüder, hat er ebenso hereingelegt wie Maximus, das diensteifrige Pferd des Hauptmanns der Palastwache, das ihm hartnäckig auf den Fersen war. Als der Dieb durchs Fenster des Turmes klettert, um sich zu verstecken, kriegt er von der verängstigten Rapunzel hinterrücks mit der Bratpfanne eins übergebraten. Nach der ersten Aufregung fasst Rapunzel jedoch einen kühnen Plan. Wenn Flynn das vorsorglich von ihr versteckte Diebesgut, eine wertvolle Krone, wiederbekommen möchte, muss er Rapunzel zuerst zu den Lichtern und wieder zurückbringen, bevor ihre Mutter heimkommt. Flynn Rider, von Rapunzel mit ihrem goldenen Haar an einen Stuhl gefesselt, bleibt keine Wahl. Aber er beschließt, das Mädchen gleich zu Beginn ihres Ausflugs so zu verängstigen, dass es sofort freiwillig sofort zurückkehren will. Er schleppt das naive Mädchen schnurstracks in eine üble Waldspelunke voller Banditen, um sie zur Umkehr zu bewegen. Ein Schuss, der nach hinten losgeht, denn Rapunzel bringt bei den vermeintlich ungehobelten Räubern nicht nur ungeahnt sensible Seiten zum Vorschein, sondern sie bewahrt Flynn Rider dadurch auch davor, von den Banditen wegen der üppigen Belohnung an die Wachen ausgeliefert zu werden, die – von den verhafteten Stabbington-Brüdern dorthin geführt – das Gasthaus unvermittelt stürmen. Rapunzel, Pascal und Flynn Rider können durch einen unterirdischen Gang flüchten und gelangen an einen Damm. Am Ausgang des Geheimwegs wartet allerdings schon jemand auf sie: Soldaten und Maximus, das Pferd. Es kommt zu einem Kampf, in dessen Verlauf der Damm bricht und Rapunzel und Flynn Rider sich in eine Höhle flüchten müssen, die sich langsam mit Wasser füllt. Nur mit Hilfe der magischen Haare, die leuchten, wenn Rapunzel singt, finden sie einen Ausweg durch die trübe Brühe. Währenddessen fängt Mutter Gothel, die Rapunzels Ausbruch aus dem Turm längst entdeckt hat, die geflüchteten Stabbington-Brüder ab und bietet ihnen einen Handel an: Unermesslicher Reichtum und die Rache an ihrem einstigen Bandenmitglied erwarten sie, wenn sie Mutter Gothel helfen, Rapunzel hinters Licht zu führen. Während einer Verschnaufpause am Lagerfeuer bei der Flynn Rider kurz Holz sammeln geht, taucht plötzlich Mutter Gothel auf. Sie fordert von Rapunzel, mit ihr zu kommen. Rapunzel lehnt ab. Sie will bei Flynn Rider bleiben, obwohl ihre Mutter behauptet, er sei nur hinter der Krone her. Wenn sie sich seiner Liebe so sicher sei, dann solle sie ihm die Krone geben, dann werde sie schon sehen, ob er tatsächlich bei ihr bliebe. Mutter Gothel wirft Rapunzel die Krone hin und verschwindet, doch das Mädchen zögert, sie dem zurückkehrenden Flynn Rider zu übergeben … Am nächsten Morgen, es ist Rapunzels 18. Geburtstag, hat auch Maximus die beiden aufgespürt. Doch mit ihrer bezaubernden Art gelingt es Rapunzel endlich, das Pferd davon zu überzeugen, Flynn Rider zu verschonen, damit er ihr den Wunsch erfüllen kann, die schwebenden Lichter zu sehen. Gemeinsam reiten sie die letzte Strecke zum Königspalast und mischen sich heimlich – schließlich wird Flynn Rider immer noch als Dieb gesucht – unter die Menschen bei einem großen Volksfest: der Geburtstagsfeier zu Ehren einer seinerzeit verschwundenen Prinzessin.
Als sie abends die Lichter von einem Boot aus in den Himmel steigen sehen, ist Rapunzel überwältigt. Das Meer aus schwebenden Laternen ist noch schöner, als sie es sich jemals hätte träumen lassen. Überglücklich gibt sie Flynn Rider nun doch die Krone, als dieser am Ufer die Stabbington-Brüder bemerkt. Um die Streitigkeiten mit den Banditen ein für alle Mal beizulegen, will er ihnen die Krone aushändigen. Flynn und Rapunzel rudern ein Stück entfernt an Land. Während Rapunzel allein zurückbleibt, macht sich Flynn Rider in der Dunkelheit auf den Weg zu den Brüdern. Besorgt erwartet Rapunzel ihn zurück, doch zu ihrem großen Schrecken kommt nicht Flynn, sondern die Stabbington-Brüder zu ihr zurück und behaupten, Flynn Rider habe sich mit der Krone aus dem Staub gemacht. Rapunzel ist am Boden zerstört, als sie den Geliebten in der Ferne in einem Boot davonfahren sieht. Mutter Gothel überwältigt die Banditen aus dem Hinterhalt und tritt als Retterin auf, um Rapunzels Vertrauen zurückzugewinnen. Von der Liebe und dem Leben enttäuscht, kehrt die Tochter reumütig mit ihr in den Turm zurück. Doch dort angekommen geht ihr im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht auf. Sie erkennt das Symbol der Sonne in ihrem Wandgemälde, das sie intuitiv und unbewusst immer wieder gemalt hat und das ihr beim Königspalast aufgefallen ist. Es ist das Symbol der verschollenen Prinzessin. Sie ist die verschollene Prinzessin! Während sie Mutter Gothel zur Rede stellt, gelingt Flynn Rider, der von den Königswachen festgenommen wurde und hingerichtet werden soll, die Flucht: Maximus hat die Räuber des Wirtshauses mobilisiert, die ihren neuen Freund schlagkräftig befreien. Flynn Rider rast mit Maximus zum Turm … Rapunzel enthält die bekannt und bewährte Mischung aus familientauglichem Held mit animalischen sidekick. Die Story läuft rund und eigentlich ohne nennenswerte Durchhänger, wenn -ja wenn da nicht die Lieder wären. Ich bin mit Disney Musicalfilmen großgeworden und es gibt genügend echt gute Disney-Filmsongs.... Aber hier sind die Songs teilweise richtig stöhrend. Sie helfen nicht die Story weiterzuentwickeln, sondern bremsen diese mitunter aus, Story - Lied=Pause - Story Lied=Pause - Story. Das haben wir in der Vergangenheit definitiv besser gesehen! Ob am schlechten Script liegt, oder an den uninspirierten Songs, von denen leider keiner im Ohr bleibt, jedenfalls funktionieren die Songeinlagen einfach nicht - schade!
Ansonsten transportieren die Trailer treffend die Stimmung des Films. Ich liebe Pascal, das Chamäleon und jeder Rollenspieler der was von sich hält wird künftig mit Bratpfanne in den Kampf ziehen.
On a sidenote: "Die Frisur sitzt auch in 3D"???? "neu verföhnt"???? Entschuldigung - Da fühlt man sich doch gleich wieder in die "wilden" Achziger Jahle zurückversetzt, wo unsägliche Marketingmenschen zu jedem coolen Original-Titel eine willenlose Übersetzung und eine noch grausamere Tagline entwerfen mußten. Tangled (=verworren, verheddert, schwierig zu entwirren) passt da einfach viel besser - seufz.
Insgesamt ist Rapunzel ein Schritt in die richtige Richtung (wenn man "Küss den Frosch" als Maßstab ansetzt) und als Weihnachts-Familienfilm dieses Jahr ein Muss. Der alten Disneystandart liegt lattenmäßig allerdings noch eine Klasse höher.
6/10 Punkten
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u best...