| Filmkritik: Prince of Persia Der Sand der Zeit |
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Persien im sechsten Jahrhundert. Dastan, ein verwegener Draufgänger wurde durch das Schiksal. eine Laune des Königs Sharaman vom Straßenjungen zum Prinz.. Dastans erste schwere Prüfung kommt, als seine Brüder und sein Onkel Nizam und seinen beiden älteren Brüdern mit dem königlichen Heer nach Alamut ziehen - eine heilige Stadt, die König Sharaman bisher unantastbar betrachtete, die jetzt aber, den Berichten von Spionen zufolge, im Verdacht steht, Waffen an die Feinde des Königs zu liefern. Obwohl Prinz Tus die Gebote seines Vaters kennt und deshalb - wie auch sein Bruder Dastan - Alamut verschonen will, lässt er sich vom seinem aufbrausenden Bruder Garsiv zu einer fatalen Entscheidung überreden. Garsiv führt das königliche Heer in einem verlustreichen Frontalangriff gegen die befestigte Stadt, während Dastan alle Befehle missachtet. Weit entfernt vom Zentrum der Attacke überwindet er unbemerkt und mit akrobatischer Körperbeherrschung die Stadtmauer, springt über Dächer, Mauern und die Köpfe der feindlichen, ihn unter Beschuss nehmenden Krieger hinweg und öffnet schließlich das Osttor. Mit diesem Sieg der List über die Kraft ermöglicht er den Einzug des Heers und besiegelt die Niederlage Alamuts.
Als der König in Alamut eintrifft stellt er seine Söhne, verärgert über sein gebrochenes Gebot, zur Rede. Er wünscht dass Dastan die schöne Prinzessin zur Versönung der Völker heiratet. Dastan schenkt dem König eine prächtige Robe, die ihm Tus zu diesem Zweck überlassen hatte. Doch diese bringt Sharaman kein Glück, sondern, weil sie in Gift getränkt ist, den Tod. Dastan wird des Mordes beschuldigt. I m Chaos der sich überstürzenden Ereignisse ergreifen Tamina und Dastan die Flucht und lassen Alamut sowie die Verfolger schnell hinter sich. Als sie in der Wüste zur Ruhe kommen, gibt sich Tamina unerwartet friedlich und verführerisch. Doch ihr Interesse gilt nicht dem Eroberer, den sie verachtet, sondern ihrem Dolch, den er jetzt trägt. Im Kampf um das einzigartige Stück berührt Dastan zufällig den Edelstein am gläsernen Schaft. Plötzlich setzt aus dem Griff gestreuter Sand alle Naturgesetze außer Kraft und die Zeit dreht sich für einige Momente rückwärts. Verblüfft beobachtet Dastan, wie sich das Phänomen durch Druck auf den Griff wiederholen und schließlich so kontrollieren lässt, dass er Taminas Plan, den Dolch zu stehlen, voraussehen und verhindern kann. Tamina warnt sie den Prinzen vor dem magischen Sand der Zeit, der nicht in die falschen Hände fallen und niemals länger als eine Minute in die Vergangenheit zurückführen dürfe. Denn einen Missbrauch ihres Geschenks würden die Götter mit einer fürchterlichen Bestrafung der Menschen ahnden, einem alles vernichtenden Sandsturm.
Dem streitenden Paar bleibt nur die gemeinsame Flucht, die sie nun nach Avrat, zum Begräbnis des Königs, führt. Auf einem geheimen Treffen mit seinem Onkel enthüllt Dastan seinen Verdacht, von wem und aus welchen Gründen Sharaman wirklich ermordet wurde. Immer ging es diesem nur um den Dolch und die Möglichkeit, mit der Vergangenheit auch die eigene Zukunft zu verändern. Er will die Zeit bis zu seiner Jugend zurückdrehen, einem Zeitpunkt da er seinem Bruder bei der jagt das Leben rettete. Wenn er dies ungeschehen macht, ist er König – ohne die drei Söhne von Sharaman beseitigen zu müssen. Wie sehr er sich zumindest in einem Punkt täuschte, erkennt Dastan, als ein von ihm bewunderter Vertrauter sein wahres Gesicht zeigt. Während die Brüder immer noch Dastan für den Mörder ihres Vaters halten, werden der Prinz und Tamina von einem machthungrigen Intriganten und seinen unheimlichen Killern gejagt. Auf der Flucht zu einem geweihten Tempel, in dem der Dolch für immer versteckt werden soll, halten Dastan und Tamina das Schicksal Persiens in ihren Händen sowie ihre gemeinsame Zukunft, die von giftigen Vipern, gefürchteten Dämonen und der zerstörerischen Rache der Götter bedroht wird. Die Trailer entführten den Zuschauer schon in das Reich von der orientalischen Märchen und machten Lust auf mehr. Der Film enttäuscht nicht, ganz im Gegenteil. Prince of Persia macht Spaß, ist schnell und hat kaum Durchhänger. Die Sequenz im Tal der Sklaven hätte man zwar weglassen können, ohne dass es dem Film groß geschadet hätte, langweilig ist sie dennoch nicht. Dastan erinnert etwas an Indiana Jones wie er von einem Chaos ins Nächste gerät.
Mit dem der Franzosen David Belle als Berater für die Parkourszenen des Films kommt die Verfilmung verblüffend natürlich und gekonnt als Umsetzung der Prince of Persia-Ubisoft-Computerspiele Reihe auf die Leinwand. Hier ist eine Spieleverfilmung mit einer runden Story wirklich gelungen, die auch den Gamern der PoP-Jump&Run-Spiele gefallen dürfte, die Wallruns, Sprünge etc. machen Spaß, wie auch der gesamte Film. Es war ein gelungener Schachzug von Bruckheimer den Macher der Spiele, Jordan Mechner als Ausführenden Produzent und Drehbuch-Co-Autor für die Produktion zu gewinnen. Also kein Wunder, dass der Film eine gelungene Weiterentwicklung der Spiele ist. Sehenswertes leichtes Popcornkino aus 1001-Nacht. 8,5/10 Punkten Kommentare (2)
![]() geschrieben von Filmfreek, November 14, 2010
Kann meinem Vorredner nicht so ganz zustimmen und stehe eher auf der Seite Movie-fan.de.
Prince of Persia ist gelungenes Popcorn Kino und meiner Meinung nach wurden auch die Spieltypischen Szenen gut integriert. Gerade weil Prince of Persia nicht unbedingt auf den ersten Blick aus Computerspiel-Verfilmung erkennbar ist, finde ich den Film so gelungen. Besser als Far Cry, Tomb Raider und Co. Einzige Hoffnung die ich habe: bitte keine Fortsetzung! Prince of Persia schön und gut, aber bitte nicht wieder en gesamten Franchise bis zum letzten Pfennig ausquetschen! Kommentar schreiben
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u best...
Gespannt habe ich auf den Kinostart gewartet und bin dann auch so bald wie nur möglich in den Film gegangen.
Doch leider, leider, leider war der Filme eine Enttäuschung.
Jeder der PoP - The Sands of Time gespielt hat, weiß wie großartig stimmungsvoll die gesamte Geschichte erzählt wurde.
Davon ist im Film herzlich wenig zu bemerken.
Zwei der ~5 Hauptcharaktere - der "Prince" (Jake Gyllenhaal) als auch sein ältester Bruder sehen nicht einmal aus wie Perser!
Und anstelle von Tausend-und-einer-Nacht Atmosphäre kommt der Film mit dümmlichen Witzen daher - die vor allem dem Prinzen locker auf der Zunge liegen - und lassen den ganzen Film so als einen modernen Abenteuerfilm erscheinen... nur mit komischen Klamotten.
Auch der Charakter der Prinzessin ist schwammig und unklar. Mal ist sie die (beinahe) mysteriöse Hüterin des Sandes - taff und entschlossen - und dann wieder das verzogene Palast-Püppchen. Keine klare Linie zu erkennen.
Ein weiterer (wenn nicht DER) Aspekt des Spieles waren die ausgedehnten Kletter- und Athletikeinlagen (aka Parkour/Freerunning). Der Film hat zwar einige Szenen in dieser Richtung, doch kommen sie oft unrealistisch daher (Drahtseile lassen grüssen) oder sind so oft geschnitten, dass einfach kein echtes Wow!-Gefühl entstehen will.
Eine der wenigen Dinge die man dem Film zu Gute kommen lassen muss, sind die wunderbaren Außen-"Aufnahmen" der großen Städte. In diesen kurzen Szenen kommt ein Hauch von Atmospäre auf.
Alles in allem hätte ich mir für diesen Film DAVID BELLE als Prinzen gewünscht. Als einer der besten Traceure weltweit und Begründer der "Bewegung" wären sicherlich beeindruckende Parkour-Szenen möglich gewesen. Obendrein würde man ihm den Perser weiteher abnehmen als Jake Gyllenhaal.
FAZIT:
Für Fans und Liebhaber der Spieleserie eher enttäuschend.
Für Action- und Popcornkino-Gänger sicherlich ganz nett.