Filmkritik: One More Kiss PDF Drucken E-Mail
 

One More Kiss


Filmkritik One more kiss, DVD-Verleih, Starportrait, Gerard Butler
Der etwas andere Filmtipp. Sicher nicht für jeden Geschmack etwas, jedoch ein wunderschöner und wirklich empfehlenswerter Film mit herrlichen Landschaftsbildern von Schottland und seinen außergewöhnlichen Bewohnern. Ein Film, der wegen seines Inhaltes sehr nachdenklich macht und die Zuschauer in zwei Lager teilt. Das Thema lässt einen nicht mehr los und man versetzt sich unweigerlich immer wieder selbst in die Situation der einzelnen Charaktere - und stellt sich die Frage: Wie würde ich mich verhalten?


Zum Inhalt: Sarah kommt nach vielen Jahren zurück nach Schottland. Aber nicht um ein neues Leben zu beginnen sondern um sich von den Menschen die sie liebt oder geliebt hat zu verabschieden. Denn Sarah hat Krebs im Endstadium.  Wie ein kleiner Wirbelsturm platzt sie in das Leben ihres ehemaligen Geliebten Sam (Gerard Butler) der inzwischen verheiratet ist und ein gut bürgerliches Leben mit seiner Frau Charlotte führt.

Der Konflikt ist vorprogrammiert. Sam sitzt zwischen zwei Stühlen, er liebt seine Frau aber er möchte auch Sarah nicht im Stich lassen, die ihn bittet etwas Zeit mit ihr zu verbringen. Sie hat eine Liste erstellt, mit Dingen die sie unbedingt noch erledigen möchte und Sam entscheidet sich, sie dabei tatkräftig zu unterstützen. Er schenkt Sarah, mit der er aufgewachsen ist und die einst seine erste große Liebe war, bis sie ihn verließ um nach Amerika zu gehen, ein paar letzte schöne Stunden. Das ist seine Art sich zu verabschieden, die Tatsache, dass sie sterben wird – nicht irgendwann sondern schon bald, sehr…  sehr bald, zu verarbeiten. Er liebt seine  Frau und eigentlich sollte Charlotte das wissen und auch dass er das selbe für sie tun würde. Für ihn ist es nur geborgte Zeit, die er jetzt mit Sarah verbringt. Denn es wird kein Morgen geben. Und doch zerbricht seine Ehe an dieser Situation. Charlotte weiß ihr gehört seine Liebe für den Rest ihres Lebens. Doch aus Eifersucht  dringt sie darauf er soll sich entscheiden… Sarah oder sie - aber wie könnte er das…?

Sarah ist seine Vergangenheit, sie gehört genauso zu seinem Leben wie Charlotte mit der er in den letzten Jahren sehr glücklich war und seine Zukunft verbringen möchte.

Fazit: Ein faszinierender Film der von bemerkenswerten Schauspielern toll in Szene gesetzt wurde. Man leidet mit den Figuren, kann die Wut und die Verzweiflung nachempfinden.

Sam – hin und her gerissen zwischen Liebe, Mitleid, Pflichtgefühl, Anstand…. Von dem Wunsch beseelt das richtige zu tun.

Charlotte – will ihren Mann nicht verlieren, treibt ihn jedoch durch ihre Eifersucht von sich fort. Sie kann nicht verstehen, warum er diese Zeit mit Sarah verbringen will.

Sarah – viele würden sagen rücksichtslos. Sie schneit einfach so in ein Leben und nimmt sich was sie haben will. Zerstört eine Ehe – wissentlich? Ja durchaus…  sie nimmt was sie kriegen kann, denn ihr läuft die Zeit davon. Ich würde sagen in ihrer Situation menschlich…. und durchaus nachvollziehbar.

Achtung! – Den Film gibt es nur in der englischen oder sollte ich besser sagen schottischen Originalfassung – ohne Untertitel.

Wobei ich die Meinung vertrete „Gerard Butler“ – Filme sollte man sich generell immer im Originalton ansehen, denn sein schottischer Akzent ist unvergleichlich. Außerdem kommen die Emotionen wie Wutausbrüche, Freude etc. mit der Originalstimme tausend Mal besser rüber, als in der Synchronisation.

Zu dem Film gibt es übrigens auch einen fantastischen Soundtrack.

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