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Keinohrhasen
Erscheinungsjahr:2007
- Regie: Til Schweiger
Darsteller: Til Schweiger, Nora Tschirner, Matthias
Schweighöfer, Alwara Höfels, Barbara Rudnik, Armin Rohe, Jürgen Vogel, Wolfgang
Stumph, Wladimir Klitschko, Yvonne Catterfeld
Filminhalt: Als
bekennender Schweiger Fan war ich schon sehr auf seinen neuen Film gespannt.
Drehbuch, Regie und Hauptrolle, alles Til Schweiger. Dazu in der weiblichen
Hauptrolle die süße Nora Tschirner. Da kann doch nicht viel
schief gehen. Allerdings, ganz so zufrieden war ich dann doch nicht.
„Keinohrhasen“
handelt vom „Das Blatt“ Reporter Ludo(Til Schweiger). Er ist ein typischer
Klatsch Reporter wie man ihn sich vorstellt. Immer auf der Jagd nach peinlichen
Bildern und zwischendurch hier und da eine Frau flachlegen. Allerdings, nachdem
er bei Wladimir Klitschkos Heiratsantrag durch ein Glasdach gestürzt ist wurde
er vom Gericht zu 300 Stunden gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Diese muss er
in der Kindertagesstätte der unauffälligen Kindergärtnerin Anna(Nora Tschirner)
ableisten. Anna kennt Ludo aus Ihrer Kindheit. Sie war die
Klassen-Vogelscheuche und er der coole Junge der sie immer in den Dreck
geschubst hat. Super Voraussetzung für die Bewährungsarbeit. Aber immerhin kann
Ludo ja versuchen einige der netten Mütter aufzureißen. Allerdings, auch
zwischen ihm und Anna entwickelt sich langsam etwas…
Soweit
so gut. Die Story kannte ich vor Kinobesuch nicht und war ein wenig geschockt
als es dann in den Kindergarten ging. Ich hatte mehr einen Film im Stile von „Barfuss“
erwartet der neben toller Romantik auch gleichzeitig herrlich witzig war. „Keinohrhasen“
ist allerdings zuerst nur witzig, wird dann romantisch und dann wieder witzig.
Der
Film beginnt mit einem genialen Auftritt von Jürgen Vogel. Mit langen blonden
Haare und einem Gebiss wie von Stefan Raab wird er von Ludo und seinem Gehilfen
Moritz(Matthias Schweighöfer) interviewed wie es zu dem plötzlichen Stilwandel
kommt. Herrlich witzig und ein toller Einstieg. Bis dahin wo Ludo in die
Kindertagesstätte kommt war ich auch ganz zufrieden mit dem Film. Nicht super
witzig aber man hatte ganz gut was zu lachen. Mit dem Humor Kinder + Erwachsene
kann ich dann leider nicht so viel anfangen und so fing ab da langsam an ein
wenig Langeweile einzutreten. Er lernt im Kindergarten auch Anna kennen, aber
von kleinen Annäherungen oder dergleichen keine Spur. Sie ist einfach kindisch
abweisend und die Gags die auf dieser Schiene präsentiert werden, fand ich
nicht wirklich witzig. Durch Gastrollen von Armin Rohe, Rick Kavenian und
Wolfgang Stumph bleibt zum Glück weiterhin ein Restschwung im Film.
Trailer: Keinohrhasen
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Nach
ungefähr einer Stunde Laufzeit(kann auch mehr gewesen sein) kommt es dann
unweigerlich dazu das Anna und Ludo im Bett landen. Auf Seiten Annas durch
Alkohol unterstützt. Die beiden einigen sich darauf, dass sie Freunde bleiben
werden und das Ganze nicht weiter verfolgen. Es geht dann hin und her und am
Ende wird Ludo zum verweichlichten Frauenliebhaber und
Beziehungsherbeiwünscher. Für mich kam dieser Wandel vollkommen aus der Luft
gegriffen und passte so gar nicht mehr in den Film hinein.
Schade,
aber „Keinohrhasen“ wirkt wie eine Verquickung aus der Romantik von „Barfuss“
aber viel weniger Subtil und dem Humor von „Wo ist Fred“ aber ohne dessen Gag-Klasse
zu erreichen. Nora Tschirner gefiel mir in „Fc Venus“ viel besser als hier. Es
mag der Altersunterschied sein oder das die beiden nicht zusammen passen, aber
ich habe das Tschirner und Schweiger kein Stück abgenommen was sie da spielten.
Einige
gute Gags, einige nicht so gute und eine Lovestory die mir leider vollkommen
abging. Ich hätte mich gerne drauf eingelassen aber irgendwie berührten mich
die Zwei so gar nicht.
Schweiger
auf dem Regiestuhl war allerdings ganz nett. Einige tolle Kamerafahrten,
vorwiegend in einem Restaurant und in Barnähe und ein abermals toller
Soundtrack haben mich in Filmmacherischer Sicht überzeugt. Das Drehbuch
allerdings gab meiner Meinung nach leider auch nicht viel mehr her als das was
präsentiert wurde. Naja, genug der Worte und zum abschließenden Fazit. Ich habe
einige Male wirklich gut gelacht, aber für eine Komödie zu wenig. Für eine
Lovestory gab es wie gesagt zu wenig echte Liebe. Es bleibt ein Klon der zu
wenig von beidem bot aber doch ganz gut unterhielt. Die Laufzeit mit fast 120 Minuten
war aber definitiv zu lang.
Filmbewertung: 6,5/10
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