| Filmkritik: Iron Man 2 |
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OT: Iron Man 2 Screening:
OV
Cast: Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow, Scarlett
Johansson, Don Cheadle, Sam Rockwell, Mickey Rourke, Samuel L. Jackson
Regie: Jon Favreau
Kinostart: 06.05.2010
Sechs Monate später. Die Welt hat sich verändert, seitdem
„Iron Man“ ins Rampenlicht der Öffentlichkeit getreten ist. Durch sein
Eingreifen in Krisenherden ist der Planet sicherer geworden, die Regierungen
der einzelnen Länder sahen sich genötigt, näher aneinander zu rücken und an
ihren Problemen zu arbeiten. Tony Stark wacht von seinem Anwesen in Malibu aus
über die Geschicke des Planeten. Und er hat ein neues Spielzeug, seitdem sich
sein Konzern Stark Industries von der Herstellung von Waffen zurückgezogen hat.
Er hat die Stark Expo, einst das Steckenpferd seines Vaters, auf dem Gelände
der Weltausstellung von New York in Flushing Meadows wieder neu aufleben lassen
– ein irres Spektakel, wie es nur ein exaltierter Selbstdarsteller wie Tony aus
dem Boden stampfen kann. Im Mittelpunkt: Sein eigener Auftritt inmitten
tanzender Chorus Girls, bei dem er sich von den begeisterten Massen umjubeln
und feiern lässt.
Als er die Expo mit seinem getreuen Fahrer und Bodyguard
Happy Hogan (JON FAVREAU) wieder verlässt, wird ihm eine Vorladung zu einer
Senatsanhörung überreicht. Zuletzt war seine einst gute Beziehung zur
amerikanischen Regierung empfindlich abgekühlt: Ungern sieht man eine
Technologie wie die von „Iron Man“ in den Händen einer Privatperson – noch dazu
eines Milliardärs, dessen erratisches Verhalten in der Vergangenheit dafür
gesorgt hat, ihn nicht gerade als hundertprozentig vertrauenswürdig
auszuweisen. Als besonders unangenehm erweist sich bei der Anhörung Senator
Stern (GARRY SHANDLING), der mit Hilfe des als Experten aufgerufenen
Waffenmagnaten Justin Hammer (SAM ROCKWELL) von Hammer Industries nachzuweisen
versucht, dass längst andere Länder wie der Iran oder China an ihren eigenen
„Iron-Man“-Modellen arbeiten und die amerikanische Regierung deshalb gerüstet
sein muss.
Senator Stern versucht, einen letzten Trumpf aus dem Ärmel
zu ziehen: Er lässt Lt. Col. James Rhodes (DON CHEADLE), genannt „Rhodey“ und
seines Zeichens bester Freund von Tony Stark, in den Zeugenstand rufen und aus
einem Untersuchungsbericht zitieren, der eigentlich in voller Länge die
friedlichen und positiven Absichten von Tonys „Iron Man“ unterstreicht und zu
dem Schluss kommt, es gehe keine Gefahr für die USA von ihm aus. In dem Stern
Rhodey allerdings nur einzelne Passagen erwähnen lässt, entsteht ein anderer
Eindruck – und Rhodey fällt seinem Freund damit unwillentlich in den Rücken:
„Potenziell gefährlich“ sei „Iron Man“. Tony will nicht länger zuhören und
verlässt den Saal: „Iron Man“ gehöre ihm – und nur ihm – und kein Land der Welt
sei in den nächsten fünf bis zehn Jahren in der Lage, die Technologie zu
reproduzieren. Er weiß nicht, dass Ivan Vanko im fernen Moskau seine Arbeit
fast beendet hat und plant, Tony Stark schnellstmöglich unter die Augen zu
treten.
Tatsächlich hat Tony ganz andere Probleme. Mit wachsender
Beunruhigung stellt er fest, dass der Elektrotransmitter in seiner Brust, der
sein Weiterleben garantiert, nicht ewig halten wird und zudem seinen Körper
vergiftet. Vor wenigen Tagen hatte er bereits 18 Prozent Vergiftung erreicht,
nun sind es bereits 24 Prozent. Alle Versuche, den Transmitter mit einer
anderen Energiequelle zu ersetzen, sind bislang fehlgeschlagen. Nicht einmal
seiner getreuen Assistentin und Weggefährtin Pepper Potts (GWYNETH PALTROW)
kann er sich anvertrauen. Als sie ihn darauf anspricht, dass er sich nur noch
in seinem Versuchskeller verschanze und nicht mehr richtig um Stark Industries
kümmere, reagiert er, indem er Pepper zum CEO macht und selbst von allen Ämtern
zurücktritt. Für Pepper ist es die Erfüllung ihrer Träume, aber die Arbeitslast
und Verantwortung ist so groß, dass die Distanz zwischen ihr und Tony noch
größer wird.
Während Tony sich mit Happy beim Sparring übt, kommt Pepper
dazu, um mit Tony über einige wichtige Entscheidungen zu sprechen. Er aber ist
abgelenkt von einer jungen Frau, die auftaucht, um Pepper die Übertragung der
Vorstandsschaft unterzeichnen zu lassen: Natalie Rushman (SCARLETT JOHANSSON)
arbeitet seit neuestem in der Rechtsabteilung von Stark Industries und fällt
Tony sofort auf. Auf der Stelle bietet er ihr einen neuen Job an: Sie soll
Peppers Platz ausfüllen und künftig seine persönliche Assistentin sein.
Was das bedeuten kann, bekommt Natalie kurz darauf zu
spüren, als sie mit Tony und seiner Entourage nach Monaco reist, wo Tony beim
alljährlichen Grand Prix im Gedenken an seinen Vater stets zwei von dessen
Rennwagen auf die Rennstrecke schickt. In den edlen Clubs tummeln sich die
Milliardäre und wollen sich alle im Licht Tonys sonnen. Auch Justin Hammer ist
da, er hat die Tony bereits bestens bekannte Vanity-Fair-Reporterin Christine
Everhart (LESLIE BIBB) im Schlepptau, die ein Porträt über ihn schreiben soll,
aber doch etwas gelangweilt wirkt. Justin hofft ebenfalls, im Fahrwasser von
Tony punkten zu können. Der überrascht alle Anwesenden mit seiner spontanen
Entscheidung, selbst am Steuer eines seiner Wagen Platz zu nehmen und beim
Rennen mitzumachen. Der Rausch der Geschwindigkeit soll ihn von seinen Problemen
und Sorgen ablenken.
Doch der Rausch währt nicht lange. Auch Ivan Vanko hat die
Reise nach Monaco angetreten. Unbemerkt hat er sich unter die Mechaniker
gemischt, um einen geeigneten Moment abzuwarten, seinen Overall abzulegen und
auf die Rennstrecke zu treten. Es ist die Geburtsstunde von „Whiplash“ – ein
beeindruckendes Ungetüm, das mit zwei riesigen elektronisch verstärkten
Peitschen alle Blicke auf zieht und gleich die ersten Formel-1-Wagen in Stücke
schlägt und explodieren lässt. Kurz darauf ist auch Tony dran, der sich gerade
noch retten kann, aber sofort panisch das Unfassbare erkennt: Dieser
beeindruckende Gegner nutzt die gleiche Technologie wie „Iron Man“! In letzter
Sekunde kann Happy seinem Chef einen neuen, portablen „Iron-Man“-Anzug zuspielen,
doch selbst damit dauert es eine Weile, bis Tony Herr der Lage ist und
„Whiplash“ vorerst ausschalten kann. Der Schaden ist bereits angerichtet: Die
ganze Welt hat gesehen, dass „Iron Man“ seine Technologie nicht mehr exklusiv
für sich hat.
Am schnellsten reagiert Justin Hammer, der den Moment kommen
sieht, an dem er sich endlich an Tony Stark rächen kann. In einem tollkühn
geplanten Akt lässt er Ivan Vanko aus seinem südfranzösischen Gefängnis
befreien und erweckt den Anschein, als sei er ums Leben gekommen. Nun bietet er
Ivan alle erdenklichen materiellen Ressourcen an, wenn er ihm dabei hilft, die
„Iron-Man“-Technologie zu nutzen und dem US-Militär die gewünschten Prototypen
zu liefern. Ivan macht zunächst bei diesem Handel mit. Was den Russen aber
wirklich bei seiner einsamen Arbeit antreibt, ahnt niemand.
Bei Tony
stehen alle Zeichen auf Alarm. Ihm ist bewusst, dass „Whiplash“ ihn
bloßgestellt hat, dass seine Argumentation, warum nur er im Besitz seiner
Technologie sein darf, zusammengefallen ist wie ein Kartenhaus. Auf seiner
Geburtstagsfeier betrinkt sich Tony und fängt an im Iron Man-Anzug
hochgeworfene Flaschen in seinem Haus abzuschießen. Nun stellt sich auch Rhodey
gegen ihn und konfisziert einen der alten „Iron-Man“-Anzüge – Tony fehlt die
Kraft, sich zu wehren. Er weiß: Seine Zeit läuft ab, es gibt kein Mittel,
weitere Energie aus seiner Lebensquelle zu quetschen. Da taucht ein Mann auf,
den er bereits kennengelernt hat: Nick Fury (SAMUEL L. JACKSON), Anführer von
S.H.I.E.L.D. Er hat zu Tonys Überraschung eine attraktive Kollegin dabei und
weiß genau, welches die unlösbaren Aufgaben sind, vor denen Tony steht. Er kennt
sogar Tonys Vater aus vergangenen Tagen. Und er gibt Tony aus dem Nachlass
seines Vaters den Schlüssel für eine Lösung seiner Gesundheitlichen Problemehat
eine Lösung. Tony muss sich nur entscheiden, was er sein will und was aus „Iron
Man“ werden soll. Währenddessen baut Ivan für Hammer Gefechtsdronen…
Ironman 2
fehlt etwas der Charme und der Humor des 1. Teils, der Film bewegt nicht mit
der Leichtigkeit des Originals, sondern etwas mehr gewollt. Der Versuch die Person
des Tony Stark tiefer auszuloten und Nebenhandlungen zu spinnen nahm für meine
Geschmack zuviel Zeit im Film in Anspruch, in der man den geneigten Marvel-/Superheldenfan
– und der wird naturgemäß das Gros der Kinozuschauer ausmachen – vielleicht besser
mehr „Ironman“ gegeben hätte. Persönlich finde ich es etwas schade, dass Iron
Man in Teil 2 ausschließlich mit wandelnden Blechdosen zu kämpfen hat. Das Marveluniversum
hat ein buntes Sträußchen von villains zu bieten und ausser Robotern und
Whifslash – einer weiteren Blechdose wird dem Zuschauer nichts geboten.
Das Lineup
ist ein Brett, der Aussage von Stark zu der von Scarlett Johansson gespielten Black
Widdow „can I have one“, werden sich viele der (männlichen) Zuschauer sicher
sofort anschließen wollen. Samuel L. Jackson ist von seiner Rolle unterfordert.
Ironman 2 wird hier etwas zu sehr missbraucht, um den Weg für die Avengers
vorzubreiten. Sam Rockwell liefert ein buntes Kabinettstück zum Thema
Overacting.
PS: CGI- Effekte
können für mich so viele in einem Film sein wie sie wollen, aber sie müssen so
gut gemacht sein, dass man nicht aus der Story fliegt und sich über den
schlechten Effekt ärgert. In der Monaco-Sequenz kommt Mickey Rourke aus dem
Feuer als wäre er ein Star Wars 3-D Hologramm.
PPS: uns
wurde im Screening die Schlußsequenz (Thor und Captain America) vorenthalten,
ohne uns mitzuteilen, dass es zwar eine super!!!geheime?! Sequenz gibt, die
aber nicht gezeigt wird. Was soll das den, die Weltpremiere war schon und die
Marvel/Filmforen sind schon seit Monaten voll von der Szene. Wie soll man die
Zuschauer informieren, dass es sich lohnt, bis zum Ende des Abspanns im Kino zu
bleiben, wenn man es selber (theoretisch) gar nicht weiß. Logisch ist das nicht
wirklich.
Als Comicverfilmung
eines B-Superhelden wird es Iron Man 2 wie der erste Teil in Deutschland an den
Kinokassen wieder schwer haben. Die schlechten Zuschauerzahlen hatte Teil 1
damals allerdings wirklich nicht verdient und mit der Qualität von Kampf der
Titanen kann Iron Man 2 trotz 2D allemal mithalten.
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u best...