| Filmkritik: G.I. Joe Geheimauftrag Cobra |
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OT: G.I. Joe: Rise of Cobra
Screening OV
Cast: Channing Tatum, Joseph Gordon-Levitt, Sienna Miller, Dennis Quaid,
Rachel Nichols, Ray Park, Jonathan Pryce, Marlon Wayans, Christopher Eccleston,
Regie: Stephen Sommers
Kinostart: 13.08.2009
Also der
Film, nun der Trailer sah echt gut aus und ich hatte mich auf 2 Stunden „bunt wie ein explodierender Kaugummiautomat“
eingestellt, – wie ein Kollege so schön formuliert hatte.
Die Story ist schnell erzählt: G.I.
JOE ist eine internationale Spezialeinheit – die für die Geheimaufträge
rekrutierten Männer und Frauen werden aus den
besten Militärorganisationen der Welt zusammengestellt. Von der ägyptischen Wüste bis unter die
polaren Eiskappen muss das Eliteteam um G.I. Joe bei dieser Mission reisen.
Dabei werden die brandneuesten Spionage- und Militärgeräte eingesetzt, um den
korrupten Waffenhändler Destro zu bekämpfen und der immer größer werdenden
Bedrohung durch die geheime Cobra-Organisation Einhalt zu gebieten – bevor die
Welt im Chaos versinkt.
G.I: Joe wird auf den Plan gerufen, als eine neuartige Waffe
auf dem Transport fast geklaut wird. Nannobots, die alles in ihrer Umgebung „fressen“
bis durch einen Computer ein Gegencode eingegeben wird. Diese Nannobots können
ganze Stätte ausradieren Cobra gelingt es schließlich 4 Gefechtsköpfe mit
Nannobots in ihren Besitz zu bringen. Ihr erstes Ziel ist der Eifelturm. Danach
nimmt Cobra Washington, Moskau und Peking ins Visier. Die G.I. Joes müssen ins
Hauptquartier von Cobra unter dem Pol eindringen und die Raketen stoppen.
Ein
Beispiel? Zwei Ninja kämpfen gegeneinander – der Böse kann seine Schwerter am
Griff verbinden und hat ein 2-Klingenschwert. TPM anybody? Das einzig Coole an
dieser Szene war, dass der gute Ninja – der im gesamten Film aufgrund eines
Schweigegelübtes stumm bleibt und hinter einer Maske verborgen ist, von Ray
Park gespielt wird, also dem Schauspieler, der in TPM Darth Maul mit dem
2-Klingenlichtsäbel verkörpert hat.
Von vielen
Kollegen als Seelenlos gebrandmarkt vermögen die Figuren den Zuschauer
tatsächlich nicht zu fesseln. Marlon Wayans ist im Humor auch in diesem Titel
platt weitest gehend platt und auch sonst ist G.I. Joe über die meisten
Strecken humorbefreit. Die Romanzen sind haarsträubend, die Interaktion der
Schauspieler abgründig. Brandan Fraser taucht nur kurz – in einer völlig
überflüssigen Rolle – auf. Arnold Vosloo kann, ebenso wie Dennis Quaid viel
mehr, als Sommers anscheinend gewillt war einzufordern. Joseph Gordon-Levitt
brachte uns im Kino ungewollt zum Lachen und jeder erwartete als nächstes einen
„Luke, ich bin dein Vater“- Ausspruch.
Was mir
immer wieder über aufstößt, sind Special Effekt Feuerwerk-Filme bei denen die
Effekte offensichtlich sind. Hallo jedes Computerspiel was ich zuhause habe,
hat heutzutage eine vernünftige Graphik oder kann sich am Markt weder
etablieren oder gar halten. Das Gleiche gilt immer noch für Filme. Wenn der
Computer nur „cheesy“ Effekte ausspuckt – sei es mangels Rechenzeit oder
mangels Könnens, vielleicht sollte man mal wieder den guten alten Bluescreen
bemühen um den Zuschauer in die gewünschte Fantasiewelt zu holen. Ich
wiederhole mich hier in meiner Beobachtung zum Thema, aber wenn beim Betrachten
einer Scene – etwa einem abhebenden Senkrechtstarter – mein Gehirn „miese
Graphik, sieht echt künstlich aus“ ausspuckt und nicht „cooles Fluggerät“, dann
sitze ich nicht glücklich grinsend sondern griesgrämig im Kino. In G.I. Joe gab
es für derartigen Griesgram hinreichend Anlass. Da kann der Film noch so stylisch und bunt sein, wenn der Zauber weg ist, ist er weg.
Der Film kommt
bei uns mit einer FSK 16 in die Kinos, das das Hauptziel Hasbros, nämlich
Actionfiguren im Sog des Films an die Kids zu verkaufen, erheblich erschweren
dürfte. Diese FSK zieht ein weiteres Problem des Films mit sich. Für diese FSK
gibt er einfach nicht genügend her, vergleicht man ihn etwa mit dem ebenfalls
FSK 16 eingestuften Max Payne. Wo ein Publikum von um die 12 Jahre wohl
begeistert über die bunte Action wäre, wird das Publikum ab 16 darüber hinaus
die mäßige Story, die schlecht gemachten Effekte und die platten Wiederholungen
alter Filmideen bemerken. Aber was soll’s, der Trailer ist gut geschnitten, bis
die Masse bemerkt, dass der Film nicht hält was er verspricht, ist er aus den
Kinos wieder draußen und hat sein Geld verdient. Ich geh jetzt auf den Speicher
meiner Eltern und wühle mal in alten Spielzeugkisten, das ist definitiv
spannender als dieser Film, wahnsinnig schade.
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