Filmkritik: Gesetz der Rache PDF Drucken E-Mail
 

 

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OT: Law Abiding Citizen

Cast: Gerard Butler, Jamie Foxx, Leslie Bigg, Bruce McGill, Colm Meaney

Regie: F. Gary Gray

Kinostart: 19. November 2009

 

gesetz_der_rache_plakat.jpg Eine glückliche Familie in Philadephia,Amerika, bestehend aus Ehepaar und Tochter. Gerald Butler spielt Clyde Shelton, den glücklichen Familienvater. Bei einem Raubüberfall muss er gefesselt miterleben, wie seine Frau und Tochter brutal mißhandelt und ermordet werden. Die Täter werden gefasst und vom ehrgeizigen Juniorstaatsanwalt Nick Rice angeklagt. Rice hat eine über 95-prozentige Verurteilungsrate. Diese Quote erreicht er unter anderem dadurch, dass er sich in Fällen mit wackliger Beweislage schon mal auf einen Deal mit den Angeklagten einlässt. Besser ein schnelles sicheres Urteil mit einer leichten Strafe, als ein langer Prozess mit unsicheren Ausgang. Im Fall Shelton scheint es bei der Beweisaufnahme Fehler gegeben zu haben. Rice bietet dem einen Täter, der Sheltons Familie ermordete an, gegen den Mittäter auszusagen, dafür soll er nach einer milden Strafe schnell wieder freikommen. Sein Mitttäter wird aufgrund der Aussage in den Todestrakt kommen.

 

Etwas Gerechtigkeit ist besser als keine, so sucht Rice seinen Deal Shelton zu erklären. Als der mildbestrafte Täter nach der Verhandlung Rice noch die Hand gibt, ist Shelton fassungslos. Er hat den Glauben an die Gerichte, das Gesetz und die Gerechtigkeit verloren, da er die Schuld beider Täter kennt und nicht verstehen kann, dass der eine fast ungeschoren davon kommt.

 

Jahre später nimmt Rice an der Hinrichtung des zum Tot verurteilten Täters teil. Die Einschläferung mit Gift verläuft nicht wie geplant schmerzfrei – der Delinquent windet sich unter extremen Schmerzen, bis er schließlich stirbt. Rice und die Polizei haben schnell den 2., seinerzeit freigekommenen Täter im Verdacht. Dieser flüchtet vor seiner neuerlichen Verhaftung und gerät dabei in eine Falle von Shelton, der ihn nach allen Regeln der Kunst wortwörtlich zerlegt.

 

gesetz_der_rache_bild1.jpg Obwohl Rice keine Beweise für diese Taten hat, lässt er Shelton verhaften. Rice sieht sich mit einem Man konfrontiert, der seinerseits Bedingungen stellt. Shelton will Gerechtigkeit und eine Änderung des Systems, er will mit Rice einen Deal machen. Von Rice zunächst belächelt zeigt Shelton, dass er in der Lage ist, anscheinend vorgeplant, weitere seinerzeit am Gerichtsverfahren beteiligte Personen zu liquidiren. Rice beginnt auf die Deals mit Shelton erstzunehmen, jedoch die Spur der Rache reisst nicht ab, immer umfassender wird das von Shelton verantwortete Vergeltungsfeuerwerk. Erst zum Ende des Films kommt Rice zu der Erkenntnis, dass Gerechtigkeit bedeuten kann, keine Deals mehr mit Schuldigen zu machen.

 

szenenbild_09jpeg_700x466.jpg Wie der großartig gemachte Trailer vermuten lässt, wird die Rache F. Gary Grays Thriller-Drama laut und exzessiv zelebriert. Der Trailer nimmt einige Wendungen der Handlung vorweg. Er entspricht weitgehend der Stimmung und Dynamik des Films. Wer also nach dem Trailer Lust bekommt auf Gesetz der Rache, wird im Kino gut bedient werden.

 

Hemmungs- und grenzenlos scheint die Wut und Rachsucht, die Regisseur Gary Gray Shelton als Mann, der das Gesetz in die eigene Hand nimmt, ausleben lässt. Zwar lässt sich Shelton's der Wunsch nach Rache an den direkten Täter noch nachvollziehen. Je weiter die Kreise der Rache im Lauf des Films werden, Unschuldige zu seinen Opfern zählen, desto mehr beginnt der Zuschauer dessen Handeln zu hinterfragen.

 

Die Story hält den Zuschauer ab der ersten Minute gehörig auf Trap. Sie verliert zwar für mich in dem Moment auf den ersten Blick etwas an Antrieb, da offengelegt wird, wie Shelton seine Vergeltungsschachzüge geplant und gesteuert hat. Ab diesem Zeitpunkt wechselt Gary Gray jedoch geschickt die Tonalität, der Zuschauer soll wieder auf die Seite von Rice und dem Gesetzes  gezogen werden. Man schankt als Zuschauer ab diesem Zeitpunkt zwischen „wird Shelton es schaffen?“ und „wird Rice ihn stoppen – oder selber Opfer?“ hin und her.

Die Achterbahnfahrt der Rache mit ihrem Auf-und-Nieder der Sympathien für die von Butler und Foxx gelungen verkörperten Charaktere ist für Rache-Thrillerfreunde ein Schmankerl.

 

7,5/10 Punkten

(sushi25)

 

 

 

 

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