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Fluchtpunkt San Francisco
Originaltitel: Vanisihing Point - Erscheinungsjahr: 1971 - Regie: Richard C. Sarafian
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{mosbanner}Inhalt: Kowalski (Barry Newman) der als Autoüberführer arbeitet, wird beauftragt, einen aufgebohrten Dodge Challenger nach Kalifornien zu fahren. Kurz nach Beginn wettet er mit seinem Drogendealer, dass er es schaffen könne den Wagen in weniger als 15 Stunden abzuliefern.
Vollgedröhnt mit Speed beginnt eine halsbrecherische Jagd durch die Staaten, bei der er die skurrilsten Gestalten kennenlernt. Immer wieder von Erinnerungen seines früheren Lebens übermannt, versucht er mit Hilfe des Radiomoderators Super Soul der Staatsmacht zu entkommen...
Nachdem ich mir letztens Death Proof, Tarantinos neuesten Actionstreifen angesehen habe, wollte ich möglichst bald einen der alten Roadmovies sehen, von denen Tarantino beeinflusst wurde. "Fluchtpunkt San Francisco" ist einer davon.
Grundsätzlich haben beide Filmen zwar nichts miteinander zu tun, dennoch gibt es ein paar Parallelen...eine davon ist das Auto, eine weiße Dodge Challenger, welche in beiden Filmen zum Einsatz kommt.
Vorweg sollte man erwähnen, dass in "Fluchtpunkt San Francisco" eigentlich nicht viel passiert (wieder eine Parallele zu Death Proof), außer eben einer tagelangen Autofahrt mit jeder Menge Verfolger. Aber genau das macht den Film zu etwas Besonderen, da er auch ohne aufwendige Storyelemente und trotz der tagelangen Autofahrt prima unterhalten kann.
Das funktioniert eigentlich auch nur deswegen, weil es im Film einzigartige Charaktere gibt, die den Film über die eintönige Autofahrt hinweg helfen.
Diese Charaktere sind unter anderem ein blinder Radiomoderator mit dem Namen "Super Soul", der in seinem Radiostudio mit vollem Einsatz seiner Stimme den Leuten die Musik um die Ohren haut und auch den einsamen Fahrer auf seiner Tour unterstütz. Zum anderen sind es noch skurilere Charaktere, wie z.B. ein nacktes Mädchen auf einem Motorrad, welches in Ihrem Adamsköstum über Ihr Grundstück tuckert und Ihr Freund, der Kowalski, unser Autofahrer hilft seine Verfolger zu verwirren.
Aber auch der Autofahrer Kowalski ist unterhaltsam. Auch wenn er fast im ganzen Film nichts anderes macht als ein Auto zu lenken, macht es Ihm Spaß zu zusehen, wie er seine Verfolger abschüttelt und bei riskanten Manöver sich im nachhinein immer davon überzeugt, ob der Verfolger verletzt wurde und dann erst wieder weiter fährt.
Unterstütz wird der Film auch durch die Grundstimmung welche immer wieder zum Vorschein kommt: Freiheit! Die Freiheit kommt zum einen von Kowalski selbst, der sich durch seine halsbrecherische Autofahrt nichts vorschreiben lässt und alle Grenzen durchbricht und zum anderen auch durch den Radiomoderator, der sich den Mund nicht verbieten lässt. Das Thema schwingt also bis zu letzt über den ganzen Film hinweg mit, bevor es im unerwartetem Finale den Höhepunkt erreicht.
Obwohl das Ende so eigentlich nicht unbedingt erwartet wird, finde ich es persönlich ziemlich gut. Wer also Death Proof schon gut fand, wird von Fluchtpunkt San Francisco begeistert sein, aber auch alle, denen Death Proof nicht gefallen hat, können an diesem Roadmovie Ihren gefallen finden.
Filmbewertung: 8,5/10
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