Filmkritik: Duel to the death (Das Todesduell der Shaolin) PDF Drucken E-Mail
 

Duel to the death
Originaltitel: Xian si jue - Erscheinungsjahr: 1983 - Regie: Ching Siu-Tung



Der Film „Das Todesduell der Shaolin“ zählt für mich bereits nach dem ersten Ansehen zu den besten Martial Arts Filme überhaupt. Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Film zwar nicht unbedingt von den anderen Hongkong Eastern, da auch hier wieder sämtliche bekannte Elemente versteckt sind, die in keinem Eastern fehlen dürfen. Zu diesen Erkennungsmerkmalen gehören unter anderem. Buschige Augenbrauen, lange Bärte, Rache und natürlich atemberaubende Kämpfe.

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Was diesen Film allerdings unterhaltsamer macht, sind unter anderem die Ninjas, die hier in zahlreichen unterschiedlichen Formen auftreten. Egal ob sie in Segeltüchergestellen dem Feind hinterherfliegen, oder in Gestalt eines Riesenninjas, der aus vielen einzelnen Ninjas besteht, auftreten…so wie in diesen Film hat man Ninjas noch nicht gesehen. Es ist wirklich unbeschreiblich unterhaltsam, da die finsteren Gestalten wirklich immer wieder andere Tricks auf Lager haben um den Feind zu bekämpfen und natürlich dadurch auch den Zuschauer zu unterhalten.

Einige Tricks kennt man zwar bereits aus anderen Filmen, die meisten sind aber neu.

Aber neben den Ninjas sind es auch noch die zwei Hauptfiguren, die sich im Todesduell gegenüber stehen, und durch Ihre Kämpfe den Film aufwerten.

Interessant finde ich den geschichtlichen Hintergrund zum Film, der auf einer wahren Begebenheit beruht. Früher fanden in China alle zehn Jahre Kämpfe statt, bei denen sich die besten Schwertkämpfer gegenüber standen. In „Todesduell der Shaolin“ sind es ein Japaner und ein Chinese, die sich bis zum bitteren Ende bekämpfen.

Dabei ist vor allem die unterschiedliche Einstellung der beiden Hauptfiguren außergewöhnlich, da zwar beide das gleiche Ziel verfolgen, aber auf unterschiedliche Art und Weise. Während zwar beide das Todesduell gewinnen möchten, verfolgt der Japaner das Ziel, unbedingt zu gewinnen, seinem Vaterland zu dienen und Befehle ohne Widerwillen zu befolgen, egal ob diese Sinn machen oder nicht.
Der Chinese hingegen wirkt eigenständiger und gelassener und fürchtet sich auch nicht dafür zu verlieren, da es für Ihn eigentlich wichtiger ist, sich mit einem Schwertmeister zu messen, der genauso stark ist wie er.

Neben der unterhaltsamen Story fällt einem in diesem Film auch die erhöhte Brutalität ins Auge. Dazu gehören unter anderem explodierende Ninjas, abgetrennte Gliedmassen (Kopf, Beine, Finger, Arme) und andere fiese Verletzungen.

Auch wird im Film die Kunst der Seilakrobatik für die Spezialeffekte verwendet und das nicht nur einmal. Die Darsteller wirbeln und fliegen nur so durch die Luft. Getrübt werden diese gekonnten Einlagen nur durch die teilweise eindeutig erkennbaren Seile, die sich heute zwar mit der modernen Technik beseitigen lassen, damals aber nicht immer zu verbergen waren. Das ist aber nur ein kleiner Minuspunkt, der das Gesamtergebnis nicht beeinträchtigt.

Für alle Freunde der asiatischen Filmkunst ist dieser Film auf jeden Fall zu empfehlen, da er einige Szenen zu bieten hat, die bisher in noch keinem, mir bekannten, Martial Arts Film zu sehen waren.

Filmbewertung: 8,5/10


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