| Filmkritik: District 9 |
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OT: District 9
Screening: OV
Cast: Sharlto Copley, David James, Jason Cope
Regie: Neill Blomkamp
Kinostart: 10. 09.
2009 und div. Filmfeste
Heute nach Jahren ergebnisloser Verhandlungen, sind alle Nationen mit ihrer
Geduld am Ende. Die Kontrolle über die nicht-menschliche Spezies wird einem
privaten Unternehmen übertragen, der Multi-National United (MNU). Die MNU, mit
den weißen Fahrzeugen und den Buchstaben UN leicht mit der UNO assoziierbar,
ist ein privatwirtschaftlich arbeitendes, skrupelloses Waffenunternehmen, das
letztlich nur an der Waffentechnik der Aliens interessiert. Nicht am Wohl der ungeliebten
Besucher treibt den Konzern an, sondern der mögliche Profit mit den mächtigen Waffen
der Aliens. Doch bislang sind alle Versuche, diese Waffen zu aktivieren,
fehlgeschlagen – die Waffen funktionieren nur, wenn sie von Aliens bedient
werden. Die Waffen arbeiten nur, wenn der Schütze Alien-DNA hat.
Die wachsenden Spannungen zwischen den Außerirdischen und den Menschen
erreichen ihren Höhepunkt, als die
District 9 basiert auf “Alive in Joburg“ einem Kurzfilm von Neill Blomkamp.
Blomkamp sollte für Peter Jackson’s WingNut Films das Computerspiel Halo
verfilmen. Als dieses Projekt auf Eis gelegt wurde, bekam Blomkamp die Chance
seinen Kurzfilm zu einem Kinoformat auszubauen.
Das Ergebnis ist zunächst einmal technisch sehenswert. Produziert von Peter
Jackson sollen die Produktionskosten lediglich 30 Mio. betragen haben. Wenn
diese Hausnummer in ungefähr stimmt, dann müssen sich diverse namhafte
Majorproduktionen, die ein Vielfaches gekostet haben, im Bezug auf FX und
Computergraphik verschämt in die Ecke stellen. D9 ist perfekt gemacht. Die
Aliens sind glaubwürdig, Effekte/CGI fügen sich gekonnt in die Story ein, ohne als
solche aufzufallen.
Die Story, die zunächst eher an ein Sozialdrama beginnt, fängt den
Zuschauer schnell ein. Was im Dokumentationsstiel beginnt und sich wie eine
Allegorie auf das Schicksal der Schwarzen in Südafrika anfühlt anfängt ändert
sich im Laufe des Films zu einem schnellen Jump-and-run-spatter SciFi-Action-Thriller-Drama.
Der Wechsel der Erzählperspektive scheint von diversen Kritikern als
störend wahrgenommen worden zu sein. Ich fand das jetzt nicht so dramatisch. Der
Doku-Stil ermöglicht es dem Regisseur zu Personen zu springen und Aspekte
einzusammeln die ansonsten schwer zu integrieren gewesen wären, wie etwa die
Interviews von Farbigen auf der Straße. Die Wechsel der Perspektive dienen zur
Erhöhung der Glaubwürdigkeit und geben dem Film Geschwindigkeit.
Ein Titel, der lange im Zuschauer nachklingt.
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