| Filmkritik: Die fast vergessene Welt |
|
|
|
|
OT: Land of the Lost Screening OV
Cast: Will
Ferrell, Danny McBride, Anna Friel, Jorma Taccone
Regie: Brad
Silberling
Kinostart:
01.10.2009
Marshall
bekommt einen Motivationsschub und stellt seine Maschine in Rucksackform
fertig. Die beiden begeben sich an den Fundort, einem heruntergekommenen,
verlassenen Scenepark im Nirgendwo. Siehe da, die Maschine funktioniert. Zusammen
mit dem hinterwäldlerische Outdoor-Freak und Parkbesitzer Will (Danny McBride)
werden sie, etwas unverhofft in ein Alternativ-Universum geschleudert, in dem
es von gefräßigen Dinosauriern und anderen fantastischen Kreaturen nur so
wimmelt. Da dämmert es selbst einem Rick Marshall,, dem bei dem
Dimensionssprung die Maschine abhanden kommt dass er unverzüglich damit
beginnen muss, ums Überleben zu kämpfen.
Gejagt vom
T-Rex Grumpy und belauert von fürchterlich lahmen Einhorn-Reptilien (den
„Sleestaks“) versuchen Rick, Will und Holly mit allen Mitteln einen Ausweg zu
finden – und können sich dabei eigentlich nur auf einen einzigen Verbündeten
verlassen: nur mit Hilfe des Affenmenschen Chaka (Jorman Taccone) können sie nämlich
aus der Zwischendimension entkommen. Entweder
sie schaffen es aus dieser schief gelaufenen Routine-Expedition zurück in die
Gegenwart und werden dann als Helden gefeiert. Oder sie sind dazu verdammt,
Dauerflüchtlinge zu bleiben...
Will
Ferrell- Filme haben gerne die untere Kategorie des Humors, insofern ist der
Film vielleicht für seine Fans erträglich. Ich persönlich mag seinen „Schräger
als Fiktion“-Humor und die Filme ohne Fäkalhumor lieber. Die Gags sind
weitgehend flach und so strapazieren Ferrell und seine Mitstreiter eher die Geduld
denn die Lachmuskeln. Ferrell Szenen in Unterhosen sind wieder mal hochpeinlich,
wir mir auch die weibliche Zuschauerschaft bestätigte. Zotten wie
Saurierurinbehandlungen machen es nicht wirklich besser.
Die „Parodie“
von Genreklassikern dürften an dem Zielpublikum vermutlich weitgehend mangels
Kenntnis der parodierten Filme vorbeigehen. Zudem wäre hier mehr Raum für weitere Anspielungen
gewesen. Moderne Bezüge wie etwas auf „Verlockende Falle“ und „ A Corus line“, „Indiana
Jones“ reißen das Ganze nicht raus. Die
Story kommt einfach zu kurz und die Schauspieler sind komplett unterfordert. Lediglich die Szene mit der Stechmücke wird in Erinnerung bleiben.
Vergessene
Welt sieht teilweise aus wie auf den Bildern von Dali. Das allein kann
keinesfalls rechtfertigen, dass Die fast vergessene Welt 100 Millionen Dollar
gekostet haben soll. Die Gagen für die Schauspieler können – dürfen – es jedenfalls
nicht gewesen sein. Der Film wirkt (bewusst?) – auf B-Movie-Trasch angelegt und
ist definitiv kein teurer Specialeffect-Blockbuster, der ein solches Budget haben
könnte. „Die fast vergessene Welt" kann man vergessen.
Als Favorit markieren
Lesezeichen setzen
Als Email versenden
Kommentare (0)
![]() Kommentar schreiben
|






