Der Nebel
Originaltitel: The Mist - Erscheinungsjahr 2007 - Regie: Frank Darabont

Inhalt: Nach einer stürmischen Nacht zieht eine dicke Nebelbank über einer kleinen Stadt in Maine auf. Dave Drayton ist gerade mit seinem fünfjährigen Sohn im Supermarkt, als sie von den dichten Wolken umzingelt werden. Die Einwohner bleiben zunächst im Markt, denn so langsam wird ihnen klar, dass dieser Nebel etwas Unmenschliches beherbergt. Unter ihnen befindet sich auch die fanatische Gläubige Mrs. Carmody, die mit wahnsinnigen Predigten immer mehr Leute in ihren Bann schlägt. Bald weiß Drayton nicht mehr, wo es gefährlicher ist – drinnen oder draußen.
Nachdem ich mir vor kurzem das neue Stephen King Buch WAHN gekauft hatte und ich wieder im Kingfieber bin, wollte ich mir ansehen, was den die Filmindustrie aus der genialen Kurzgeschichte gemacht hat, welche ich als Jugendlicher geliebt hatte. Die Rede ist von Stephen Kings Geschichte DER NEBEL. Vorab ist zu erwähnen, dass der Film nur auf der Kurzgeschichte basiert, aber nicht 1:1 die Geschichte nacherzählt wird. Obwohl ich mich zwar nur noch wage an die Geschichte erinnern kann, weicht der Film meines wissens sehr stark von der geschriebenen Geschichte ab.
Gleich zu Anfangs hat es mich gefreit, dass in der ersten Sequenz die Hauptfigur gezeigt wird, wie diese ein Bild malt. Als Kingfan hab ich natürlich sofort erkannt, dass dort Roland der Revolvermann auf dem Bild abgebildet wurde...Roland ist den Fans der Buchreihe DER DUNKLE TURM sicherlich ein Begriff.
Der Film spielt überwiegend in einem Supermarkt, in dem die versammelten Einkäufer vom Nebel überrascht werden. Durch einen Pasanten, der blutüberströmt vom Nebel in den Supermarkt stürmt, wissen die Beteiligten, dass in den Nebel Dinge passieren, welche nicht erklärt werden können.
Filmtrailer: Der Nebel
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Die Truppe im Supermarkt ist bunt gemischt und dadurch von Anfang an nicht der gleichen Meinung. Speziell dieser Aspekt macht die Geschichte interessant. Schnell bilden sich nach einem Zwischenfall zwei Grüppchen...eine Gruppe die an die Dinge glaubt, die im Nebel angeblich passieren und eine Gruppe, die keine Angst vor dem Nebel hat und alles nur als Panikmache abstempelt. Dazu kommt noch eine religiöse Fanatikerin. Diese Jesusanhängerin bildet eine eigene Gruppen, nachdem klar ist, dass sich die Wesen aus dem Nebel nicht mehr leugnen lassen. Diese Person nervt ungemein und stellenweise ist das religiöse Geschnatter echt nur schwer zu ertragen.
Richtige Höhepunkte hat der Filme eigentlich keine, die Effekte sind zwar ansehnlich gemacht, reissen einen aber auch nicht vom Hocker. Eine kurze Romanze in der Umkleide wirkt exterm aufgesetzt und passt überhaupt nicht in die Geschichte. Allgemein ist die Story nicht sonderlich aufregend, aber dennoch unterhaltsam. Die schauspielerische Leistung ist zwar stellenweise ganz ordentlich, an der oberen Marke kratzt diese aber dennoch nicht.
Das Einzige, was mich wirklich überrascht hat, war der Schluß...obwohl ich vom typischen Hollywoodende ausgegangen bin, in dem der Held alle rettet, wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Statt dem üblichen Ende wurde ein richtig fieser Schluß gewählt. Schade das Filme nicht öfters so enden.
Zu guter Letzt bleibt nur zu sagen, dass der Schluß für mich den Film zwar aufgewertet hat, aber trotzdem nicht mehr als ein Mittelklassefilme übrig bleibt. Er reiht sich passend in die Kingverfilmungen mit ein, bei denen bisher auch nur selten ein erstklassiger Film herausgekommen ist. King lebt einfach von der Fantasie des Lesers und das ist hier auch der Fall.
Filmbewertung: 6/10
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