| Filmkritik: Das Kabinett des Doktor Parnassus |
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OT: THE
IMAGINARIUM OF DOCTOR
Cast: Heath Ledger, Johnny Depp, Colin Farrell, Jude Law, Christopher
Plummer, Andrew Garfield, Verne Troyer, Lily Cole, Tom Waits
Director:
Terry Gilliam
Kinostart:
07.01.2010
Dr. Parnassus hat zwar die außergewöhnliche Gabe,
die Vorstellungskraft anderer Menschen anregen und steuern zu können, doch
gleichzeitig lastet auch ein dunkler Fluch auf ihm. Als eingefleischter Spieler
schloss er vor Tausenden von Jahren einmal eine Wette mit Mr. Nick (Tom Waits)
ab, dem Teufel höchstpersönlich. Da damals das Glück auf Dr. Parnassus‘ Seite
stand und er die Wette gewann, machte ihn der Teufel unsterblich. Jahrhunderte
später dann, als Parnassus seine wahre Liebe gefunden hatte, schloss er ein
neues Abkommen mit dem Teufel,
Die Zeit verging. Valentinas schicksalhafter
Geburtstag steht nun kurz bevor und Dr. Parnassus versucht verzweifelt, seine
geliebte Tochter vor diesem schrecklichen Schicksal zu bewahren. Kurz vor
Ablauf der Frist taucht Mr. Nick tatsächlich auf, um Parnassus’ Schuld einzutreiben.
Über den fortwährenden Spieltrieb von Parnassus sichtlich erfreut, lässt Mr.
Nick neu mit sich verhandeln bietet dem Greis eine neue Wette an: Jetzt wird
Valentina demjenigen gehören, der binnen drei Tagen als erster fünf Seelen
verführt und sie in die Parallelwelt hinter den Spiegel locken kann. In seiner Verzweiflung schlägt Dr. Parnassus
ein. Zusammen mit seinen treuen Gefährten Anton (Andrew Garfield) und Percy
(Verne Troyer) will er den Teufel dieses Mal bezwingen. Das ist jedoch leichter gesagt als getan …
Das ist der Auftakt eines packenden, explosiven und
wunderbar fantasievollen Wettrennens gegen die Zeit – inmitten einer
nicht enden wollenden Landschaft voller surrealer Hindernisse, atemberaubender
Hirngespinste, Albträume und Phantasmagorien.
Der visionäre Regisseur genießt den Ruf eines
außerordentlich kreativen Filmemachers. Der tragische Tod von Heath
Ein Gilliamfilm zu bewerten ist immer schwierig. Das
vorliegenden Werk ist skurril in bester Gilliamtradition. Der Regisseur scheint
sich streckenweise etwas in seinen eigenen Gedankenwelten zu verlieren. Der
Film hat dann mitunter Durchhänger im Storybogen. Wenn man die Filmlänge von 122
Minuten betrachtet, kommt das Verhältnis Vater-Tochter, die Reaktion der
Tochter und auch der Hintergrund der Figur des Tony zu kurz. Es wird bildgewaltig
erzählt, ohne groß was zu sagen. Viele Bilder fühlen sich an, wie aus dem
Frühwerk (wie sich das anhört) von Gilliam zu seiner Python-Zeit. Das Imanigarium
erinnert mich an Fellini’s Casanova.
Die Schauspielerischen Leistungen sind gut, Ledger
war gut, seine 3 „Ersatzspieler“ ein gelungener coup. Plummer ist klar
unterfordert. Tom Waits als Herr der Unterwelt eine Traumbesetzung. Lily Cole
kommt zu kurz.
Insgesamt macht Skurrilität noch nicht
zwingend einen großen Film. Parnassus ist für Ledger-Fans nett und vor allem für Gilliamfans ein Stück gelungene
Unterhaltung.
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u best...