| Filmkritik: Burn after Reading |
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Burn after Reading
Darsteller: John Malcovich, George Clooney, Frances McDormand,
Brad Pitt, Tilda Swinon, Richard Jenkins, David Rasche, J.K. Simmons
Der Balkanexperte des CIA, Osbourne Cox(John
Malcovich), wird aufgrund seines Alkoholproblems, welches er nach allen Kräften
leugnet, vom CIA suspendiert. Frustriert vom Leben beschließt er nun seine
Memoiren zu schreiben, er war schließlich beim CIA, dafür interessieren sich
die Leute doch. Seine Frau Katie(Tilda Swinton) allerdings hat nur Angst, dass
ihr Mann ihr nun auf der Tasche liegen könnte. Außerdem hat sie ohnehin längst
eine Affäre mit Harry Pfarrer(George Clooney), seines Zeichens
Regierungsbeamter, sexbesessen und Hypochonder. Katie bereitet die Scheidung
vor, brennt die privaten Daten vom Laptop ihres Mannes auf eine CD und bringt
diese ihrem Anwalt.
Zu Beginn könnte man den Film noch als schleppend
bezeichnen. Der Zuschauer muss erstmal versuchen in diese Welt hineinzukommen und
muss auch verstehen wer hier denn eigentlich mit wem und überhaupt. Denn
Affären, die hat hier fast jeder.
„Burn after Reading“ lebt voll und ganz von seinen
abstrusen und super geschriebenen Charakteren. George Clooney hat eine schöne
selbstironische Rolle bekommen. Als Womanizer mit hoher Frauenquote aber auch mit
sehr schrulligen Eigenheiten kann er voll überzeugen. Nicht nur das er permanent
unter Verfolgungswahn leidet, auch vor bestimmten Käsesorten hat er eine
Heidenangst. Auf demselben Level agiert auch Brad Pitt. Er spielt einen so
grenzdebilen Charakter, dass es eine wahre Freude ist ihm dabei zuzusehen wie
er sein komplettes „Sexiest Man Alive“ Image mit Füßen tritt. Wie Chad versucht
Osbourne Cox am Telefon einzuschüchtern ist außerdem den Kinobesuch schon wert.
Bei all dem Lob sollte aber auch nicht unerwähnt
bleiben, das „Burn after Reading“ einfach ein typischer Coen Film ist. Man hat
viel Spaß und wird gut unterhalten, aber es ist doch wieder dasselbe wie „Fargo“
aber mit anderer Story und ohne Schnee. Das ist aber keinesfalls schlecht,
Quentin Tarantino verfährt mit seinen Filmen seit „Reservoir Dogs“ ja nicht
anders. Dass die Coens es auch anders können, haben sie außerdem letztes Jahr
mit „No Country for Old Men“ erneut bewiesen. Ich bin gespannt welches Eisen
sie als nächstes im Feuer haben. „Burn after Reading“ ist auf jeden Fall eine klare
Empfehlung!
Filmbewertung: 8/10
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