Filmkritik: Beowulf & Grendel PDF Drucken E-Mail
 


Der Abenteuerfilm spielt im mittelalterlichen Dänemark. Erzählt wird die Geschichte des nordischen Kriegers Beowulf (Gerard Butler), der gegen den Troll Grendel (Ingvar Eggert Sigurdsson) kämpft. Dessen Vater vor 20 Jahren vom dänischen König Hrothgar sinnlos ermordet wurde und der sich nun mit blutigen Massakern an dem dänischen Volk und seinem König rächt. Der berühmte Held Beowulf segelt mit 14 Gefolgsleuten in das Land der Dänen, um ihnen im Kampf gegen den todbringenden Troll beizustehen. Beowulf fühlt sich dem dänischen König Hrothger verpflichtet, da dieser vor vielen Jahren seinem Vater Gastrecht gewährte, als jener wegen einer Fehde sein eigenes Land verlassen musste.

Zum Hintergrund:
Mit "Beowulf & Grendel" wurde eines der ältesten Stücke englischer Literatur verfilmt. Basierend auf dem angelsächsischen Gedicht "Beowulf" von einem unbekannten Mönch aus dem 6. Jahrhundert, das schon J.R.R. Tolkien inspirierte oder die Macher von „Der 13. Krieger“, bringt diesmal Regisseur Sturla Gunnarsson die Legende auf die Kinoleinwand. Leider gibt es den Film bei uns nur auf DVD, denn er schaffte es nicht in die deutschen Kinos. Was ein bissel Schade ist, denn dem Zuschauer werden neben der wunderbar umgesetzten Geschichte, großartige Bilder in faszinierenden Landschaften geboten.

 Auch die Besetzungliste kann sich sehen lassen, denn sie wartet mit so bekannten Namen wie, Gerard Butler (300) und Stellan Skarsgård auf. Außerdem mit von der Partie sind Sarah Polley, Ingvar Eggert Sigurðsson, Benedikt Clausen, Tony Curran, Martin Delaney, Gunnar Eyjólfsson, Rory McCann und Ronan Vibert.

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Der Hauptdarsteller Gerard Butler äußert sich in einem SCI FI Wire – Interview wie folgt über den Film: "Ich denke, es ist etwas, was man noch nicht wirklich vorher gesehen hat. Von Anfang an, als ich das Skript las, wusste ich, dass ich etwas anderes las", so Butler. "Ich musste es zweimal lesen, aber als ich es verstand, wusste ich, dass es etwas Besonderes als Film werden könnte. Und ich wurde auch einbezogen. Ich saß mit dem Regisseur zusammen und er erzählte mir von seinen Visionen von Bergman und Kurasawa. Es ist eine Wikingergeschichte, die auf einer Legende basiert, aber wir sind zurückgegangen und haben gesagt: "Stellt euch nur vor, dass da ein Troll ist. Und stellt euch dann vor, dass dieser Troll kein Monster ist, sondern eine andere Art Mensch." Er ist wie ein Neanderthaler, wie ein Primat. Er ist nur Muskeln und Knochen. Und Beowulf ist ein Held. Es ist wie die ursprüngliche Heldengeschichte, aber mit einer kleinen Wendung."

Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen und das nicht nur wegen der wirklich grandiosen Landschaftsaufnahmen oder der detailreichen und authentisch anmutenden Kostüme. Auch der Humor in den einzelnen Dialogen kommt nicht zu kurz, was in der deutschen Synchronisation leider etwas verloren geht. Die Darsteller sind sehr überzeugend, die Kämpfe hervorragend in Szene gesetzt.

Was mich an diesem Film besonders fasziniert ist… wie soll ich es sagen, er ist anders. Nicht das actionreiche Spektakel in dem es nur um Kampf, Kampf, Kampf geht, wie in einigen Videospielen, so nach dem Motto je mehr du abschlachtest um so besser. Sondern der Film betrachtet, beobachtet. Er bringt einem die Weite, die Stille und die Einsamkeit des Nordens näher. Eine Welt in der man sich am Lagerfeuer Geschichten erzählt und in welcher Dämonen genauso lebendig sind wie Helden. Wobei Beowulf selbst sich nicht als Held sieht, denn er stellt im Verlauf des Filmes immer mehr sich und sein Handeln in Frage.

Dieser Film ist komplett anders, als man es erwartet. Ich wünsch euch gute Unterhaltung beim ansehen.

Moonlight-Dragon

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