Filmkritik: Avatar - Aufbruch nach Pandora PDF Drucken E-Mail
 

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OT: Avatar                          Screening 3D-OV

Cast: Sam Worthington, Zoe Saldana, Sigourney Weaver, Stephen Lang, Michelle Rodriguez, Giovanni Ribisi

Regie: James Cameron

Kinostart: 17.12.2009

avatar_-_plakat.jpg Pandora - ein Mond mit einer erdähnlichen Umgebung, der den riesigen Gasplaneten Polyphemus im Alpha Centauri-A Sonnensystem umkreist. Dieses Sonnensystem ist 14,4 Lichtjahre von der Erde entfernt und damit quasi unser nächster Nachbar. Als sich herausstellt, das Pandora reiche Unbotainium-Vorräte besitzt, beginnt ein Rennen dieses so kostbare Mineral auf dem Planeten auszubeten. Unobtainium gibt es in unserem Sonnensystem nicht und dieser Stoff ist die Lösung für die Energieprobleme, die auf der Erde seit dem 20. Jahrhundert existieren.

 

Die Development Administration (RDA) investiert Millionen um dieses Mineral in der fernen Welt abbauen zu können. Unsere Geschichte beginnt im Jahr 2154, dreißig Jahre nachdem der Abbau auf Pandora begann. Die Übergriffe der Menschen auf die Welt der einheimischen Na’vis hat zu großen Spannungen geführt und die Zeichen stehen auf Krieg. Weil die Atmosphäre Pandoras giftig ist, hat man dort das Avatar-Programm ins Leben gerufen. Dies ermöglicht, das Bewusstsein menschlicher „Steuermänner“ an einen Avatar zu binden, einen ferngesteuerten biologischen Körper, der bei den tödlichen atmosphärischen Gegebenheiten überleben kann. Diese Avatare sind gentechnisch entwickelte Hybride, die menschliche DNS und die DNS der Ureinwohner von Pandora, der Na’vi, in sich tragen.  avatar1.jpg

 

Durch den Tod seines Zwillingsbruders gerät Jake Sully, ein Marine, der nach einem Wirbelsäulenschaden an den Rollstuhl angewiesen ist,  mitten hinein in diesen aufgeheizten Konflikt. Er kommt nach Pandora als neues Mitglied des Avatar-Programms. In der Hülle seines Avatars wiedergeboren, kann Jake wieder laufen. Sein Auftrag erfordert es, die Na’vi zu infiltrieren, denn sie sind ein Haupthindernis bei der Förderung des wertvollen Erzes. Als aber eine Na’vi Frau mit dem Namen  Jakes Leben rettet, verändert das alles. Jake wird von ihrem Stamm aufgenommen, lernt nach vielen Prüfungen und Abenteuern, einer von ihnen zu werden. Während sich die Beziehung zwischen Jake und seiner anfangs unwilligen Lehrerin Neytiri vertieft, lernt Jake, die Lebensweise der Na’vi zu respektieren und nimmt schließlich einen Platz in ihrer Mitte ein.  avatar2.jpg

 

Mit seinem Einsatz wollen die Wissenschaftler versuchen, ein „Brücke des Vertrauens“ zu den Na’vis aufzubauen. Sie sind der Meinung, dass man dieses Ziel eher erreicht, wenn die von Menschen gesteuerten Avatare sich im Äußeren den Na’vis anpassen. Doch Colonel Miles Quaritch, der Sicherheitschef der Menschenkolonie will Jake dazu benutzen, die lokalen Clans der Na’vi zu infiltrieren um dadurch zu erfahren, wie man die Na’vi kontrollieren und besiegen kann. Quaritch ist der Kommandant der Secops, einer private Sicherheitsarmee die Hell’s Gate gegen Pandoras gefährliche Raubtiere, aber auch gegen gefährliche Na’vi verteidigen soll. Sie sind eine heruntergekommene, aber gut bewaffnete Truppe, die über einen schwere Flugkörper und große AMP-Kampf-Anzüge verfügt...

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Was soll ich sagen?

 

Ich will wieder rein! Das Kino zu verlassen, fühlt sich so an, wie es für Jake anfühlen muß, wenn er aus seinem Avatar zurückgeworfen wird auf seine RDA-Steuerstation. Avatar ist derartig bildgewaltig, dass mein kleiner Gehirnprozessor 5 Stunden nach dem Film immer noch Bilder reproduziert, die dazu führen, dass ich umgehend die nächste Dosis Avatar sehen will.

 

Ein 161 Minuten Film will erst mal ohne Storydurchhänger und Längen erzählt sein. Avatar schafft es, die Zuschauer von der ersten Minute an zu fesseln und nicht wieder loszulassen. Der Planet Pandora ist großartig und die Na’vi sind UNGLAUBLICH! Für den Film wurde das Motion-Capture-Verfahren weiterentwickelt und um Kopfkameras ergänzt. Dadurch sind Bewegungen und Gesichtsmimiken möglich die dem Zuschauer einen Blick nicht auf eine platte Computeranimation  ermöglichen, sondern weiter gehen. Gollum war Gestern – die Na’vi stellen einen neuen Meilenstein der Umsetzung von Schauspielerei im Computerunterstützten Film dar.

Cameron benutzt vieles, was er vermutlich im Zuge seines Titanic-Tiefseeprojekts an Unterwasserfauna gesehen hat. So läuft Jake fasziniert durch ein Feld von Riesen Schraubensabellen und es fliegen Quallenartige Wesen durch die Luft. Die 3D-Version des Films funktioniert, ohne dem Zuschauer alle 2 Minuten einen Speer ins Gesicht zu halten, oder Sachen nach ihm zu werfen.

 

Gibt es Negatives in Avatar? Die Story ist mitunter vorhersehbar; Es gibt keine wirklichen Storytwists; Flugschlachten kennen wir seit Star Wars; Cameron drückt wie bei Abyss auf die moralische Tube – (Hm vielleicht ist dies gar nicht schlecht, sondern sollte allen Teilnehmern der Weltklimakonferenz in Koppenhagen neben „the age of stupid“ zwangsvorgeführt werden.); das Abspann-Lied „I See You" gesungen von LEONA LEWIS ist vielleicht schön, aber sorry, es passt nicht und reißt den Zuschauer aus einem tollen Traum, noch bevor das Licht im Kino angeht.

 

Die Musik sonst?, James Horner hat es geschafft einen musikalischen Untergrund zu liefern, der die Story souverän mitträgt. Musikalische Meisterwerke habe ich bei einmaligen Hören nicht erkannt, was aber wieder an der Macht der Bilder liegen mag.

 

Also ja Avatar hat auch kleinere Schwächen, alles in allem ist der Film ein wundervoller Traum. Ein derartiges „Aufwachgefühl nach dem Film hatte ich schon lange nicht mehr. Wo ist meine Steuereinheit? Wann fliegt das Raumschiff nach Pandora? Warum startet der Film erst am 17.12.? Ich weiss jedenfalls von was ich heute Nacht träumen werde.

 

Als ich den Trailer das erste Mal sah, wusste ich, dass Avatar etwas Besonderes sein könnte, wenn der Film irgendwie dem Trailer entspricht. Ich hatte Gänsehaut und musste den Trailer gleich nochmal ansehen. Ich wurde nicht enttäuscht. Der Film wird Kult werden und vermutlich am 7. März 2010 bei der Oscarverleihung nicht ungekürt bleiben.

 

9,5/10 Punkten

 

Kommentare (4)Add Comment
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Guter Film - v. bisschen etwas
geschrieben von Flitsch, Dezember 22, 2009
dazu kann ich von meinem eigenen Eindruck nur sagen:

3D - Film ist toll und sehenswert. Popkornkino. 9/10

Story: 60 % ähnlich wie "Der mit dem Wolf tanzt" 20% Braveheart 20% Eigen Inspiration Zukunft
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Unglaublicher Film.
geschrieben von Maxini, Januar 05, 2010
Also ich habe mir den Film mal angeschaut und wusste berreits von Freunden das er sehr gut sein sollte. Als ich dann in der Pause mir ein wenig die Beine vertreten habe fühlte ich mich doch sehr aus einer Traumwelt herausgerissen. Auch wenn die Flugschlachten aus Starwars heftig abgehen, kann man die Kämpfe die hier statfinden mit nicht sehr vielen anderen vergleichen. Man kann sich meistens sehr gut in die gedanken und gefühle der Personen setzen.

Von den Effekten und weiterem bin ich auch sehr erstaunt, alleine wie der Planet Pandora lebt... Es ist wirklich eine Traumwelt.
Doch die besten szenen sind meines erachtens immer da wo die Menschen und die Na'vi aufeinander treffen und wie sie aneinander vorbei reden.

Es ist ein gutes beispiel wie Egoistisch doch tatsächlich viele Menschen sind und wie stark sie vom Reichtum geprägt werden.

Eine kleine Schlussbemerkung ist an die Proffesion der Schauspieler, die bösen sind wie immer mit einer markanten Persönlichkeit zu erkennen.
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Echt unglaublicher Film.
geschrieben von Lennart W., Februar 16, 2010
Ist ein echt cooler Film.
den könnte ich 20000 mal in 3D im Kino gucken.
Wenn der Film auf DVD rauskommt kaufe ich ihn sofort.
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Na ja
geschrieben von Tom, Mai 20, 2010
Vielleicht lag's an dem Riesen-Brimborium im Vorfeld oder auch an den Erwartungen, die man bei Jim Cameron hat, aber wirklich umgehauen hat mich "Avatar" nicht. Zwar war das Ende emotional, aber für meinen Teil hat er sich einfach zuviel aus seinen anderen Filmen geborgt - angefangen von den Charakteren bis hin zu diesen Lade/Kampf-Robotern, die man schon aus "Aliens" kennt. Auch James Horner, den ich trotz seiner Unart, sich bei anderen was "auszuleihen", sehr respektiere, hatte wohl gerade Zoff mit seiner Muse.

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