| Filmkritik: Drachenzähmen leicht gemacht |
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OT: How to train your dragon screening: DV in 3D Cast: Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 Jay Baruchel, Gerard Buttler, America Ferrera Regie: Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 Chris Sanders, Dean DeBlois Kinostart: 25.03.2010
Auch der schmächtige Teenager Hicks, Beiname „der Hüne“, ist Feuer und Flamme für die Drachenjagd – nur scheint er im Umgang mit Waffen bereits wegen fehlender Stärke zwei linke Hände zu haben, obwohl er voller Erfindungsgeist ist. Dummerweise scheinen seine Tüfteleien irgendwie immer nach hinten loszugehen.
Da sein Vater niemand Geringeres ist als Haudrauf „der Stoische“, Oberhaupt des Wikingerstammes und ein berühmter Drachenjäger, soll Hicks auf der Drachenschule nun auch die raue Kampfkunst der Wikinger erlernen.
In der Drachenschule zeigt Astrid immer wieder, dass sie die Beste ist, während Hicks eher durch Tollpatschigkeit und Ängstlichkeit auffällt. Allerdings ist der Unterricht von Grobian, dem Schmied, auch zum Fürchten. Die Schüler, darunter der freche Rotzbakke, die streitlustigen Zwillingen Raffnuss und Taffnuss und der dicke Fischbein, müssen täglich gegen einen anderen Drachen kämpfen, um so die Eigenheiten der verschiedenen Gattungen kennenzulernen. Jeder spuckt ein anderes Feuer und hat eine andere Geheimwaffe. Der geübte Lehrer Grobian gibt den Kids von der Tribüne der Arena aus wichtige Tipps. „Learning by Doing“ auf Wikingerart - nicht ganz ungefährlich!
Hicks macht sich auf die Suche nach dem Drachen und findet diesen verletzt und flugunfähig. Hicks bringt es nicht übers Herz den Drachen zu töten, sondern füttert den Drachen. Es stellt sich vielmehr heraus, dass der Drache genauso viel Angst vor Hicks hat wie umgekehrt. Das Weltbild des Wikingerjungen bekommt erste Risse. Es ist der Beginn einer Freundschaft, die vor allem Hicks Welt auf den Kopf stellt: Ein Wikinger, der einen Drachen zum Freund hat, sind die Drachen vielleicht gar nicht böse? Täglich besucht er nun den verletzten und flugunfähigen Drachen und ganz langsam freunden sich die beiden an. Doch das darf natürlich niemand erfahren! Also geht Hicks brav weiter in die Drachenschule und markiert den enthusiastischen Drachenkämpfer, während er heimlich ein Lenksystem bastelt, mit dem Ohnezahn, wie er den Nachtschatten mittlerweile nennt, wieder fliegen kann. Als Haudrauf und seine Wikinger einmal mehr in See stechen, um den Unterschlupf aller Drachen zu finden, steigt sein Sohn mit Ohnezahn hoch in die Lüfte …
Die Freundschaft zu Ohnezahn hat für Hicks aber noch einen anderen Vorteil. Weil er durch ihn erkennt, wie man mit Drachen umgehen muss, gelingt es dem Wikingerjungen, die furchterregenden Biester in der Schule mit einfachen Tricks kampfunfähig zu machen, aber ohne sie dabei zu verletzen. Hicks, der Drachenflüsterer. Astrid und die anderen sind schwer beeindruckt, und als die Wikinger erfolglos von ihrer Suche zurückkehren, traut Haudrauf seinen Augen nicht: Hicks wird im ganzen Dorf als mutigster Drachenkämpfer gefeiert. Der Häuptling ist mächtig stolz auf seinen Sohn, dem jetzt nur noch eine einzige Prüfung fehlt, um ein echter Wikinger zu werden: Er muss einen Drachen töten! Doch gerade das kann und möchte Hicks auf gar keinen Fall. Er beschließt, mit Ohnezahn zu verschwinden. Astrid, der sein Verhalten komisch vorkommt, folgt ihm daraufhin zu seinem Versteck und ist fassungslos, als sie sein Geheimnis entdeckt! Doch Hicks braucht nicht lange, um seine Flamme von Ohnezahns Gutmütigkeit zu überzeugen. Bei einem gemeinsamen, atemberaubenden Drachenflug kommen sich die beiden Teenager nicht nur näher, sie stoßen auch durch Zufall auf das Nest der Drachen und entdecken den wahren Grund ihrer Raubzüge: Die Kreaturen werden selbst von einem gigantischen Urdrachen terrorisiert, dem sie Futter bringen müssen …
Am Tag der Abschlussprüfung wartet das ganze Dorf gespannt, dass Hicks den gefährlichsten aller Drachen, einen „Riesenhaften Alptraum“ erlegt. Stattdessen hält der mittlerweile überzeugte Drachenfreund eine flammende Rede gegen den Drachenkampf. Haudrauf ist außer sich vor Wut und Enttäuschung, erst recht, als sich herausstellt, das Hicks einen Nachtschatten zum Freund hat und weiß, wo sich das Drachennest befindet. Ohnezahn wird von den Wikingern gefangen genommen und diese laufen Richtung Drachennest aus! Jetzt liegt es an Hicks, nicht nur seinen Freund zu befreien, sondern auch die Wikinger vor dem gewaltigen Urdrachen zu retten …
Die actionreiche Verfilmung der Bücher von Cressida Cowell der Macher von SHREK, MADAGASCAR und KUNG FU PANDA ist eine gelungenes Wikingerabenteuer für jung und alt. Mich hatte der Trailer neugierig gemacht und ich war nicht entäuscht. Die Geschichte ist rund und farbenfroh erzählt und nie langweilig. Wenn auch nicht so so witzig wie Shrek oder Madagascar. Ohnezahn läßt manchmal durchblicken, dass die Regisseure auch für Lilo und Stitch verantworlich gezeichnet haben, was man mit einem Schmunzeln zur Kenntnis nimmt.
Glücklicherweise ist der Film nicht nach dem Kinoplakat geraten. Die Computeranimation ist großartig. Die Wikinger und die Haut der Drachen sind ,so detailiert, dass man gerne mal im Kino die Pausetastedrücken würde, um die Feinheiten ansehen zu können. Die 3D Version ist gelungen,und enthält sehenswwerte Lichteffeckte, der Film funktioniert zweifellos auch in 2D.
Sprachlich kommt Drachenzähmen daher wie die Norddeutsche Antwort auf „Lissy“. Nach anfanglichen Schaudern ist dies stimmiger, als das englische Original, die Synchro ist gelungen. Insgesamt ein liebevoll gemachter Familienfilm und wer würde nicht gerne seinen eigenen Drachen zähmen?
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u best...