Der Fremde Sohn - The Changeling PDF Drucken E-Mail
 

OT: The Changeling

Regie Cling Eastwood

Darsteller: Angelina Jolie, John Malkovich, Amy Ryan, Geoff Pierson, Jeffrey Donovan, Jason Butler Harner, Colm Feore, Michael Kelly

Kinostart: 22.01.2009

 

 

changelingplakat.jpegClint Eastwoods neues Werk „Changeling" wurde schon in Cannes gefeiert und gehört nach dem Hype zu den Oscarfavoriten. Eine fesselnde Geschichte mit Angelina Jolie als mutiger Frau und Mutter, die um ihren entführten Sohn und um die Wahrheit kämpft.

 

Los Angeles, 1928. An einem Samstagmorgen verabschiedet sich Christine Collins (Jolie) von ihrem Sohn Walter und geht zur ihrer Arbeit als Telefonistin. Als sie wieder nach Hause kommt, ist er verschwunden. Entführt! Die Suche der Polizei bleibt ergebnislos und ihre Gebete bleiben unbeantwortet, bis man ihr nach fünf verzweifelten Monaten mitteilt, man habe ihren Sohn gefunden. Anstelle ihn aber bei seiner Rückkehr in die Arme zu schließen, bezweifelt Christine, dass er wirklich Walter ist - auch wenn er selbst es behauptet und alle anderen davon überzeugt sind.

 

Christine geht zur Polizei und wirft dieser vor, einen Fehler gemacht zu haben, um einen changeling1.jpeg Erfolg vorweisen zu können. Mit ihrer Forderung, die Suche nach Walter nicht aufzugeben, gerät sie in die gefährlichen Mühlen einer korrupten und frauenfeindlichen Welt. Von der Polizei als unfähige Hysterikerin mit Wahnvorstellungen abgestempelt und von der Bevölkerung skeptisch beäugt, bekommt sie nur von dem engagierten Pfarrer Briegleb (Malkovich) echte Unterstützung.

 

Basierend auf den berüchtigten Wineville-Chicken-Morden ist es Clint Eastwood gelungen, einen historischen Einblick und zugleich einen packenden Thriller zu erschaffen. Ein komplexes Sittengemälde, das am Lack des „Goldenen Zeitalters" von L.A. kratzt. Es macht die Geschichte durchaus prickelnd, zu wissen, dass sie auf historischen Tatsachen beruht.

 

Der Film ist nach meiner Meinung mit seinen 141 Minuten deutlich zu lang. Hier gibt es klar abgrenzbare Blöcke der Geschichte, die ohne dem Film zu schaden, ganz hatten entfallen können. Der Film hätte nach den Gerichtsprozessen nach meinem Dafürhalten zu Ende sein können.

 

Malkovich spielt sehr zurückgenommen und ist damit großartig. Hinsichtlich der Oskarqualitäten muss ich sagen, dass Slumdog Millionär ganz klar und berechtigt wie bei den Golden Globes abräumen wird.

6/10 Punkten

 

 

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