Filmkritik: Tron Legacy PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   
OT: Tron Legacy                           Screening: OV 3D
Cast: Garrett Hedlund, Jeff Bridges, Olivia Wilde, Michael Sheen, Bruce Boxleitner, John Hurt, Michael Sheen
Regie: Joseph Kosinski
Kinostart: 27.01.2011

Tron_Plakat Nachdem Kevin Flynn 1982 lebend aus Tron herausgekommen war und wieder die Kontrolle über Encom – den Konzern, den er mit seinem langjährigen Freund und Teilhaber Alan Bradley gegründet hatte – übernommen hatte, war jeder davon ausgegangen, dass sich Kevin fortan damit begnügen würde, populäre Computerspiele zu entwickeln und zu produzieren. Von außen betrachtet, schien sich das auch zu bestätigen. Flynn heiratete und wurde Vater eines Sohns, während er und Alan Bradley Encom zum mächtigen Marktführer in der Entwicklung von Computerspielen machten. Ohne das Wissen von Außenstehenden experimentierte Kevin jedoch noch immer mit Teleportation und kehrte von seinem unter der Spielhalle verborgenen Geheimlabor aus regelmäßig zurück in den Raster. Aber eines Tages verschwand Kevin einfach und ließ Sam zurück – allein, ohne Vater und ohne Antworten. 

20 Jahre danach setzt die Handlung von TRON: LEGACY ein. Als ein Pagersignal den jetzt erwachsenen Sam in die Spielhalle seines Vaters lockt, wird er in den Raster hineingezogen, in dem sein Vater seit 20 Jahren gefangen ist. Dort beginnt eine Reise, die Sams Leben verändern wird – und das Leben seines lange abwesenden Vaters. Als er unabsichtlich in ein virtuelles Parallel- Tron_1 Universum hineingezogen wird, entdeckt er dort seinen Vater und dessen treue Gefährtin Quorra (OLIVA WILDE) – aber auch, dass hier Spiel tödlicher Ernst ist. Denn in dieser faszinierenden Welt geht es für Kevin, Sam und Quorra ums Überleben. Clu, der von Kevin Flynn als Gehilfe zur Erschaffung von Tron als Programm geschaffen worden war, um die vollkommene Welt mitgestalten zu helfen, nimmt diesen Auftrag etwas zu wörtlich. Er verfolgt Programme die sich nicht seinem System unterwerfen und läßt diese wie Gladiatoren gegeneinander antreten. Aber sein Plan geht nach Größerem. Wenn Clu an die Datenscheibe von Flynn kommen könnte, könnte er Tron verlassen und in der realen Welt Programmgemäß seine perfekte Welt erschaffen. Flynn und sein Sohn sind hier nur Mittel zum Zweck und ansonsten im Weg.

Der Trailer läßt es vermuten, Tron ist bunt und hat einen guten Aufhänger. Wenn Tron vor Avatar ins Kino gekommen wäre, hätten wir alle von den 3D- Effekten her ein feuchtes Höschen bekommen. Tron_3 Nüchtern betrachtet ist es, wie ein Journalistenkollege so treffend twitterte: der neue Tron ist wie der Alte - nur in 256 Farben. Alles ist bunter, lauter als beim ersten Tron.
Inhaltlich fand ich persönlich Tron vor knapp 30 Jahren schon fade- hier orientiert sich leider Tron Legacy sehr am Original.  Das Cast kann sich sehen lassen und müht sich redlich, aus dem Script etwas herauszuspielen. Olivia Wilde als Eyecandy ist erfrischend, von der man gerne mehr (in Cowboys & Aliens) sehen wird.
Jeff Bridges Rolle ist optisch als Obi "Dude" Kenobi (Copyright Julian) und auch auch inhaltlich als Homage angelegt, etwa wie er das Raumschiff klaut - siehe ausschalten des Traktorstrahls, Star Wars Ep. 4. Clu ist (bewust?) eher mittelmäßig animiert, wohl damit auch der letzte Zuschauer kapiert, dass er ein Computerprogramm ist. Michael Sheen als Castor hat leider eine viel zu kleine, aber geniale Rolle

Tron_Darf_Punk Aber jetzt kommen wir mal zu dem Grund, warum man Tron sehen, bzw. höhren sollte - in einem Kino mit genialer Soundanlage! DAFT PUNK haben den Soundtrack gemacht! Oder wie Fans sagen, Disney hat netterweise ein Musikvideo zur Musik gemacht. Zugegebenerweise ist es etwas die Umkehr der Gewichtung, aber wenn man den Film - wie schon Interstella 5555 - als Video zur Musik sieht - kommt er sehr genial. Seit ihrer ersten Single an, die 1993 erschien, wurden die DJs Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter als Innovatoren der elektronischen Musik gefeiert. Der Sound von Daft Punk ist eine kühne Dancefloor-orientierte Mischung verschiedener Musikstile. Ein Mix aus Progressive House, Funk, Electro und Techno, versetzt mit Breakbeat-Elementen, wie man sie vom Hiphop kennt, sowie exzessiven Samples. Witzig, eines der Musikalischen Grundmuster erinnert an das Grundthema des Soundtracks der Bourne-Triologie.

Knallbunt und leuchtendes Popcornkino für die einen - Für die anderen das größte Daft Punk Musikvideo der Welt!
4,5 + 1,5 Daft Punk Bonuspunkte= 6
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