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Starportrait: Mario Adorf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von moviefan   
Dienstag, 14. November 2006
Adorf, der ursprünglich Boxer werden wollte, wuchs in der Eifel als uneheliches Kind bei seiner Mutter auf. Seinen Vater, einen verheirateten römischen Arzt, hat er nur ein einziges Mal, für wenige Minuten, gesehen.

Sein Germanistik- und Philosophiestudium brach Adorf ab, um in den Jahren 1953 bis 1955 die Otto-Falkenberg-Schule zu besuchen. Von 1955 bis 1960 war er Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. Erste Lorbeeren erntete er bereits 1957 mit seinem ersten Filmauftritt: Für seine Darstellung eines Massenmörders in Sidomaks "Nachts, wenn der Teufel kam" wurde er mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet - und schien sich erstmal auf die Rolle des Filmbösewichts festgelegt zu haben.

Als nächstes sah man ihn als bösen Santer in "Winnetou" (1963), als Diktator Mussolini oder als Baulöwen Schuckert in Fassbinders "Lola" (1986). Ab Mitte der 80er-Jahre kam dann die Darstellung machtvoller Vaterfiguren hinzu ("Via Mala", "Heimatmuseum"). Seine Verkörperung des Kaufhauskönigs in "Der große Bellheim" (1992) brachte ihm schließlich den Adolf-Grimme-Preis in Gold ein.

Unter anderem war Mario Adorf in den drei Kinofilmen "Alles nur Tarnung" (1996), "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" (1997) und in Helmut Dietls Satire "Rossini" (1997) zu sehen. Außerdem spielte er in dem TV-Mehrteiler "Die Affäre Semmeling" von Dieter Wedel eine Hauptrolle. Neben seinen Auftritten in deutschsprachigen Filmen hat sich der kraftvolle Charakterdarsteller seit den 60er-Jahren ein zweites Standbein im italienischsprachigen Film geschaffen. Mario Adorf lebt zusammen mit seiner französischen Frau seit über 30 Jahren in Rom.

Geburtsdatum:
1930-09-08

Geburtsort:
Zürich

Autogrammadresse:
Perlachstraße 28, 81539 Grünwald

Auszeichnungen:
Adolf Grimme Preis (Deutschland) 1994
Bambi (Deutschland) 1978
Bayerischer Fernsehpreis (Deutschland) 1996
Bayerischer Filmpreis (Deutschland): Ehrenpreis 2001
Deutscher Filmpreis (Deutschland) 2004, 1992, 1958


Mit freundlicher Unterstützung von rtv.de






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