Darsteller:Brad Pitt, Mélanie Laurent, Eli Roth,
Christoph Waltz, Michael Fassbender, Diane Kruger, Daniel Brühl, Til Schweiger,
Gedeon Burkhard, Jacky Ido
Filmkritik: Da ich
völlig überraschend wieder eine Einladung zu einer Pressevorführung bekommen
habe(wie damals bei „Drag me to Hell“) hatte ich heute die Chance „Inglourious
Basterds“ zu sehen, den neuen Film von meinem Lieblingsregisseur Quentin Tarantino.
Er versuchte sich mit dem Film am Genre des Exploitation-Kriegsfilms der 70er,
ganz nach seinem Vorbild „Inglorious Bastards“ von Enzo G. Castellari. Da
Quentin für seine besonderen Drehbücher und seine besondere Art einen Film zu
machen ja bekannt ist, war ein Kriegsfilm aus seiner Feder einmal eine ganz
neue Erfahrung und ich war mörderisch gespannt drauf.
Im
ersten Jahr der deutschen Besatzung Frankreichs. Shosanna Dreyfuss(Melanie
Laurent) muss mit ansehen wie Nazi Oberst Hans Landa(Christoph Waltz) ihre
gesamte Familie ermordet. Shoshanna gelingt es nur knapp zu entkommen. Sie
flieht nach Paris und legt sich dort eine neue Identität als Besitzerin eines
Kinos zu. Anderswo in Europa stellt Leutnant Aldo Raine(Brad Pitt) eine Gruppe
bestehend aus jüdisch-amerikanischen Soldaten(u.a. Eli Roth, Gedeon Burkhard,
Till Schweiger, Michael Fassbender) zusammen, die flinke schockierende
Vergeltungsschläge begehen soll. Schnell macht ein Name für die Truppe die
Runde: The Basterds. Jeder aus der Gruppe schuldet Raine 100 Nazi-Skalpe.
Die Basterds stellen Kontakt zur deutschen Schauspielerin und Geheimagentin
Bridget von Hammersmark(Diani Kruger) um einen finalen Schlag gegen das
Nazi-Regime zu planen und den Führer(Martin Wuttkes) sowie seine Untergebenen
zu töten. Der ehrgeizige Plan der Truppe führt zur Premiere des Nazi-Films „Stolz
der Nation“, welcher in Shoshannas Kino seine Premiere feiert, dazu geladen:
Der gesamte Nazi-Führungsstab. Doch Shoshanna plant dort schon ihren ganz
eigenen Rachefeldzug…
Der
Film folgt nur einem dünnen konstanten Faden und hangelt sich ansonsten an
einigen, mehr oder weniger abgeschlossenen Kapiteln entlang. Dies kann man
einerseits kritisieren, andererseits ist es aber auch ein interessantes Stilmittel
welches Quentin schon in „Kill Bill“ verwendete.
„Inglourious Basterds“ beginnt auf einer französischen Farm. Ein Bauer mit
seinen Töchtern ist bei der täglichen Arbeit zu sehen, plötzlich hört man ein
Auto in der Ferne. Der Bauer scheint mit dem „Besuch“ gerechnet zu haben, macht
sich frisch und erwartet die Ankunft. Ein Militär-Wagen hält an der Farm an,
Soldaten steigen aus, Hans Landa ist einer von ihnen. Im bekannten
Tarantino-Stil reden Landa und der Bauer nun am Tisch im Bauernhaus
miteinander, Landa trinkt eine Milch, beide rauchen Pfeife. Dies ist nun
einfach eine typische Situation die in allen Filmen von Tarantino auftaucht.
Geschliffene, messerscharfe Dialoge, von 2 oder mehr Charakteren überzeugend präsentiert
und mit kleinen Extras wie dem rauchen einer Pfeife aufgepeppt. Durchweg
einfach grandios, geschrieben wie gespielt. Die Atmosphäre wird immer dichter,
die Spannungsschraube wird angezogen, meist ohne das man es merkt. Landa
bekommt den Bauern schließlich dazu zuzugeben, dass er unter dem Haus einer
Judenfamilie versteckt hält. Er wendet dazu keine Gewalt an, aber seine Art
schüchtert jeden Menschen ein, fast wie ein Messer im Schritt. Er befielt den anderen
Soldaten von oben durch den Boden in den Keller zu feuern. Eine Jüdin,
Shoshanna, kann fliehen. Schnitt. 3 Jahre später.
Dies
ist das erste Kapitel des Films, „Once Upon a Time in Nazi Occupied France“.
Die Einführung von Landa bzw. Christoph Waltz, der von allen Schauspielern die
meiste Screentime hat, ist grandios über die Bühne gegangen und der Charakter
wurde direkt perfekt präsentiert. Das Lob in Cannes für Waltz ist vollkommen
berechtigt.
Die
ersten beiden Kapitel sind richtig stark, in Kapitel 3 und 4 sind klitzekleine
Schwächen zu verzeichnen die aber im Detail liegen und kaum von Bedeutung sind.
Es handelt sich lediglich um kurze Szenen, die man für einen besseren Fluss
evtl. besser am Schneidetisch liegen gelassen hätte für den Director’s Cut. Das finale
Kapitel, „Revenge of the Giant Face“ haut dann zum Schluss aber so richtig
rein.
Die Mischung aus abgedrehtem, sarkastischem Humor, leichten Gewaltspitzen, ein
wenig Ernsthaftigkeit, der Stil der an 70er Exploitation-Filme erinnert und die
allgemeine extreme Dialoglastigkeit machen den Film insgesamt zu einem gänzlich
anderen Kriegsfilm als man evtl. erwartet hat. Dialoge bestimmen ca. 80% des
Films, der Rest sind kurze Actionszenen die aber insgesamt nicht wirklich ins
Gewicht fallen. Wer einen Kriegs-Actioner im „The Dirty Dozen“-Stil oder dem
Titelgebenen „Inglorious Bastards“ sucht, sollte einen riesen Bogen um Tarantinos
„Inglourious Basterds“ machen. Der rote Faden der sich ganz leicht durch den
Film zieht ist, dass Brad Pitt und seine Jungs dasselbe Ziel haben wie die
geflohene Jüdin aus dem ersten Kapitel: Das Kino hochjagen in dem der Führer
mit seinen Untertanen die Premiere des Films „Stolz der Nation“ feiert. Das
interessante dabei, die beiden Parteien laufen sich dabei nicht einmal wirklich
über den Weg, kennen sich nicht, operieren getrennt voneinander am selben Plan
und arbeiten dann doch irgendwie zusammen.
Aber
der Film lebt weniger von der Verfolgung dieses ehrgeizigen Plans, als vielmehr
von den Stories die nebenbei passieren. Mein echtes Highlight war eine gut 25 minütige
Bar-Szene im Mittelteil des Films. 3 deutschsprachige Basterds treffen sich, in
Nazikluft, mit Bridget von Hammersmark in einer Kellerbar in Paris.
Unglücklicherweise feiern in der Bar auch gerade einige Nazis die Geburt des
Sohnes eines Kameraden. Diese Szene läuft im Grunde vom Spannungsaufbau ähnlich
ab wie die in Kapitel 1 und mündet am Ende wieder in einem Gemetzel. Die Stärke
dieser und weiterer in sich beinahe geschlossener Passagen des Drehbuchs ist der
Grund wieso der Film in dem Kapitel Konzept trotzdem so gut funktioniert,
ähnlich wie schon „Kill Bill“ dessen roter Faden nur daraus bestand Bill zu
töten, alles was auf dem Weg dahin passierte waren quasi mehr oder weniger auch
abgeschlossene Kurz-Episoden.
Schauspielerisch
wird richtig was geboten. Dadurch, dass Quentin nur Deutschsprachige
Schauspieler als Deutsche besetzt hat und dies auch bei den Briten, Amerikanern
und Franzosen so beibehalten hat, bekommt man einen großen Cocktail
verschiedener Schauspieler präsentiert. Die Deutschen Schauspieler sind
natürlich in der Überzahl und man sieht wirklich bis in die kleinsten
Nebenrollen bekannte Gesichter, z.B. einen Christian Berkel als Barkeeper in der
Pariser Kellerbar oder Bela B. Felsenheimer als Platzanweiser im Kino. Aber
auch die größeren Rollen sind natürlich exzellent besetzt. Brad Pitt mit seinem
markanten Akzent spielt hier erneut einen Charakter an den man sich noch in
vielen Jahren erinnern wird. Selbst Till Schweiger, der ja auch gerne mal
negativ auffällt, wurde hier ideal besetzt. Er hat nur wenig Text, guckt aber
in den richtigen Szenen wunderbar grimmig drein. Die einzige Person die wieder
Mal aus dem Raster fällt ist Diane Kruger. Die Frau kann einfach nicht
ordentlich schauspielern und fiel mir auch hier wieder durch ihre aufgesetzte
Art negativ auf. Bei ihr hat man ständig das Gefühl sie würde einfach nur einen
auswendig gelernten Text aufsagen, statt sich in der Rolle zu befinden.
Soundtrack-Technisch
gibt es einige markante Stücke, besonders das in der Anfangsszene gefiel mir
sehr gut aber auch den Rest des Films setzt Tarantino die Musik immer gut ein
um gewisse Szenen wunderbar zu unterstreichen. An die Genialität seiner
restlichen Soundtracks kommt der, der Basterds für mich aber nicht heran.
Wie
der Film in der Synchro funktionieren soll ist mir bislang noch unbegreiflich.
Nicht nur das sprachliche Differenzen zwischen Englisch und Deutsch
stellenweise Handlungsrelevant sind, einige Passagen in Gesprächen von einem
dritten übersetzt werden, nein, auch verschiedene Akzente wie
Südstaaten-Dialekt oder britisch spielen eine größere Rolle. Für einen
Hollywood-Film ist die Sprachverteilung im Film sowieso erstaunlich. 1/3
Französisch mit Untertiteln, 1/3 Deutsch mit Untertiteln und 1/3 Englisch sind
nicht gerade das was man in Hollywood Unterhaltungsfilm nennen würde. Mir
gefiel diese Authentizität aber gerade sehr gut und als Deutscher Zuschauer
sind die Deutschen Szenen irgendwie erst recht sehr unterhaltsam. „Inglourious
Basterds“ wäre in jedem Fall ein Film den man in Deutschland im Original mit
Untertiteln veröffentlichen sollte. Da aber sogar „Borat“ und „Brüno“ übersetzt
wurden, kann man darauf wohl lange warten.
Essentiell
wichtig für „Inglourious Basterds“ ist, dass er sich meistens selber nicht all
zu ernst nimmt. Hitler verkommt in großen Teilen zur Witzfigur und auch einige
andere Nazigrößen werden eher verulkt als besonders fies dargestellt. Wenn
Hitler darüber redet, dass der als „Bärenjude“ bekannte Jude der Basterds
scheinbar kein Mensch sondern ein Golem sein soll oder man in einer Rückblende
zu sehen bekommt wie Göbbels seine französisch Übersetzerin von hinten beglückt
kringelt man sich vor Lachen im Kinosessel. Das ist einfach beste Satire. Aber
auch die Basterds bleiben davon nicht völlig verschont, müssen sich doch 3 von
Ihnen am Ende als Italiener ausgeben. Besonders Pitt gefällt hier, der seinen
Südstaaten-Akzent mit dem italienischen unter einen Hut bringen muss und sich
so einfach zum Schreien anhört.
Toll aber dann andererseits wiederrum, dass so eine schillernde Person wie Hans
Landa sein abgehobenes Schauspiel nicht so weit treibt dass auch er sich auch
der Lächerlichkeit preis gibt. Denn sonst wäre seine Präsenz auf der Leinwand
direkt weniger einschüchternd. Er bleibt, trotz einiger humoristischer Szenen
bis zum Ende der fiese „Jew-Hunter“, aber dabei auf einem gewissen Level sogar
noch sympathisch.
„Inglourious
Basterds“ ist für mich der Kracher geworden den ich mir gewünscht hatte, wurde allerdings
doch in vielen Teilen völlig anders als ich gedacht hätte, aber ist im
Endeffekt genau so geworden wie man einen Kriegsfilm von Quentin Tarantino eigentlich
hätte erwarten müssen. Ob der Film der breiten Masse schmeckt, ich bezweifel es
stark. In Deutschland wird der Film nicht viele Fans finden wage ich zu
Prophezeien und auch in den USA wird es sich eher in Grenzen halten. Dafür hat
Quentin nach dem, von vielen Fans und Kritikern meiner Meinung nach völlig zu
Unrecht verunglimpftem „Death Proof“ hiermit wieder einen Film erschaffen der
beiden Seiten, Fans und Kritikern, sehr gut schmecken wird.
Hangover Originaltitel:
The Hangover - Erscheinungsjahr:2009 - Regie: Todd Phillips
Darsteller:Bradley Cooper, Ed Helms, Zach Galifianakis, Justin
Bartha, Heather Graham, Sasha Barrese, Jeffrey Tambor, Ken Jeong, Rachel
Harris, Mike Tyson
Als ich den Trailer zu „The Hangover“ das erste Mal
gesehen hatte, war mir schon klar, dass dies eine verdammt gute Komödie werden
wird. Todd Phillips, der z.B. mit „Old School“ und „Road Trip“ schon 2 geniale
Komödien gemacht hat, sollte auch mit „The Hangover“ wieder zeigen, dass er
noch einer der wenigen guten Komödien-Regisseure in Hollywood ist. Die
Vorstellung wurde mir durch eine Aktion der Bildzeitung ermöglicht, die heute exklusive
Vorpremieren in vielen Städten veranstaltet hat.
Junggesellenabschiede müssen krachen, besonders in
den USA, wo man mit Las Vegas DEN Ort schlechthin für einen
Junggesellenabschied erschaffen hat. Doug(Justin Bartha) der in 2 Tagen seine
hübsche Freundin Tracy(Sasha Barrese) heiratet bricht also mit seinen 2 Kumpels
Phil(Bradley Cooper) und Stu(Ed Helms) sowieso seinem zukünftigen Schwager Alan(Zach
Galifianakis) auf zum Sündenpfuhl Las Vegas, immer mit der wichtigsten Regel im
Hinterkopf:“What happens in Vegas, stays in Vegas“.
Stilvoll, im schicken Mercedes des zukünftigen Schwiegervaters, kommen die 4
auch schließlich in Las Vegas an, beziehen eine prunkvolle Suite, prosten sich
auf dem Dach des Hotels mit einem Jägermeister zu und…SCHNITT…wachen mit einem
schlimmen Kater im Hotelzimmer auf. Die Suite ist völlig zerstört, eine Henne
läuft in der Küche rum, Stu fehlt ein Schneidezahn, Phil war scheinbar in der
Notaufnahme und im Badezimmer sitzt ein Tiger. Zu allem Überfluss ist der
Bräutigam nicht aufzufinden. Keiner der 3 kann sich an irgendwas erinnern was
nach dem Jägermeister passierte und so begeben sie sich auf eine wilde Tour
durch Las Vegas, auf der Suche nach Erinnerungen an die letzte Nacht und auf
der Suche nach Doug.
Die
Story von „The Hangover“ ist simpel wie genial. Nichts von der verhängnisvollen
Nacht zu zeigen, ist die größte Stärke des Films. Man bekommt immer wieder die Ergebnisse
der Nacht geliefert und ist gespannt wie diese zu Stande kamen, also was den Dreien
alles zugestoßen ist, wo z.B. der Tiger herkommt und freut sich jedesmal wenn
neue Einzelteile des Abends zusammengesetzt werden. Dadurch entsteht eine
Road-Movie ähnliche Erzählweise, in der man ständig neue Charaktere kennenlernt
und an neuen Orten ist und der Film somit auch nie zum Stillstand kommt. Dazu
ist Las Vegas einfach eine ideale Filmkulisse.
Aber
das alles würde nicht funktionieren, wenn der Humor nicht witzig wäre und die
Schauspieler nicht überzeugen würden. Aber hinter beide Punkte kann man einen
fetten Haken setzen. Auf Fäkalhumor wird sehr gut verzichtet, nur ganz, ganz
selten geht es unter die Gürtellinie. Der Humor kommt vor allem durch die
Situationen und Charaktere zustande, die möglichst abgefahren und schräg sind. „The
Hangover“ ist wohl ganz locker vom Humor her, eine der besten US-Komödien der
letzten Jahre.
Gegen
Ende machten es sich die Drehbuchautoren dann stellenweise etwas zu einfach die
Story aufzulösen, alles wirkt etwas gehetzt und die Fäden lösen sich zu schnell
auf. Unerwartet wird dafür aber noch etwas von der Hochzeit von Doug gezeigt,
was das gehetzte Las Vegas Ende dann teilweise wieder wett macht.
Schauspielerisch
war es genau die richtige Entscheidung für die Hauptrollen keine zu bekannten
Schauspieler zu nehmen. Bradley Cooper kannte ich bereits aus „Midnight Meat
Train“ wo er mir schon sehr gut gefiel und Ed Helms hatte ich auch schon mal
gesehen. Aber wirklich bekannt waren sie nicht und konnten so sehr befreit
aufspielen. Alle 3 spielen super, soweit ich das in der Synchro-Version
beurteilen kann. Die Synchro ist allgemein recht bemüht und gelungen, bei
Flüchen, ein paar Sprüchen und besonders bei kurzen Gesangseinlagen wird der O-Ton
aber noch besser sein.
Der
Soundtrack ist stimmig, besteht aus bekannten und unbekannten Songs, hätte aber
noch etwas besser sein können. In der Road-Trip Szene zu Anfang hätte ich mir
z.B. irgendein anderes cooles Lied vorgestellt. Insgesamt aber stimmig und
szenenabhängig passend.
„The
Hangover“ wurde die erhoffte sehr gute Komödie. Man hat viel zu lachen, muss
sich eigentlich nie fremdschämen über irgendeinen peinlichen Witz und wünscht
sich heimlich auch mal so eine geniale Nacht in Las Vegas zu erleben. Eine
höhere Bewertung hebe ich mir für den O-Ton auf, aber auch in der Synchro hat
man jede Menge Spaß.
Der
erfolgreiche Krimiautor und Dozent Alex Fayard wird nach Japan
eingeladen,
um sein neues Buch vorzustellen. Dort lebt sein Idol, der
geheimnisumwitterte Krimiautor Shundei Oe. Dieser gilt als ziemlicher
Sonderling und ist zudem extrem öffentlichkeitsscheu. Es gibt nur eine
Person, die persönlichen Kontakt zu ihm haben soll und auch diese
Person kennt nicht sein Gesicht. Dennoch macht
sich Alex Hoffnungen, sein Idol endlich einmal zu treffen, doch daran
scheint Shundei nicht interessiert zu sein. Er fordert Fayard in einer
TV-Talkshow vielmehr unmissverständlich dazu auf, Japan zu verlassen.
Alex lernt die Geisha Tamao kennen und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit ihr.
Die Frau eröffnet ihm ein dunkles Geheimnis: Zu Zeiten ihrer Ausbildung
unterhielt sie eine Beziehung zu einem jungen Mann, der sie bat, ihn zu
heiraten. Da jedoch die Geisha-Karriere für sie Vorrang hatte, lehnte
sie den Antrag ab, worauf er gewalttätig wurde. Jetzt, Jahre später,
hat er sich per Brief wieder bei ihr gemeldet und Schlimmes angedroht -
und gleichzeitig verraten, dass er niemand anders sei als er, der
berühmte Krimiautor Shundei Oe...
Fayard erkennt zu spät, dass er in ein Netz aus Macht und Intrigen geraten ist.
Barbet Schroeder bekannt aus Weibliche, ledig, jung sucht .... , Kiss
of Death, Desperate Measures ... liefert mit Das Geheimnis der Geisha
die Verfilmung der Novelle Beast in the Shadows von Edogawa Rampo ab. Die französische Produktion führt in die für Europäer fremde Welt Japans führt, ähnlich Black Rain. Von der Presse in Italien wurde der Film in die Nähe von Nagisa Oshima's In the Realm of the Senses gerückt.
Das Cast des Films kann sich sehen lassen. Die Story trumpft mit
beklemmenden Visionen des Hauptdarstellers Alex Fayard auf, die bei
Fortschreiten der Story nicht weiter verfolgt werden. Dies ist etwas
schade, da durch die Visionen der Film vom Krimi zu einem soliden
Mystery-Thriller hätte werden können.
Der Film enthält etwas Erotik, etwas Krima, etwas Thriller und etwas Mystery und ist damit ein nettes Festivalfilmchen. In Deutschland läuft Inju auf dem Filmfest München .
Cast: Sam Huntington, Chris Marquette, Dan Fogler, Kristen Bell, Jay Baruchel, Jaime King, Danny Trejo, Carrie Fisher, Ray Park, Billy Dee Williams, Noah Segan, Lou Taylor Pucci, Seth Rogen, Christopher McDonald, William Shatner, Harry Knowles
Halloween 1998
– Eric Bottler trifft seine High Schoolkumpel Linus, Hutch, Windows und Zoe auf
einem Kostümfest wieder. Bottler ist der einzige, der „etwas aus seinem Leben
gemacht hat“ und ansatzweise erwachsen geworden ist. Das einzige was alle noch
gemeinsam haben ist ihre Liebe zu Star Wars.
Bottler
erfährt von Hutch und Windows, dass Linus an Krebs erkrankt ist. Der Arzt gibt
ihm nur noch etwa vier Monate zu leben – TPM kommt erst in sechs Monate ins
Kino. Um sich mit Linus zu versöhnen schlisst sich Bottler dem Plan der übrigen
an: Einbruch in George Lucas’s Skywalkter Ranch und Diebstahl einer Kopie des
Episode I – Films. Die Freunde machen sich auf eine Reise quer durch Amerika,
die sich auch durch Enemyterritory führt, in die Gegend von Riverside, Iowa
einem Ort der fest in der Hand der Erbfeinde des Star Wars Fans ist - den
Trekies! Wird die Macht mit ihnen sein?
JA!!! Stark bei diesem Film
sie ist!
Fanboys enthält massenweise Zitate aus den Filmen. Die Charaktere sind
herrliche Hardcorefans. Man fühlt sich in der Tat wieder in die Zeit vor TPM
zurückversetzt.
Der Film hat viele
Camoe-Auftritte des Star Wars casts. Harry Knowles, der Vater aller
Onlinefilmforen spielt sich selbst. Schade, dass man nicht die Lizenzgebüren
für die Originalmusik ausgegeben hat. John Williams gehört einfach zum Star
Wars-Universum. Immerhin der Foxjingle kommt vor.
Der Film fasst spitzenmäßig
und mit viel Herz den Hype von der Zeit zusammen, als die Menschheit dem Release von Ep. 1
entgegenfieberte.
Spike
Witwicky zieht von zu Hause aus, um aufs College zu gehen. Er verabschiedet
sich von seinen Eltern, von Mikaela, mit der er eine Fernbeziehung führen will
und von seinen Autobot-Kumpel Bumblebee. Spike hat genug von Robotern, er will
ein normales Leben führen.
Aber die
Decepticons spüren auf, wohin die Überreste des „cube“ (aus Teil 1) gebracht
worden ist, mit dem man Welten mit Leben erfüllen kann: Sie tauchen Megatron
aus den Tiefen des Ozeans empor. Megatron entpuppt sich als Handlanger vom Prime
„the Fallen“, einem noch mächtigeren Decepticon, der von Tausenden von Jahren
das Gegenstück zum cube auf die Erde gebracht hatte. Eine Maschine mit der man
die Energie aus Sonnen sammeln kann, und dabei nebenbei das jeweilige
Sonnensystem zerstört. Weil man so etwas nicht mit bewohnten Systemen macht,
wurde er verbannt, der Schlüssel versteckt. Diese Maschine ist immer noch auf
der Erde einschließlich des Schlüssels, mit dem man sie startet. Spike, der
nach Berührung eines Splitters des cube Visionen hat, erkennt, dass diese
Visionen Hinweise auf den Aufenthaltsort des Schlüssels enthaltem. The Fallen
will nun endgültig die Erde zerstören und sich an dem letzten Prime rächen. Es
wird also nichts mit Spikes ruhigen College-Leben.
Bei den
Transformers handelt es sich eben um Roboterartige Wesen, die sich in Autos
verwandeln können. Fein – was bietet Teil 2 des Franchises sonst noch? Mehr
Roboter als Teil 1, mehr Effekte, mehr Bumm, der Film ist - vor allem in einem
Imaxkino mit entsprechender Soundanlage - lauter, das ist aber auch schon
alles. Oh nein, ich vergaß: the US-Army rules!! Obwohl die Decepticons in Teil
2 auch in Paris auftauchen, scheinen die schlauen Amies die Einzigen zu sein,
die nach dem weltweiten TamTam von Teil 1 heldenhaft Jagt auf die Roboter
machen. Nichts gegen Action, aber stundenlanges Geballere von Infanterie gegen
Roboter, die kaum mit Panzergeschossen und Flugzeugraketen angekratzt werden
ist einfach nur Verdummung. Ebenso, dass die Roboter, die mit einem Schuss
Panzer ausschalten, stundenlang gegen besagte Infanterie kämpfen und diese
immer noch leben ….
Der Film
hat seine Momente - und davon zu wenige -eigentlich ausschließlich, wenn keine Roboter
im Bild sind. Spikes zugekiffte Mutter auf dem Collegegelände ist zwar Klamauk,
aber ein Lichtblick im Dunkel des Rumgeballers. Groß sind einige der Szenen mit
John Turturro, der wieder den (entlassenen) Agent Simmons spielt. „This is
topsecret, don’t tell …“ Ihr werdet Euch wegwerfen. Lichtblicke? Megan Fox im
Gegenlicht ist ein Traum! Das hatte Michael Bay schon in Teil 1 begriffen und
in Teil 2 multipliziert. PS, bei den Pressefotos war nicht ein entsprechendes Bild dabei - ein Skandal!
Die Orte im
Film insbesondere die im Orient werden beliebig verschoben. So liegen beispielsweise
die Pyramiden von Gizeh nicht mehr in Ägypten, sondern sind, wenn ich richtig
aufgepasst habe, in Jordanien angesiedelt, aber was bedeuten schon derartige
Details, wenn man Megan Fox im Gegenlicht der Wüste sehen kann.
Der Witz
kommt für einen Familien-/Kinderfilm zu kurz. Die Zielgruppe dürfte dieses Mal
definitiv nicht die unter 12-Jährigen sein. Die über 12-jährigen Jungs dürften
den Film toll finden und dank Megan Fox tolle Träume haben. On a sidenote, dass die US-Army die Welt am besten rettet,
ist eine Illusion. Wir wissen doch alle, dass Bruce Willis das am Besten kann.
Moral: wenn
ein Geheimdienstman kommt, der mit der Regierung im Rücken der Army ihre Roboter
Spielsachen wegnehmen will, gilt: nur die Army weiß, was gut für sie, Amerika und die Welt ist! Mir war nicht klar, dass die Stimmung in „Yes we can“-USA zurzeit
derartig schlecht ist, dass die so eine Propaganda nötig haben.
Teil 3 ist
für 2011 angekündigt und ich habe eine Vision: Die Roboter kommen nur im Vorspann
vor, die US-Army macht den Rest des Films das, was sie am Besten kann
und Megan Fox mit ordentlich Lippgloss wird in jeder zweiten Szene im
Gegenlicht gezeigt-geil!
Alles steht stramm, wenn mit einem
„Blubben“ der Messenger auf den Bildschirm „it is here“ verkündet: Verlagslektorin
Margaret Tate (Sandra Bullock) hat den Verlag betreten. Die Mitarbeiter lassen alles
stehen und liegen und gehen an ihren Computern in Deckung, nur nicht auffallen.
Der Einzige, der der Hexe gegenübertreten muss, ist ihr Assistent Andrew Paxton
(Ryan Reynolds), für den die Leibeigenschaft immer zu noch gelten scheint.
Margaret wird in die Chefetage
zitiert, es geht nicht um die Verkaufszahlen ihres neuen Starautors oder eine
weitere Gehaltserhöhung. Es droht der Verlust nicht nur ihres hochdotierten Jobs,
sondern auch ihres Zuhauses: Die Kanadierin Margaret hat schlicht versäumt, ihr
Visum rechtzeitig verlängern zu lassen, und soll aus den USA ausgewiesen
werden. Als Andrew wie vereinbart erscheint, um sie unter einem Vorwand aus dem
lästigen Meeting zu erlösen, hat Margaret die rettende Eingebung: Strahlend
eröffnet sie dem Vorstand, dass sie und Andrew bald heiraten werden. Ihrem
„Verlobten“ verschlägt es glatt die Sprache. Protest wäre ohnehin zwecklos:
Wenn er seiner Chefin nicht zu Willen ist, wird auch Andrew seinen Job los.
Notgedrungen dreht er den Spieß um und sagt Ja – mit der Auflage, dass Margaret
endlich den großartigen Roman verlegt, den er ihr immer wieder vergeblich
empfohlen hat. Und dann hat er noch ein, zwei weitere Bedingungen, bis der Deal
besiegelt ist. Doch damit fangen die Probleme erst an.
Ein Blick auf das
„glückliche Paar“ genügt, und der Beamte bei der New Yorker Einwanderungsbehörde
weiß, dass er es mit einer Scheinehe zu tun hat. Prompt droht er an, Margaret
und Andrew auf Herz und Fakten zu überprüfen. Um ihre Beziehung halbwegs
glaubwürdig zu machen, muss Margaret schnellstens die Familie ihres Zukünftigen
kennen lernen. Beim 90. Geburtstag seiner Großmutter will Andrew die Verlobung
bekannt geben. Der Haken: Die Paxtons residieren in Sitka, Alaska. Für die
Großstadtpflanze Margaret kommt das einem Ausflug zum Nordpol gleich. Obwohl
sie betont cool bleibt und auf ihren High Heels kaum über den Bootssteg kommt,
schließen Andrews Mutter Grace (Mary Steenburgen) und die rüstige Großmama
Annie (Betty White aus „Golden Girls“) sie sofort ins Herz. Andrews Verhältnis
zu seinem Vater Joe (Craig T. Nelson), dem zu Margarets Überraschung
anscheinend der halbe Ort gehört, ist eher unterkühlt: Offenbar hatte Mr.
Paxton große Pläne für seinen einzigen Sohn und kein Verständnis dafür, dass
Andrew den Familienbetrieb im Stich gelassen hat. Doch das alles interessiert
Margaret nicht. Sie ist viel zu sehr damit beschäftigt, den Wochenendtrip in
die „Wildnis“ so ladylike wie möglich durchzustehen – und sich das flauschige
Haushündchen vom Leib zu halten. Nach der Begrüßungsparty (und dem ersten
distanzierten Kuss) wird das junge Glück selbstverständlich in einem
gemeinsamen Schlafzimmer untergebracht – und tut alles, um sich bloß nicht
näherzukommen. Andrew nächtigt, ganz Gentleman, auf dem Fußboden, während
Margaret den Begriff „Schönheitsschlaf“ wörtlich nimmt. Das Spiel scheint zu
funktionieren. Grace und Granny Annie Paxton sind nicht mehr zu halten: Da die
Kinder schon mal da sind – warum nicht sofort heiraten? Noch dieses Wochenende,
an Großmutters Ehrentag! Entnervt lässt Margaret den Junggesellinnen-Abschied
über sich ergehen, schräg-provinzieller Männer-Striptease inklusive. Doch
spätestens als sie Granny im Wald bei einem kuriosen „Fruchtbarkeits-Ritual“
ertappt, bröckelt Margarets unnahbare Fassade. Und als die alte Dame der Braut
dann auch noch ihr eigenes Hochzeitskleid vermacht, verliert Margaret beinahe
die Fassung: Angesichts von so viel Herzlichkeit und Zuneigung regen sich ihre
eigenen lange verdrängten Gefühle – und ihr schlechtes Gewissen. Aber jetzt
gibt es kein Zurück mehr – allein schon, um die Familie nicht zu verletzen.
Auch Andrew findet seine erpresserische Chefin immer sympathischer. Doch am
Abend vor der Trauung nimmt Joe Paxton seinen Sohn beiseite und bittet ihn um
ein Gespräch unter vier Augen. Oder besser: sechs. Denn im Haus wartet, mit
triumphierendem Grinsen, ein ungebetener Hochzeitsgast auf den Bräutigam: Es
ist der Beamte von der Einwanderungsbehörde ...
Selbst ist
die Braut ist Wohlfühlkino pur, Die beiden Hautdarsteller sind ein Glücksgriff,
die Chemie stimmt. Sandra Bullock ist als dominante Chefin spitze und ebenso wie
Ryan Reynolds ("Sexiest Man" 2008 "laut people) körperlich sensationell
in Form. Der Film hat Charme und Humor. Wo der Trailer eher in Richtung Komödie
tendiert, zieht es den Film insgesamt mehr in Richtung Romanze. Mehr Komödie hätte mir persönlich gut gefallen.
Die
Einwanderungsproblematik erinnert etwas an „Green Card“, wobei in Green Card
das Procedere glaubwürdiger war. Hier ist der Beamte nicht wirklich
überzeugend.
Die
Auflösung des gordischen Knotens – das Zusammenkommen der Liebenden am Ende des
Films hätte zwar etwas mehr Finesse vertragen können, das zieht den Film in der Bewertung um 1 Punkt runter. Aber insgesamt ist
„Selbst ist die Braut“ einen Kuschelkinobesuch wert und im Nachklang eine
sehenswerte, humorvolle Romanze.