Inglourious Basterds PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: C4rter   

Inglourious Basterds
Originaltitel: Inglourious Basterds Erscheinungsjahr:2009 - Regie: Quentin Tarantino

Darsteller: Brad Pitt, Mélanie Laurent, Eli Roth, Christoph Waltz, Michael Fassbender, Diane Kruger, Daniel Brühl, Til Schweiger, Gedeon Burkhard, Jacky Ido

Filmkritik: Da ich völlig überraschend wieder eine Einladung zu einer Pressevorführung bekommen habe(wie damals bei „Drag me to Hell“) hatte ich heute die Chance „Inglourious Basterds“ zu sehen, den neuen Film von meinem Lieblingsregisseur Quentin Tarantino. Er versuchte sich mit dem Film am Genre des Exploitation-Kriegsfilms der 70er, ganz nach seinem Vorbild „Inglorious Bastards“ von Enzo G. Castellari. Da Quentin für seine besonderen Drehbücher und seine besondere Art einen Film zu machen ja bekannt ist, war ein Kriegsfilm aus seiner Feder einmal eine ganz neue Erfahrung und ich war mörderisch gespannt drauf.

Im ersten Jahr der deutschen Besatzung Frankreichs. Shosanna Dreyfuss(Melanie Laurent) muss mit ansehen wie Nazi Oberst Hans Landa(Christoph Waltz) ihre gesamte Familie ermordet. Shoshanna gelingt es nur knapp zu entkommen. Sie flieht nach Paris und legt sich dort eine neue Identität als Besitzerin eines Kinos zu. Anderswo in Europa stellt Leutnant Aldo Raine(Brad Pitt) eine Gruppe bestehend aus jüdisch-amerikanischen Soldaten(u.a. Eli Roth, Gedeon Burkhard, Till Schweiger, Michael Fassbender) zusammen, die flinke schockierende Vergeltungsschläge begehen soll. Schnell macht ein Name für die Truppe die Runde: The Basterds. Jeder aus der Gruppe schuldet Raine 100 Nazi-Skalpe.
Die Basterds stellen Kontakt zur deutschen Schauspielerin und Geheimagentin Bridget von Hammersmark(Diani Kruger) um einen finalen Schlag gegen das Nazi-Regime zu planen und den Führer(Martin Wuttkes) sowie seine Untergebenen zu töten. Der ehrgeizige Plan der Truppe führt zur Premiere des Nazi-Films „Stolz der Nation“, welcher in Shoshannas Kino seine Premiere feiert, dazu geladen: Der gesamte Nazi-Führungsstab. Doch Shoshanna plant dort schon ihren ganz eigenen Rachefeldzug…

Der Film folgt nur einem dünnen konstanten Faden und hangelt sich ansonsten an einigen, mehr oder weniger abgeschlossenen Kapiteln entlang. Dies kann man einerseits kritisieren, andererseits ist es aber auch ein interessantes Stilmittel welches Quentin schon in „Kill Bill“ verwendete.
„Inglourious Basterds“ beginnt auf einer französischen Farm. Ein Bauer mit seinen Töchtern ist bei der täglichen Arbeit zu sehen, plötzlich hört man ein Auto in der Ferne. Der Bauer scheint mit dem „Besuch“ gerechnet zu haben, macht sich frisch und erwartet die Ankunft. Ein Militär-Wagen hält an der Farm an, Soldaten steigen aus, Hans Landa ist einer von ihnen. Im bekannten Tarantino-Stil reden Landa und der Bauer nun am Tisch im Bauernhaus miteinander, Landa trinkt eine Milch, beide rauchen Pfeife. Dies ist nun einfach eine typische Situation die in allen Filmen von Tarantino auftaucht. Geschliffene, messerscharfe Dialoge, von 2 oder mehr Charakteren überzeugend präsentiert und mit kleinen Extras wie dem rauchen einer Pfeife aufgepeppt. Durchweg einfach grandios, geschrieben wie gespielt. Die Atmosphäre wird immer dichter, die Spannungsschraube wird angezogen, meist ohne das man es merkt. Landa bekommt den Bauern schließlich dazu zuzugeben, dass er unter dem Haus einer Judenfamilie versteckt hält. Er wendet dazu keine Gewalt an, aber seine Art schüchtert jeden Menschen ein, fast wie ein Messer im Schritt. Er befielt den anderen Soldaten von oben durch den Boden in den Keller zu feuern. Eine Jüdin, Shoshanna, kann fliehen. Schnitt. 3 Jahre später.

Dies ist das erste Kapitel des Films, „Once Upon a Time in Nazi Occupied France“. Die Einführung von Landa bzw. Christoph Waltz, der von allen Schauspielern die meiste Screentime hat, ist grandios über die Bühne gegangen und der Charakter wurde direkt perfekt präsentiert. Das Lob in Cannes für Waltz ist vollkommen berechtigt.

Die ersten beiden Kapitel sind richtig stark, in Kapitel 3 und 4 sind klitzekleine Schwächen zu verzeichnen die aber im Detail liegen und kaum von Bedeutung sind. Es handelt sich lediglich um kurze Szenen, die man für einen besseren Fluss evtl. besser am Schneidetisch liegen gelassen hätte für den Director’s Cut. Das finale Kapitel, „Revenge of the Giant Face“ haut dann zum Schluss aber so richtig rein.
Die Mischung aus abgedrehtem, sarkastischem Humor, leichten Gewaltspitzen, ein wenig Ernsthaftigkeit, der Stil der an 70er Exploitation-Filme erinnert und die allgemeine extreme Dialoglastigkeit machen den Film insgesamt zu einem gänzlich anderen Kriegsfilm als man evtl. erwartet hat. Dialoge bestimmen ca. 80% des Films, der Rest sind kurze Actionszenen die aber insgesamt nicht wirklich ins Gewicht fallen. Wer einen Kriegs-Actioner im „The Dirty Dozen“-Stil oder dem Titelgebenen „Inglorious Bastards“ sucht, sollte einen riesen Bogen um Tarantinos „Inglourious Basterds“ machen. Der rote Faden der sich ganz leicht durch den Film zieht ist, dass Brad Pitt und seine Jungs dasselbe Ziel haben wie die geflohene Jüdin aus dem ersten Kapitel: Das Kino hochjagen in dem der Führer mit seinen Untertanen die Premiere des Films „Stolz der Nation“ feiert. Das interessante dabei, die beiden Parteien laufen sich dabei nicht einmal wirklich über den Weg, kennen sich nicht, operieren getrennt voneinander am selben Plan und arbeiten dann doch irgendwie zusammen.

Aber der Film lebt weniger von der Verfolgung dieses ehrgeizigen Plans, als vielmehr von den Stories die nebenbei passieren. Mein echtes Highlight war eine gut 25 minütige Bar-Szene im Mittelteil des Films. 3 deutschsprachige Basterds treffen sich, in Nazikluft, mit Bridget von Hammersmark in einer Kellerbar in Paris. Unglücklicherweise feiern in der Bar auch gerade einige Nazis die Geburt des Sohnes eines Kameraden. Diese Szene läuft im Grunde vom Spannungsaufbau ähnlich ab wie die in Kapitel 1 und mündet am Ende wieder in einem Gemetzel. Die Stärke dieser und weiterer in sich beinahe geschlossener Passagen des Drehbuchs ist der Grund wieso der Film in dem Kapitel Konzept trotzdem so gut funktioniert, ähnlich wie schon „Kill Bill“ dessen roter Faden nur daraus bestand Bill zu töten, alles was auf dem Weg dahin passierte waren quasi mehr oder weniger auch abgeschlossene Kurz-Episoden.

Schauspielerisch wird richtig was geboten. Dadurch, dass Quentin nur Deutschsprachige Schauspieler als Deutsche besetzt hat und dies auch bei den Briten, Amerikanern und Franzosen so beibehalten hat, bekommt man einen großen Cocktail verschiedener Schauspieler präsentiert. Die Deutschen Schauspieler sind natürlich in der Überzahl und man sieht wirklich bis in die kleinsten Nebenrollen bekannte Gesichter, z.B. einen Christian Berkel als Barkeeper in der Pariser Kellerbar oder Bela B. Felsenheimer als Platzanweiser im Kino. Aber auch die größeren Rollen sind natürlich exzellent besetzt. Brad Pitt mit seinem markanten Akzent spielt hier erneut einen Charakter an den man sich noch in vielen Jahren erinnern wird. Selbst Till Schweiger, der ja auch gerne mal negativ auffällt, wurde hier ideal besetzt. Er hat nur wenig Text, guckt aber in den richtigen Szenen wunderbar grimmig drein. Die einzige Person die wieder Mal aus dem Raster fällt ist Diane Kruger. Die Frau kann einfach nicht ordentlich schauspielern und fiel mir auch hier wieder durch ihre aufgesetzte Art negativ auf. Bei ihr hat man ständig das Gefühl sie würde einfach nur einen auswendig gelernten Text aufsagen, statt sich in der Rolle zu befinden.

Soundtrack-Technisch gibt es einige markante Stücke, besonders das in der Anfangsszene gefiel mir sehr gut aber auch den Rest des Films setzt Tarantino die Musik immer gut ein um gewisse Szenen wunderbar zu unterstreichen. An die Genialität seiner restlichen Soundtracks kommt der, der Basterds für mich aber nicht heran.

Wie der Film in der Synchro funktionieren soll ist mir bislang noch unbegreiflich. Nicht nur das sprachliche Differenzen zwischen Englisch und Deutsch stellenweise Handlungsrelevant sind, einige Passagen in Gesprächen von einem dritten übersetzt werden, nein, auch verschiedene Akzente wie Südstaaten-Dialekt oder britisch spielen eine größere Rolle. Für einen Hollywood-Film ist die Sprachverteilung im Film sowieso erstaunlich. 1/3 Französisch mit Untertiteln, 1/3 Deutsch mit Untertiteln und 1/3 Englisch sind nicht gerade das was man in Hollywood Unterhaltungsfilm nennen würde. Mir gefiel diese Authentizität aber gerade sehr gut und als Deutscher Zuschauer sind die Deutschen Szenen irgendwie erst recht sehr unterhaltsam. „Inglourious Basterds“ wäre in jedem Fall ein Film den man in Deutschland im Original mit Untertiteln veröffentlichen sollte. Da aber sogar „Borat“ und „Brüno“ übersetzt wurden, kann man darauf wohl lange warten.

Essentiell wichtig für „Inglourious Basterds“ ist, dass er sich meistens selber nicht all zu ernst nimmt. Hitler verkommt in großen Teilen zur Witzfigur und auch einige andere Nazigrößen werden eher verulkt als besonders fies dargestellt. Wenn Hitler darüber redet, dass der als „Bärenjude“ bekannte Jude der Basterds scheinbar kein Mensch sondern ein Golem sein soll oder man in einer Rückblende zu sehen bekommt wie Göbbels seine französisch Übersetzerin von hinten beglückt kringelt man sich vor Lachen im Kinosessel. Das ist einfach beste Satire. Aber auch die Basterds bleiben davon nicht völlig verschont, müssen sich doch 3 von Ihnen am Ende als Italiener ausgeben. Besonders Pitt gefällt hier, der seinen Südstaaten-Akzent mit dem italienischen unter einen Hut bringen muss und sich so einfach zum Schreien anhört.
Toll aber dann andererseits wiederrum, dass so eine schillernde Person wie Hans Landa sein abgehobenes Schauspiel nicht so weit treibt dass auch er sich auch der Lächerlichkeit preis gibt. Denn sonst wäre seine Präsenz auf der Leinwand direkt weniger einschüchternd. Er bleibt, trotz einiger humoristischer Szenen bis zum Ende der fiese „Jew-Hunter“, aber dabei auf einem gewissen Level sogar noch sympathisch.

„Inglourious Basterds“ ist für mich der Kracher geworden den ich mir gewünscht hatte, wurde allerdings doch in vielen Teilen völlig anders als ich gedacht hätte, aber ist im Endeffekt genau so geworden wie man einen Kriegsfilm von Quentin Tarantino eigentlich hätte erwarten müssen. Ob der Film der breiten Masse schmeckt, ich bezweifel es stark. In Deutschland wird der Film nicht viele Fans finden wage ich zu Prophezeien und auch in den USA wird es sich eher in Grenzen halten. Dafür hat Quentin nach dem, von vielen Fans und Kritikern meiner Meinung nach völlig zu Unrecht verunglimpftem „Death Proof“ hiermit wieder einen Film erschaffen der beiden Seiten, Fans und Kritikern, sehr gut schmecken wird.

Filmbewertung: 9/10

 
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Geschrieben von: C4rter   

Hangover
Originaltitel: The Hangover - Erscheinungsjahr:2009 - Regie: Todd Phillips


Darsteller: Bradley Cooper, Ed Helms, Zach Galifianakis, Justin Bartha, Heather Graham, Sasha Barrese, Jeffrey Tambor, Ken Jeong, Rachel Harris, Mike Tyson

Als ich den Trailer zu „The Hangover“ das erste Mal gesehen hatte, war mir schon klar, dass dies eine verdammt gute Komödie werden wird. Todd Phillips, der z.B. mit „Old School“ und „Road Trip“ schon 2 geniale Komödien gemacht hat, sollte auch mit „The Hangover“ wieder zeigen, dass er noch einer der wenigen guten Komödien-Regisseure in Hollywood ist. Die Vorstellung wurde mir durch eine Aktion der Bildzeitung ermöglicht, die heute exklusive Vorpremieren in vielen Städten veranstaltet hat.

Junggesellenabschiede müssen krachen, besonders in den USA, wo man mit Las Vegas DEN Ort schlechthin für einen Junggesellenabschied erschaffen hat. Doug(Justin Bartha) der in 2 Tagen seine hübsche Freundin Tracy(Sasha Barrese) heiratet bricht also mit seinen 2 Kumpels Phil(Bradley Cooper) und Stu(Ed Helms) sowieso seinem zukünftigen Schwager Alan(Zach Galifianakis) auf zum Sündenpfuhl Las Vegas, immer mit der wichtigsten Regel im Hinterkopf:“What happens in Vegas, stays in Vegas“.
Stilvoll, im schicken Mercedes des zukünftigen Schwiegervaters, kommen die 4 auch schließlich in Las Vegas an, beziehen eine prunkvolle Suite, prosten sich auf dem Dach des Hotels mit einem Jägermeister zu und…SCHNITT…wachen mit einem schlimmen Kater im Hotelzimmer auf. Die Suite ist völlig zerstört, eine Henne läuft in der Küche rum, Stu fehlt ein Schneidezahn, Phil war scheinbar in der Notaufnahme und im Badezimmer sitzt ein Tiger. Zu allem Überfluss ist der Bräutigam nicht aufzufinden. Keiner der 3 kann sich an irgendwas erinnern was nach dem Jägermeister passierte und so begeben sie sich auf eine wilde Tour durch Las Vegas, auf der Suche nach Erinnerungen an die letzte Nacht und auf der Suche nach Doug.

Die Story von „The Hangover“ ist simpel wie genial. Nichts von der verhängnisvollen Nacht zu zeigen, ist die größte Stärke des Films. Man bekommt immer wieder die Ergebnisse der Nacht geliefert und ist gespannt wie diese zu Stande kamen, also was den Dreien alles zugestoßen ist, wo z.B. der Tiger herkommt und freut sich jedesmal wenn neue Einzelteile des Abends zusammengesetzt werden. Dadurch entsteht eine Road-Movie ähnliche Erzählweise, in der man ständig neue Charaktere kennenlernt und an neuen Orten ist und der Film somit auch nie zum Stillstand kommt. Dazu ist Las Vegas einfach eine ideale Filmkulisse.

Aber das alles würde nicht funktionieren, wenn der Humor nicht witzig wäre und die Schauspieler nicht überzeugen würden. Aber hinter beide Punkte kann man einen fetten Haken setzen. Auf Fäkalhumor wird sehr gut verzichtet, nur ganz, ganz selten geht es unter die Gürtellinie. Der Humor kommt vor allem durch die Situationen und Charaktere zustande, die möglichst abgefahren und schräg sind. „The Hangover“ ist wohl ganz locker vom Humor her, eine der besten US-Komödien der letzten Jahre.

Gegen Ende machten es sich die Drehbuchautoren dann stellenweise etwas zu einfach die Story aufzulösen, alles wirkt etwas gehetzt und die Fäden lösen sich zu schnell auf. Unerwartet wird dafür aber noch etwas von der Hochzeit von Doug gezeigt, was das gehetzte Las Vegas Ende dann teilweise wieder wett macht.

Schauspielerisch war es genau die richtige Entscheidung für die Hauptrollen keine zu bekannten Schauspieler zu nehmen. Bradley Cooper kannte ich bereits aus „Midnight Meat Train“ wo er mir schon sehr gut gefiel und Ed Helms hatte ich auch schon mal gesehen. Aber wirklich bekannt waren sie nicht und konnten so sehr befreit aufspielen. Alle 3 spielen super, soweit ich das in der Synchro-Version beurteilen kann. Die Synchro ist allgemein recht bemüht und gelungen, bei Flüchen, ein paar Sprüchen und besonders bei kurzen Gesangseinlagen wird der O-Ton aber noch besser sein.

Der Soundtrack ist stimmig, besteht aus bekannten und unbekannten Songs, hätte aber noch etwas besser sein können. In der Road-Trip Szene zu Anfang hätte ich mir z.B. irgendein anderes cooles Lied vorgestellt. Insgesamt aber stimmig und szenenabhängig passend.

„The Hangover“ wurde die erhoffte sehr gute Komödie. Man hat viel zu lachen, muss sich eigentlich nie fremdschämen über irgendeinen peinlichen Witz und wünscht sich heimlich auch mal so eine geniale Nacht in Las Vegas zu erleben. Eine höhere Bewertung hebe ich mir für den O-Ton auf, aber auch in der Synchro hat man jede Menge Spaß.

Filmbewertung: 8/10


 
Filmkritik: Das Geheimnis der Geisha PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   
OT: Inju, la bete dans l'ombre                                                               Screening: DV
cast: Benoit, Lika Minamoto
Regie: Barbet Schroeder
Kinostart: Filmfest München 2009 , DVD-Start 30.09.2009
 
das_geheimnis_der_geisha.jpg Der erfolgreiche Krimiautor und Dozent Alex Fayard wird nach Japan eingeladen, um sein neues Buch vorzustellen. Dort lebt sein Idol, der geheimnisumwitterte Krimiautor Shundei Oe. Dieser gilt als ziemlicher Sonderling und ist zudem extrem öffentlichkeitsscheu. Es gibt nur eine Person, die persönlichen Kontakt zu ihm haben soll und auch diese Person kennt nicht sein Gesicht. Dennoch macht sich Alex Hoffnungen, sein Idol endlich einmal zu treffen, doch daran scheint Shundei nicht interessiert zu sein. Er fordert Fayard in einer TV-Talkshow vielmehr unmissverständlich dazu auf, Japan zu verlassen.

Alex lernt die Geisha Tamao kennen und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit ihr. Die Frau eröffnet ihm ein dunkles Geheimnis: Zu Zeiten ihrer Ausbildung unterhielt sie eine Beziehung zu einem jungen Mann, der sie bat, ihn zu heiraten. Da jedoch die Geisha-Karriere für sie Vorrang hatte, lehnte sie den Antrag ab, worauf er gewalttätig wurde. Jetzt, Jahre später, hat er sich per Brief wieder bei ihr gemeldet und Schlimmes angedroht - und gleichzeitig verraten, dass er niemand anders sei als er, der berühmte Krimiautor Shundei Oe...
Fayard erkennt zu spät, dass er in ein Netz aus Macht und Intrigen geraten ist. 
 
Barbet Schroeder bekannt aus Weibliche, ledig, jung sucht .... , Kiss of Death, Desperate Measures ... liefert mit Das Geheimnis der Geisha die Verfilmung der Novelle Beast in the Shadows von Edogawa Rampo ab. Die französische Produktion führt in die für Europäer fremde Welt Japans führt, ähnlich Black Rain. Von der Presse in Italien wurde der Film in die Nähe von Nagisa Oshima's In the Realm of the Senses gerückt.
 
Das Cast des Films kann sich sehen lassen.  Die Story trumpft mit beklemmenden Visionen des Hauptdarstellers Alex Fayard auf, die bei Fortschreiten der Story nicht weiter verfolgt werden. Dies ist etwas schade, da durch die Visionen der Film vom Krimi zu einem soliden Mystery-Thriller hätte werden können.  
 
Der Film enthält etwas Erotik, etwas Krima, etwas Thriller und etwas Mystery und ist damit ein nettes Festivalfilmchen. In Deutschland läuft Inju auf dem Filmfest München .

 

 
Filmkritik: Fanboys PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   

OT: Fanboys

Cast: Sam Huntington, Chris Marquette, Dan Fogler, Kristen Bell, Jay Baruchel, Jaime King, Danny Trejo, Carrie Fisher, Ray Park, Billy Dee Williams, Noah Segan, Lou Taylor Pucci, Seth Rogen, Christopher McDonald, William Shatner, Harry Knowles

Regie: Kyle Newman
Kinostart: 30.07.2009

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Halloween 1998 – Eric Bottler trifft seine High Schoolkumpel Linus, Hutch, Windows und Zoe auf einem Kostümfest wieder. Bottler ist der einzige, der „etwas aus seinem Leben gemacht hat“ und ansatzweise erwachsen geworden ist. Das einzige was alle noch gemeinsam haben ist ihre Liebe zu Star Wars.

Bottler erfährt von Hutch und Windows, dass Linus an Krebs erkrankt ist. Der Arzt gibt ihm nur noch etwa vier Monate zu leben – TPM kommt erst in sechs Monate ins Kino. Um sich mit Linus zu versöhnen schlisst sich Bottler dem Plan der übrigen an: Einbruch in George Lucas’s Skywalkter Ranch und Diebstahl einer Kopie des Episode I – Films. Die Freunde machen sich auf eine Reise quer durch Amerika, die sich auch durch Enemyterritory führt, in die Gegend von Riverside, Iowa einem Ort der fest in der Hand der Erbfeinde des Star Wars Fans ist - den Trekies! Wird die Macht mit ihnen sein?

JA!!! Stark bei diesem Film sie ist!

Fanboys enthält massenweise Zitate aus den Filmen. Die Charaktere sind herrliche Hardcorefans. Man fühlt sich in der Tat wieder in die Zeit vor TPM zurückversetzt.

Der Film hat viele Camoe-Auftritte des Star Wars casts. Harry Knowles, der Vater aller Onlinefilmforen spielt sich selbst. Schade, dass man nicht die Lizenzgebüren für die Originalmusik ausgegeben hat. John Williams gehört einfach zum Star Wars-Universum. Immerhin der Foxjingle kommt vor.

Der Film fasst spitzenmäßig und mit viel Herz den Hype von der Zeit  zusammen, als die Menschheit dem Release von Ep. 1 entgegenfieberte.

Als Wars-Fan der ersten Stunde gebe ich

8/10 Punkten

 

 
Filmkritik: Transformers Die Rache PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   

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OT:  Transformers: Revenge of the Fallen                                                     Screening OV

 

Cast:  Shia LaBeouf, Megan Fox, Josh Duhamel, Tyrese Gibson, Kevin Dunn

Regie:  Michael Bay

Kinostart: 24.06.2009

 

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Spike Witwicky zieht von zu Hause aus, um aufs College zu gehen. Er verabschiedet sich von seinen Eltern, von Mikaela, mit der er eine Fernbeziehung führen will und von seinen Autobot-Kumpel Bumblebee. Spike hat genug von Robotern, er will ein normales Leben führen.

 

Aber die Decepticons spüren auf, wohin die Überreste des „cube“ (aus Teil 1) gebracht worden ist, mit dem man Welten mit Leben erfüllen kann: Sie tauchen Megatron aus den Tiefen des Ozeans empor. Megatron entpuppt sich als Handlanger vom Prime „the Fallen“, einem noch mächtigeren Decepticon, der von Tausenden von Jahren das Gegenstück zum cube auf die Erde gebracht hatte. Eine Maschine mit der man die Energie aus Sonnen sammeln kann, und dabei nebenbei das jeweilige Sonnensystem zerstört. Weil man so etwas nicht mit bewohnten Systemen macht, wurde er verbannt, der Schlüssel versteckt. Diese Maschine ist immer noch auf der Erde einschließlich des Schlüssels, mit dem man sie startet. Spike, der nach Berührung eines Splitters des cube Visionen hat, erkennt, dass diese Visionen Hinweise auf den Aufenthaltsort des Schlüssels enthaltem. The Fallen will nun endgültig die Erde zerstören und sich an dem letzten Prime rächen. Es wird also nichts mit Spikes ruhigen College-Leben.

 

Bei den Transformers handelt es sich eben um Roboterartige Wesen, die sich in Autos verwandeln können. Fein – was bietet Teil 2 des Franchises sonst noch? Mehr Roboter als transformers2_3.jpeg Teil 1, mehr Effekte, mehr Bumm, der Film ist - vor allem in einem Imaxkino mit entsprechender Soundanlage - lauter, das ist aber auch schon alles. Oh nein, ich vergaß: the US-Army rules!! Obwohl die Decepticons in Teil 2 auch in Paris auftauchen, scheinen die schlauen Amies die Einzigen zu sein, die nach dem weltweiten TamTam von Teil 1 heldenhaft Jagt auf die Roboter machen. Nichts gegen Action, aber stundenlanges Geballere von Infanterie gegen Roboter, die kaum mit Panzergeschossen und Flugzeugraketen angekratzt werden ist einfach nur Verdummung. Ebenso, dass die Roboter, die mit einem Schuss Panzer ausschalten, stundenlang gegen besagte Infanterie kämpfen und diese immer noch leben ….

 

Der Film hat seine Momente - und davon zu wenige -eigentlich ausschließlich, wenn keine Roboter im Bild sind. Spikes zugekiffte Mutter auf dem Collegegelände ist zwar Klamauk, aber ein Lichtblick im Dunkel des Rumgeballers. Groß sind transformers2_2.jpeg einige der Szenen mit John Turturro, der wieder den (entlassenen) Agent Simmons spielt. „This is topsecret, don’t tell …“ Ihr werdet Euch wegwerfen. Lichtblicke? Megan Fox im Gegenlicht ist ein Traum! Das hatte Michael Bay schon in Teil 1 begriffen und in Teil 2 multipliziert. PS, bei den Pressefotos war nicht ein entsprechendes Bild dabei - ein Skandal!

 

Die Orte im Film insbesondere die im Orient werden beliebig verschoben. So liegen beispielsweise die Pyramiden von Gizeh nicht mehr in Ägypten, sondern sind, wenn ich richtig aufgepasst habe, in Jordanien angesiedelt, aber was bedeuten schon derartige Details, wenn man Megan Fox im Gegenlicht der Wüste sehen kann.

 

Der Witz kommt für einen Familien-/Kinderfilm zu kurz. Die Zielgruppe dürfte dieses Mal definitiv nicht die unter 12-Jährigen sein. Die über 12-jährigen Jungs dürften den Film toll finden und dank Megan Fox tolle Träume haben. On a sidenote, dass die US-Army die Welt am transfomers2_1.jpeg besten rettet, ist eine Illusion. Wir wissen doch alle, dass Bruce Willis das am Besten kann.

 

Moral: wenn ein Geheimdienstman kommt, der mit der Regierung im Rücken der Army ihre Roboter Spielsachen wegnehmen will, gilt: nur die Army weiß, was gut für sie, Amerika und die Welt ist! Mir war nicht klar, dass die Stimmung in „Yes we can“-USA zurzeit derartig schlecht ist, dass die so eine Propaganda nötig haben.

 

Teil 3 ist für 2011 angekündigt und ich habe eine Vision: Die Roboter kommen nur im Vorspann vor, die US-Army macht den Rest des Films das, was sie am Besten kann und Megan Fox mit ordentlich Lippgloss wird in jeder zweiten Szene im Gegenlicht gezeigt-geil!

 

3/10 Gegenlicht-Punkten

 

 
Filmkritik: Selbst ist die Braut PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
OT: The Proposal                                                                                                              Screening OV
Cast: Sandra Bullock, Ryan Reynolds, Malin Akerman, Craig T. Nelson, Mary Steemburgen, Betty White
Regie: Anne Fletcher
Kinostart: 30. Juni 2009
 

proposal_plakat.jpeg Alles steht stramm, wenn mit einem „Blubben“ der Messenger auf den Bildschirm  „it is here“ verkündet: Verlagslektorin Margaret Tate (Sandra Bullock) hat den Verlag betreten. Die Mitarbeiter lassen alles stehen und liegen und gehen an ihren Computern in Deckung, nur nicht auffallen. Der Einzige, der der Hexe gegenübertreten muss, ist ihr Assistent Andrew Paxton (Ryan Reynolds), für den die Leibeigenschaft immer zu noch gelten scheint.

 

Margaret wird in die Chefetage zitiert, es geht nicht um die Verkaufszahlen ihres neuen Starautors oder eine weitere Gehaltserhöhung. Es droht der Verlust nicht nur ihres hochdotierten Jobs, sondern auch ihres Zuhauses: Die Kanadierin Margaret hat schlicht versäumt, ihr Visum rechtzeitig verlängern zu lassen, und soll aus den USA ausgewiesen werden. Als Andrew wie vereinbart erscheint, um sie unter einem Vorwand aus dem lästigen Meeting zu erlösen, hat Margaret die rettende Eingebung: Strahlend eröffnet sie dem Vorstand, dass sie und Andrew bald heiraten werden. Ihrem „Verlobten“ verschlägt es glatt die Sprache. Protest wäre ohnehin zwecklos: Wenn er seiner Chefin nicht zu Willen ist, wird auch Andrew seinen Job los. Notgedrungen dreht er den Spieß um und sagt Ja – mit der Auflage, dass Margaret endlich den großartigen Roman verlegt, den er ihr immer wieder vergeblich empfohlen hat. Und dann hat er noch ein, zwei weitere Bedingungen, bis der Deal besiegelt ist. Doch damit fangen die Probleme erst an.

 

Ein Blick auf das „glückliche Paar“ genügt, und der Beamte bei der New Yorker Einwanderungs­behörde weiß, dass er es mit einer Scheinehe zu tun hat. Prompt droht er an, Margaret und Andrew auf Herz und Fakten zu überprüfen. Um ihre Beziehung halbwegs glaubwürdig zu machen, muss Margaret schnellstens die Familie ihres Zukünftigen kennen lernen. Beim 90. Geburtstag seiner Großmutter will Andrew die Verlobung bekannt geben. Der Haken: Die Paxtons residieren in Sitka, Alaska. Für die Großstadtpflanze Margaret kommt das einem Ausflug zum Nordpol gleich. Obwohl sie betont cool bleibt und auf ihren High Heels kaum über den Bootssteg kommt, schließen Andrews Mutter Grace (Mary Steenburgen) und die rüstige Großmama Annie (Betty White aus „Golden Girls“) sie sofort ins Herz. Andrews Verhältnis zu seinem Vater Joe (Craig T. proposal_1.jpeg Nelson), dem zu Margarets Überraschung anscheinend der halbe Ort gehört, ist eher unterkühlt: Offenbar hatte Mr. Paxton große Pläne für seinen einzigen Sohn und kein Verständnis dafür, dass Andrew den Familienbetrieb im Stich gelassen hat. Doch das alles interessiert Margaret nicht. Sie ist viel zu sehr damit beschäftigt, den Wochenendtrip in die „Wildnis“ so ladylike wie möglich durchzustehen – und sich das flauschige Haushündchen vom Leib zu halten. Nach der Begrüßungsparty (und dem ersten distanzierten Kuss) wird das junge Glück selbstverständlich in einem gemeinsamen Schlafzimmer untergebracht – und tut alles, um sich bloß nicht näherzukommen. Andrew nächtigt, ganz Gentleman, auf dem Fußboden, während Margaret den Begriff „Schönheitsschlaf“ wörtlich nimmt. Das Spiel scheint zu funktionieren. Grace und Granny Annie Paxton sind nicht mehr zu halten: Da die Kinder schon mal da sind – warum nicht sofort heiraten? Noch dieses Wochenende, an Großmutters Ehrentag! Entnervt lässt Margaret den Junggesellinnen-Abschied über sich ergehen, schräg-provinzieller Männer-Striptease inklusive. Doch spätestens als sie Granny im Wald bei einem kuriosen „Fruchtbarkeits-Ritual“ ertappt, bröckelt Margarets unnahbare Fassade. Und als die alte Dame der Braut dann auch noch ihr eigenes Hochzeitskleid vermacht, verliert Margaret beinahe die Fassung: Angesichts von so viel Herzlichkeit und Zuneigung regen sich ihre eigenen lange verdrängten Gefühle – und ihr schlechtes Gewissen. Aber jetzt gibt es kein Zurück mehr – allein schon, um die Familie proposal_2.jpeg nicht zu verletzen. Auch Andrew findet seine erpresserische Chefin immer sympathischer. Doch am Abend vor der Trauung nimmt Joe Paxton seinen Sohn beiseite und bittet ihn um ein Gespräch unter vier Augen. Oder besser: sechs. Denn im Haus wartet, mit triumphierendem Grinsen, ein ungebetener Hochzeitsgast auf den Bräutigam: Es ist der Beamte von der Einwanderungsbehörde ...

 

Selbst ist die Braut ist Wohlfühlkino pur, Die beiden Hautdarsteller sind ein Glücksgriff, die Chemie stimmt. Sandra Bullock ist als dominante Chefin spitze und ebenso wie Ryan Reynolds ("Sexiest Man" 2008 "laut people) körperlich sensationell in Form. Der Film hat Charme und Humor. Wo der Trailer eher in Richtung Komödie tendiert, zieht es den Film insgesamt mehr in Richtung Romanze. Mehr Komödie hätte mir  persönlich gut gefallen.

 

Die Einwanderungsproblematik erinnert etwas an „Green Card“, wobei in Green Card das Procedere glaubwürdiger war. Hier ist der Beamte nicht wirklich überzeugend.

 

Die Auflösung des gordischen Knotens – das Zusammenkommen der Liebenden am Ende des Films hätte zwar etwas mehr Finesse vertragen können, das zieht den Film in der Bewertung um 1 Punkt runter. Aber insgesamt ist „Selbst ist die Braut“ einen Kuschelkinobesuch wert und im Nachklang eine sehenswerte, humorvolle Romanze.

 

7,5/10 Punkten
 
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