Die Kampagne sucht zB in Videotheken unter anderem auf Humorige Weise die Zielgruppe zu erreichen um auf die Problematik des aubkopierens aufmerksam machen und sich gleichzeitig für den legalen Filmkonsum zu bedanken.
Das Lineup für Sylvester Stallone neuen Film „The
Expendables“ liest sich nicht schlecht und fast wie ein Jahrestreffen der
Kinoactionhelden der 80er-Jahre: Sylvester Stallone, Jason Statham , Jet Li ,
Mickey Rourke, Dolph Lundgren, Eric Roberts, Bruce Willis und Noch-Gouverneur Arnold
Schwarzenegger!!
Stalones Story über eine
Söldnertruppe, die im Dschungel auf Verbrecherjagd geht soll nach seiner
Aussage im Stiel des Dirty Dozen etwa der Glorreichen Sieben in einer modernen
Ära gehalten sein.
Der Filmtitel „The Expendables“
kommt von einer Dialogszene aus „Rambo 2: Der Auftrag“. (R:
“I am expendable.” Girl: “Expendable? What mean expendable?” R: “It's like
someone invites you to a party and you don't show up. It doesn't really matter.” Später im
Film sagt sie dann zu ihm, er sei nicht expendable.)
HDTV steht in Deutschland kurz vor der Einführung. So startet die Mediengruppe RTL für die Sender RTL und Vox am Sonntag ein entsprechendes Angebot. Sat.1, ProSieben und Kabel Eins senden ab Januar im hoch auflösenden Format. ARD und ZDF wollen die Olympischen Winterspiele im kommenden Februar als Initialzündung für den Beginn ihrer HDTV-Ausstrahlung im Regelbetrieb nutzen.Das Entertainagebot der Telekom ist ebenfalls bereits in der HD-Welt angekommen.
Die anwesenden Sender waren sich alle einig, künftig großte Teile Ihres Programms in HD zu produzieren, um dieses hochauflösend anbieten zu können. Zu der Frage wie und vor allem bis wann die Mamutaufgabe, gerade im Bereich der öffentlich-rechtlichen Sender umgesetzt werden soll, die vorhandenen Libraries zu digitalisieren, bzw. für HD neu abzutasten, blieb im Dunkeln. Es ist schon fast selbstverständlich, dass beispielsweise künftige Sportveranstaltungen in HD-Qualität aufgezeichnet werden, hier wird der Zuschauer gar nichts anderes mehr erwarten. Interessant und für die Sender kostenintensiv ist viel mehr die Frage, wie mit den bereits im Archiv liegenden Spielfilmtiteln, Serien und TV-Movies umgegangen wird, für die noch langlaufenden Rechte bei den jeweiligen Sendern liegen. Gerade, wenn die Zuschauer einmal an die HD-Qualität herangeführt sind, wird es schwieriger werden, diesen Klassiker in SD im Sendeplan anzubieten.
Herr Elsässer, Astra-Geschäftsführer setzt große Hoffnungen auf die Entwicklung des HDTV-Marktes. Er forderte dazu auf, angesichts des „großartigen neuen Produkts, das hier für die Kunden bereitgestellt wird“, den neuen Standard gemeinsam zu stärken und sich nicht in Diskussionen über verschiedene Geschäftsmodelle zu verlieren.
Die Branche ist jedoch damit konfrontiert, dass die Kunden seit 25 Jahren beigebrachte Nutzungsweisen, wie etwa die Möglichkeit, bei einer Videoaufzeichnung einer TV-Sendung vorspulen zu können und so die Werbung zu überspringen, nicht ohne Weiteres aufgeben wollen.
Marcell Maggioni, Senior Vice President Sales & Marketing von Sky Deutschland wies hier zurecht darauf hin, dass die Kunden nur bereit sind zu zahlen wenn ein Produkt für sie die 3 Kriterien Qualität, Auswahl und Kontrolle aufweisst.
Dass zur Realiserung einer Refinanzierung eines Anbieters durch Werbung erforderlich sein kann, dass der Kunde nicht in der Lage ist, die Werbung zu überspringen, muß vermutlich erst wieder ins Bewustsein des Kunden gerückt werden. Erst wenn dem Kunden klar ist, dass die Alternative zur Werbung entweder Pay-TV - oder gar kein TV ist, wird er sich wissend für eine der Alternativen Werbefinanziertes Fernsehen oder Pay-TV entscheiden können.
Als Resumee kann ich sagen, dass 3 Tage Vorträge und Gespräche zwar schlauchen, aber die Gewissheit bringen, dass die Branche mittlerweile insgesamt abgeklärter tickt, als noch vor 1-2 Jahren. Es wird realistischer beurteilt und abgeklärter argiert. Die Branche hat erkannt, dass die sogenannten Mobile Devices auch nichts anderes sind, als andere Empfangsgeräte, oder Computer - wenn ihr kleines Displayformat und die Mobilfunknetze auch ihre Besonderheiten bergen. Man scheint auch zu erkennen, dass der Konsument wie auch beispielsweise die Werbetreibende Wirtschaft jeden Euro nur einmal ausgeben kann und nicht zwingend, nur weil es neue Spielzeuge und Spielwiesen gibt, tiefer in die kriesengeschüttelten Geldbeutel greifen.
Mal sehen was sich bis zu den nächsten Medientagen 2010 so getan hat.
Alles geht überall –eine Vision, die bei
Marketingmanagern sofort zu dem pavlovschen Speichelfluß führt. Japan,
als Beispiel einer Gesellschaft, die bereits 10-jährige Erfahrung in der
Vermarktung von mobilen Inhalten hat, dient als Vorbild für den Traum neuer
Erlösmodelle mit denen man hofft, künftig über die Medienvielfalt statt 100%
mindestens 110% an dem Kunden zu verdienen.
Realistisch muss man die Gesellschaft erst einmal auf Web
1.0 Standart bringen und ihnen langsam Web 2.0 näher bringen. Der Traum von Web
3.0 übersieht den nennenswerten Teil, insbesondere der Bevölkerung über Dreißig
und die Bevölkerung in mehr ländlichen Gebieten.Bevölkerungsschichten, die noch nicht– wenn überhaupt
- über Hochgeschwindigkeitszugänge zum Internet verfügen und auf skandalöse
Weise ihre Mobiltelefone ausschließlich zum Telefonieren benutzen. In einer
Onlinestudie wurde das Vorhandensein eines Internetzugangs gar noch als elitär
bezeichnet. Deutschland ist hier Europaweit eher schlechter Durchschnitt. Vertreter
der Telekom und von Kabel Deutschland erklärten, sich natürlich auch um die
bisher weissen Flecken auf der Versorgungslandkarte zu kümmern, warfen sich
aber gegenseitig vor, sich eher auf die wirtschaftlich interessanteren
Ballungsräume zu fokussieren.
Nicht nur Mobiler Content benötigt ein funktionierendes
Ökosystem inklusive für den Kunden erschwinglicher Flatrates und attraktiven
Revenueshare-Modellen, um zu funktionieren. Gleiches hat selbstverständlich auch als Grundvoraussetzung
für Content zu gelten, den der Kunde zuhause konsumiert. Es wird sich herausstellen, dass der Kunde überall auf den gleichen Content zugreifen
will. Es geht also bei der Frage Mobile Content vielmehr nur noch um eine Frage,
ob der Content für die mobilen Empfangsgeräte anders, intelligent, aufbereitet
werden muss. Der Wunsch der Mobile-Marketingmanager, separate Revenues zu
generieren übersieht möglicherweise, dass ein Kunde, der die
„Immer-und-Überall-Medien“ Idee verinnerlicht hat, keinesfalls einsehen wird,
extra für mobile ein weiteres Entgeld zu zahlen. Allinclusive-Pakages oder
Werbefinanzierung dürfe auch hier ein Lösungsansatz sein. Wo in den vergangen
Jahren noch starr abgegrenzte Modelle diskutiert und als allein zum
wirktschaftlichen Erfolg führend angepriesen wurden, sind die
Plattformbetreiber nunmehr weiter und offen für Mischmodelle.
Neue Medien +alte Medien = 110% Gewinn? PayContent auf
dem Vormarsch?
Die Möglichkeit von 110% Gewinn, die Marketingabteilungen
gerne durch die neuen Auswertungsmöglichkeiten sei es Blu-Ray oder
Onlinenutzungen als gesetzt sehen, erscheint zusehens als Seifenblase. Robert
A. Iger, President & CEO der Walt Disney Company, fand laut "Business
Week" sehr klare Worte über die bisherige Blu-ray-Marktentwicklung. Die
Hoffnung Hollywoods, dass die fallenden DVD-Umsätze durch das Medium Blu-ray
kompensiert werden können, werde sich nicht erfüllen. Er begründet dies damit,
dass die BR-Player abwärtskompatibel sind und die Konsumenten nicht in dem
Ausmaß bereit sind, bereits gekaufte DVDs durch BR's zu ersetzen. Zudem ist ohne
Zweifel in einer Zeit des „Geiz ist Geil“ der Preis für BR’s in Deutschland
unrealistisch hoch, um eine schnelle Marktdurchdringung zu erreichen.
In mehreren Symposien wurde die Frage der Chancen des paid
contents erörtert worden. Neben der geäußerten Behauptung, dass es in
Deutschland nicht leicht sei, neben den beiden größten Pay Anbietern ARD und
ZDF ein wirtschaftlich arbeitendes Pay Angebot mit 7 Milliarden Payeinnahmen=
GEZ-Gebühren aufzubauen, bestand Einigkeit, dass sich die Industrie darauf
einstellen muss, weniger den mehr zu erlösen. Für bisher rein werbefinanzierte Free-TV-Anbieter ist es attraktiv, Pay-TV als zusätzliches Erlösmodell aufzubauen und anzubieten. So hofft man, dass über Einnahmen durch Abogebühren rückläufige Werbeeinnahmen kompensiert werden. Video on Demand (VoD) wird von den Usern inzwischen als Angebot vorausgesetzt, wobei Uneinigkeit darüber besteht, ob es zielführend sein kann, denn Nutzern beispielsweise Catchup-TV kostenfrei zur Verfügung zu stellen, wenn man ihnen zu einem späteren Zeitpunkt gleichartige Angebote gegen Entgeld anbieten möchte. Hier werden mitunter auch bei der Gestatung von Kundenanreißangeboten Signale in die falsche Richtung gesetzt.
Programmnavigation 2014
Das zunehmende Angebot an klassischen TV-Angeboten, gepaart mit IP-TV und VoD-Angeboten hat bereits heute dazu geführt, dass in Europa ca. 200 EPG (Electronic Program Guides) existieren. Bereits heute werden über die EPG's 145 Mio Euro direkte Umsätze generiert. Es besteht Einigkeit, dass sich der elektronische Programmführer beim Zuseher durchsetzen wird und dies in naher Zukunft. Der EPG werde zur zentralen Schnittstelle zum Konsumenten, zur Verkaufsfläche und zum Werbemedium. Zudem machten attraktive, von starrer, tabellarischen Darstellung wegentwickelten Designs, Lust an der Nutzung. Der deutsche Markt steht im Vergleich zu anderen europäischen Märkten noch in der Steinzeit. Trotzdem wird auch hierzulande 2014 nach der Goldmedia-Studie mindestens jeder zweite TV-Haushalt mit einem EPG ausgestattet sein.
Medientage München 2009: Den
"Immer-und-Überall-Medien" gehört die Zukunft
„Immer und Überall“ ist nicht etwa die Devise der gerade
zu Ende gegangenen Venus-Messe in Berlin, sondern ein Slogan der vom 28.10. –
bis 30.10.2009 in München unter dem Motto "MUT – Medien und Transformation"
stattfindenden 23. Medientage.
Die Medientage bieten ein umfangreiches Programm, um das
Motto „Medien und Transformation“ in den Bereichen Fernsehen, Hörfunk,
Internet, Print und Medienpolitik, Werbung, Film, Journalismus und
Medienausbildung.
Im Kongress gibt es auch dieses Jahr wieder
Podiumsdiskussionen, Vorträge und Workshops zu allen Medienrelevanten
Themenbereichen. Parallel zum Kongress präsentieren sich die wichtigsten
Unternehmen, Verbände und Institutionen der Medienwirtschaft im Rahmen der
Medienmesse auf ihren Ständen mit aktuellen Trends. Der Eintritt für
Messebesucher ist kostenfrei.
Schlaglichter: Hörfunk
Nicht nur einmal wurde in der Vergangenheit dem Medium
Hörfunk das baldige Aus prognostiziert. Auch dieses Medium muss und wird, um
seinen Fortbestand zu sichern, dem Kunden folgen. Der Weg führt zum Einen auf
Senderseite in die Hörfunk-Digitalisierung, zum Anderen auf Empfängerseite zu
variablen Empfangsgeräten und Anwendungen wie beispielsweise die
iphone-Anwendungen von Klassikradio und ZDF-Töchtern zeigen.
In anderen europäischen Ländern ist man in dieser Frage
wesentlich weiter. Wenn das digitale Radio bei uns tatsächlich eine Zukunft
haben soll, dann muss sich Deutschland an diesen Vorbildern orientieren, sagt
Fritz Raff, Intendant des Saarländischen Rundfunks und stellvertretender
Vorsitzender der ARD. Interessant ist, dass es die gebührenfinanzierten Sender
sind, die auf die Kosten der Digitalisierung hinweisen. Die werbefinanzierten Privatsender
scheinen hier kämpferischer aufgestellt. Sie betreiben die Digitalisierung
mitunter im laufenden Geschäftsbetrieb ohne diesbezüglich Aufsehen zu machen.
Die von Wolfgang Werres, Geschäftsführer TNS Infratest –
MediaResearch, aufgeworfenen Frage, ob werbefinanzierter Hörfunk auch in
Zukunft noch ein Geschäft ist, oder ob Webradio bald nur noch durch
Rundfunkgebühren finanzierbar sei, liegt möglicherweise neben der Sache, auch
Webradio kann selbstverständlich Werbefinanziert sein. Knackpunkt ist wieder
einmal, wo die Rundfunkgrundversorgung aufhört und damit die Rechtfertigung der
Gebührenfinanzierung. Gerade bei international empfangbaren Sendern – und dies
gilt nicht nur für Radio sondern genauso für TV-Sender - stellt sich vielmehr
die Frage, ob nationale Rundfunk-/TV-Gebühren noch sachgerecht sind, oder ob
diese nicht zu einer nicht mehr marktgerechten Wettbewerbsverzerrung führen. Im Rahmen des Mediengipfels wurden die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender als größter Europäscher Pay-TV-Senderverbund bezeichnet.
Spartensender Neo
Kritik fand auch das Programmschema von ZDF NEO, das nach entsprechenden Ankündigungen vermuten läßt, dass es sich weniger um einen Dokumentationskanal, als zumindest auch um einen Abspielkanal für hierfür zugekaufte (US-) Serien und Spielfilme handelt. Die Vertreter des Privatfernsehens sehen dies als direkten Angriff auf ihre Zielgruppen und als Gefährdung ihrer Reichweiten und Werbeeinnahmen.
Auch in
Frankreich und Großbritannien werde die Gebührenfinanzierung des öffentlich
rechtlichen Rundfunks zunehmend kritisch diskutiert. Im Rahmen des
Rundfunkpannels zum Thema wurde Seitens der werbetreibenden Wirtschaft darauf
hingewiesen, dass es ohne die öffentlich rechtlichen Sender zu einem
Reichweitenverlust für die Werber kommen kann. Dies könne zu einer Abkehrung
der Werbung vom Medium Rundfunk insgesamt führen.
In einem großartigen Beitrag warnte Philosoph und Publizist Richard David Precht, die Politik dürfe auf die digitalen Herausforderungen es Internet nicht mit „Deregulierung und Teilnahmslosigkeit“ reagieren. Vielmehr ehe es angesichts der „Fragmentarisierung“ von Publikum und Medienangeboten darum, eine Zersplitterung der Öffentlichkeit und damit des Zusammenhalts der Gesellschaft zu verhindern.
„Meinungsvielfalt wird allein über das Internet nicht möglich sein“, prognostizierte Precht und schlug zur ualitätssicherung einen „Strukturfonds für einungsbildende Zeitungen vor“, ähnlich der Fonds für systemwichtige Banken. Der TV-Branche sagte der Bestseller-Autor angesichts des starken Verdrängungswettbewerbs einen weiteren „Gesundschrumpfungsprozess“ voraus.
Eigenverantwortung
Zurecht wurde in der Diskusion darauf hingewiesen, dass allein durch
das Schaffen, bzw. das Erhalten Gesellschaftszusammenhalt-bildender
Medien die Nutzer noch nicht dazu gebracht sind, diese auch zu
komsumieren. Hier wurde wie auch in anderen Symposien, etwa zum
Jugendschutz auf die Pflicht der Eltern appelliert, dem Nachwuchs
entsprechende Werte mitzugeben und auf eine verantwortungsvolle Nutzung
der Medien, insbesondere des Internets hinzuwirken. Der in Bayern entwickelte Internetführerschein für Grundschüler wird als sinnvolle Ergänzung empfunden.
Eine glückliche Familie in Philadephia,Amerika, bestehend aus Ehepaar und Tochter. Gerald Butler spielt Clyde
Shelton, den glücklichen Familienvater. Bei einem Raubüberfall muss er gefesselt
miterleben, wie seine Frau und Tochter brutal mißhandelt und ermordet werden. Die Täter werden
gefasst und vom ehrgeizigen Juniorstaatsanwalt Nick Rice angeklagt. Rice hat eine
über 95-prozentige Verurteilungsrate. Diese Quote erreicht er unter anderem dadurch,
dass er sich in Fällen mit wackliger Beweislage schon mal auf einen Deal mit
den Angeklagten einlässt. Besser ein schnelles sicheres Urteil mit einer leichten Strafe,
als ein langer Prozess mit unsicheren Ausgang. Im Fall Shelton scheint es bei der
Beweisaufnahme Fehler gegeben zu haben. Rice bietet dem einen Täter, der
Sheltons Familie ermordete an, gegen den Mittäter auszusagen, dafür soll er
nach einer milden Strafe schnell wieder freikommen. Sein Mitttäter wird aufgrund
der Aussage in den Todestrakt kommen.
Etwas
Gerechtigkeit ist besser als keine, so sucht Rice seinen Deal Shelton zu
erklären. Als der mildbestrafte Täter nach der Verhandlung Rice noch die Hand
gibt, ist Shelton fassungslos. Er hat den Glauben an die Gerichte, das Gesetz
und die Gerechtigkeit verloren, da er die Schuld beider Täter kennt und nicht verstehen kann, dass der eine fast ungeschoren davon kommt.
Jahre
später nimmt Rice an der Hinrichtung des zum Tot verurteilten Täters teil. Die
Einschläferung mit Gift verläuft nicht wie geplant schmerzfrei – der Delinquent windet sich
unter extremen Schmerzen, bis er schließlich stirbt. Rice und die Polizei haben schnell den 2., seinerzeit
freigekommenen Täter im Verdacht. Dieser flüchtet vor seiner neuerlichen Verhaftung und gerät
dabei in eine Falle von Shelton, der ihn nach allen Regeln der Kunst wortwörtlich zerlegt.
Obwohl Rice
keine Beweise für diese Taten hat, lässt er Shelton verhaften. Rice sieht sich mit einem Man
konfrontiert, der seinerseits Bedingungen stellt. Shelton will Gerechtigkeit
und eine Änderung des Systems, er will mit Rice einen Deal machen. Von Rice
zunächst belächelt zeigt Shelton, dass er in der Lage ist, anscheinend
vorgeplant, weitere seinerzeit am Gerichtsverfahren beteiligte Personen zu
liquidiren. Rice beginnt auf die Deals mit Shelton erstzunehmen, jedoch die Spur
der Rache reisst nicht ab, immer umfassender wird das von Shelton verantwortete Vergeltungsfeuerwerk. Erst zum Ende des Films kommt Rice zu der Erkenntnis, dass
Gerechtigkeit bedeuten kann, keine Deals mehr mit Schuldigen zu machen.
Wie der
großartig gemachte Trailer vermuten lässt, wird die Rache F. Gary Grays Thriller-Drama
laut und exzessiv zelebriert. Der
Trailer nimmt einige Wendungen der Handlung vorweg. Er entspricht weitgehend der Stimmung und Dynamik des Films. Wer also nach dem Trailer Lust bekommt auf Gesetz der Rache, wird im Kino gut bedient werden.
Hemmungs-
und grenzenlos scheint die Wut und Rachsucht, die Regisseur Gary Gray Shelton als Mann,
der das Gesetz in die eigene Hand nimmt, ausleben lässt. Zwar lässt sich Shelton's der
Wunsch nach Rache an den direkten Täter noch nachvollziehen. Je weiter die Kreise der Rache im Lauf des Films werden, Unschuldige zu seinen Opfern
zählen, desto mehr beginnt der Zuschauer dessen Handeln zu hinterfragen.
Die Story hält
den Zuschauer ab der ersten Minute gehörig auf Trap. Sie verliert zwar für mich in dem
Moment auf den ersten Blick etwas an Antrieb, da offengelegt wird, wie Shelton seine Vergeltungsschachzüge geplant
und gesteuert hat. Ab diesem Zeitpunkt wechselt Gary Gray jedoch geschickt die Tonalität, der Zuschauer soll wieder
auf die Seite von Rice und dem Gesetzes gezogen werden. Man schankt als Zuschauer ab diesem Zeitpunkt zwischen „wird Shelton es schaffen?“ und „wird Rice ihn stoppen – oder selber
Opfer?“ hin und her.
Die
Achterbahnfahrt der Rache mit ihrem Auf-und-Nieder der Sympathien für die von
Butler und Foxx gelungen verkörperten Charaktere ist für Rache-Thrillerfreunde ein Schmankerl.