Illegale Downloads gehen zurück PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: MadamePompadur   

Nach einer Stude von Respe©t Copyrights geht erstmals die Zahl der illegal online verfügbaren Titel zurück. Berücksichtigt wurden die seit Oktober 2008 in Deutschland gestarteten 465 Kinofilme. Respe©t Copyrights ist eine Kampagne, die seit 2005 für Lehrer und Eltern Aufklärungsmaterial zum Thema Wert und Schutz des geistigen Eigentums auf der Kampagnenwebsite www.respectcopyrights.de zum kostenlosen Download anbietet.

Die Kampagne sucht zB in Videotheken unter anderem auf Humorige Weise die Zielgruppe zu erreichen um auf die Problematik des aubkopierens aufmerksam machen und sich gleichzeitig für den legalen Filmkonsum zu bedanken.

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The Expendables Lineup PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   

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Das Lineup für Sylvester Stallone neuen Film „The Expendables“ liest sich nicht schlecht und fast wie ein Jahrestreffen der Kinoactionhelden der 80er-Jahre: Sylvester Stallone, Jason Statham , Jet Li , Mickey Rourke, Dolph Lundgren, Eric Roberts,  Bruce Willis und Noch-Gouverneur Arnold Schwarzenegger!!

Stalones Story über eine Söldnertruppe, die im Dschungel auf Verbrecherjagd geht soll nach seiner Aussage im Stiel des Dirty Dozen etwa der Glorreichen Sieben in einer modernen Ära gehalten sein.

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Der Filmtitel „The Expendables“ kommt von einer Dialogszene aus „Rambo 2: Der Auftrag“. (R: “I am expendable.” Girl: “Expendable? What mean expendable?” R: “It's like someone invites you to a party and you don't show up. It doesn't really matter.” Später im Film sagt sie dann zu ihm, er sei nicht expendable.)

 

 
Medientage München 2009: Tag 3 PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   

Medientage München 2009 : MUT - Medien und Transformation

Tag 3 (Tag 2 siehe hier )

 

Medientage 2009 Logo HD-TV

HDTV steht in Deutschland kurz vor der Einführung. So startet die Mediengruppe RTL für die Sender RTL und Vox am Sonntag ein entsprechendes Angebot. Sat.1, ProSieben und Kabel Eins senden ab Januar im hoch auflösenden Format. ARD und ZDF wollen die Olympischen Winterspiele im kommenden Februar als Initialzündung für den Beginn ihrer HDTV-Ausstrahlung im Regelbetrieb nutzen.Das Entertainagebot der Telekom ist ebenfalls bereits in der HD-Welt angekommen.

Die anwesenden Sender waren sich alle einig, künftig großte Teile Ihres Programms in HD zu produzieren, um dieses hochauflösend anbieten zu können. Zu der Frage wie und vor allem bis wann die Mamutaufgabe, gerade im Bereich der öffentlich-rechtlichen Sender umgesetzt werden soll, die vorhandenen Libraries zu digitalisieren, bzw. für HD neu abzutasten, blieb im Dunkeln. Es ist schon fast selbstverständlich, dass beispielsweise künftige Sportveranstaltungen in HD-Qualität aufgezeichnet werden, hier wird der Zuschauer gar nichts anderes mehr erwarten. Interessant und für die Sender kostenintensiv ist viel mehr die Frage, wie mit den bereits im Archiv liegenden Spielfilmtiteln, Serien und TV-Movies umgegangen wird, für die noch langlaufenden Rechte bei den jeweiligen Sendern liegen. Gerade, wenn die Zuschauer einmal an die HD-Qualität herangeführt sind, wird es schwieriger werden, diesen Klassiker in SD im Sendeplan anzubieten. medientage 2009, Wolfgang Elsäßer, ASTRA

Herr Elsässer, Astra-Geschäftsführer  setzt große Hoffnungen auf die Entwicklung des HDTV-Marktes. Er forderte dazu auf, angesichts des „großartigen neuen Produkts, das hier für die Kunden bereitgestellt wird“, den neuen Standard gemeinsam zu stärken und sich nicht in Diskussionen über verschiedene Geschäftsmodelle zu verlieren.

Die Branche ist jedoch damit konfrontiert, dass die Kunden seit 25 Jahren beigebrachte Nutzungsweisen, wie etwa die Möglichkeit, bei einer Videoaufzeichnung einer TV-Sendung vorspulen zu können und so die Werbung zu überspringen, nicht ohne Weiteres aufgeben wollen.

Medientage 2009, Marcello Maggionni; Sky Deutschland Marcell Maggioni, Senior Vice President Sales & Marketing von Sky Deutschland wies hier zurecht darauf hin, dass die Kunden nur bereit sind zu zahlen wenn ein Produkt für sie die 3 Kriterien Qualität, Auswahl und Kontrolle aufweisst.

Dass zur Realiserung einer Refinanzierung eines Anbieters durch Werbung erforderlich sein kann, dass der Kunde nicht in der Lage ist, die Werbung zu überspringen, muß vermutlich erst wieder ins Bewustsein des Kunden gerückt werden. Erst wenn dem Kunden klar ist, dass die Alternative zur Werbung entweder Pay-TV - oder gar kein TV ist, wird er sich wissend für eine der Alternativen Werbefinanziertes Fernsehen oder Pay-TV entscheiden können.

Als Resumee kann ich sagen, dass 3 Tage Vorträge und Gespräche zwar schlauchen, aber die Gewissheit bringen, dass die Branche mittlerweile insgesamt abgeklärter tickt, als noch vor 1-2 Jahren. Es wird realistischer beurteilt und abgeklärter argiert. Die Branche hat erkannt, dass die sogenannten Mobile Devices auch nichts anderes sind, als andere Empfangsgeräte, oder Computer - wenn ihr kleines Displayformat und die Mobilfunknetze auch ihre Besonderheiten bergen. Man scheint auch zu erkennen, dass der Konsument wie auch beispielsweise die Werbetreibende Wirtschaft jeden Euro nur einmal ausgeben kann und nicht zwingend, nur weil es neue Spielzeuge und Spielwiesen gibt, tiefer in die kriesengeschüttelten Geldbeutel greifen.

 
 
Mal sehen was sich bis zu den nächsten Medientagen 2010 so getan hat. 
 
 
 
 
 

 

 
Medientage München 2009: Tag 2 PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   

Medientage München 2009: MUT - Medien und Transformation

Tag 2 (Tag 1 siehe hier )

 

Mediennutzung 3.0

 

Alles geht überall –eine Vision, die bei Marketingmanagern sofort zu dem pavlovschen Speichelfluß führt. Japan, als Beispiel einer Gesellschaft, die bereits 10-jährige Erfahrung in der Vermarktung von mobilen Inhalten hat, dient als Vorbild für den Traum neuer Erlösmodelle mit denen man hofft, künftig über die Medienvielfalt statt 100% mindestens 110% an dem Kunden zu verdienen.

 

Realistisch muss man die Gesellschaft erst einmal auf Web 1.0 Standart bringen und ihnen langsam Web 2.0 näher bringen. Der Traum von Web 3.0 übersieht den nennenswerten Teil, insbesondere der Bevölkerung über Dreißig und die Bevölkerung in mehr ländlichen Gebieten.Bevölkerungsschichten, die noch nicht– wenn überhaupt - über Hochgeschwindigkeitszugänge zum Internet verfügen und auf skandalöse Weise ihre Mobiltelefone ausschließlich zum Telefonieren benutzen. In einer Onlinestudie wurde das Vorhandensein eines Internetzugangs gar noch als elitär bezeichnet. Deutschland ist hier Europaweit eher schlechter Durchschnitt. Vertreter der Telekom und von Kabel Deutschland erklärten, sich natürlich auch um die bisher weissen Flecken auf der Versorgungslandkarte zu kümmern, warfen sich aber gegenseitig vor, sich eher auf die wirtschaftlich interessanteren Ballungsräume zu fokussieren. Medientage 2009; Herr Schlötterer; Herr Landgraf, Herr Urner, Herr Winter

 

Nicht nur Mobiler Content benötigt ein funktionierendes Ökosystem inklusive für den Kunden erschwinglicher Flatrates und attraktiven Revenueshare-Modellen, um zu funktionieren. Gleiches hat selbstverständlich auch als Grundvoraussetzung für Content zu gelten, den der Kunde zuhause konsumiert. Es wird sich herausstellen, dass der Kunde überall auf den gleichen Content zugreifen will. Es geht also bei der Frage Mobile Content vielmehr nur noch um eine Frage, ob der Content für die mobilen Empfangsgeräte anders, intelligent, aufbereitet werden muss. Der Wunsch der Mobile-Marketingmanager, separate Revenues zu generieren übersieht möglicherweise, dass ein Kunde, der die „Immer-und-Überall-Medien“ Idee verinnerlicht hat, keinesfalls einsehen wird, extra für mobile ein weiteres Entgeld zu zahlen. Allinclusive-Pakages oder Werbefinanzierung dürfe auch hier ein Lösungsansatz sein. Wo in den vergangen Jahren noch starr abgegrenzte Modelle diskutiert und als allein zum wirktschaftlichen Erfolg führend angepriesen wurden, sind die Plattformbetreiber nunmehr weiter und offen für Mischmodelle.

 

Neue Medien +alte Medien = 110% Gewinn? PayContent auf dem Vormarsch?

Medientage 2009; Michael Brehm, Gründer StudiVZ

 

Die Möglichkeit von 110% Gewinn, die Marketingabteilungen gerne durch die neuen Auswertungsmöglichkeiten sei es Blu-Ray oder Onlinenutzungen als gesetzt sehen, erscheint zusehens als Seifenblase. Robert A. Iger, President & CEO der Walt Disney Company, fand laut "Business Week" sehr klare Worte über die bisherige Blu-ray-Marktentwicklung. Die Hoffnung Hollywoods, dass die fallenden DVD-Umsätze durch das Medium Blu-ray kompensiert werden können, werde sich nicht erfüllen. Er begründet dies damit, dass die BR-Player abwärtskompatibel sind und die Konsumenten nicht in dem Ausmaß bereit sind, bereits gekaufte DVDs durch BR's zu ersetzen. Zudem ist ohne Zweifel in einer Zeit des „Geiz ist Geil“ der Preis für BR’s in Deutschland unrealistisch hoch, um eine schnelle Marktdurchdringung zu erreichen.

 

In mehreren Symposien wurde die Frage der Chancen des paid contents erörtert worden. Neben der geäußerten Behauptung, dass es in Deutschland nicht leicht sei, neben den beiden größten Pay Anbietern ARD und ZDF ein wirtschaftlich arbeitendes Pay Angebot mit 7 Milliarden Payeinnahmen= GEZ-Gebühren aufzubauen, bestand Einigkeit, dass sich die Industrie darauf einstellen muss, weniger den mehr zu erlösen. Für bisher rein werbefinanzierte Free-TV-Anbieter ist es attraktiv, Pay-TV als zusätzliches Erlösmodell aufzubauen und anzubieten. So hofft man, dass über Einnahmen durch Abogebühren rückläufige Werbeeinnahmen kompensiert werden. Video on Demand (VoD) wird von den Usern inzwischen als Angebot vorausgesetzt, wobei Uneinigkeit darüber besteht, ob es zielführend sein kann, denn Nutzern beispielsweise Catchup-TV kostenfrei zur Verfügung zu stellen, wenn man ihnen zu einem späteren Zeitpunkt gleichartige Angebote gegen Entgeld anbieten möchte. Hier werden mitunter auch bei der Gestatung von Kundenanreißangeboten Signale in die falsche Richtung gesetzt.

 

Programmnavigation 2014 Medientage 2009, Herr Goldhammer, Herr Büchs, Herr Hamann, Herr Heublein, Herr Graf Fringuelli, Herr Töpper, Herr Zech, Herr Lauff

 

Das zunehmende Angebot an klassischen TV-Angeboten, gepaart mit IP-TV und VoD-Angeboten hat bereits heute dazu geführt, dass in Europa ca. 200 EPG (Electronic Program Guides) existieren. Bereits heute werden über die EPG's 145 Mio Euro direkte Umsätze generiert. Es besteht Einigkeit, dass sich der elektronische Programmführer beim Zuseher durchsetzen wird und dies in naher Zukunft. Der EPG werde zur zentralen Schnittstelle zum Konsumenten, zur Verkaufsfläche und zum Werbemedium. Zudem machten attraktive, von starrer, tabellarischen Darstellung wegentwickelten Designs, Lust an der Nutzung. Der deutsche Markt steht im Vergleich zu anderen europäischen Märkten noch in der Steinzeit. Trotzdem wird auch hierzulande 2014 nach der Goldmedia-Studie mindestens jeder zweite TV-Haushalt mit einem EPG ausgestattet sein.

 

 

to be continued ....

 

Medientage 2009 Tag 1

 

Medientage 2009 Tag 3

 

 

 

 

 

 
Medientage München 2009: Den "Immer-und-Überall-Medien" gehört die Zukunft PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   

Medientage München 2009: Den "Immer-und-Überall-Medien" gehört die Zukunft

 

„Immer und Überall“ ist nicht etwa die Devise der gerade zu Ende gegangenen Venus-Messe in Berlin, sondern ein Slogan der vom 28.10. – bis 30.10.2009 in München unter dem Motto "MUT – Medien und Transformation" stattfindenden 23. Medientage.

 

Die Medientage bieten ein umfangreiches Programm, um das Motto „Medien und Transformation“ in den Bereichen Fernsehen, Hörfunk, Internet, Print und Medienpolitik, Werbung, Film, Journalismus und Medienausbildung.

 

Im Kongress gibt es auch dieses Jahr wieder Podiumsdiskussionen, Vorträge und Workshops zu allen Medienrelevanten Themenbereichen. Parallel zum Kongress präsentieren sich die wichtigsten Unternehmen, Verbände und Institutionen der Medienwirtschaft im Rahmen der Medienmesse auf ihren Ständen mit aktuellen Trends. Der Eintritt für Messebesucher ist kostenfrei.

 

Schlaglichter: Hörfunk

 

Nicht nur einmal wurde in der Vergangenheit dem Medium Hörfunk das baldige Aus prognostiziert. Auch dieses Medium muss und wird, um seinen Fortbestand zu sichern, dem Kunden folgen. Der Weg führt zum Einen auf Senderseite in die Hörfunk-Digitalisierung, zum Anderen auf Empfängerseite zu variablen Empfangsgeräten und Anwendungen wie beispielsweise die iphone-Anwendungen von Klassikradio und ZDF-Töchtern zeigen.

 

In anderen europäischen Ländern ist man in dieser Frage wesentlich weiter. Wenn das digitale Radio bei uns tatsächlich eine Zukunft haben soll, dann muss sich Deutschland an diesen Vorbildern orientieren, sagt Fritz Raff, Intendant des Saarländischen Rundfunks und stellvertretender Vorsitzender der ARD. Interessant ist, dass es die gebührenfinanzierten Sender sind, die auf die Kosten der Digitalisierung hinweisen. Die werbefinanzierten Privatsender scheinen hier kämpferischer aufgestellt. Sie betreiben die Digitalisierung mitunter im laufenden Geschäftsbetrieb ohne diesbezüglich Aufsehen zu machen.

 

Die von Wolfgang Werres, Geschäftsführer TNS Infratest – MediaResearch, aufgeworfenen Frage, ob werbefinanzierter Hörfunk auch in Zukunft noch ein Geschäft ist, oder ob Webradio bald nur noch durch Rundfunkgebühren finanzierbar sei, liegt möglicherweise neben der Sache, auch Webradio kann selbstverständlich Werbefinanziert sein. Knackpunkt ist wieder einmal, wo die Rundfunkgrundversorgung aufhört und damit die Rechtfertigung der Gebührenfinanzierung. Gerade bei international empfangbaren Sendern – und dies gilt nicht nur für Radio sondern genauso für TV-Sender - stellt sich vielmehr die Frage, ob nationale Rundfunk-/TV-Gebühren noch sachgerecht sind, oder ob diese nicht zu einer nicht mehr marktgerechten Wettbewerbsverzerrung führen. Im Rahmen des Mediengipfels wurden die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender als größter Europäscher Pay-TV-Senderverbund bezeichnet.

 

Spartensender Neo

 

Kritik fand auch das Programmschema von ZDF NEO, das nach entsprechenden Ankündigungen vermuten läßt, dass es sich weniger um einen Dokumentationskanal, als zumindest auch um einen Abspielkanal für hierfür zugekaufte (US-) Serien und Spielfilme handelt. Die Vertreter des Privatfernsehens sehen dies als direkten Angriff auf ihre Zielgruppen und als Gefährdung ihrer Reichweiten und Werbeeinnahmen.

Auch in Frankreich und Großbritannien werde die Gebührenfinanzierung des öffentlich rechtlichen Rundfunks zunehmend kritisch diskutiert. Im Rahmen des Rundfunkpannels zum Thema wurde Seitens der werbetreibenden Wirtschaft darauf hingewiesen, dass es ohne die öffentlich rechtlichen Sender zu einem Reichweitenverlust für die Werber kommen kann. Dies könne zu einer Abkehrung der Werbung vom Medium Rundfunk insgesamt führen.

 

 

Medientage 2009, Herr Precht In einem großartigen Beitrag warnte Philosoph und Publizist Richard David Precht, die Politik dürfe auf die digitalen Herausforderungen es Internet nicht mit „Deregulierung und Teilnahmslosigkeit“ reagieren. Vielmehr ehe es angesichts der „Fragmentarisierung“ von Publikum und Medienangeboten darum, eine Zersplitterung der Öffentlichkeit und damit des Zusammenhalts der Gesellschaft  zu verhindern.

 

„Meinungsvielfalt wird allein über das Internet nicht möglich sein“, prognostizierte Precht und schlug zur ualitätssicherung einen „Strukturfonds für einungsbildende Zeitungen vor“, ähnlich der Fonds für systemwichtige Banken. Der TV-Branche sagte der Bestseller-Autor angesichts des starken Verdrängungswettbewerbs einen weiteren „Gesundschrumpfungsprozess“ voraus.

 

Eigenverantwortung

 

Zurecht wurde in der Diskusion darauf hingewiesen, dass allein durch das Schaffen, bzw. das Erhalten Gesellschaftszusammenhalt-bildender Medien die Nutzer noch nicht dazu gebracht sind, diese auch zu komsumieren. Hier wurde wie auch in anderen Symposien, etwa zum Jugendschutz auf die Pflicht der Eltern appelliert, dem Nachwuchs entsprechende Werte mitzugeben und auf eine verantwortungsvolle Nutzung der Medien, insbesondere des Internets hinzuwirken. Der in Bayern entwickelte Internetführerschein für Grundschüler wird als sinnvolle Ergänzung empfunden.

 

To be continued ...

 

Medientage 2009 Tag 2

 

Medientage 2009 Tag 3

 

 

 
Filmkritik: Gesetz der Rache PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   

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OT: Law Abiding Citizen

Cast: Gerard Butler, Jamie Foxx, Leslie Bigg, Bruce McGill, Colm Meaney

Regie: F. Gary Gray

Kinostart: 19. November 2009

 

gesetz_der_rache_plakat.jpg Eine glückliche Familie in Philadephia,Amerika, bestehend aus Ehepaar und Tochter. Gerald Butler spielt Clyde Shelton, den glücklichen Familienvater. Bei einem Raubüberfall muss er gefesselt miterleben, wie seine Frau und Tochter brutal mißhandelt und ermordet werden. Die Täter werden gefasst und vom ehrgeizigen Juniorstaatsanwalt Nick Rice angeklagt. Rice hat eine über 95-prozentige Verurteilungsrate. Diese Quote erreicht er unter anderem dadurch, dass er sich in Fällen mit wackliger Beweislage schon mal auf einen Deal mit den Angeklagten einlässt. Besser ein schnelles sicheres Urteil mit einer leichten Strafe, als ein langer Prozess mit unsicheren Ausgang. Im Fall Shelton scheint es bei der Beweisaufnahme Fehler gegeben zu haben. Rice bietet dem einen Täter, der Sheltons Familie ermordete an, gegen den Mittäter auszusagen, dafür soll er nach einer milden Strafe schnell wieder freikommen. Sein Mitttäter wird aufgrund der Aussage in den Todestrakt kommen.

 

Etwas Gerechtigkeit ist besser als keine, so sucht Rice seinen Deal Shelton zu erklären. Als der mildbestrafte Täter nach der Verhandlung Rice noch die Hand gibt, ist Shelton fassungslos. Er hat den Glauben an die Gerichte, das Gesetz und die Gerechtigkeit verloren, da er die Schuld beider Täter kennt und nicht verstehen kann, dass der eine fast ungeschoren davon kommt.

 

Jahre später nimmt Rice an der Hinrichtung des zum Tot verurteilten Täters teil. Die Einschläferung mit Gift verläuft nicht wie geplant schmerzfrei – der Delinquent windet sich unter extremen Schmerzen, bis er schließlich stirbt. Rice und die Polizei haben schnell den 2., seinerzeit freigekommenen Täter im Verdacht. Dieser flüchtet vor seiner neuerlichen Verhaftung und gerät dabei in eine Falle von Shelton, der ihn nach allen Regeln der Kunst wortwörtlich zerlegt.

 

gesetz_der_rache_bild1.jpg Obwohl Rice keine Beweise für diese Taten hat, lässt er Shelton verhaften. Rice sieht sich mit einem Man konfrontiert, der seinerseits Bedingungen stellt. Shelton will Gerechtigkeit und eine Änderung des Systems, er will mit Rice einen Deal machen. Von Rice zunächst belächelt zeigt Shelton, dass er in der Lage ist, anscheinend vorgeplant, weitere seinerzeit am Gerichtsverfahren beteiligte Personen zu liquidiren. Rice beginnt auf die Deals mit Shelton erstzunehmen, jedoch die Spur der Rache reisst nicht ab, immer umfassender wird das von Shelton verantwortete Vergeltungsfeuerwerk. Erst zum Ende des Films kommt Rice zu der Erkenntnis, dass Gerechtigkeit bedeuten kann, keine Deals mehr mit Schuldigen zu machen.

 

szenenbild_09jpeg_700x466.jpg Wie der großartig gemachte Trailer vermuten lässt, wird die Rache F. Gary Grays Thriller-Drama laut und exzessiv zelebriert. Der Trailer nimmt einige Wendungen der Handlung vorweg. Er entspricht weitgehend der Stimmung und Dynamik des Films. Wer also nach dem Trailer Lust bekommt auf Gesetz der Rache, wird im Kino gut bedient werden.

 

Hemmungs- und grenzenlos scheint die Wut und Rachsucht, die Regisseur Gary Gray Shelton als Mann, der das Gesetz in die eigene Hand nimmt, ausleben lässt. Zwar lässt sich Shelton's der Wunsch nach Rache an den direkten Täter noch nachvollziehen. Je weiter die Kreise der Rache im Lauf des Films werden, Unschuldige zu seinen Opfern zählen, desto mehr beginnt der Zuschauer dessen Handeln zu hinterfragen.

 

Die Story hält den Zuschauer ab der ersten Minute gehörig auf Trap. Sie verliert zwar für mich in dem Moment auf den ersten Blick etwas an Antrieb, da offengelegt wird, wie Shelton seine Vergeltungsschachzüge geplant und gesteuert hat. Ab diesem Zeitpunkt wechselt Gary Gray jedoch geschickt die Tonalität, der Zuschauer soll wieder auf die Seite von Rice und dem Gesetzes  gezogen werden. Man schankt als Zuschauer ab diesem Zeitpunkt zwischen „wird Shelton es schaffen?“ und „wird Rice ihn stoppen – oder selber Opfer?“ hin und her.
 

Die Achterbahnfahrt der Rache mit ihrem Auf-und-Nieder der Sympathien für die von Butler und Foxx gelungen verkörperten Charaktere ist für Rache-Thrillerfreunde ein Schmankerl.

 

7,5/10 Punkten

 

 

 

 
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