Das Finale
der Rugby-Weltmeisterschaft 1995 war für die meisten Menschen in der Welt nur
ein spannendes Spiel wie andere auch. Doch für die Südafrikaner wurde es zu
einem Wendepunkt in ihrer Geschichte – ein gemeinschaftliches Erlebnis, das
dazu beitrug, die Wunden der Vergangenheit zu heilen und neue Hoffnung für die
Zukunft zu wecken.
„Invictus“
(Invictus – Unbezwungen) berichtet, wie Präsident Mandela (Morgan Freeman) und
Francois Pienaar (Matt Damon) zusammenarbeiteten, um ihre individuellen
Hoffnungen in die Wirklichkeit umzusetzen: Der Präsident wollte sein Land
vereinen, der Kapitän seiner Nationalmannschaft zum Weltmeistertitel verhelfen.
Ihr gemeinsames Ziel drückte sich in dem Motto aus: „Ein Team, ein Land“.
Zu Beginn
von „Invictus – Unbezwungen“ wird Nelson Mandela, der aufgrund seines
Widerstands gegen die Apartheid 27 Jahre lang eingekerkert war, zum Präsidenten
von Südafrika gewählt. Doch das Land ist nach wie vor durch eine tiefe Kluft
geteilt: Obwohl das ungerechte System offiziell abgeschafft worden ist,
verlaufen die Linien der Rassentrennung weiterhin quer durch das Volk und
können nicht einfach ausradiert werden. Weil sein Land zu implodieren droht,
richtet Präsident Mandela seine Hoffnung auf ein überraschendes Ziel – den
Rugby-Rasen.
Da Südafrika Gastgeber des Weltmeisterschaftsfinales ist, wünscht
sich Mandela, dass sich das gesamte Land gemeinsam für die Nationalmannschaft, die
Springboks, einsetzt. Er weiß genau, dass sein Land auch nach dem Ende der
Apartheid von Rassenvorurteilen und wirtschaftlichen Benachteiligungen
zerrissen ist. Er glaubt allerdings fest daran, sein Volk durch einen Sport
vereinen zu können, der alle Schranken überwindet.
Dieser
Zweck ist Mandelas Traum einer „Regenbogennation“ und beginnt mit den
Springbok-Farben Grün und Gold. Der Plan des Präsidenten birgt manches Risiko.
Angesichts der immensen sozialen und wirtschaftlichen Krise fragen sich sogar
seine engsten Berater, warum er sich gerade jetzt auf eine scheinbar so
unbedeutende Nebensache wie Rugby konzentriert. Viele wundern sich auch, dass
er die Springboks unterstützt, denn zu diesem Zeitpunkt wünschen sich die
schwarzen Südafrikaner, diesen Namen und das Vereinswappen ein für alle Mal
abzuschaffen, weil es für sie das lange verhasste Symbol der Apartheid
darstellt. Doch Mandela ist Visionär genug, um zu begreifen, dass die
Eliminierung des beliebten südafrikanischen Rugby-Teams die Kluft zwischen den
Rassen nur noch weiter vertiefen wird, bis sie eines Tages vielleicht nie mehr
überbrückt werden kann.
Wie dem
auch sei – ein Rugby-Spiel wird nicht im Regierungspalast entschieden. Deshalb
wendet sich Mandela an den einzigen Mann, der ihm bei seinem Vorhaben helfen
kann: an Francois Pienaar, den Mannschaftskapitän der Springboks. Matt Damon
spielt den Rugby-Spieler, der plötzlich in das Zentrum eines politischen
Konflikts gerät. Und allmählich begreift das gesamte Team, dass es eine ganz
entscheidende Rolle bei der Konsolidierung des Landes spielt. Im Team der
Springboks spielt nur ein Farbiger, Chester Williams. Dieser wird ungewollt zu
einem Symbol. Chesters Bild ziert während der Meisterschaft Flugzeuge.
Zu Beginn
des Films bittet der neue Präsident die weißen Mitarbeiter, die für Präsident
de Klerk gearbeitet hatten, ihre Arbeit fortzusetzen. Seine persönliche
Leibwache unter Führung von Jason Tshabalala und Linga Moonsamy sieht das ganz
gelassen … bis sie erfahren, dass die Regel auch für sie gilt. Plötzlich sind
sie Kollegen ehemaliger Mitglieder des Special Branch (Staatspolizei) – jener
Männer, die ihnen vor Kurzem noch nach dem Leben getrachtet hatten. Mandela
weiß genau, dass die persönlichen Leibwächter seine sichtbarsten Mitarbeiter
sind – die demonstrative Zusammenarbeit von schwarzen und weißen Mitgliedern
dieser Einheit macht also deutlich, dass sehr unterschiedliche Menschen in
seiner Regierung tätig sind. Daran liegt ihm sehr viel. Rugby hilft auch hier,
die Schranken zwischen den Rassen niederzureißen.
Invictus
kommt daher wie „ein Südafrikanisches Sommermärchen“. Das ist zwar gut gemacht,
aber etwas wenig, was man von einem Film über Nelson Mandela erwartet.
Das Rugbyteam beispielsweise besucht das Gefängnis auf Robben Island, die Zelle
in der Mandela 27 Jahre interniert war. Die Motivation und Quelle der Kraft und
des Vergebens Mandelas wird jedoch nicht wirklich beleuchtet. In der 2. Hälfte
des Films ist für meinen Geschmack deutlich zu viel Rugby und zu wenig Mandela. Hier hätte man möglicherweise durch einen anderen Schnitt mehr aus dem Film herausholen können. Eastwood kann nicht an die Qualität von Gran Torino anschließen. Rugby-Fans
können zu meiner Bewertung sicherlich noch 1-2 Punkte draufpacken.
Über den Wolken ist die
Freiheit grenzenlos für Ryan Bingham (George Clooney). 322 Tage im Jahr ist der
passionierte Vielflieger in der Luft oder in Airport-Hotels, ununterbrochen
unterwegs zu Firmen irgendwo in den USA. Dort übernimmt er die unliebsame
Aufgabe, für 3.-Unternehmen Mitarbeiter möglichst schmerzfrei über ihre
Entlassung zu informieren. Ryan ist Flugprofi, er kennt die richtige
Warteschlange bei der Sicherheitskontrolle, er hat alle wichtigen
Frequent-Traveller-goldcards. Alle Cards? Ryan hat nur ein Ziel: Er will der
siebte Mensch werden, der als Frequent Flyer die sagenumwobene
10.000.000-Meilen-Schallmauer durchbricht. Ryan lebt ausschließlich aus dem Bordcase.
In seinem Appartement ist der Kleiderschrank leer, mehr als in das Bordcase
passt, ist für Ryan sinnloser Ballast. Ballast wie jegliche emotionale feste Bindung,
die Ryan professionell vermeidet. Er hat sich faktisch von seiner Familien,
seinen beiden Schwestern komplett entfremdet.
Doch dann lernt er auf
einer seiner Reisen am Flughafen eine verwandte Seele kennen, die Geschäftsfrau
Alex (Vera Farmiga), die eine menschliche Seite in ihm weckt, die er längst
vergessen glaubte. Gleichzeitig droht sein Berufsleben aus den perfekt
organisierten Bahnen zu geraten, als die ehrgeizige junge Harvard Absolventin
Natalie (Anna Kendrick) seinen Chef Craig (Jason Bateman) davon überzeugen
kann, in der Firma Modernisierungen durchzusetzen, die Ryan künftig an den
Schreibtisch fesseln würden.
Die Entlassungen sollen künftig von der
Firmenzentrale aus per Bildschirmarbeitsplatz erledigt werden. Sein erfülltes
Nomadenleben, in dem Statussymbole den Platz traditioneller Werte eingenommen
haben, scheint komplett außer Kontrolle zu geraten: Wo soll ein Mann hin, der
kein Zuhause hat? Und vor allem, wie soll Ryan sein Ziel des 10 Mio. Meilen-Kunden
erreichen, wenn er nicht mehr fliegen darf? Unerwartet kann er das Ende seiner
Flugtätigkeit hinausschieben, er soll Natalie vor Ort die Feinheiten der Entlassungstätigkeit
beibringen.
Up in the
Air enthält komische Momente, wenn etwas Ryan’s professionelles Bordcase-packen,
oder sein Gang durch die Flughafensicherheitskontrolle gezeigt wird. Jeder „Business-Kasper “
wird sich sofort wieder finden.
Das
Schmunzeln bleibt Einem im Hals stecken, wenn die Kündigungstätigkeit von Ryan
gezeigt wird. Insbesondere wenn man selber schon mal von einer Kündigung betroffen
war, gerade auf der Jobsuche ist, oder auch nur die Angst kennt, wenn der
Abteilungsleiter zum alljährlichen Gespräch ruft, kann man sich als Zuschauer
nur zu gut in die im Film dargestellten, betroffenen Arbeitnehmer hineinfühlen.
Die Firmenidee dürfte jedenfalls Aussicht auf Erfolg haben.
George Clooney
gibt routiniert den Charmeur und kann auch die Downside des Vielfliegers
vermitteln. Vera Farmiga (Der Junge mit dem gestreiften Pyjama) ist bezaubernd
und Anna Kendrick (Twighlight) legt einen weiteren Stein für ihre Karriere. Die
Verfilmung des Bestsellers „Der
Vielflieger“ von Walter Kirn ist Regisseur Jason Reitman gelungen. Ein Film der
zum Denken anregt.
Ein Film der zum Denken anregt und unter anderem Vielflieger,
Flughafenfans, Businessjunkies ansprechen dürfte.
Pandora - ein Mond mit einer erdähnlichen Umgebung, der den
riesigen Gasplaneten Polyphemus im Alpha Centauri-A Sonnensystem umkreist. Dieses
Sonnensystem ist 14,4 Lichtjahre von der Erde entfernt und damit quasi unser
nächster Nachbar. Als sich herausstellt, das Pandora reiche Unbotainium-Vorräte
besitzt, beginnt ein Rennen dieses so kostbare Mineral auf dem Planeten
auszubeten. Unobtainium gibt es in unserem Sonnensystem nicht und dieser Stoff
ist die Lösung für die Energieprobleme, die auf der Erde seit dem 20.
Jahrhundert existieren.
Die Development
Administration (RDA) investiert Millionen um dieses Mineral in der fernen Welt
abbauen zu können. Unsere Geschichte beginnt im Jahr 2154, dreißig Jahre
nachdem der Abbau auf Pandora begann. Die Übergriffe der Menschen auf die Welt
der einheimischen Na’vis hat zu großen Spannungen geführt und die Zeichen
stehen auf Krieg.Weil die Atmosphäre Pandoras giftig ist, hat
man dort das Avatar-Programm ins Leben gerufen. Dies ermöglicht, das
Bewusstsein menschlicher „Steuermänner“ an einen Avatar zu binden, einen
ferngesteuerten biologischen Körper, der bei den tödlichen atmosphärischen
Gegebenheiten überleben kann. Diese Avatare sind gentechnisch entwickelte
Hybride, die menschliche DNS und die DNS der Ureinwohner von Pandora, der
Na’vi, in sich tragen.
Durch
den Tod seines Zwillingsbruders gerät Jake Sully, ein Marine, der nach einem Wirbelsäulenschaden an den Rollstuhl angewiesen ist, mitten hinein in diesen
aufgeheizten Konflikt. Er kommt nach Pandora als neues Mitglied des
Avatar-Programms. In der
Hülle seines Avatars wiedergeboren, kann Jake wieder laufen. Sein Auftrag
erfordert es, die Na’vi zu infiltrieren, denn sie sind ein Haupthindernis bei
der Förderung des wertvollen Erzes. Als aber eine Na’vi Frau mit dem Namen Jakes Leben rettet, verändert das alles. Jake wird von ihrem Stamm
aufgenommen, lernt nach vielen Prüfungen und Abenteuern, einer von ihnen zu
werden. Während sich die Beziehung zwischen Jake und seiner anfangs unwilligen
Lehrerin Neytiri vertieft, lernt Jake, die Lebensweise der Na’vi zu
respektieren und nimmt schließlich einen Platz in ihrer Mitte ein.
Mit seinem Einsatz wollen die Wissenschaftler versuchen, ein
„Brücke des Vertrauens“ zu den Na’vis aufzubauen. Sie sind der Meinung, dass
man dieses Ziel eher erreicht, wenn die von Menschen gesteuerten Avatare sich
im Äußeren den Na’vis anpassen. Doch Colonel Miles Quaritch, der
Sicherheitschef der Menschenkolonie will Jake dazu benutzen, die lokalen Clans
der Na’vi zu infiltrieren um dadurch zu erfahren, wie man die Na’vi
kontrollieren und besiegen kann. Quaritch ist der Kommandant der Secops, einer
private Sicherheitsarmee die Hell’s Gate gegen Pandoras gefährliche Raubtiere,
aber auch gegen gefährliche Na’vi verteidigen soll. Sie sind eine
heruntergekommene, aber gut bewaffnete Truppe, die über einen schwere
Flugkörper und große AMP-Kampf-Anzüge verfügt...
Was soll ich sagen?
Ich will wieder rein! Das
Kino zu verlassen, fühlt sich so an, wie es für Jake anfühlen muß, wenn er aus
seinem Avatar zurückgeworfen wird auf seine RDA-Steuerstation. Avatar ist derartig
bildgewaltig, dass mein kleiner Gehirnprozessor 5 Stunden nach dem Film immer
noch Bilder reproduziert, die dazu führen, dass ich umgehend die nächste Dosis
Avatar sehen will.
Ein 161 Minuten Film will
erst mal ohne Storydurchhänger und Längen erzählt sein. Avatar schafft es, die
Zuschauer von der ersten Minute an zu fesseln und nicht wieder loszulassen. Der
Planet Pandora ist großartig und die Na’vi sind UNGLAUBLICH! Für den Film wurde
das Motion-Capture-Verfahren weiterentwickelt und um Kopfkameras ergänzt. Dadurch
sind Bewegungen und Gesichtsmimiken möglich die dem Zuschauer einen Blick nicht
auf eine platte Computeranimation ermöglichen, sondern weiter gehen. Gollum war
Gestern – die Na’vi stellen einen neuen Meilenstein der Umsetzung von
Schauspielerei im Computerunterstützten Film dar.
Cameron benutzt vieles, was
er vermutlich im Zuge seines Titanic-Tiefseeprojekts an Unterwasserfauna
gesehen hat. So läuft Jake fasziniert durch ein Feld von Riesen Schraubensabellen
und es fliegen Quallenartige Wesen durch die Luft. Die 3D-Version des Films
funktioniert, ohne dem Zuschauer alle 2 Minuten einen Speer ins Gesicht zu
halten, oder Sachen nach ihm zu werfen.
Gibt es Negatives in Avatar?
Die Story ist mitunter vorhersehbar; Es gibt keine wirklichen Storytwists; Flugschlachten
kennen wir seit Star Wars; Cameron drückt wie bei Abyss auf die moralische Tube
– (Hm vielleicht ist dies gar nicht schlecht, sondern sollte allen Teilnehmern
der Weltklimakonferenz in Koppenhagen neben „the age of stupid“
zwangsvorgeführt werden.); das Abspann-Lied „I See You" gesungen von LEONA
LEWIS ist vielleicht schön, aber sorry, es passt nicht und reißt den Zuschauer aus
einem tollen Traum, noch bevor das Licht im Kino angeht.
Die Musik sonst?, James
Horner hat es geschafft einen musikalischen Untergrund zu liefern, der die
Story souverän mitträgt. Musikalische Meisterwerke habe ich bei einmaligen Hören
nicht erkannt, was aber wieder an der Macht der Bilder liegen mag.
Also ja Avatar hat auch kleinere
Schwächen, alles in allem ist der Film ein wundervoller Traum. Ein derartiges „Aufwachgefühl
nach dem Film hatte ich schon lange nicht mehr. Wo ist meine Steuereinheit? Wann
fliegt das Raumschiff nach Pandora? Warum startet der Film erst am 17.12.? Ich
weiss jedenfalls von was ich heute Nacht träumen werde.
Als ich den Trailer das
erste Mal sah, wusste ich, dass Avatar etwas Besonderes sein könnte, wenn der Film
irgendwie dem Trailer entspricht. Ich hatte Gänsehaut und musste den Trailer
gleich nochmal ansehen. Ich wurde nicht enttäuscht. Der Film wird Kult werden und vermutlich am 7. März
2010 bei der Oscarverleihung nicht ungekürt bleiben.
Wo auch immer Dr. Parnassus (Christopher Plummer)
mit seiner Wandertheatertruppe in seinem klapprigen Varieté-Vehikel für einen
Auftritt anhält, sind die Zuschauer alles andere als interessiert am gebotenen
Programm. Ganz im Gegenteil: In letzter Zeit werden die Auftritte immer mühsamer
und Geldsorgen plagen die Truppe. Das große Publikum bleibt aus. Obwohl das
Imaginarium doch mit einer wunderbaren Attraktion aufwartet: Das
Wunder-Kabinett bietet die einmalige Chance, die alltägliche Wirklichkeit zu
verlassen und in die eigenen Wünsche einzutauchen. Man muss nur durch Dr.
Parnassus' Spiegel treten – und schon befindet man sich in einem fantastischen Parallel-Universum
unbegrenzter Vorstellungswelten.
Dr. Parnassus hat zwar die außergewöhnliche Gabe,
die Vorstellungskraft anderer Menschen anregen und steuern zu können, doch
gleichzeitig lastet auch ein dunkler Fluch auf ihm. Als eingefleischter Spieler
schloss er vor Tausenden von Jahren einmal eine Wette mit Mr. Nick (Tom Waits)
ab, dem Teufel höchstpersönlich. Da damals das Glück auf Dr. Parnassus‘ Seite
stand und er die Wette gewann, machte ihn der Teufel unsterblich. Jahrhunderte
später dann, als Parnassus seine wahre Liebe gefunden hatte, schloss er ein
neues Abkommen mit dem Teufel, und tauschte seine Unsterblichkeit gegen Jugend ein
– unter der Bedingung, dass an dem Tag, an dem Parnassus’ Tochter Valentina
(Lily Cole) 16 Jahre alt würde, sie in den Besitz von Mr. Nick übergehen sollte.
Die Zeit verging. Valentinas schicksalhafter
Geburtstag steht nun kurz bevor und Dr. Parnassus versucht verzweifelt, seine
geliebte Tochter vor diesem schrecklichen Schicksal zu bewahren. Kurz vor
Ablauf der Frist taucht Mr. Nick tatsächlich auf, um Parnassus’ Schuld einzutreiben.
Über den fortwährenden Spieltrieb von Parnassus sichtlich erfreut, lässt Mr.
Nick neu mit sich verhandeln bietet dem Greis eine neue Wette an: Jetzt wird
Valentina demjenigen gehören, der binnen drei Tagen als erster fünf Seelen
verführt und sie in die Parallelwelt hinter den Spiegel locken kann.In seiner Verzweiflung schlägt Dr. Parnassus
ein. Zusammen mit seinen treuen Gefährten Anton (Andrew Garfield) und Percy
(Verne Troyer) will er den Teufel dieses Mal bezwingen.Das ist jedoch leichter gesagt als getan …
Als die Truppe mit ihrem Wandertheater durch das
nächtliche London fährt, sehen sie einen jungen Mann, der an einem Seil von
einer Brücke baumelt. Schnell ist er befreit und ins Leben zurückgebracht. Der
junge Mann entpuppt sich als der ebenso mysteriöse wie charismatische Tony
(Heath Ledger). Obwohl dieser offensichtlich einen ganz anderen Plan hat,
schließt sich Tony dem Wandertheater an und bringt bald neue Hoffnung auf eine
Lösung von Parnassus' Problem. Es dauert nicht lange, da hat sich Valentina
Hals über Kopf in den geheimnisvollen Fremden verliebt. Gemeinsam versucht man
nun, dem Teufel die fünf Seelen abspenstig zu machen. Und Dr. Parnassus
verspricht sogar die Hand seiner Tochter dem Mann, der ihm dabei hilft, diese
neue Wette zu gewinnen.
Das ist der Auftakt eines packenden, explosiven und
wunderbar fantasievollen Wettrennens gegen die Zeit – inmitten einer
nicht enden wollenden Landschaft voller surrealer Hindernisse, atemberaubender
Hirngespinste, Albträume und Phantasmagorien.
Der visionäre Regisseur genießt den Ruf eines
außerordentlich kreativen Filmemachers. Der tragische Tod von Heath Ledger
während der Produktion von Das Kabinett
des Dr. Parnassus zeigt, wie kreativ Gilliam ist. Die Lösung, die Rolle
von Ledger mit mehreren Schauspielern in den unterschiedlichen Vorstellungswelten
zu besetzen funktioniert und überzeugt. Es dürfte ein Glücksfall für die Produktion
gewesen sein, dass Ledger viele der in der Realität spielen Szenen bereits
abgedreht hatte und somit dieser Kunstgriff möglich war. Gillam hat übrigens seinen
Credit von „ A Terry Gilliam Film“ abgeändert in „A film from
Heath Ledger and friends”
Ein Gilliamfilm zu bewerten ist immer schwierig. Das
vorliegenden Werk ist skurril in bester Gilliamtradition. Der Regisseur scheint
sich streckenweise etwas in seinen eigenen Gedankenwelten zu verlieren. Der
Film hat dann mitunter Durchhänger im Storybogen. Wenn man die Filmlänge von 122
Minuten betrachtet, kommt das Verhältnis Vater-Tochter, die Reaktion der
Tochter und auch der Hintergrund der Figur des Tony zu kurz. Es wird bildgewaltig
erzählt, ohne groß was zu sagen. Viele Bilder fühlen sich an, wie aus dem
Frühwerk (wie sich das anhört) von Gilliam zu seiner Python-Zeit. Das Imanigarium
erinnert mich an Fellini’s Casanova.
Die Schauspielerischen Leistungen sind gut, Ledger
war gut, seine 3 „Ersatzspieler“ ein gelungener coup. Plummer ist klar
unterfordert. Tom Waits als Herr der Unterwelt eine Traumbesetzung. Lily Cole
kommt zu kurz.
Insgesamt macht Skurrilität noch nicht
zwingend einen großen Film. Parnassus ist für Ledger-Fans nett und vor allem für Gilliamfans ein Stück gelungene
Unterhaltung.
Jetzt wissen wir es! BSE
wurde unterschätzt, alle infizierten bekamen Gehirnerweichung und laufen jetzt
als Zombies durch die Gegend. Wie überlebt man in einer Welt, die von Zombies
überrannt wird? Columbus (Jesse Weisenberg) scheinen die passende Antwort auf
diese schwierige Frage gefunden zu haben. Columbus ist zwar ein totales Weichei, aber konnte
dennoch bislang alle Angriffe erfolgreich abwehren, weil er sich immer strikt
an seine „47 Survival rulesfür Zombieland“ gehalten hat.
Einige
Beispiele:
1. cardio
(= fitness); This one comes up in
Zombieland and clearly makes alot of sense. How many fat people do you see at
the end of the world when its zombies doing the ending?
2. beware
of bathrooms; Really not just bathrooms
any good apocalyptic zombie survivor should know better then going into a
bathroom, small closet or any other small room with only one way in or out. Only
thing stupider to go into then a bathroom is a movie theater. Lots of places to
run around before you get eaten.
3. seatbelts; Its a safe bet unless your a
complete dumb dumb ( see rule #7 ) your not going to be hoofing it on foot in
the event of a zombie outbreak. So when travelling on four wheels wear your
seat belt. Nothing worse then finding yourself ejected out of your car into the
loving and oh so hungry arms of zombies.
4. doubletap;
Carrying a gun is a great idea but it
should never be your primary weapon. When you do end up using it for that last
minute 'oh shit' moment remember to double tap. Its an emergency and thats why
your using it and not your cricket bat so why skimp? One bullet more in the
head will go a long way to ensuring your survival.
5. No
attachements; This is a tough one but you
can not have attachments. If you got kids or a wife your less likely to survive
then the gal or guy who has no attachments and nothing slowing him or her down.
Or worse yet making bonehead decisions like 'going back into the room'
6. Travel
in a Group: The best way to increase your
odds of survival when travelling in a zombie outbreak is to make sure your a
traveling buffet. Going it alone gives the zombies no choices but to eat you. Going
it with the old man with the limp, the little kid who cant run and the middle
aged woman with the plastic leg gives the zombies more options and you
better odds you can run away faster then they can.
7. Keep the
Dumb Dumbs Close at Hand: One of the most
sure fire ways of making sure you survive is keeping the less intelligent as
close at hand as possible. When you find somebody who asks you 'Whats going on?
What Happened? Those are the ones you want with you. That way when the zombies
come they are likely to stupid to realize its not Amway calling and run.
15. Konw
your Way out! Nothing worse then a poorly
planned escape. If your going to be a hero its always a good idea to plan ahead
and as the rule states.. know your way out!
17. Don't
Be a Hero: The hot chick who was totally
gonna give you some is not worth becoming the undead. So when the going gets
rough and the hot chick is about to get undead... its time to flee. No making a
stand no ending up a brave zombie. Better to be a chicken liver live guy.
Als einer der letzten
Nicht-Zombies in seiner von Untoten besetzen Heimatstadt trifft der
überängstliche Columbus auf Tallahassee (Woddy Harrelson). Der wiederum ist ein
richtig harter Hund und hat scheinbar vor so gut wie gar nichts Angst. Gemeinsam
wollen die beiden ab nun mit allen Zombies kurzen Prozess machen.
Die beiden Männer begegnen zwei weiteren Nicht-Zombies: Wichita (Emma
Stone) und Little Rock (Abigail Breslin), die als Con-Artists ebenfalls ihren
ganz eigenen Weg gefunden haben, sich inmitten des grassierenden Chaos zu
behaupten. Die Mädchen klauen den Jungs erst mal ihre Waffen und den Wagen. Schon
bald müssen sich die Vier jedoch überlegen, was schlimmer ist: Es miteinander
auszuhalten oder sich den Zombies zu ergeben? Alle haben unterschiedliche Ziele, Tallahassee hofft darauf, endlich seine geliebten Cremeriegel
"Twinkies" zu finden, Columbus hofft noch Überlebende aus seiner Verwandschaft zu finden und die Mädchen wollen zu einem Freizeitpark an der Westküste, da Little Rock zu schnell erwachsen geworden ist.
Der Trailer lässt eine flotte Komödie auf FSK 12 Nivea vermuten, umso war ich erstaunt bereits im Vorspann Slayer-Szenen zu sehen, die hart an einer 18-Freigabe sein dürften. Der Film schwankt immer wieder zwischen "Draufhalten" und "Wegblenden". Möglicherweise hat man hier zugunsten der angestrebten FSK16-Freigabe etwas zu uneinheitlich geschnitten. Die Komik des Trailers hält der Film leider nicht durch. Die survival rules werden zwar nett immer wieder in Schriftform eingeblendet, wenn sie im Film zur Anwendung kommen und für den Zombikill of the week gibt es wie beim Computerspiel eine Medaille.Insgesamt ist der Film zu unhomogen, mal wird Zombie-geslashed, mal wird roadmovie-artig Auto gefahren. Mal wird in Hollywood das Haus von Bill Murray besucht, der in Zombie-Schminke so tut als wäre er bereits infiziert und dadurch von den Zombies in Ruhe gelassen wird. Der Film hällt seine Linie nicht durch. Hat mir als Nicht-Horror-Fan aber besser gefallen als "Shawn of the dead".
Insgesamt wirk Zombieland wie ein Trailer für das Computerspiel Left4dead2.
Alles war von der NASA vorgeplant:
der Aufklärungsroboter Rover hatte genügend Bilder von Planet 51 übermittelt,
die erkennen liessen, der Planet ist unbewohnt-nur Steine. Also nimmt Astronaut
Chuck Baker nach guter amerikanischer Sitte den Planeten in Besitz, indem er
nach der Landung seine US-Flagge heroisch in den Boden des Planeten rammt. Nur
dumm, dass Rover schlicht eine Vorliebe für Steine hat und es daher vergessen
hat, auch Bilder von den grünhäutigen Bewohner von Planet 51 und ihren an das idyllische
Amerika der 50-Jahre erinnernden Städtchen zu machen. Wie im Amerika der
50-jahre sind auf Planet 51 gerade kitschige Science-Fiction Filme en vogue in
denen Aliens in Raumschiffen den Planeten überfallen.
Chuck Baker muss erkennen, dass die
Welt nicht ganz so unbewohnt ist wie er dachte, er steht mitsamt seiner
Landefähre im Städtchen Glipforg im Garten von Neeras Eltern und blickt auf
weiße Gartenzäune und blank polierte Autos, Petticoats und fassungslose grüne
Männchen, denen vor Staunen die Würstchen auf dem Gartengrill anbrennen.
Nach der ersten Panik
und Aufregung versteckt sich Chuck bei Neeras Nachbarjungen Lem, einem
liebenswerten Träumer, der seine Nachmittage als Junierassistent des Kurators im
Planetarium verbringt, sich vor einer Alien-Invasion fürchtet und ansonsten
Neera anhimmelt.
Langsam und vorsichtig
freunden sich der kleine grünhäutige Planet-51-Bewohner und der menschliche
Raumfahrer an. Und einen Freund braucht Chuck hier dringend –die Armee unter
dem Kommando von General Grawl hat die Jagd
auf den Alien eröffnet. Denn für Professor Kipple ist die Sache klar, der Alien
will sie alle durch seine geistigen Kräfte zu willenlosen Zombies machen. Man
muss dringend das Gehirn des Alien untersuchen. Und Chuck läuft die Zeit davon:
Er muss rechtzeitig wieder zu seinem Raumschiff kommen, ansonsten wird die
Heimreise zur Erde ohne ihn angetreten. Mit Hilfe von Lem, zwei nicht
sonderlich smarten Planet-51-Soldaten, seinem Kumpel Skiff, einem im Comicshop
arbeitenden Verschwörungstheoretiker
par excellence und dem Roboter Rover nimmt Chuck
einen aufregenden Wettlauf gegen Grawls Helfershelfer an – und gegen die Zeit …
Planet 51 hat eine
originelle Idee, ist gekonnt und liebevoll animiert und hat eine
funktionierende mitreißende Story und ist gelungen witzig. In PLANET 51 sind
die Menschen die Außerirdischen und die kleinen grünen Männchen die
verunsicherten Planetenbewohner, die das Eindringen von einer interstellaren
kriegerischen Macht fürchten. Das Thema des Konflikts zwischen zwei unterschiedlichen Kulturen und die
Angst vor dem Unbekannten und vor allem Andersartigen zieht sich durch den
ganzen Film. Es finden sich Elemente von Zurück in
die Zukunft, jede Menge Anspielungen and die ollen SF-Filme der 50-Jahre.
Herrschaften, wenn Euch
der Trailer von Planet 51 gefällt, werdet Ihr auch den ganzen Film lieben! Ich
muss mir den Film unbedingt noch mal – wahrscheinlich mehrfach ansehen so viele
nette Details sind da eingebaut. Die Hunde sehen beispielsweise aus wie die Aliens
aus dem Ridley Scott – James Cameron Filmen. Wen diese das Beinchen heben,
kippt schon mal die Straßenlampe angeätzt um. Und natürlich lebt auch auf
Planet 51 der alte Kampf zwischen „Hund“ und Briefträger.