Drachenzähmen leicht gemacht PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   

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OT: How to train your dragon                        screening: DV in 3D

Cast: Jay Baruchel, Gerard Buttler, America Ferrera

Regie: Chris Sanders, Dean DeBlois

Kinostart: 25.03.2010 

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Irgendwo im Norden liegt die schroffe und unwirtliche Felseninsel Berk. Die dort lebenden Wikinger machen das was Wikinger so machen, sie fahren mit ihren Drachenboten herum, züchten Schafe und verteidigen ihre Heimat vor  dem lokalen Ungeziefer -wilden Drachen beschützen, die ihnen das Leben zur Hölle machen.

 

Auch der schmächtige Teenager Hicks, Beiname „der Hüne“, ist Feuer und Flamme für die Drachenjagd – nur scheint er im Umgang mit Waffen bereits wegen fehlender Stärke zwei linke Hände zu haben, obwohl er voller Erfindungsgeist ist. Dummerweise scheinen seine Tüfteleien irgendwie immer nach hinten loszugehen.  

 

Da sein Vater niemand Geringeres ist als Haudrauf „der Stoische“, Oberhaupt des Wikingerstammes und ein berühmter Drachenjäger, soll Hicks auf der Drachenschule nun auch die raue Kampfkunst der Wikinger erlernen.

 

drachenz1_kopie.jpgAls Hicks bei allnächtlichen Drachenangriff eine seiner Erfindungen - ein Katapult – ausprobiert gelingt es ihm einen „Nachtschatten“, eine der gefährlichsten Drachenarten, abzuschießen. Der Drache macht eine Bruchlandung im Wald der Insel. Nachdem keiner der anderen Wikinger den Abschuss gesehen hat, glaubt ihm keiner. Er wird wieder einmal zum Gespött des ganzen Dorfes. So kann er Astrid, seinen heimlichen Schwarm, jedenfalls nicht beeindrucken, denn sie ist im Gegensatz zu ihm eine waschechte Wikingerin.drachenz2_kopie.jpg

 

In der Drachenschule zeigt Astrid immer wieder, dass sie die Beste ist, während Hicks eher durch Tollpatschigkeit und Ängstlichkeit auffällt. Allerdings ist der Unterricht von Grobian, dem Schmied, auch zum Fürchten. Die Schüler, darunter der freche Rotzbakke, die streitlustigen Zwillingen Raffnuss und Taffnuss und der dicke Fischbein, müssen täglich gegen einen anderen Drachen kämpfen, um so die Eigenheiten der verschiedenen Gattungen kennenzulernen. Jeder spuckt ein anderes Feuer und hat eine andere Geheimwaffe. Der geübte Lehrer Grobian gibt den Kids von der Tribüne der Arena aus wichtige Tipps. „Learning by Doing“ auf Wikingerart - nicht ganz ungefährlich!drachenz3_kopie.jpg

 

 Hicks macht sich auf die Suche nach dem Drachen und findet diesen verletzt und flugunfähig. Hicks bringt es nicht übers Herz den Drachen zu töten, sondern füttert den Drachen. Es stellt sich vielmehr heraus, dass der Drache genauso viel Angst vor Hicks hat wie umgekehrt. Das Weltbild des Wikingerjungen bekommt erste Risse. Es ist der Beginn einer Freundschaft, die vor allem Hicks Welt auf den Kopf stellt: Ein Wikinger, der einen Drachen zum Freund hat, sind die Drachen vielleicht gar nicht böse? Täglich besucht er nun den verletzten und flugunfähigen Drachen und ganz langsam freunden sich die beiden an. Doch das darf natürlich niemand erfahren! Also geht Hicks brav weiter in die Drachenschule und markiert den enthusiastischen Drachenkämpfer, während er heimlich ein Lenksystem bastelt, mit dem Ohnezahn, wie er den Nachtschatten mittlerweile nennt, wieder fliegen kann. Als Haudrauf und seine Wikinger einmal mehr in See stechen, um den Unterschlupf aller Drachen zu finden, steigt sein Sohn mit Ohnezahn hoch in die Lüfte …

 

Die Freundschaft zu Ohnezahn hat für Hicks aber noch einen anderen Vorteil. Weil er durch ihn erkennt, wie man mit Drachen umgehen muss, gelingt es dem Wikingerjungen, die furchterregenden Biester in der Schule mit einfachen Tricks kampfunfähig zu machen, aber ohne sie dabei zu verletzen. Hicks, der Drachenflüsterer. Astrid und die anderen sind schwer beeindruckt, und als die Wikinger erfolglos von ihrer Suche zurückkehren, traut Haudrauf seinen Augen nicht: Hicks wird im ganzen Dorf als mutigster Drachenkämpfer gefeiert. Der Häuptling ist mächtig stolz auf seinen Sohn, dem jetzt nur noch eine einzige Prüfung fehlt, um ein echter Wikinger zu werden: Er muss einen Drachen töten!

Doch gerade das kann und möchte Hicks auf gar keinen Fall. Er beschließt, mit Ohnezahn zu verschwinden. Astrid, der sein Verhalten komisch vorkommt, folgt ihm daraufhin zu seinem Versteck und ist fassungslos, als sie sein Geheimnis entdeckt! Doch Hicks braucht nicht lange, um seine Flamme von Ohnezahns Gutmütigkeit zu überzeugen. Bei einem gemeinsamen, atemberaubenden Drachenflug kommen sich die beiden Teenager nicht nur näher, sie stoßen auch durch Zufall auf das Nest der Drachen und entdecken den wahren Grund ihrer Raubzüge: Die Kreaturen werden selbst von einem gigantischen Urdrachen terrorisiert, dem sie Futter bringen müssen …

 

Am Tag der Abschlussprüfung wartet das ganze Dorf gespannt, dass Hicks den gefährlichsten aller Drachen, einen „Riesenhaften Alptraum“ erlegt. Stattdessen hält der mittlerweile überzeugte Drachenfreund eine flammende Rede gegen den Drachenkampf. Haudrauf ist außer sich vor Wut und Enttäuschung, erst recht, als sich herausstellt, das Hicks einen Nachtschatten zum Freund hat und weiß, wo sich das Drachennest befindet. Ohnezahn wird von den Wikingern gefangen genommen und diese laufen Richtung Drachennest aus! Jetzt liegt es an Hicks, nicht nur seinen Freund zu befreien, sondern auch die Wikinger vor dem gewaltigen Urdrachen zu retten …

 

 

Die actionreiche Verfilmung der Bücher von Cressida Cowell der Macher von SHREK, MADAGASCAR und KUNG FU PANDA ist eine gelungenes Wikingerabenteuer für jung und alt. Mich hatte der Trailer neugierig gemacht und ich war nicht entäuscht. Die Geschichte ist rund und farbenfroh erzählt und nie langweilig. Wenn auch nicht so so witzig wie Shrek oder Madagascar. Ohnezahn läßt manchmal durchblicken, dass die Regisseure auch für Lilo und Stitch verantworlich gezeichnet haben, was man mit einem Schmunzeln zur Kenntnis nimmt.

   

Glücklicherweise ist der Film nicht nach dem Kinoplakat geraten. Die Computeranimation ist großartig. Die Wikinger und die Haut der Drachen sind ,so detailiert, dass man gerne mal im Kino die Pausetastedrücken würde, um die Feinheiten ansehen zu können. Die 3D Version ist gelungen,und enthält sehenswwerte Lichteffeckte, der Film funktioniert zweifellos auch in 2D.

 

Sprachlich kommt Drachenzähmen daher wie die Norddeutsche Antwort auf „Lissy“. Nach anfanglichen Schaudern ist dies stimmiger, als das englische Original, die Synchro ist gelungen. Insgesamt ein liebevoll gemachter Familienfilm und wer würde nicht gerne seinen eigenen Drachen zähmen?

 

8/10 Punkte

 

 

 

 

 

 
Oscars 2010 PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   

Bester Film: The Hurt Locker

Beste Regie: Kathryn Bigelow für The Hurt Locker

Bester Hauptdarsteller: Jeff Bridges für Crazy Heart

Beste Hauptdarstellerin: Sandra Bullock fürvBlind Side - Die große Chance

Bester Nebendarsteller: Christoph Waltz fürInglourious Basterds

Beste Nebendarstellerin: Mo’Nique für Precious – Das Leben ist kostbar

Bester nicht englischsprachiger Film: El secreto de sus ojos (Argentinien)

Bestes Originaldrehbuch: Mark Boal (The Hurt Locker)

Bestes adaptiertes Drehbuch: Geoffrey Fletcher für Precious - Das Leben ist kostbar

Beste Kamera: Mauro Fiore  fürAvatar

Bester Schnitt: The Hurt Locker

Beste Ausstattung: Avatar

Bestes Kostüm: The Young Victoria

Bestes Make-up: Star Trek

Beste Filmmusik: Oben

Bester Filmsong: Crazy Heart

Bester Ton: The Hurt Locker

Bester Tonschnitt: The Hurt Locker

Beste Visual Effects: Avatar

Bester Animationsfilm: Oben

Beste Dokumentation (Langfilm): Die Bucht

Beste Dokumentation (Kurzfilm): Music by Prudence

Bester animierter Kurzfilm: Logorama

Bester Kurzfilm: The New Tenants

 

6 Oscars für Hurtlocker?! Na wenn’s sein muss … Die Oscarverleihung ist ja immer auch ein Abbild des jeweiligen Amerikanischen Denkens. Anscheinend verarbeitet Amerika gerade den Irakkrieg, wobei ich fast vermute, dass der Durchschnittsredneck die Tonalität des Films nicht zwingend durchdringt. Ich bleibe dabei, Hurtlocker ist ein Film der nicht aus der Masse herausragt. Avatar hingegen, Oscars oder nicht ist trotz der an ihm geäusserten Kritik der Film, den man in der letzten Oscarsaison gesehen haben sollte. In 10 Jahren wird noch jeder wissen, dass Avatar der „blaue“ Film war, Hurtlocker wird vergessen sein.
 
Alice im Wunderland PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   
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OT: Alice in Wonderland                Screening: DV (3D)
Cast: , Johnny Depp, Anne Hathaway, Helena Bonham Carter, Crispin Glover
Regisseur: Tim Burton
Kinostart: 04.03.2010

 

 

 

 

 

aliceplakat.jpeg Die für ihre Zeit sehr emanzipierte, kaum erwachsene Alice Kingsley wird zu einer viktorianischen Gartenfeier eingeladen. Was Sie als einzige nicht zu wissen scheint, ist dass die zu ihren Ehren ausgerichtete Party allein dem Anlass dient, die Bühne für den Heiratsantrag von Hamish, dem wohlhabenden, aber langweiligen Sohn von Lord und Lady Ascot zu stellen. Alice flieht aus der Situation und bleibt Hamish zunächst die Antwort schuldig. Sie folgt einem sonderbaren weißen Kaninchen, das mit einer Weste bekleidet ist und eine Taschenuhr bei sich trägt.

 

 Das Kaninchen läuft über eine Wiese und verschwindet dann in einem Loch im Boden. Ebenso plötzlich wird auch Alice in das Loch hineingezogen und fällt durch eine eigenartige, traumähnliche Passage, bis sie schließlich in einem runden Raum mit vielen Türen landet. Nach kurzen Anfangsschwierigkeiten, die eine Flasche mit der Aufschrift “Trink mich” und einen Kuchen, der mit den Worten “Iss mich” verziert ist, beinhalten, schafft es Alice, mit Hilfe der schrumpfenden Wirkung des Tranks und der vergrößernden Wirkung des Kuchens eine der Türen zu öffnen und hindurchzugehen. Sie betritt eine zauberhafte Welt, die bei ihren Bewohnern unter dem Namen Unterland bekannt ist.

 

alice im wunderland, Mia Wasikowska Dort trifft sie auf eine bunte Mischung von Charakteren: von der verwegenen Schlafmaus zu dem völlig verrückten Hutmacher, von der Grinsekatze zu der Wasserpfeife rauchenden Raupe Absalom, von der Weißen Königin zu ihrer gehässigen und launischen älteren Schwester und Herrscherin von Unterland, der Herzkönigin, die inzwischen auch dem Herzkönig den Kopf hat abschlagen lassen.

 

Alice erinnert sich nicht mehr daran, dass sie schon einmal im Unterland war. Sie glaubt zu träumen. alice im Wunderland, Helena Bonham Carter Die Bewohner hoffen, dass Alice die Richtige ist um den Jabberwocky – eine Art Lindwurm – zu besiegen. Alice ist sich sicher, dass eine Verwechslung vorliegt und dass sie kein Wesen töten kann und will. Erst mit der Zeit findet sie sich damit ab, dass Unterland real ist.

 

Tim Burtons siebte Zusammenarbeit mit Johnny Depp hat eine unerwartet bunte, opulente Optik. Im Vergleich zu den „typischen“ düsteren/Gothic/beklemmenden Look & Feel der Burtonfilmen kommt Alice ungewohnt heiter daher, ohne wirklich lustig zu sein.  Die Umsetzung der Charatere ist mitunter großartig, die Grinsekatze (die ich z.B. in der Animationsserie nervig fand) ist nicht nur optisch gelungen. Das Makeup des Hutmachers ändert sich mit seinen Stimmungen, was bei einmaligen Ansehen kaum gewürdigt werden kann. 

 

alice im wunderland, Anne Hathaway Die 3D Optik ist teilweise etwas gewollt. Alice muß man nicht in 3D sehen. Den Schauspielern merkt man an, dass sie mit Spaß bei der Sache, waren wenn auch Anne Hathaway als Weiße Königin sich ihrer Gestik weniger gruselig, als von Jack Sparrow inpiriert zeigt. Die Tanzeinlagen des Hutmachers und von Alice zum Ende des Films wirken ähnlich deplatziert.

 

Alice krankt etwas an der dünnen Story. Die Zeit im Unterland lebt mehr von der Optik und den auftauchenden absonderlichen Wesen. Man könnte fast meinen, die Story dient teilweise nur dazu, einen Anlass für das nächste  Set, die nächste Kreatur zu geben. Im Vergleich zu Alice erzählt Avatar eine ausgeweilte und verwobene, mehrschichtige anspruchsvolle  Geschichte. Alice kann man, muß man aber nicht gesehen haben. Der Trailer entspricht dem, was man im Film geboten bekommt. alice im wunderland, Johnny Depp

 

Versteht man Alice, wenn man die Bücher und die bisherigen Filme/Serien nicht kennt? Es kann nicht schaden, wenn die "Ur-Alice" vor dem Kinobesuch den jungen Zuschauern vorher als Gutenachtgeschichte vorgelesen wird. Ansonsten kann der Einstieg vielleicht zu schwierig sein. 

 

6/10 Punkten

 

 
Green Zone PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   

 

OT: Green Zone        Screening: DV

Darsteller: Matt Damon, Amy Ryan, Greg Kinnear, Jason Isaacs, Brendan Gleeson

Regie: Paul Greengrass

Kinostart: 18.03.2010

greenzone

US-Armee-Offizier Roy Miller (Matt Damon) und sein Team sind kurz nach der Eroberung Bagdads 2003 in den besetzten Gebieten im Einsatz. Als Spezialteam sollen sie die Massenvernichtungswaffen aufspüren, wegen derer der Militärschlag gegen den Irak angeordnet wurde. Um den Informationen des Informanten Magellan zu folgen, müssen sie die Sicherheit der so genannten „Green Zone", den befriedeten Bereich im Zentrum Bagdads verlassen. Doch die Einsätze laufen nicht wie geplant und bald kommen Zweifel an der Korrektheit der Nachrichteninformationen auf, die nicht nur die Aktionen des Spezialteams, sondern den Krieg insgesamt in Frage stellen. greenzone; Matt Damon, Amy Ryan

 

Wie sich bald herausstellt, werden Miller und seine Leute von rivalisierenden CIA-Agenten - darunter der zwielichtige Sonderbeauftragte des Pentagons Clark Poundstone (Greg Kinnear) - zu ziemlich fadenscheinigen Einsätzen hinbefohlen und dadurch an vorderster Front fast aufgerieben. greenzone, Greg KinnearMiller erkennt, dass er auf eigene Faust handeln muss, wenn er die Identität von Magellan aufdecken und die verfahrene Situation aufklären will. Mit einer Handvoll loyaler Männer beginnt er nun sich auf fremdem und extrem feindlichem Terrain durch geschickt verdeckte und infam verfälschte Spionageoperationen hindurchzukämpfen. Unbeirrt sucht er so nach den Antworten, die entweder ein verbrecherisches Regime entlasten oder den Krieg in einer instabilen Region eskalieren lassen werden. In dieser heißen Phase inmitten eines Klimas von hochexplosiver Gewalt wird er schnell feststellen, dass die am schwersten zu handhabende Waffe die Wahrheit ist.

 

Gemeinsam mit der Washington-Post-Korrespondentin Lawrie Dayne (Amy Ryan) deckt Miller eine gefährliche und raffinierte Verschwörung in den eigenen Reihen auf. Er wird zum Gejagten und inmitten eines brutalen Sperrfeuers beginnt ein packender Kampf um die Wahrheit und ums Überleben. greenzone_3.jpg


Basierend auf Rajiv Chandrasekarans preisgekröntem Buch bietet der Film einen Blick hinter die Kulissen der Irakbesatzung und die unterschiedlichen Interessen der konkurrierenden Geheimdienste.

 

Beworben und im Trailer dargestellt als Polit- und Agentenkrimi ist Greenzone für mich eher ein Kriegsfilm mit politischem Hintergrund. Matt Damon ist gut besetzt und kann wieder mehr überzeugen, als in seiner Rolle in Invictus. Green Zone erzählt – besser als die Episondenstory Hurt Locker – eine runde Geschichte und ist solide gemachtes, spannendes Actionkino.

 

6,5/10 Punkten

 

 

 

 
Legion PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   

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OT: Legion                                  Screening OmU

 

Cast: Paul Bettany, Lucas Black, Tyrese Gibson, Adrianne Palicki, Charles S. Dutton, Jon Tenney, Kevin Durand, Willa Holland, Kate Walsh, Dennis Quaid

Regie: Scott Stewart

Kinostart: 18.03.2010

Paul Bettany, Legion, LEGION

In einem abgelegenen, von der Welt vergessenen Diner in der Amerikanischen Wüste treffen eine Gruppe Menschen aufeinander, die sich irgendwie verlaufen haben. (Das englische Wort „lost“ trifft es hier besser). Der eine hat sich tatsächlich verfahren, die anderen sind auf sonstige Weise vom Weg abgekommen. So gibt es eine verkorkste Familie, deren Tochter es darauf anlegt, so widerspenstig wie möglich zu sein; den Dinerbesitzer, der seinerzeit geglaubt hatte das Diner in Der Wüste sei eine Goldgrube – nur dass die Shoppingmall nicht gebaut wurde; die Bedienung Charlie, die im 8 Monat schwanger ist (Vater unbekannt) und nur darauf wartet, das Kind nach der Geburt zur Adoption weggeben zu können; Jeep, der Sohn des legion Dinerchefs, der hoffnungslos in Charlie verliebt ist, wissend, dass sie seine Liebe nicht erwidert.

 

Als auf einmal Radio, Fernsehn und das Telefon ausfallen, glauben die Menschen im Diner zunächst an ein Erdbeben. Eine alte Dame mit Rollator entpuppt sich auf einmal als erstaunlich agil, sie läuft die Decke entlang und beisst den Familienvater halbtot und stößt wüste Beleidigungen aus, bevor sie zur Strecke gebracht werden kann. Der im Polizeiauto ankommende Michael sorgt für Aufklärung: Als Gott den Glauben an die Menschheit verliert, entsendet er eine Legion von Engeln, damit sie die Apokalypse über die Erde bringen. Die alte Dame war nur eine von durch Engel besessenem Menschen, die sich über das Diner und deren Insassen hermachen werden. Gott hat es insbesondere auf das ungeborene Baby von Charlie abgesehen, dass Michael unter allen Umständen schützen will.

 

legion2.jpg Legion ist in etwa so, wie es der Trailer vermuten lässt. Den Zuschauer erwartet eine Mischung aus Action, Religiösem Thriller und Zombie-Pic. Wirklich überzeugen kann diese Mischung nicht. Michael kommt terminatormäßig auf die Erde, er schneidet sich die Flügel ab und sagt sich so von Gott los, der genug von den Menschen hat. Wie einst Neo in der Matrix, rüstet sich Michael im asiatischen Importladen mit Waffen aus und fährt in die Wüste. Im Diner glaubt man seiner Erklärung, dass Gott die Menschen weghaben will mit einem lethargischen, wird schon so sein – schließlich ist vorhin Oma an der Decke langgeklettert. Der Rest ist weitgehend Standard-Endzeit-Survivor-Hausmannskost, durchsetzt von bedeutungsschwangeren Dialogen. Der Kampf zwischen den Erzengeln Michael-Gabriel ist enttäuschend. Hier geht meine Fantasie was himmlisch-überirdisches angeht bedeutend weiter, als das was in Legion zu sehen ist. PS war das Michaels Flammenschwert – wo waren dann die Flammen?

 

Es gibt weniger Einstellungen mit Engeln, als man zu recht bei dem Filmthema erwarten dürfte – ich habe hier bewusst nicht diese Bilder gepostet, da sie einen verfälschtes Bild vom Film wiedergeben würden. Legion hat zu wenig Übersinnlich-Engelsgleiches, zu wenig konsequent Biblisches. Die Schauspieler Bettany und Quaid können auch in dieser Produktion nicht enttäuschen. Legion und ist damit insgesamt enttäuschend. Vermutlich wird der Film lediglich in der DVD-Auswertung seine Abnehmer finden.

 

3/10 Punkten

 

 

 
67. Golden Globe Gewinner PDF Drucken E-Mail
 
Geschrieben von: sushi25   

Best Feature – Drama "Avatar"

Best Feature – comedy "The Hangover"

Actor Drama Jeff Bridges - "Crazy Heart"

Actress Drama Sandra Bullock - "The Blind Side"

Actor Comedy/Musical Robert Downey Jr. - "Sherlock Holmes"

Actress Comedy/Musical Meryl Streep - "Julie & Julia"

Director Motion Picture James Cameron - "Avatar"

Supporting Actor Christoph Waltz - "Inglourious Basterds"

Supporting Actress Mo'Nique - "Precious"

Screenplay MotionPicture Jason Reitman, Sheldon Turner - "Up in the Air"

Bester Fremdsprachiger Film "The White Ribbon" aka “Das Weisse Band” (Germany) - Wega Films; Sony Pictures Classics

Animationsfilm "Up"

Best score Michael Giacchino - "Up"

Best original song "The Weary Kind" from "Crazy Heart" - Music & Lyrics by: Ryan Bingham, T Bone Burnett
TV Serie drama “Mad Men"

TV Serie comedy "Glee"

PERFORMANCE BY AN ACTOR IN A TV SERIES – DRAMA Michael C. Hall - "Dexter"

PERFORMANCE BY AN ACTRESS IN A TV – DRAMA Julianna Margulies - "The Good Wife"

PERFORMANCE BY AN ACTRESS IN A TV SERIES - COMEDY OR MUSICAL Toni Collette - "United States of Tara"

PERFORMANCE BY AN ACTOR IN A TV SERIES - COMEDY OR MUSICAL Alec Baldwin - "30 Rock"

MINI-SERIES OR MOTION PICTURE MADE FOR TV "Georgia O'Keeffe" "Grey Gardens"

BEST PERFORMANCE BY AN ACTOR IN A MINISERIES OR MOTION PICTURE MADE FOR TV Kevin Bacon - "Taking Chance"

BEST PERFORMANCE BY AN ACTRESS IN A MINI-SERIES OR MOTION PICTURE MADE FOR TV Drew Barrymore - "Grey Gardens"

PERFORMANCE BY AN ACTRESS IN A SUPPORTING ROLE IN A SERIES, MINISERIES OR MOTION PICTURE MADE FOR TV Chloe Sevigny - "Big Love"

PERFORMANCE BY AN ACTOR IN A SUPPORTING ROLE IN A SERIES, MINISERIES OR MOTION PICTURE MADE FOR TV John Lithgow - "Dexter"

Ohne Zweifel sehr interessante Gewinner! Christoph Waltz setzt seine berechtige Preisserie für seine Rolle in den Basterds fort und dass das weisse Band ebenfalls wieder gewürdigt wird ist toll. Meryl Streep ist zweifellos eine Ausnahmeschauspielerin mit unglaublicher Wandelbarkeit. Robert Downey Jr. in Sherlock Homes kann ich erst heute Abend beurteilen, mal sehen wie er da spielt. Und zu guter Letzt: Avatar, was soll ich sagen, KLASSE! Mal sehen ob sich das beim Oscar so durchhält.

 
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