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News
Transporter 3 Kinostarttermin PDF Drucken E-Mail
Kinostarts
Geschrieben von sushi25   
Freitag, 12. September 2008

Universum Film hat den Starttermin für Transporter 3 bekanntgegeben: 08. Januar 2009.

Cast: Jason Statham, Robert Knepper, Francois Berléand

Regie: Olivier Megaton

Drehbuch. Luc Besson, Robert Mark Kamen

transporter3.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Story um Giftmüll und die entführte Tochter des ukrainischen Umweltministers Valentina (gespielt von Natalya Rudakova) sollte besser etwas Besonderes bieten, um eine weitere Fortsetzung zu rechtfertigen. Wir sind gespannt.

 

 

 

 

 
Medientage München 2009: Tag 2 PDF Drucken E-Mail
Film-und-Kino-News
Geschrieben von sushi25   
Freitag, 30. Oktober 2009

Medientage München 2009: MUT - Medien und Transformation

Tag 2 (Tag 1 siehe hier )

 

Mediennutzung 3.0

 

Alles geht überall –eine Vision, die bei Marketingmanagern sofort zu dem pavlovschen Speichelfluß führt. Japan, als Beispiel einer Gesellschaft, die bereits 10-jährige Erfahrung in der Vermarktung von mobilen Inhalten hat, dient als Vorbild für den Traum neuer Erlösmodelle mit denen man hofft, künftig über die Medienvielfalt statt 100% mindestens 110% an dem Kunden zu verdienen.

 

Realistisch muss man die Gesellschaft erst einmal auf Web 1.0 Standart bringen und ihnen langsam Web 2.0 näher bringen. Der Traum von Web 3.0 übersieht den nennenswerten Teil, insbesondere der Bevölkerung über Dreißig und die Bevölkerung in mehr ländlichen Gebieten.Bevölkerungsschichten, die noch nicht– wenn überhaupt - über Hochgeschwindigkeitszugänge zum Internet verfügen und auf skandalöse Weise ihre Mobiltelefone ausschließlich zum Telefonieren benutzen. In einer Onlinestudie wurde das Vorhandensein eines Internetzugangs gar noch als elitär bezeichnet. Deutschland ist hier Europaweit eher schlechter Durchschnitt. Vertreter der Telekom und von Kabel Deutschland erklärten, sich natürlich auch um die bisher weissen Flecken auf der Versorgungslandkarte zu kümmern, warfen sich aber gegenseitig vor, sich eher auf die wirtschaftlich interessanteren Ballungsräume zu fokussieren.Medientage 2009; Herr Schlötterer; Herr Landgraf, Herr Urner, Herr Winter

 

Nicht nur Mobiler Content benötigt ein funktionierendes Ökosystem inklusive für den Kunden erschwinglicher Flatrates und attraktiven Revenueshare-Modellen, um zu funktionieren. Gleiches hat selbstverständlich auch als Grundvoraussetzung für Content zu gelten, den der Kunde zuhause konsumiert. Es wird sich herausstellen, dass der Kunde überall auf den gleichen Content zugreifen will. Es geht also bei der Frage Mobile Content vielmehr nur noch um eine Frage, ob der Content für die mobilen Empfangsgeräte anders, intelligent, aufbereitet werden muss. Der Wunsch der Mobile-Marketingmanager, separate Revenues zu generieren übersieht möglicherweise, dass ein Kunde, der die „Immer-und-Überall-Medien“ Idee verinnerlicht hat, keinesfalls einsehen wird, extra für mobile ein weiteres Entgeld zu zahlen. Allinclusive-Pakages oder Werbefinanzierung dürfe auch hier ein Lösungsansatz sein. Wo in den vergangen Jahren noch starr abgegrenzte Modelle diskutiert und als allein zum wirktschaftlichen Erfolg führend angepriesen wurden, sind die Plattformbetreiber nunmehr weiter und offen für Mischmodelle.

 

Neue Medien +alte Medien = 110% Gewinn? PayContent auf dem Vormarsch?

Medientage 2009; Michael Brehm, Gründer StudiVZ

 

Die Möglichkeit von 110% Gewinn, die Marketingabteilungen gerne durch die neuen Auswertungsmöglichkeiten sei es Blu-Ray oder Onlinenutzungen als gesetzt sehen, erscheint zusehens als Seifenblase. Robert A. Iger, President & CEO der Walt Disney Company, fand laut "Business Week" sehr klare Worte über die bisherige Blu-ray-Marktentwicklung. Die Hoffnung Hollywoods, dass die fallenden DVD-Umsätze durch das Medium Blu-ray kompensiert werden können, werde sich nicht erfüllen. Er begründet dies damit, dass die BR-Player abwärtskompatibel sind und die Konsumenten nicht in dem Ausmaß bereit sind, bereits gekaufte DVDs durch BR's zu ersetzen. Zudem ist ohne Zweifel in einer Zeit des „Geiz ist Geil“ der Preis für BR’s in Deutschland unrealistisch hoch, um eine schnelle Marktdurchdringung zu erreichen.

 

In mehreren Symposien wurde die Frage der Chancen des paid contents erörtert worden. Neben der geäußerten Behauptung, dass es in Deutschland nicht leicht sei, neben den beiden größten Pay Anbietern ARD und ZDF ein wirtschaftlich arbeitendes Pay Angebot mit 7 Milliarden Payeinnahmen= GEZ-Gebühren aufzubauen, bestand Einigkeit, dass sich die Industrie darauf einstellen muss, weniger den mehr zu erlösen. Für bisher rein werbefinanzierte Free-TV-Anbieter ist es attraktiv, Pay-TV als zusätzliches Erlösmodell aufzubauen und anzubieten. So hofft man, dass über Einnahmen durch Abogebühren rückläufige Werbeeinnahmen kompensiert werden. Video on Demand (VoD) wird von den Usern inzwischen als Angebot vorausgesetzt, wobei Uneinigkeit darüber besteht, ob es zielführend sein kann, denn Nutzern beispielsweise Catchup-TV kostenfrei zur Verfügung zu stellen, wenn man ihnen zu einem späteren Zeitpunkt gleichartige Angebote gegen Entgeld anbieten möchte. Hier werden mitunter auch bei der Gestatung von Kundenanreißangeboten Signale in die falsche Richtung gesetzt.

 

Programmnavigation 2014Medientage 2009, Herr Goldhammer, Herr Büchs, Herr Hamann, Herr Heublein, Herr Graf Fringuelli, Herr Töpper, Herr Zech, Herr Lauff

 

Das zunehmende Angebot an klassischen TV-Angeboten, gepaart mit IP-TV und VoD-Angeboten hat bereits heute dazu geführt, dass in Europa ca. 200 EPG (Electronic Program Guides) existieren. Bereits heute werden über die EPG's 145 Mio Euro direkte Umsätze generiert. Es besteht Einigkeit, dass sich der elektronische Programmführer beim Zuseher durchsetzen wird und dies in naher Zukunft. Der EPG werde zur zentralen Schnittstelle zum Konsumenten, zur Verkaufsfläche und zum Werbemedium. Zudem machten attraktive, von starrer, tabellarischen Darstellung wegentwickelten Designs, Lust an der Nutzung. Der deutsche Markt steht im Vergleich zu anderen europäischen Märkten noch in der Steinzeit. Trotzdem wird auch hierzulande 2014 nach der Goldmedia-Studie mindestens jeder zweite TV-Haushalt mit einem EPG ausgestattet sein.

 

 

to be continued ....

 

Medientage 2009 Tag 1

 

Medientage 2009 Tag 3

 

 

 

 

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 2. November 2009 )
 
Knight & Day PDF Drucken E-Mail
Filmkritiken
Geschrieben von sushi25   
Dienstag, 29. Juni 2010

OT : Knight & Day                           screening OV

Cast: Tom Cruise, Cameron Diaz, Peter Sarsgaard, Viola Davis, Jordi Mollà und Paul Dano

Regie: James Mangold

Kinostart: 20.07.2010

 

knight_plakat.jpgJune Havens(Cameron Diaz) ist eine Frau, die nicht weiß, wem sie glauben soll – Roy Miller (Tom Cruise) oder jenen, von denen er behauptet, dass sie ihm etwas angehängt haben. Alles fängt damit an, dass Roy mit ihr auf dem Flughafen zusammenstößt. Sie sitzen zusammen in einem fast leeren Flieger und unterhalten sich über Träume. Roy erklärt, dass „irgendwann/eines Tages“ (im Original „someday“) eigentlich Synonyme für „Niemals“ sind. Als June von der Flugzeugtoilette zurückkommt, eröffnet ihr Roy, dass er alle Passagiere – einschließlich der Besatzung und Piloten getötet hat, wobei einer der Piloten den anderen erschossen hat. Nach einer Notlandung im Getreidefeld wacht June, der Roy noch eingebläut, hat dass die Regierungsbeamten ihr viele Fragen stellen werden und dass sie nicht in ein Regierungsauto einsteigen soll, in ihrem Bett zuhause auf. Alles nur ein Traum? Nein, Roy hat ihr eine Nachricht hinterlassen, also hat sie das tatsächlich erlebt. Ehe sie sich versieht, haben Regierungsbeamte sie in ein Fahrzeug verfrachtet und erzählen ihr Roy habe zwar mal für die Regierung gearbeitet, sei aber durchgedreht und würde jetzt auf eigene Rechnung arbeiten. kight1.jpg

 

June erlebt geschockt mit, wie Roy den Konvoi in dem sie transportiert wird, aufmischt und nutzt eine Gelegenheit zur Flucht vor allem – Roy und den Regierungsbeamten. Sie sucht Zuflucht bei einem Verehrer und Feuerwehrmann, der ihr kein Wort ihrer Geschichte glaubt, bis Roy neben beiden steht und June mit vorgehaltener Waffe aus einem Diner entführt.

 

June erwacht auf einer kleinen Tropeninsel und weiss gar nicht mehr, was sie glauben soll. Wer und vor allem was ist Roy? Nächster Stop Salzburg, June wendet sich an die Regierung, die Roy über die Dächer der Stadt jagt und schließlich nach einer Schießerei in die Salzach stürzen lässt. knight3.jpgDie Leichensuche zieht sich hin und June bekommt wieder Zweifel, ob sie das Richtige getan hat, sie versucht mehr über Roy und seine Herkunft herauszubekommen.

 

Für die Story kann man Patrick O’Neill nur gratulieren, Er und Regisseur James Mangold schaffen es, den Zuschauer auf einen humorvollen, schnellen Ritt mitzunehmen und mehrfach an der Nase herumzuführen. Wie im Gerne üblich führt die Reise an die verschiedensten Ort um den Globus, wobei das Reisen an sich durch den gelungenen Kunstgriff des wiederholten Narkotisierens von June übersprungen wird.

 

Tom Cruise der hier ohne den Hype von Valkyrie knight_2.jpgagieren kann, liefert eine selbstironische Parodie seiner M:I – Rollen und ist wieder sehr physisch und glaubwürdig bei der Sache. Cameron Diaz als Naive „ich bin im falschen Film – aber in Welchem?“-Darstellerin tut nicht weh. Die beiden liefern zwar vielleicht nicht das ultimative Traumpaar, was die Chemie angeht, aber bis auf einen zu ausgewaltzen Dialog zum Ende des Films, ist das sich entwickelnde Verhältnis glaubwürdig. Ganz Groß

 

Knight & Day ist am amerikanischen Boxoffice nach einigen Tagen eingebrochen, was ich eigentlich nicht nachvollziehen kann. Der Film ist dem Trailern entsprechend eine funktionierende locker-leichte Agentenkomodie. Anschauen!

 

8/10 Punkten
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 14. Juli 2010 )
 
Harry Potter 6: Starttermin 16.07.2007 PDF Drucken E-Mail
Kinostarts
Geschrieben von sushi25   
Montag, 18. August 2008
 
"Potter 6" wandert wie Faye schon berichtete in den Sommer 2009


laut Blickpunkt Film hat Warner "Harry Potter und der Halbblutprinz" vom 21. November diesen Jahres auf den 16. Juli 2009 verschoben. Als Grund wurde der durch den Autorenstreik im vergangenen Winter bedingte Produktionsengpass genannt, der das Studio in der kommenden Sommersaison mit Ausnahme von "Terminator Salvation" ohne entscheidende Tentpole-Filme dastehen läßt. Buch Sieben Teil 1 soll dann im Herbst 2009 in die deutschen Kinos kommen.
Letzte Aktualisierung ( Montag, 18. August 2008 )
 
Medientage München 2009: Tag 3 PDF Drucken E-Mail
Film-und-Kino-News
Geschrieben von sushi25   
Freitag, 30. Oktober 2009

Medientage München 2009 : MUT - Medien und Transformation

Tag 3 (Tag 2 siehe hier )

 

Medientage 2009 LogoHD-TV

HDTV steht in Deutschland kurz vor der Einführung. So startet die Mediengruppe RTL für die Sender RTL und Vox am Sonntag ein entsprechendes Angebot. Sat.1, ProSieben und Kabel Eins senden ab Januar im hoch auflösenden Format. ARD und ZDF wollen die Olympischen Winterspiele im kommenden Februar als Initialzündung für den Beginn ihrer HDTV-Ausstrahlung im Regelbetrieb nutzen.Das Entertainagebot der Telekom ist ebenfalls bereits in der HD-Welt angekommen.

Die anwesenden Sender waren sich alle einig, künftig großte Teile Ihres Programms in HD zu produzieren, um dieses hochauflösend anbieten zu können. Zu der Frage wie und vor allem bis wann die Mamutaufgabe, gerade im Bereich der öffentlich-rechtlichen Sender umgesetzt werden soll, die vorhandenen Libraries zu digitalisieren, bzw. für HD neu abzutasten, blieb im Dunkeln. Es ist schon fast selbstverständlich, dass beispielsweise künftige Sportveranstaltungen in HD-Qualität aufgezeichnet werden, hier wird der Zuschauer gar nichts anderes mehr erwarten. Interessant und für die Sender kostenintensiv ist viel mehr die Frage, wie mit den bereits im Archiv liegenden Spielfilmtiteln, Serien und TV-Movies umgegangen wird, für die noch langlaufenden Rechte bei den jeweiligen Sendern liegen. Gerade, wenn die Zuschauer einmal an die HD-Qualität herangeführt sind, wird es schwieriger werden, diesen Klassiker in SD im Sendeplan anzubieten.medientage 2009, Wolfgang Elsäßer, ASTRA

Herr Elsässer, Astra-Geschäftsführer  setzt große Hoffnungen auf die Entwicklung des HDTV-Marktes. Er forderte dazu auf, angesichts des „großartigen neuen Produkts, das hier für die Kunden bereitgestellt wird“, den neuen Standard gemeinsam zu stärken und sich nicht in Diskussionen über verschiedene Geschäftsmodelle zu verlieren.

Die Branche ist jedoch damit konfrontiert, dass die Kunden seit 25 Jahren beigebrachte Nutzungsweisen, wie etwa die Möglichkeit, bei einer Videoaufzeichnung einer TV-Sendung vorspulen zu können und so die Werbung zu überspringen, nicht ohne Weiteres aufgeben wollen.

Medientage 2009, Marcello Maggionni; Sky Deutschland Marcell Maggioni, Senior Vice President Sales & Marketing von Sky Deutschland wies hier zurecht darauf hin, dass die Kunden nur bereit sind zu zahlen wenn ein Produkt für sie die 3 Kriterien Qualität, Auswahl und Kontrolle aufweisst.

Dass zur Realiserung einer Refinanzierung eines Anbieters durch Werbung erforderlich sein kann, dass der Kunde nicht in der Lage ist, die Werbung zu überspringen, muß vermutlich erst wieder ins Bewustsein des Kunden gerückt werden. Erst wenn dem Kunden klar ist, dass die Alternative zur Werbung entweder Pay-TV - oder gar kein TV ist, wird er sich wissend für eine der Alternativen Werbefinanziertes Fernsehen oder Pay-TV entscheiden können.

Als Resumee kann ich sagen, dass 3 Tage Vorträge und Gespräche zwar schlauchen, aber die Gewissheit bringen, dass die Branche mittlerweile insgesamt abgeklärter tickt, als noch vor 1-2 Jahren. Es wird realistischer beurteilt und abgeklärter argiert. Die Branche hat erkannt, dass die sogenannten Mobile Devices auch nichts anderes sind, als andere Empfangsgeräte, oder Computer - wenn ihr kleines Displayformat und die Mobilfunknetze auch ihre Besonderheiten bergen. Man scheint auch zu erkennen, dass der Konsument wie auch beispielsweise die Werbetreibende Wirtschaft jeden Euro nur einmal ausgeben kann und nicht zwingend, nur weil es neue Spielzeuge und Spielwiesen gibt, tiefer in die kriesengeschüttelten Geldbeutel greifen.

 
 
Mal sehen was sich bis zu den nächsten Medientagen 2010 so getan hat. 
 
 
 
 
 

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 2. November 2009 )
 
Adèle PDF Drucken E-Mail
Filmkritiken
Geschrieben von sushi25   
Mittwoch, 23. Juni 2010

OT: Les aventures extraordinaires d'Adèle Blanc-Sec   screening : OmU

Cast: Louise Bourgoin, Mathieu Amalric, Gilles Lellouche

Regie: Luc Besson

Kinostart: 30.09.2010

 

adele_blanc-sec.jpgGibt es ein Leben nach dem Tod? Das ist die größte aller Fragen, die den greisen Professor Esperandieu (Jacky Nercessian) beschäftigen. Das Wunder geschieht in einer klaren Novembernacht: Aus Esperandieus Apartment am Place de la Concorde dringt für einen Augenblick überirdisches Licht. Sein Experiment zur Belebung von Materie war erfolgreich. Wie durch Zauberei erwacht im Pariser Naturkunde-Museum ein Lebewesen, das seit 135 Millionen Jahren ausgestorben ist: Der Flugsaurier Pterodaktylus schält sich aus seinem gigantischen Ei. Durch das Glasdach entkommt das prähistorische Monstrum in die Freiheit – und landet auf dem Dach des Taxis, in dem Monsieur Pointrenard, der Präfekt von Paris, mit einer leichtlebigen Dame aus dem Moulin Rouge privater Plaisier entgegensteuert. Vor Schreck drückt sein Chauffeur aufs Gaspedal, und der Wagen stürzt in die Seine.

Ein Skandal! Die Polizei geht von einem Terroranschlag aus. Der einzige Augenzeuge, der ein Urzeit-Monster gesehen haben will, ist schwer alkoholisiert. Humbug! Obwohl auf dem Präsidium strikte Diskretion verordnet wird, ziert die Geschichte vom mörderischen Riesenvogel am nächsten Tag sämtliche Titelseiten. Der wackere Inspektor Caponi (Gilles Lellouche) wird mit der heiklen Aufgabe betraut, das vermeintliche Attentat auf den Politiker aufzuklären.

Im fernen Ägypten ist Reporterin Adèle Blanc-Sec (Louise Bourgoin) unterdessen am Ziel ihrer Träume angelangt: Inmitten unfassbarer Schätze steht sie in einem Pharaonengrab. Doch im Gegensatz zu ihren dubiosen Begleitern interessiert sich Adèle weniger für das Gold und den kostbaren Sarkophag als für dessen Inhalt: die Mumie von Patmosis, dem legendären Leibarzt von Ramses II. Als Adèle mit ihrer Beute aufbrechen will, versperrt ihr eine finstere Gestalt den Weg: Professor Dieuleveult (Mathieu Amalric), offenbar ein alter Bekannter von Adèle, hat die Kavallerie alarmiert und will die verhasste Konkurrentin als Grabräuberin verhaften lassen. In letzter Sekunde kann die kühne Mademoiselle in einer halsbrecherischen Aktion samt Sarkophag fliehen.

In Paris hat der Pterodaktylus zu seinem „Herrchen” wider Willen gefunden und landet auf dem Balkon von Professor Esperandieu. Zwischen dem Wissenschaftler und der Kreatur besteht eine sonderbare, fast telepathische Verbindung: Was der Saurier fühlt, spürt auch Esperandieu. Kaum hat er das verstörte Tier beruhigt, steht auch schon die Polizei vor der Tür: Inspektor Caponi und seine Beamten sollen den renommierten Wissenschaftler zu Rate ziehen. Esperandieu steht prompt als Verschwörer da und wird abgeführt. Der Pterodaktylus entkommt in der Zwischenzeit durchs Fenster.

Als Adèle mit Patmosis’ Sarkophag in Paris ankommt, springt ihr sofort die Schlagzeile ins Auge: „Esperandieu zum Tode verurteilt!” Doch bevor Adèle handeln kann, muss sie Patmosis in Sicherheit bringen: Die Mumie findet ihre neue Ruhestätte in einer Glasvitrine in Adèles Wohnzimmer. Dann sieht die erschöpfte Abenteurerin nach ihrer stillen Mitbewohnerin: Adèles geliebte Schwester Agathe, die nach einem tragischen Unfall mit einer Hutnadel im Kopf m Koma liegt. Die Medizin hat versagt und nichts und niemand konnte Agathe bisher ins Leben zurückholen. Jetzt liegt die Hoffnung bei dem 4000 Jahre alten Patmosis, den Adèle mit Hilfe von Esperandieu erwecken will.

Die Jagd nach der mysteriösen Bestie spitzt sich derweil zu. Frankreichs Staatspräsident (Gérard Chaillou) hat sachkundige Verstärkung angefordert: Direkt von seiner Safari in Afrika trifft der berüchtigte Großwildjäger Saint Hubert (Jean-Paul Rouve) in Paris ein. Während der entnervte Inspektor Caponi mit Saint Hubert Posten bezieht, hat der junge Biologe Andrej Zborowski (Nicolas Giraud) – nebenbei ein glühender Verehrer von Adèle Blanc-Sec – eine klügere Idee, wie man den orientierungslosen Saurier anlocken könnte: Er legt die Schale seines Eis im Park des Museums aus.

Adèle lässt unterdessen nichts unversucht, ihren unschuldigen Mentor Esperandieu aus dem Gefängnis zu befreien. Doch als sie nach mehreren Anläufen in wahnwitzigen Verkleidungen endlich vor seiner Zelle steht, ist der Verurteilte bereits verlegt worden. Verzweifelt spricht Adèle bei Monsieur le Président höchstpersönlich vor, damit er Esperandieu begnadigt. Doch ihre Diskussion im Garten des Palais wird von einem jähen Luftangriff unterbrochen: Der Pterodaktylus stößt vom Himmel herab – und fliegt mit dem Hündchen des Präsidenten in den Klauen davon. Adèle findet ihn im Park: Zborowskis Trick mit der Eierschale hat funktioniert, der verirrte Saurier ist „nach Hause” gekommen – und Adèle hat unverhofft einen mächtigen Verbündeten für ihren wagemutigen Rettungsplan: Auf dem Rücken des Pterodaktylus entreißt sie Esperandieu im Sturzflug der Guillotine und landet wohlbehalten mit ihm im Park.

Doch der Schrecken ist noch nicht vorüber. Bei seiner Patrouille hat Großwildjäger Saint Hubert das Versteck des Pterodaktylus entdeckt. Der Großwildjäger legt an und feuert, die Kugel trifft den Saurier in die Brust. In diesem Moment offenbart sich die magische Verbindung zu seinem Erwecker in ihrer ganzen Tragweite: Getroffen sinkt Esperandieu in Adèles Arme.

Jetzt kann nur noch einer helfen: Patmosis, der berühmte Leibarzt von Ramses II, dummerweise ist die von Adèle gefundene Mumie nicht Patmosis, sondern eine andere Person aus dem Umfeld des Pharao ….

 

Adèle ist die Verfilmung eines Comics von Jacques Tardi, der gerade an seinem 10. Adèle-Comic arbeitet. Es sind noch keine Bilder auf dem Presseserver, daher hier zunächst nur das Comic-Cover. Adèle ist nach den Comics eine fortschrittliche, aufgeklärte Zeitgenossin, was Besson bemüht im Film umsetzt. So gerne ich Adèle als Antwort auf Indiana Jones, Sherlock Holmes gesehen hätte, der Film ist derart mit Story überfrachtet, dass Besson nicht genügend Ruhe und keinen Spannungsbogen in sein Produkt bekommt. Zwar sind alle Elemente für einen netten Unterhaltungsfilm vorhanden Humor, Action, tolle Sets, exzentrische Figuren, eine Story aber die rechte Mischung ist in der Version, die ich gesehen habe definitiv noch nicht gefunden. Spannung verpufft so schnell, wie sie aufgebaut wird und mit dem Schließen des Vorhangs (bis zum Ende im Kino bleiben, es gibt noch eine Slapstickszene im Abspann) fragt man sich, warum hier nicht mehr möglich gewesen ist.

Enttäuschte 4,5 /10 Punkten 

 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 29. Juni 2010 )
 
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