Universum Film hat den Starttermin für Transporter 3 bekanntgegeben: 08. Januar 2009.
Cast: Jason Statham, Robert Knepper, Francois Berléand
Regie: Olivier Megaton
Drehbuch. Luc Besson, Robert Mark Kamen
Die Story um Giftmüll und die entführte Tochter des ukrainischen Umweltministers Valentina (gespielt von Natalya Rudakova) sollte besser etwas Besonderes bieten, um eine weitere Fortsetzung zu rechtfertigen. Wir sind gespannt.
Alles geht überall –eine Vision, die bei
Marketingmanagern sofort zu dem pavlovschen Speichelfluß führt. Japan,
als Beispiel einer Gesellschaft, die bereits 10-jährige Erfahrung in der
Vermarktung von mobilen Inhalten hat, dient als Vorbild für den Traum neuer
Erlösmodelle mit denen man hofft, künftig über die Medienvielfalt statt 100%
mindestens 110% an dem Kunden zu verdienen.
Realistisch muss man die Gesellschaft erst einmal auf Web
1.0 Standart bringen und ihnen langsam Web 2.0 näher bringen. Der Traum von Web
3.0 übersieht den nennenswerten Teil, insbesondere der Bevölkerung über Dreißig
und die Bevölkerung in mehr ländlichen Gebieten.Bevölkerungsschichten, die noch nicht– wenn überhaupt
- über Hochgeschwindigkeitszugänge zum Internet verfügen und auf skandalöse
Weise ihre Mobiltelefone ausschließlich zum Telefonieren benutzen. In einer
Onlinestudie wurde das Vorhandensein eines Internetzugangs gar noch als elitär
bezeichnet. Deutschland ist hier Europaweit eher schlechter Durchschnitt. Vertreter
der Telekom und von Kabel Deutschland erklärten, sich natürlich auch um die
bisher weissen Flecken auf der Versorgungslandkarte zu kümmern, warfen sich
aber gegenseitig vor, sich eher auf die wirtschaftlich interessanteren
Ballungsräume zu fokussieren.
Nicht nur Mobiler Content benötigt ein funktionierendes
Ökosystem inklusive für den Kunden erschwinglicher Flatrates und attraktiven
Revenueshare-Modellen, um zu funktionieren. Gleiches hat selbstverständlich auch als Grundvoraussetzung
für Content zu gelten, den der Kunde zuhause konsumiert. Es wird sich herausstellen, dass der Kunde überall auf den gleichen Content zugreifen
will. Es geht also bei der Frage Mobile Content vielmehr nur noch um eine Frage,
ob der Content für die mobilen Empfangsgeräte anders, intelligent, aufbereitet
werden muss. Der Wunsch der Mobile-Marketingmanager, separate Revenues zu
generieren übersieht möglicherweise, dass ein Kunde, der die
„Immer-und-Überall-Medien“ Idee verinnerlicht hat, keinesfalls einsehen wird,
extra für mobile ein weiteres Entgeld zu zahlen. Allinclusive-Pakages oder
Werbefinanzierung dürfe auch hier ein Lösungsansatz sein. Wo in den vergangen
Jahren noch starr abgegrenzte Modelle diskutiert und als allein zum
wirktschaftlichen Erfolg führend angepriesen wurden, sind die
Plattformbetreiber nunmehr weiter und offen für Mischmodelle.
Neue Medien +alte Medien = 110% Gewinn? PayContent auf
dem Vormarsch?
Die Möglichkeit von 110% Gewinn, die Marketingabteilungen
gerne durch die neuen Auswertungsmöglichkeiten sei es Blu-Ray oder
Onlinenutzungen als gesetzt sehen, erscheint zusehens als Seifenblase. Robert
A. Iger, President & CEO der Walt Disney Company, fand laut "Business
Week" sehr klare Worte über die bisherige Blu-ray-Marktentwicklung. Die
Hoffnung Hollywoods, dass die fallenden DVD-Umsätze durch das Medium Blu-ray
kompensiert werden können, werde sich nicht erfüllen. Er begründet dies damit,
dass die BR-Player abwärtskompatibel sind und die Konsumenten nicht in dem
Ausmaß bereit sind, bereits gekaufte DVDs durch BR's zu ersetzen. Zudem ist ohne
Zweifel in einer Zeit des „Geiz ist Geil“ der Preis für BR’s in Deutschland
unrealistisch hoch, um eine schnelle Marktdurchdringung zu erreichen.
In mehreren Symposien wurde die Frage der Chancen des paid
contents erörtert worden. Neben der geäußerten Behauptung, dass es in
Deutschland nicht leicht sei, neben den beiden größten Pay Anbietern ARD und
ZDF ein wirtschaftlich arbeitendes Pay Angebot mit 7 Milliarden Payeinnahmen=
GEZ-Gebühren aufzubauen, bestand Einigkeit, dass sich die Industrie darauf
einstellen muss, weniger den mehr zu erlösen. Für bisher rein werbefinanzierte Free-TV-Anbieter ist es attraktiv, Pay-TV als zusätzliches Erlösmodell aufzubauen und anzubieten. So hofft man, dass über Einnahmen durch Abogebühren rückläufige Werbeeinnahmen kompensiert werden. Video on Demand (VoD) wird von den Usern inzwischen als Angebot vorausgesetzt, wobei Uneinigkeit darüber besteht, ob es zielführend sein kann, denn Nutzern beispielsweise Catchup-TV kostenfrei zur Verfügung zu stellen, wenn man ihnen zu einem späteren Zeitpunkt gleichartige Angebote gegen Entgeld anbieten möchte. Hier werden mitunter auch bei der Gestatung von Kundenanreißangeboten Signale in die falsche Richtung gesetzt.
Programmnavigation 2014
Das zunehmende Angebot an klassischen TV-Angeboten, gepaart mit IP-TV und VoD-Angeboten hat bereits heute dazu geführt, dass in Europa ca. 200 EPG (Electronic Program Guides) existieren. Bereits heute werden über die EPG's 145 Mio Euro direkte Umsätze generiert. Es besteht Einigkeit, dass sich der elektronische Programmführer beim Zuseher durchsetzen wird und dies in naher Zukunft. Der EPG werde zur zentralen Schnittstelle zum Konsumenten, zur Verkaufsfläche und zum Werbemedium. Zudem machten attraktive, von starrer, tabellarischen Darstellung wegentwickelten Designs, Lust an der Nutzung. Der deutsche Markt steht im Vergleich zu anderen europäischen Märkten noch in der Steinzeit. Trotzdem wird auch hierzulande 2014 nach der Goldmedia-Studie mindestens jeder zweite TV-Haushalt mit einem EPG ausgestattet sein.
Cast: Tom Cruise, Cameron Diaz, Peter Sarsgaard, Viola Davis, Jordi Mollà
und Paul Dano
Regie: James Mangold
Kinostart:
20.07.2010
June Havens(Cameron
Diaz) ist eine Frau, die nicht weiß, wem sie glauben soll – Roy Miller (Tom Cruise)
oder jenen, von denen er behauptet, dass sie ihm etwas angehängt haben. Alles
fängt damit an, dass Roy mit ihr auf dem Flughafen zusammenstößt. Sie sitzen
zusammen in einem fast leeren Flieger und unterhalten sich über Träume. Roy
erklärt, dass „irgendwann/eines Tages“ (im Original „someday“) eigentlich
Synonyme für „Niemals“ sind. Als June von der Flugzeugtoilette zurückkommt,
eröffnet ihr Roy, dass er alle Passagiere – einschließlich der Besatzung und
Piloten getötet hat, wobei einer der Piloten den anderen erschossen hat. Nach
einer Notlandung im Getreidefeld wacht June, der Roy noch eingebläut, hat dass
die Regierungsbeamten ihr viele Fragen stellen werden und dass sie nicht in ein
Regierungsauto einsteigen soll, in ihrem Bett zuhause auf. Alles nur ein Traum?
Nein, Roy hat ihr eine Nachricht hinterlassen, also hat sie das tatsächlich
erlebt. Ehe sie sich versieht, haben Regierungsbeamte sie in ein Fahrzeug
verfrachtet und erzählen ihr Roy habe zwar mal für die Regierung gearbeitet, sei
aber durchgedreht und würde jetzt auf eigene Rechnung arbeiten.
June erlebt
geschockt mit, wie Roy den Konvoi in dem sie transportiert wird, aufmischt und
nutzt eine Gelegenheit zur Flucht vor allem – Roy und den Regierungsbeamten. Sie
sucht Zuflucht bei einem Verehrer und Feuerwehrmann, der ihr kein Wort ihrer
Geschichte glaubt, bis Roy neben beiden steht und June mit vorgehaltener Waffe aus
einem Diner entführt.
June
erwacht auf einer kleinen Tropeninsel und weiss gar nicht mehr, was sie glauben
soll. Wer und vor allem was ist Roy? Nächster Stop Salzburg, June wendet sich
an die Regierung, die Roy über die Dächer der Stadt jagt und schließlich nach
einer Schießerei in die Salzach stürzen lässt. Die Leichensuche zieht sich hin
und June bekommt wieder Zweifel, ob sie das Richtige getan hat, sie versucht
mehr über Roy und seine Herkunft herauszubekommen.
Für die
Story kann man Patrick O’Neill nur gratulieren, Er und Regisseur James Mangold
schaffen es, den Zuschauer auf einen humorvollen, schnellen Ritt mitzunehmen
und mehrfach an der Nase herumzuführen. Wie im Gerne üblich führt die Reise an
die verschiedensten Ort um den Globus, wobei das Reisen an sich durch den
gelungenen Kunstgriff des wiederholten Narkotisierens von June übersprungen
wird.
Tom Cruise
der hier ohne den Hype von Valkyrie agieren kann, liefert eine selbstironische
Parodie seiner M:I – Rollen und ist wieder sehr physisch und glaubwürdig bei
der Sache. Cameron Diaz als Naive „ich bin im falschen Film – aber in Welchem?“-Darstellerin
tut nicht weh. Die beiden liefern zwar vielleicht nicht das ultimative
Traumpaar, was die Chemie angeht, aber bis auf einen zu ausgewaltzen Dialog zum
Ende des Films, ist das sich entwickelnde Verhältnis glaubwürdig. Ganz Groß
Knight
& Day ist am amerikanischen Boxoffice nach einigen Tagen eingebrochen, was
ich eigentlich nicht nachvollziehen kann. Der Film ist dem Trailern
entsprechend eine funktionierende locker-leichte Agentenkomodie. Anschauen!
"Potter 6" wandert wie Faye schon berichtete in den Sommer 2009
laut Blickpunkt Film hat Warner "Harry Potter und der Halbblutprinz"
vom 21. November diesen Jahres auf den 16. Juli 2009 verschoben. Als
Grund wurde der durch den Autorenstreik im vergangenen Winter bedingte
Produktionsengpass genannt, der das Studio in der kommenden
Sommersaison mit Ausnahme von "Terminator Salvation" ohne entscheidende Tentpole-Filme dastehen läßt. Buch Sieben Teil 1 soll dann im Herbst 2009 in die deutschen Kinos kommen.
HDTV steht in Deutschland kurz vor der Einführung. So startet die Mediengruppe RTL für die Sender RTL und Vox am Sonntag ein entsprechendes Angebot. Sat.1, ProSieben und Kabel Eins senden ab Januar im hoch auflösenden Format. ARD und ZDF wollen die Olympischen Winterspiele im kommenden Februar als Initialzündung für den Beginn ihrer HDTV-Ausstrahlung im Regelbetrieb nutzen.Das Entertainagebot der Telekom ist ebenfalls bereits in der HD-Welt angekommen.
Die anwesenden Sender waren sich alle einig, künftig großte Teile Ihres Programms in HD zu produzieren, um dieses hochauflösend anbieten zu können. Zu der Frage wie und vor allem bis wann die Mamutaufgabe, gerade im Bereich der öffentlich-rechtlichen Sender umgesetzt werden soll, die vorhandenen Libraries zu digitalisieren, bzw. für HD neu abzutasten, blieb im Dunkeln. Es ist schon fast selbstverständlich, dass beispielsweise künftige Sportveranstaltungen in HD-Qualität aufgezeichnet werden, hier wird der Zuschauer gar nichts anderes mehr erwarten. Interessant und für die Sender kostenintensiv ist viel mehr die Frage, wie mit den bereits im Archiv liegenden Spielfilmtiteln, Serien und TV-Movies umgegangen wird, für die noch langlaufenden Rechte bei den jeweiligen Sendern liegen. Gerade, wenn die Zuschauer einmal an die HD-Qualität herangeführt sind, wird es schwieriger werden, diesen Klassiker in SD im Sendeplan anzubieten.
Herr Elsässer, Astra-Geschäftsführer setzt große Hoffnungen auf die Entwicklung des HDTV-Marktes. Er forderte dazu auf, angesichts des „großartigen neuen Produkts, das hier für die Kunden bereitgestellt wird“, den neuen Standard gemeinsam zu stärken und sich nicht in Diskussionen über verschiedene Geschäftsmodelle zu verlieren.
Die Branche ist jedoch damit konfrontiert, dass die Kunden seit 25 Jahren beigebrachte Nutzungsweisen, wie etwa die Möglichkeit, bei einer Videoaufzeichnung einer TV-Sendung vorspulen zu können und so die Werbung zu überspringen, nicht ohne Weiteres aufgeben wollen.
Marcell Maggioni, Senior Vice President Sales & Marketing von Sky Deutschland wies hier zurecht darauf hin, dass die Kunden nur bereit sind zu zahlen wenn ein Produkt für sie die 3 Kriterien Qualität, Auswahl und Kontrolle aufweisst.
Dass zur Realiserung einer Refinanzierung eines Anbieters durch Werbung erforderlich sein kann, dass der Kunde nicht in der Lage ist, die Werbung zu überspringen, muß vermutlich erst wieder ins Bewustsein des Kunden gerückt werden. Erst wenn dem Kunden klar ist, dass die Alternative zur Werbung entweder Pay-TV - oder gar kein TV ist, wird er sich wissend für eine der Alternativen Werbefinanziertes Fernsehen oder Pay-TV entscheiden können.
Als Resumee kann ich sagen, dass 3 Tage Vorträge und Gespräche zwar schlauchen, aber die Gewissheit bringen, dass die Branche mittlerweile insgesamt abgeklärter tickt, als noch vor 1-2 Jahren. Es wird realistischer beurteilt und abgeklärter argiert. Die Branche hat erkannt, dass die sogenannten Mobile Devices auch nichts anderes sind, als andere Empfangsgeräte, oder Computer - wenn ihr kleines Displayformat und die Mobilfunknetze auch ihre Besonderheiten bergen. Man scheint auch zu erkennen, dass der Konsument wie auch beispielsweise die Werbetreibende Wirtschaft jeden Euro nur einmal ausgeben kann und nicht zwingend, nur weil es neue Spielzeuge und Spielwiesen gibt, tiefer in die kriesengeschüttelten Geldbeutel greifen.
Mal sehen was sich bis zu den nächsten Medientagen 2010 so getan hat.
OT: Les aventures extraordinaires d'Adèle Blanc-Secscreening : OmU
Cast: Louise Bourgoin, Mathieu Amalric, Gilles Lellouche
Regie: Luc Besson
Kinostart: 30.09.2010
Gibt es ein Leben nach dem Tod? Das ist die größte aller Fragen, die den
greisen Professor Esperandieu (Jacky
Nercessian) beschäftigen. Das Wunder geschieht
in einer klaren Novembernacht: Aus Esperandieus Apartment am Place de la
Concorde dringt für einen Augenblick überirdisches Licht. Sein Experiment zur
Belebung von Materie war erfolgreich. Wie durch Zauberei erwacht im Pariser
Naturkunde-Museum ein Lebewesen, das seit 135 Millionen Jahren ausgestorben
ist: Der Flugsaurier Pterodaktylus schält sich aus seinem gigantischen Ei.
Durch das Glasdach entkommt das prähistorische Monstrum in die Freiheit – und
landet auf dem Dach des Taxis, in dem Monsieur Pointrenard, der Präfekt von
Paris, mit einer leichtlebigen Dame aus dem Moulin Rouge privater Plaisier
entgegensteuert. Vor Schreck drückt sein Chauffeur aufs Gaspedal, und der Wagen
stürzt in die Seine.
Ein Skandal! Die Polizei geht von einem Terroranschlag aus. Der einzige
Augenzeuge, der ein Urzeit-Monster gesehen haben will, ist schwer
alkoholisiert. Humbug! Obwohl auf dem Präsidium strikte Diskretion verordnet
wird, ziert die Geschichte vom mörderischen Riesenvogel am nächsten Tag
sämtliche Titelseiten. Der wackere Inspektor Caponi (Gilles Lellouche) wird mit
der heiklen Aufgabe betraut, das vermeintliche Attentat auf den Politiker
aufzuklären.
Im fernen Ägypten ist Reporterin Adèle Blanc-Sec (Louise Bourgoin) unterdessen
am Ziel ihrer Träume angelangt: Inmitten unfassbarer Schätze steht sie in einem
Pharaonengrab. Doch im Gegensatz zu ihren dubiosen Begleitern interessiert sich
Adèle weniger für das Gold und den kostbaren Sarkophag als für dessen Inhalt:
die Mumie von Patmosis, dem legendären Leibarzt von Ramses II. Als Adèle mit
ihrer Beute aufbrechen will, versperrt ihr eine finstere Gestalt den Weg:
Professor Dieuleveult (Mathieu Amalric), offenbar ein alter Bekannter von
Adèle, hat die Kavallerie alarmiert und will die verhasste Konkurrentin als
Grabräuberin verhaften lassen. In letzter Sekunde kann die kühne Mademoiselle
in einer halsbrecherischen Aktion samt Sarkophag fliehen.
In Paris hat der Pterodaktylus zu seinem „Herrchen” wider Willen gefunden
und landet auf dem Balkon von Professor Esperandieu. Zwischen dem
Wissenschaftler und der Kreatur besteht eine sonderbare, fast telepathische
Verbindung: Was der Saurier fühlt, spürt auch Esperandieu. Kaum hat er das
verstörte Tier beruhigt, steht auch schon die Polizei vor der Tür: Inspektor
Caponi und seine Beamten sollen den renommierten Wissenschaftler zu Rate
ziehen. Esperandieu steht prompt als Verschwörer da und wird abgeführt. Der
Pterodaktylus entkommt in der Zwischenzeit durchs Fenster.
Als Adèle mit Patmosis’ Sarkophag in Paris ankommt, springt ihr sofort die
Schlagzeile ins Auge: „Esperandieu zum Tode verurteilt!” Doch bevor Adèle
handeln kann, muss sie Patmosis in Sicherheit bringen: Die Mumie findet ihre
neue Ruhestätte in einer Glasvitrine in Adèles Wohnzimmer. Dann sieht die
erschöpfte Abenteurerin nach ihrer stillen Mitbewohnerin: Adèles geliebte
Schwester Agathe, die nach einem tragischen Unfall mit einer Hutnadel im Kopf m
Koma liegt. Die Medizin hat versagt und nichts und niemand konnte Agathe bisher
ins Leben zurückholen. Jetzt liegt die Hoffnung bei dem 4000 Jahre alten
Patmosis, den Adèle mit Hilfe von Esperandieu erwecken will.
Die Jagd nach der mysteriösen Bestie spitzt sich derweil zu. Frankreichs
Staatspräsident (Gérard Chaillou) hat sachkundige Verstärkung angefordert:
Direkt von seiner Safari in Afrika trifft der berüchtigte Großwildjäger Saint
Hubert (Jean-Paul Rouve) in Paris ein. Während der entnervte Inspektor Caponi
mit Saint Hubert Posten bezieht, hat der junge Biologe Andrej Zborowski (Nicolas
Giraud) – nebenbei ein glühender Verehrer von Adèle Blanc-Sec – eine klügere
Idee, wie man den orientierungslosen Saurier anlocken könnte: Er legt die
Schale seines Eis im Park des Museums aus.
Adèle lässt unterdessen nichts unversucht, ihren unschuldigen Mentor
Esperandieu aus dem Gefängnis zu befreien. Doch als sie nach mehreren Anläufen
in wahnwitzigen Verkleidungen endlich vor seiner Zelle steht, ist der
Verurteilte bereits verlegt worden. Verzweifelt spricht Adèle bei Monsieur le
Président höchstpersönlich vor, damit er Esperandieu begnadigt. Doch ihre
Diskussion im Garten des Palais wird von einem jähen Luftangriff unterbrochen:
Der Pterodaktylus stößt vom Himmel herab – und fliegt mit dem Hündchen des Präsidenten
in den Klauen davon. Adèle findet ihn im Park: Zborowskis Trick mit der
Eierschale hat funktioniert, der verirrte Saurier ist „nach Hause” gekommen –
und Adèle hat unverhofft einen mächtigen Verbündeten für ihren wagemutigen
Rettungsplan: Auf dem Rücken des Pterodaktylus entreißt sie Esperandieu im
Sturzflug der Guillotine und landet wohlbehalten mit ihm im Park.
Doch der Schrecken ist noch nicht vorüber. Bei seiner Patrouille hat
Großwildjäger Saint Hubert das Versteck des Pterodaktylus entdeckt. Der
Großwildjäger legt an und feuert, die Kugel trifft den Saurier in die Brust. In
diesem Moment offenbart sich die magische Verbindung zu seinem Erwecker in
ihrer ganzen Tragweite: Getroffen sinkt Esperandieu in Adèles Arme.
Jetzt kann nur noch einer helfen: Patmosis, der berühmte Leibarzt von
Ramses II, dummerweise ist die von Adèle gefundene Mumie nicht Patmosis,
sondern eine andere Person aus dem Umfeld des Pharao ….
Adèle ist die Verfilmung eines Comics von Jacques
Tardi, der gerade an seinem 10. Adèle-Comic arbeitet. Es sind noch keine
Bilder auf dem Presseserver, daher hier zunächst nur das Comic-Cover. Adèle ist nach den Comics eine fortschrittliche, aufgeklärte Zeitgenossin, was Besson bemüht im Film umsetzt. So gerne ich Adèle als Antwort auf Indiana Jones, Sherlock Holmes gesehen hätte, der Film ist derart mit Story überfrachtet, dass Besson nicht genügend Ruhe und keinen Spannungsbogen in sein Produkt bekommt. Zwar sind alle Elemente für einen netten Unterhaltungsfilm vorhanden Humor, Action, tolle Sets, exzentrische Figuren, eine Story aber die rechte Mischung ist in der Version, die ich gesehen habe definitiv noch nicht gefunden. Spannung verpufft so schnell, wie sie aufgebaut wird und mit dem Schließen des Vorhangs (bis zum Ende im Kino bleiben, es gibt noch eine Slapstickszene im Abspann) fragt man sich, warum hier nicht mehr möglich gewesen ist.