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Filmkritik: Pandorum PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von sushi25   
Freitag, 2. Oktober 2009

OT: Pandorum                                             Screening OV

Cast: Dennis Quaid, Ben Foster, Norman Reedus, Cam Gigandet, Antje Traue, Cung Le

Regie: Christian Alvart

Kinostart: 01.10.2009

 

 

pandorumplakat.jpgAn Bord der Elysium, eines  riesigen Raumschiffes, das die Reste der Menschheit im Kälteschlaf in einer über 100 Jahre dauernden Reise zu dem bewohnbaren Planeten Talis bringen soll, erwachen die Astronauten Payton und Bower aus tiefem Raumschlaf - ohne Orientierung, ohne jegliche Erinnerungen. Wie lange haben sie geschlafen? Wo sind sie und was ist ihre Mission? Die beiden versuchen ihre Wissensstücke aneinanderzusetzen. Anscheinend steht ihre Wachablösung an, aber warum steht niemand von der Vorgängercrew bereit, um sie einzuweisen?

 

Allein auf sich gestellt, bleibt den beiden nicht viel Zeit, Antworten auf ihre Fragen zu finden. Durch die engen düsteren Luftschächte macht Bower sich auf den Weg zur Brücke – auf der Suche nach der sich im Dienstzyklus befindlichen Crew. Nur über Funk hält Bower mit Payton Kontakt. Bower kriecht ins pechschwarze Nichts, tiefer und tiefer in das Schiff. Doch es dauert nicht lange, bis Bower feststellt, dass die Menschen nicht allein an Bord sind! Es gibt eine humanoide Spezies an Bord, die sich blutrünstig von Menschen ernährt. Diese hellhäutigen Humanoiden sind schneller und stärker als ihre menschlichen Opfer.

 

Und damit nicht genug, Bower erinnert sich, dass er Reaktormechaniker ist. Er beginnt den Stromausfall auf dem Schiff, der nur gelegentlich von Energieschüben unterbrochen ist zu deuten: das Energiesystem des Raumschiffs steht kurz vor dem kompletten Zusammenbruch. Der Reaktor wird sich bald komplett irreversibel abschalten. Bower begegnet weiteren wachen Überlebenden, einer Biologin und einem Agrarwissenschaftler. Er kann sie überreden, ihn zum Reaktor zu führen.

 

Die  Astronaten werden mit der Frage konfrontiert, ob nicht „Pandorum“, das „Orbital Dysfunctional Syndrome“, das pandorum1.jpgaufgrund der Weite, der Einsamkeit und Isolation des Weltraums hervorgerufen wird und Halluzinationen sowie Realitätsverlust dazu geführt hat, dass ein Corporal Gallo auf der Brücke durchgedreht hat und das gesamte Schiff ins Unglück gestürzt hat. Payton findet eben diesen Gallo in einem weiteren Versorgungsschacht über seiner Station.

 

Pandorum ist eine dubiose Mischung aus Spatter, Survival, Suspense, Martial Art, Chase and Run. Der Film ist nicht wirklich homogen und funktioniert in dem Mix der Genres nicht wirklich. Wenn man die einzelnen Elemente als einzelne selbstständige Episoden im Film erzählt hätte, hätte das dem Film vermutlich gut getan. So wirkt das Ergebnis trotz des originellen Ansatzes unrund und zu konventionell. Der Nervenkitzel wird nicht durchgehalten, die Horrorelemente weichen die Stimmung leider auf.

 

pandorum2.jpgDie zugrunde liegende Grundidee hat großes Potential, das in dem Film bei weitem nicht ausgeschöpft wird. Das mag an den zusammengeworfenen Drehbüchern von Travis Millroy und Alvart liegen, jedenfalls verliert der Film durch die stark physischen Elemente (aus Millroys script) massiv an Momentum. Die Vision der Dystopie (Wahnsinnswort) die pechschwarze Geschichte von Menschen in den unendlichen Weiten des Alls, kommt eigentlich erst beim Endtwist (zu) kurz zum Vorschein. Ich verzichte hier mal auf Spoiler aber vermutlich werdet ihr mir, wenn der Abspann läuft, Recht geben, dass man aus der Idee viel mehr hätte rausholen können.

 

Für den Film wurden interessante Raumschiffsets gebaut – die aufgrund der Kameraführung, bzw. des Schnitts nicht wirklich zur Geltung kommen. Der Zuschauer bekommt aufgrund der Kamera-/Schnittführung kein Raumgefühl und kann die Sets damit nur schwer in Relation setzten. Das mag zwar gewollt gewesen sein, um den Zuschauer die Verwirrung der Charaktere näher zu bringen, ist aber auf Dauer Schade um die Sets. Schauspielerisch ist wenig großes geboten, Dennis Quaid hat zwar J.I. Joe überwunden wirkt aber immer noch leicht hölzern, Ben Foster spielt solide. Die Kurzauftritte von André Hennicke und Wotan Wilke Möhring sind völlig überflüssig und dienen wohl nur dazu, deutsche Schauspieler im lineup zu haben.

 

Der Trailer des Films suggeriert eine Spannung, die der Film nicht durchweg hällt. Insgesamt schöpft Pandorum sein Potential bei weiten nicht aus. Weniger Millroy und mehr Alvart und aus Pandorum hätte ein großer Film werden können.

 

5,5/10 Punkten
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 2. Oktober 2009 )
 
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