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Filmkritk: Stanley Kubrick's 2001: Odyssee im Weltraum PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Headroom   
Samstag, 27. Oktober 2007
2001: Odyssee im Weltraum
Originaltitel: 2001: A Space Odyssey - Erscheinungsjaher: 1968 - Regisseur: Stanley Kubrick

2001, Stanley Kubrick, Filmbewertungen, DVD Verleih, DVD Charts Der Film 2001 ist einer der Filme, bei denen Kubrick seine Vorstellungen umgesetzt hat, obwohl er sich nicht sicher war, ob der der Film vom Publikum so angenommen wird. Bei den ersten Vorstellungen vielen die Kritiken auch eher negativ aus, wobei ziemlich schnell entdeckt wurde, was für ein Meisterwerk Kubrick mit diesem Film geschaffen hat.

Stanly Kubrick der Regisseur von 2001 beweist mit diesem Film in beidruckender Weise, welche technischen Möglichkeiten bereits 1968 zur Verfügung standen. Auch heute noch hat der Film, trotz des Alters, nichts von seiner Fazination verloren. Ich bin sogar der Meinung, dass er problemlos mit heutigen Filmen mithalten kann, da er sowohl inhaltlich als auch mit den Effekten glänzen kann. Beides zusammen schaffen heutige Filme nur noch selten.

Das liegt zu einem daran, dass Kubrick für seinen Film nur wenig Dialoge verwendet und hauptsächlich mit Farben und Geräuschen arbeitet. Im ersten Moment mag dies zwar als langweilig und einschläfernd erscheinen (beim ersten Mal als ich 2001 geschaut habe, mußte ich glaub ich 2 oder 3 mal von vorne beginnen, da ich immer wieder eingeschlafen bin), auf den zweiten Blick ist es aber durchaus genial, wie es Kubrick trotzdem schafft, eine Geschichte zu erzählen. Dies wird vorallem auch in den ersten 25 Minuten des Films klar, da dort ein Story erzählt wird, obwohl erst nach 25 Minuten überhaupt das erste Wort gesprochen wird. Bestimmte Sequenzen werden nur mit Geräuschen untermalt, teilweise sprechen aber auch nur die Bilder, die mit einer ausgezeichneten Farbwahl ungewöhnlich Kontraste bilden. Allein deswegen lohnt es sich, den Film anzugucken.

Filmtrailer: 2001: Odyssee im Weltraum
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Da der Film allerdings durch seine eigenartige Struktur von vielen als langweilig bezeichnet wird, spalten sich die Meinungen zum Film in herrvorragend oder schlecht...dazwischen bleibt nicht viel übrig, wenn man die Kritiken der Zuschauer anaylsiert. Entweder man liebt 2001 oder man hasst den Film. Ich zähle mich zu der ersten Gruppe, wobei ein paar der stilistischen Mittel von Kubrick schon sehr merkwürdig sind. Vorallem das komplette schwarze Bild am Anfang des Films, welches ca. 3 Minuten anhält ist schon sehr grenzwertig und man fragt sich, ob der Fernseher noch in Ordnung ist. Was mir allerdings sehr gut gefällt, aber auch viele als einschläfernd interpretieren ist die Szene in der ein Astronaut eine Antenne im Weltraum repariert und man dabei nur sein Atemgeräusch hört und sonst nichts. Die Bilder dazu sind aber auch wieder meisterhaft, da der farbige Raumanzug des Astronauts einen wunderbaren Kontrast zum dunklen All bildet.

Die Story des Film ist zwar verwirrend, aber das ist eigentlich der ganze Film, da auch nach dem Abspann nicht ganz klar ist, was uns der Film eigentlich sagen will. Durch den gesamten Film zieht sich allerdings ein Storyelement, welches immer wieder auftaucht und somit einen roten Faden bildet. Während der Film in der Steinzeit beginnt folgt er den Lauf der Geschichte und endet in der Zukunft. Trotz alledem ist es schwer den Sinn von 2001 zu erkennen. Viele betrachten 2001 deshalb einfach nur als Kunstwerk und nicht als sinnvollen Film. Wenn man sich allerdings die Mühe macht, die Bücher zum Film zu lesen, oder aber auch nur im Internet nachliest, kommt man schnell auf eine Interpretation, die den Film um einiges verständlicher macht.

Wie bereits angedeuetet, steckt Kubrick in den Film sehr viele Details und Anspielungen. Lustig ist es auch, welche  Dinge von 2001 tatsächlich im wirklichen Leben realisiert wurden. Dazu gehören unter anderem portable Bildschirme,  der Einsatz von Kreditkarten, Spracherkennung, Flachbildschirme, gläserne Cockpits und einiges mehr. Natürlich ist aber auch immer noch das Meiste auch in der heutigen Zeit Wunschdenken...dazu zählt unter anderem das Bildtelefon, welches heute eigentlich eher noch als Exot angesehen wird, da es noch nicht wirklich verbreitet und ausgereift ist. Auch das Reisen im Weltraum ist noch nicht für jedermann erschwinglich.

Was mich am Film aber am meisten faziniert hat, ist vorallem die Computerwelt in der Zukunft die sehr gut vom sprechenden Computer HAL 9000 (übrigens eine Anspielung auf IBM - H, A und L tauchen im Alphabet direkt vor I, B und M auf) dargestellt wird. Der eigenwillige Computer wirkt eigentlich nur durch ein rotes Glasauge und durch seine monotone Stimme auf den Betrachter ein, aber allein diese Darstellung ist meiner Meinung nach das Beste im ganzen Film. Speziell die Sequenz bei dem der Computer sein Abschiedslied singt ist genial, da kommt wirklich Gänsehautfeeling auf.

Aber egal was ich hier auch schreibe...man muss den Film gesehen haben, um Ihn beurteilen zu können. Eine klare Empfehlung spreche ich zwar nicht aus, aber jeder Kubrick Fan sollte den Film auf jeden Fall kennen und Sci-Fi Fans sollten auf jeden Fall einen Blick drauf werfen. Ansonsten sollte jeder Film- und Musikliebhaber auch mal über seinen Schatten springen und dem außergewöhnlichen Film eine Chance geben.

Filmbewertung: 8/10

 

 

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Kommentare (2)Add Comment
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geschrieben von C4rter, Oktober 28, 2007
Tolles Review. Hab mich selber nie an den Film rangetraut, werde es aber wohl jetzt bald mal in Angriff nehmen
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geschrieben von headroom, Oktober 28, 2007
Danke!
Für Dich als Filmkritiker ist der Film ein Muss...Deine Meinung dazu würde mich natürlich auch interessieren.

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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 28. Oktober 2007 )
 
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