Street Kings
Originaltitel: Street Kings - Erscheinungsjahr: 2008 - Regie: David Ayer
Inhalt: Tom Ludlow ein Polizist der LAPD macht manchmal kurzen Prozess mit Verbrechern: Er knallt sie noch am Tatort ab. Dem Wodka trinkenden harten Burschen ist das Lob seines Vorgesetzten sicher, denn er löst auch die schweren Fälle zuverlässig. Doch als Ihn ein Kollege anschwärzt und dieser an einem Tatort verunglückt, zieht es Ludlow immer weiter in den Strudel der Ermittler.
Nachdem der Regisseur David Ayer bereits das Drehbuch für TRAINING DAY und Regie für HARSH TIMES geführt hat, überrascht er mit dem Film Street Kings nicht wirklich, da dieser von der Story und Stil den beiden genannten Filme sehr ähnelt.
Die Story ist gut, die Schauspieler sowieso, aber zeigt der Film wirklich etwas Neues? Igendwie hat man das Gefühl, solche Filme schon zu genüge gesehen zu haben, das ändert aber nichts daran, dass STREET KINGS denoch sehr unterhaltsam ist.
Keanu Reeves als Bösewicht bekommt man nicht alle Tage, schon allein aus diesem Grund lohnt es sich den Film anzusehen. Da man Ihn eigentlich für gewöhnlich als Sympathieträger im Hinterkopf gespeichert hat, fällt es einem auch schwer, den korrupten Cop zu hassen...obwohl er es Aufgrund seiner Vorgehensweise bezüglich der Behandlung der Täter durchaus verdient hätte. Komplett überzeugt hat er mich in der Rolle aber dennoch nicht, da ich der Meinung bin, dass Reeves eigentlich noch ein bisschen mehr auf den Kasten hat und deswegen aus seiner Rolle noch mehr herauskitzeln hätte können. Bei Forest Whitaker hingegen bin ich immer der Ansicht, dass er sein schauspielerisches Können zwar ausreizt, damit aber auch des öfteren übers Ziel hinschießt und zur Übertreibung neigt. Die freundschaftliche Beziehung und das Arbeitsverhältnis zwischen den Beiden wurde aber dennoch sehr gut dargestellt.
Die Actionszenen im Film sind zwar nur spärlich vertreten, aber Aufgrund Ihrer Intensität müssen es auch nicht mehr sein. Vorallem der Überfall in einem Shop indem mehrere Personen mit einem Maschinengewehr niedergemetzelt werden, fällt recht blutig aus, auch wenn keine extremen Goreeffekte zum Einsatz kommen. Ansonsten lebt der Film ohne große Effekthascherei, wie es auch schon bei HARSH TIMES und TRAINING DAY der Fall war.
Am Ende bleibt ein unterhaltsamer Film, der leider nicht ganz das hält was er verspricht. Obwohl der Film seine Stärken hat, zwingt er einmal wieder den Zuschauer die böse Welt mit den bösen korrupten Bullen aufs Auge, welche teilweise realitätsfremd wirken und bereits oft genug in Filmen als Storyelement herhalten musste. Wär einen spannenden Actionfilm ala TRAINING DAY erwartet, kommt voll auf seine Kosten. Wem aber TRAINING DAY schon nicht gefallen hat, wird wohl an STREET KINGS auch keinen Gefallen finden.