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67. Golden Globe Gewinner E-Mail
Film-und-Kino-News
Geschrieben von sushi25   
Montag, 18. Januar 2010

Best Feature – Drama "Avatar"

Best Feature – comedy "The Hangover"

Actor Drama Jeff Bridges - "Crazy Heart"

Actress Drama Sandra Bullock - "The Blind Side"

Actor Comedy/Musical Robert Downey Jr. - "Sherlock Holmes"

Actress Comedy/Musical Meryl Streep - "Julie & Julia"

Director Motion Picture James Cameron - "Avatar"

Supporting Actor Christoph Waltz - "Inglourious Basterds"

Supporting Actress Mo'Nique - "Precious"

Screenplay MotionPicture Jason Reitman, Sheldon Turner - "Up in the Air"

Bester Fremdsprachiger Film "The White Ribbon" aka “Das Weisse Band” (Germany) - Wega Films; Sony Pictures Classics

Animationsfilm "Up"

Best score Michael Giacchino - "Up"

Best original song "The Weary Kind" from "Crazy Heart" - Music & Lyrics by: Ryan Bingham, T Bone Burnett
TV Serie drama “Mad Men"

TV Serie comedy "Glee"

PERFORMANCE BY AN ACTOR IN A TV SERIES – DRAMA Michael C. Hall - "Dexter"

PERFORMANCE BY AN ACTRESS IN A TV – DRAMA Julianna Margulies - "The Good Wife"

PERFORMANCE BY AN ACTRESS IN A TV SERIES - COMEDY OR MUSICAL Toni Collette - "United States of Tara"

PERFORMANCE BY AN ACTOR IN A TV SERIES - COMEDY OR MUSICAL Alec Baldwin - "30 Rock"

MINI-SERIES OR MOTION PICTURE MADE FOR TV "Georgia O'Keeffe" "Grey Gardens"

BEST PERFORMANCE BY AN ACTOR IN A MINISERIES OR MOTION PICTURE MADE FOR TV Kevin Bacon - "Taking Chance"

BEST PERFORMANCE BY AN ACTRESS IN A MINI-SERIES OR MOTION PICTURE MADE FOR TV Drew Barrymore - "Grey Gardens"

PERFORMANCE BY AN ACTRESS IN A SUPPORTING ROLE IN A SERIES, MINISERIES OR MOTION PICTURE MADE FOR TV Chloe Sevigny - "Big Love"

PERFORMANCE BY AN ACTOR IN A SUPPORTING ROLE IN A SERIES, MINISERIES OR MOTION PICTURE MADE FOR TV John Lithgow - "Dexter"

Ohne Zweifel sehr interessante Gewinner! Christoph Waltz setzt seine berechtige Preisserie für seine Rolle in den Basterds fort und dass das weisse Band ebenfalls wieder gewürdigt wird ist toll. Meryl Streep ist zweifellos eine Ausnahmeschauspielerin mit unglaublicher Wandelbarkeit. Robert Downey Jr. in Sherlock Homes kann ich erst heute Abend beurteilen, mal sehen wie er da spielt. Und zu guter Letzt: Avatar, was soll ich sagen, KLASSE! Mal sehen ob sich das beim Oscar so durchhält.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 18. Januar 2010 )
 
Invictus - Unbezwungen E-Mail
Filmkritiken
Geschrieben von sushi25   
Montag, 18. Januar 2010

 invictus_banner.jpg

 

 

 

 

 
OT: Invictus                                        Screening: OV
Cast: Morgan Freeman , Matt Damon
Regie: Clint Eastwood
Kinostart: 18.02.2010 

invictus_plakat.jpgDas Finale der Rugby-Weltmeisterschaft 1995 war für die meisten Menschen in der Welt nur ein spannendes Spiel wie andere auch. Doch für die Südafrikaner wurde es zu einem Wendepunkt in ihrer Geschichte – ein gemeinschaftliches Erlebnis, das dazu beitrug, die Wunden der Vergangenheit zu heilen und neue Hoffnung für die Zukunft zu wecken.

 

„Invictus“ (Invictus – Unbezwungen) berichtet, wie Präsident Mandela (Morgan Freeman) und Francois Pienaar (Matt Damon) zusammenarbeiteten, um ihre individuellen Hoffnungen in die Wirklichkeit umzusetzen: Der Präsident wollte sein Land vereinen, der Kapitän seiner Nationalmannschaft zum Weltmeistertitel verhelfen. Ihr gemeinsames Ziel drückte sich in dem Motto aus: „Ein Team, ein Land“.

 

Zu Beginn von „Invictus – Unbezwungen“ wird Nelson Mandela, der aufgrund seines Widerstands gegen die Apartheid 27 Jahre lang eingekerkert war, zum Präsidenten von Südafrika gewählt. Doch das Land ist nach wie vor durch eine tiefe Kluft geteilt: Obwohl das ungerechte System offiziell abgeschafft worden ist, verlaufen die Linien der Rassentrennung weiterhin quer durch das Volk und können nicht einfach ausradiert werden. Weil sein Land zu implodieren droht, richtet Präsident Mandela seine Hoffnung auf ein überraschendes Ziel – den Rugby-Rasen.

 

invictus1.jpg

Da Südafrika Gastgeber des Weltmeisterschaftsfinales ist, wünscht sich Mandela, dass sich das gesamte Land gemeinsam für die Nationalmannschaft, die Springboks, einsetzt. Er weiß genau, dass sein Land auch nach dem Ende der Apartheid von Rassenvorurteilen und wirtschaftlichen Benachteiligungen zerrissen ist. Er glaubt allerdings fest daran, sein Volk durch einen Sport vereinen zu können, der alle Schranken überwindet.

 

Dieser Zweck ist Mandelas Traum einer „Regenbogennation“ und beginnt mit den Springbok-Farben Grün und Gold. Der Plan des Präsidenten birgt manches Risiko. Angesichts der immensen sozialen und wirtschaftlichen Krise fragen sich sogar seine engsten Berater, warum er sich gerade jetzt auf eine scheinbar so unbedeutende Nebensache wie Rugby konzentriert. Viele wundern sich auch, dass er die Springboks unterstützt, denn zu diesem Zeitpunkt wünschen sich die schwarzen Südafrikaner, diesen Namen und das Vereinswappen ein für alle Mal abzuschaffen, weil es für sie das lange verhasste Symbol der Apartheid darstellt. Doch Mandela ist Visionär genug, um zu begreifen, dass die Eliminierung des beliebten südafrikanischen Rugby-Teams die Kluft zwischen den Rassen nur noch weiter vertiefen wird, bis sie eines Tages vielleicht nie mehr überbrückt werden kann.invictus Morgan Freeman

 

Wie dem auch sei – ein Rugby-Spiel wird nicht im Regierungspalast entschieden. Deshalb wendet sich Mandela an den einzigen Mann, der ihm bei seinem Vorhaben helfen kann: an Francois Pienaar, den Mannschaftskapitän der Springboks. Matt Damon spielt den Rugby-Spieler, der plötzlich in das Zentrum eines politischen Konflikts gerät. Und allmählich begreift das gesamte Team, dass es eine ganz entscheidende Rolle bei der Konsolidierung des Landes spielt. Im Team der Springboks spielt nur ein Farbiger, Chester Williams. Dieser wird ungewollt zu einem Symbol. Chesters Bild ziert während der Meisterschaft Flugzeuge.

 

Zu Beginn des Films bittet der neue Präsident die weißen Mitarbeiter, die für Präsident de Klerk gearbeitet hatten, ihre Arbeit fortzusetzen. Seine persönliche Leibwache unter Führung von Jason Tshabalala und Linga Moonsamy sieht das ganz gelassen … bis sie erfahren, dass die Regel auch für sie gilt. Plötzlich sind sie Kollegen ehemaliger Mitglieder des Special Branch (Staatspolizei) – jener Männer, die ihnen vor Kurzem noch nach dem Leben getrachtet hatten. Mandela weiß genau, dass die persönlichen Leibwächter seine sichtbarsten Mitarbeiter sind – die demonstrative Zusammenarbeit von schwarzen und weißen Mitgliedern dieser Einheit macht also deutlich, dass sehr unterschiedliche Menschen in seiner Regierung tätig sind. Daran liegt ihm sehr viel. Rugby hilft auch hier, die Schranken zwischen den Rassen niederzureißen.invictus3.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Invictus kommt daher wie „ein Südafrikanisches Sommermärchen“. Das ist zwar gut gemacht, aber etwas wenig, was man von einem Film über Nelson Mandela erwartet. Das Rugbyteam beispielsweise besucht das Gefängnis auf Robben Island, die Zelle in der Mandela 27 Jahre interniert war. Die Motivation und Quelle der Kraft und des Vergebens Mandelas wird jedoch nicht wirklich beleuchtet. In der 2. Hälfte des Films ist für meinen Geschmack deutlich zu viel Rugby und zu wenig Mandela. Hier hätte man möglicherweise durch einen anderen Schnitt mehr aus dem Film herausholen können. Eastwood kann nicht an die Qualität von Gran Torino anschließen. Rugby-Fans können zu meiner Bewertung sicherlich noch 1-2 Punkte draufpacken.

 

5,5/10 Punkten
 
Letzte Aktualisierung ( Montag, 18. Januar 2010 )
 
Up in the Air E-Mail
Filmkritiken
Geschrieben von sushi25   
Mittwoch, 13. Januar 2010

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OT: Up in the air                                                                screening: OV

cast: George Clooney, Vera Farmiga, Anna Kendrick, Jason Bateman

Regie:  Jason Reitman

Kinostart: 04.01.2010

upintheair_plakat.jpgÜber den Wolken ist die Freiheit grenzenlos für Ryan Bingham (George Clooney). 322 Tage im Jahr ist der passionierte Vielflieger in der Luft oder in Airport-Hotels, ununterbrochen unterwegs zu Firmen irgendwo in den USA. Dort übernimmt er die unliebsame Aufgabe, für 3.-Unternehmen Mitarbeiter möglichst schmerzfrei über ihre Entlassung zu informieren. Ryan ist Flugprofi, er kennt die richtige Warteschlange bei der Sicherheitskontrolle, er hat alle wichtigen Frequent-Traveller-goldcards. Alle Cards? Ryan hat nur ein Ziel: Er will der siebte Mensch werden, der als Frequent Flyer die sagenumwobene 10.000.000-Meilen-Schallmauer durchbricht. Ryan lebt ausschließlich aus dem Bordcase. In seinem Appartement ist der Kleiderschrank leer, mehr als in das Bordcase passt, ist für Ryan sinnloser Ballast. Ballast wie jegliche emotionale feste Bindung, die Ryan professionell vermeidet. Er hat sich faktisch von seiner Familien, seinen beiden Schwestern komplett entfremdet.

Doch dann lernt er auf einer seiner Reisen am Flughafen eine verwandte Seele kennen, die Geschäftsfrau Alex (Vera Farmiga), die eine menschliche Seite in ihm weckt, die er längst vergessen glaubte. Gleichzeitig droht sein Berufsleben aus den perfekt organisierten Bahnen zu geraten, als die ehrgeizige junge Harvard Absolventin Natalie (Anna Kendrick) seinen Chef Craig (Jason Bateman) davon überzeugen kann, in der Firma Modernisierungen durchzusetzen, die Ryan künftig an den Schreibtisch upintheair1.jpgfesseln würden.

Die Entlassungen sollen künftig von der Firmenzentrale aus per Bildschirmarbeitsplatz erledigt werden. Sein erfülltes Nomadenleben, in dem Statussymbole den Platz traditioneller Werte eingenommen haben, scheint komplett außer Kontrolle zu geraten: Wo soll ein Mann hin, der kein Zuhause hat? Und vor allem, wie soll Ryan sein Ziel des 10 Mio. Meilen-Kunden erreichen, wenn er nicht mehr fliegen darf? Unerwartet kann er das Ende seiner Flugtätigkeit hinausschieben, er soll Natalie vor Ort die Feinheiten der Entlassungstätigkeit beibringen.

Up in the Air enthält komische Momente, wenn etwas Ryan’s professionelles Bordcase-packen, oder sein Gang durch die upintheair2.jpgFlughafensicherheitskontrolle gezeigt wird. Jeder „Business-Kasper “ wird sich sofort wieder finden.

 

Das Schmunzeln bleibt Einem im Hals stecken, wenn die Kündigungstätigkeit von Ryan gezeigt wird. Insbesondere wenn man selber schon mal von einer Kündigung betroffen war, gerade auf der Jobsuche ist, oder auch nur die Angst kennt, wenn der Abteilungsleiter zum alljährlichen Gespräch ruft, kann man sich als Zuschauer nur zu gut in die im Film dargestellten, betroffenen Arbeitnehmer hineinfühlen. Die Firmenidee dürfte jedenfalls Aussicht auf Erfolg haben.

 

George Clooney gibt routiniert den Charmeur und kann auch die Downside des Vielfliegers vermitteln. Vera Farmiga (Der Junge mit dem gestreiften Pyjama) ist bezaubernd und Anna Kendrick (Twighlight) legt einen weiteren Stein für ihre Karriere. Die Verfilmung des Bestsellers „Der Vielflieger“ von Walter Kirn ist Regisseur Jason Reitman gelungen. Ein Film der zum Denken anregt.

Ein Film der zum Denken anregt und unter anderem Vielflieger, Flughafenfans, Businessjunkies ansprechen dürfte.

 

7/10 Punkten
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 13. Januar 2010 )
 
Filmkritik: Avatar - Aufbruch nach Pandora E-Mail
Filmkritiken
Geschrieben von sushi25   
Freitag, 11. Dezember 2009

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OT: Avatar                          Screening 3D-OV

Cast: Sam Worthington, Zoe Saldana, Sigourney Weaver, Stephen Lang, Michelle Rodriguez, Giovanni Ribisi

Regie: James Cameron

Kinostart: 17.12.2009

avatar_-_plakat.jpgPandora - ein Mond mit einer erdähnlichen Umgebung, der den riesigen Gasplaneten Polyphemus im Alpha Centauri-A Sonnensystem umkreist. Dieses Sonnensystem ist 14,4 Lichtjahre von der Erde entfernt und damit quasi unser nächster Nachbar. Als sich herausstellt, das Pandora reiche Unbotainium-Vorräte besitzt, beginnt ein Rennen dieses so kostbare Mineral auf dem Planeten auszubeten. Unobtainium gibt es in unserem Sonnensystem nicht und dieser Stoff ist die Lösung für die Energieprobleme, die auf der Erde seit dem 20. Jahrhundert existieren.

 

Die Development Administration (RDA) investiert Millionen um dieses Mineral in der fernen Welt abbauen zu können. Unsere Geschichte beginnt im Jahr 2154, dreißig Jahre nachdem der Abbau auf Pandora begann. Die Übergriffe der Menschen auf die Welt der einheimischen Na’vis hat zu großen Spannungen geführt und die Zeichen stehen auf Krieg. Weil die Atmosphäre Pandoras giftig ist, hat man dort das Avatar-Programm ins Leben gerufen. Dies ermöglicht, das Bewusstsein menschlicher „Steuermänner“ an einen Avatar zu binden, einen ferngesteuerten biologischen Körper, der bei den tödlichen atmosphärischen Gegebenheiten überleben kann. Diese Avatare sind gentechnisch entwickelte Hybride, die menschliche DNS und die DNS der Ureinwohner von Pandora, der Na’vi, in sich tragen.  avatar1.jpg

 

Durch den Tod seines Zwillingsbruders gerät Jake Sully, ein Marine, der nach einem Wirbelsäulenschaden an den Rollstuhl angewiesen ist,  mitten hinein in diesen aufgeheizten Konflikt. Er kommt nach Pandora als neues Mitglied des Avatar-Programms. In der Hülle seines Avatars wiedergeboren, kann Jake wieder laufen. Sein Auftrag erfordert es, die Na’vi zu infiltrieren, denn sie sind ein Haupthindernis bei der Förderung des wertvollen Erzes. Als aber eine Na’vi Frau mit dem Namen  Jakes Leben rettet, verändert das alles. Jake wird von ihrem Stamm aufgenommen, lernt nach vielen Prüfungen und Abenteuern, einer von ihnen zu werden. Während sich die Beziehung zwischen Jake und seiner anfangs unwilligen Lehrerin Neytiri vertieft, lernt Jake, die Lebensweise der Na’vi zu respektieren und nimmt schließlich einen Platz in ihrer Mitte ein. avatar2.jpg

 

Mit seinem Einsatz wollen die Wissenschaftler versuchen, ein „Brücke des Vertrauens“ zu den Na’vis aufzubauen. Sie sind der Meinung, dass man dieses Ziel eher erreicht, wenn die von Menschen gesteuerten Avatare sich im Äußeren den Na’vis anpassen. Doch Colonel Miles Quaritch, der Sicherheitschef der Menschenkolonie will Jake dazu benutzen, die lokalen Clans der Na’vi zu infiltrieren um dadurch zu erfahren, wie man die Na’vi kontrollieren und besiegen kann. Quaritch ist der Kommandant der Secops, einer private Sicherheitsarmee die Hell’s Gate gegen Pandoras gefährliche Raubtiere, aber auch gegen gefährliche Na’vi verteidigen soll. Sie sind eine heruntergekommene, aber gut bewaffnete Truppe, die über einen schwere Flugkörper und große AMP-Kampf-Anzüge verfügt...

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Was soll ich sagen?

 

Ich will wieder rein! Das Kino zu verlassen, fühlt sich so an, wie es für Jake anfühlen muß, wenn er aus seinem Avatar zurückgeworfen wird auf seine RDA-Steuerstation. Avatar ist derartig bildgewaltig, dass mein kleiner Gehirnprozessor 5 Stunden nach dem Film immer noch Bilder reproduziert, die dazu führen, dass ich umgehend die nächste Dosis Avatar sehen will.

 

Ein 161 Minuten Film will erst mal ohne Storydurchhänger und Längen erzählt sein. Avatar schafft es, die Zuschauer von der ersten Minute an zu fesseln und nicht wieder loszulassen. Der Planet Pandora ist großartig und die Na’vi sind UNGLAUBLICH! Für den Film wurde das Motion-Capture-Verfahren weiterentwickelt und um Kopfkameras ergänzt. Dadurch sind Bewegungen und Gesichtsmimiken möglich die dem Zuschauer einen Blick nicht auf eine platte Computeranimation  ermöglichen, sondern weiter gehen. Gollum war Gestern – die Na’vi stellen einen neuen Meilenstein der Umsetzung von Schauspielerei im Computerunterstützten Film dar.

Cameron benutzt vieles, was er vermutlich im Zuge seines Titanic-Tiefseeprojekts an Unterwasserfauna gesehen hat. So läuft Jake fasziniert durch ein Feld von Riesen Schraubensabellen und es fliegen Quallenartige Wesen durch die Luft. Die 3D-Version des Films funktioniert, ohne dem Zuschauer alle 2 Minuten einen Speer ins Gesicht zu halten, oder Sachen nach ihm zu werfen.

 

Gibt es Negatives in Avatar? Die Story ist mitunter vorhersehbar; Es gibt keine wirklichen Storytwists; Flugschlachten kennen wir seit Star Wars; Cameron drückt wie bei Abyss auf die moralische Tube – (Hm vielleicht ist dies gar nicht schlecht, sondern sollte allen Teilnehmern der Weltklimakonferenz in Koppenhagen neben „the age of stupid“ zwangsvorgeführt werden.); das Abspann-Lied „I See You" gesungen von LEONA LEWIS ist vielleicht schön, aber sorry, es passt nicht und reißt den Zuschauer aus einem tollen Traum, noch bevor das Licht im Kino angeht.

 

Die Musik sonst?, James Horner hat es geschafft einen musikalischen Untergrund zu liefern, der die Story souverän mitträgt. Musikalische Meisterwerke habe ich bei einmaligen Hören nicht erkannt, was aber wieder an der Macht der Bilder liegen mag.

 

Also ja Avatar hat auch kleinere Schwächen, alles in allem ist der Film ein wundervoller Traum. Ein derartiges „Aufwachgefühl nach dem Film hatte ich schon lange nicht mehr. Wo ist meine Steuereinheit? Wann fliegt das Raumschiff nach Pandora? Warum startet der Film erst am 17.12.? Ich weiss jedenfalls von was ich heute Nacht träumen werde.

 

Als ich den Trailer das erste Mal sah, wusste ich, dass Avatar etwas Besonderes sein könnte, wenn der Film irgendwie dem Trailer entspricht. Ich hatte Gänsehaut und musste den Trailer gleich nochmal ansehen. Ich wurde nicht enttäuscht. Der Film wird Kult werden und vermutlich am 7. März 2010 bei der Oscarverleihung nicht ungekürt bleiben.

 

9,5/10 Punkten

 

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 11. Dezember 2009 )
 
Filmkritik: Das Kabinett des Doktor Parnassus E-Mail
Filmkritiken
Geschrieben von sushi25   
Samstag, 5. Dezember 2009

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OT: THE IMAGINARIUM OF DOCTOR PARNASSUS                                 Screening OmU

Cast: Heath Ledger, Johnny Depp, Colin Farrell, Jude Law, Christopher Plummer, Andrew Garfield, Verne Troyer, Lily Cole, Tom Waits

Director: Terry Gilliam

Kinostart: 07.01.2010

 

parnassus_plakat.jpgWo auch immer Dr. Parnassus (Christopher Plummer) mit seiner Wandertheatertruppe in seinem klapprigen Varieté-Vehikel für einen Auftritt anhält, sind die Zuschauer alles andere als interessiert am gebotenen Programm. Ganz im Gegenteil: In letzter Zeit werden die Auftritte immer mühsamer und Geldsorgen plagen die Truppe. Das große Publikum bleibt aus. Obwohl das Imaginarium doch mit einer wunderbaren Attraktion aufwartet: Das Wunder-Kabinett bietet die einmalige Chance, die alltägliche Wirklichkeit zu verlassen und in die eigenen Wünsche einzutauchen. Man muss nur durch Dr. Parnassus' Spiegel treten und schon befindet man sich in einem fantastischen Parallel-Universum unbegrenzter Vorstellungswelten.

 

Dr. Parnassus hat zwar die außergewöhnliche Gabe, die Vorstellungskraft anderer Menschen anregen und steuern zu können, doch gleichzeitig lastet auch ein dunkler Fluch auf ihm. Als eingefleischter Spieler schloss er vor Tausenden von Jahren einmal eine Wette mit Mr. Nick (Tom Waits) ab, dem Teufel höchstpersönlich. Da damals das Glück auf Dr. Parnassus‘ Seite stand und er die Wette gewann, machte ihn der Teufel unsterblich. Jahrhunderte später dann, als Parnassus seine wahre Liebe gefunden hatte, schloss er ein neues Abkommen mit dem Teufel, parnassus1.jpgund tauschte seine Unsterblichkeit gegen Jugend ein – unter der Bedingung, dass an dem Tag, an dem Parnassus’ Tochter Valentina (Lily Cole) 16 Jahre alt würde, sie in den Besitz von Mr. Nick übergehen sollte.

 

Die Zeit verging. Valentinas schicksalhafter Geburtstag steht nun kurz bevor und Dr. Parnassus versucht verzweifelt, seine geliebte Tochter vor diesem schrecklichen Schicksal zu bewahren. Kurz vor Ablauf der Frist taucht Mr. Nick tatsächlich auf, um Parnassus’ Schuld einzutreiben. Über den fortwährenden Spieltrieb von Parnassus sichtlich erfreut, lässt Mr. Nick neu mit sich verhandeln bietet dem Greis eine neue Wette an: Jetzt wird Valentina demjenigen gehören, der binnen drei Tagen als erster fünf Seelen verführt und sie in die Parallelwelt hinter den Spiegel locken kann.  In seiner Verzweiflung schlägt Dr. Parnassus ein. Zusammen mit seinen treuen Gefährten Anton (Andrew Garfield) und Percy (Verne Troyer) will er den Teufel dieses Mal bezwingen.  Das ist jedoch leichter gesagt als getan …

Parnassus; Heath LedgerAls die Truppe mit ihrem Wandertheater durch das nächtliche London fährt, sehen sie einen jungen Mann, der an einem Seil von einer Brücke baumelt. Schnell ist er befreit und ins Leben zurückgebracht. Der junge Mann entpuppt sich als der ebenso mysteriöse wie charismatische Tony (Heath Ledger). Obwohl dieser offensichtlich einen ganz anderen Plan hat, schließt sich Tony dem Wandertheater an und bringt bald neue Hoffnung auf eine Lösung von Parnassus' Problem. Es dauert nicht lange, da hat sich Valentina Hals über Kopf in den geheimnisvollen Fremden verliebt. Gemeinsam versucht man nun, dem Teufel die fünf Seelen abspenstig zu machen. Und Dr. Parnassus verspricht sogar die Hand seiner Tochter dem Mann, der ihm dabei hilft, diese neue Wette zu gewinnen.

 

Das ist der Auftakt eines packenden, explosiven und wunderbar fantasievollen Wettrennens gegen die Zeit inmitten einer nicht enden wollenden Landschaft voller surrealer Hindernisse, atemberaubender Hirngespinste, Albträume und Phantasmagorien.

 

 

Der visionäre Regisseur genießt den Ruf eines außerordentlich kreativen Filmemachers. Der tragische Tod von Heath parnassus; Jude LawLedger während der Produktion von Das Kabinett des Dr. Parnassus zeigt, wie kreativ Gilliam ist. Die Lösung, die Rolle von Ledger mit mehreren Schauspielern in den unterschiedlichen Vorstellungswelten zu besetzen funktioniert und überzeugt. Es dürfte ein Glücksfall für die Produktion gewesen sein, dass Ledger viele der in der Realität spielen Szenen bereits abgedreht hatte und somit dieser Kunstgriff möglich war. Gillam hat übrigens seinen Credit von „ A Terry Gilliam Film“ abgeändert in „A film from Heath Ledger and friends”

 

Ein Gilliamfilm zu bewerten ist immer schwierig. Das vorliegenden Werk ist skurril in bester Gilliamtradition. Der Regisseur scheint sich streckenweise etwas in seinen eigenen Gedankenwelten zu verlieren. Der Film hat dann mitunter Durchhänger im Storybogen. Wenn man die Filmlänge von 122 Minuten betrachtet, kommt das Verhältnis Vater-Tochter, die Reaktion der Tochter und auch der Hintergrund der Figur des Tony zu kurz. Es wird bildgewaltig erzählt, ohne groß was zu sagen. Viele Bilder fühlen sich an, wie aus dem Frühwerk (wie sich das anhört) von Gilliam zu seiner Python-Zeit. Das Imanigarium erinnert mich an Fellini’s Casanova.

 

Die Schauspielerischen Leistungen sind gut, Ledger war gut, seine 3 „Ersatzspieler“ ein gelungener coup. Plummer ist klar unterfordert. Tom Waits als Herr der Unterwelt eine Traumbesetzung. Lily Cole kommt zu kurz.

 

Insgesamt macht Skurrilität noch nicht zwingend einen großen Film. Parnassus ist für Ledger-Fans nett und vor allem für Gilliamfans ein Stück gelungene Unterhaltung.

 

5/10 Punkten

 

 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 9. Dezember 2009 )
 
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